Diabetiker Baden-Württemberg feiern Jubiläum und Zusammenarbeit

50 Jahre gelebte Selbsthilfe – und eine starke Partnerschaft
Erschienen am 14. August 2025 | Letzte Änderung 14. August 2025

Mit einer festlichen Veranstaltung hat der Verein Diabetiker Baden-Württemberg (DBW) am 20. Juli sein 50-jähriges Jubiläum in Karlsruhe-Durlach begangen. In ihrer Eröffnungsrede blickte Helene Klein, Vorstandsvorsitzende des DBW, auf fünf Jahrzehnte engagierte Selbsthilfearbeit zurück. Außerdem lenkte sie den Blick aller Teilnehmer in die Zukunft: Es bleibt noch viel zu tun, um das Leben für Menschen mit Diabetes lebenswert zu gestalten.

Auch das Land Baden-Württemberg würdigte die Arbeit des Vereins: Staatssekretärin Ute Leidig überbrachte das Grußwort des Sozialministeriums und betonte die Bedeutung von Selbsthilfe als eine wichtige Säule der Gesundheitsversorgung für betroffene Menschen. Für den LAV nahm Vorstandmitglied und Patientenbeauftragte des Verbandes Friederike Habighorst-Klemm an der Feier teil und sprach zu den Gästen. Weitere Redner im Rahmen der Feierstunde waren Prof. Dr. Ralf Lobmann, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Diabetologie BW (ADBW) und Leonhard Stärk, Vorsitzender der Deutschen Diabetes Förderation (DDF).

Helene Klein (li.), Vorstandsvorsitzende des DBW, freute sich über das Grußwort der LAV-Patientenbeauftragten Friederike Habighorst-Klemm.
Helene Klein (li.), Vorstandsvorsitzende des DBW, freute sich über das Grußwort der LAV-Patientenbeauftragten Friederike Habighorst-Klemm. 1

Ein halbes Jahrhundert für Menschen mit Diabetes
Seit über 20 Jahren begleitet der LAV bereits den Selbsthilfeverein und unterstützt die Arbeit auf unterschiedlichen Ebenen: Der LAV war in der Vergangenheit immer wieder Gast auf Diabetikertagen, beteiligte sich an Fachveranstaltungen, hielt Referate und lädt den DBW seit zwei Jahrzehnten zum jährlichen Treffen mit Selbsthilfe- und Patientenorganisationen ein. In den LAV-Nachrichten erscheinen immer wieder Beiträge über Diabetes-Themen, die auch in den Apotheken stets den Blick auf die Bedürfnisse der Betroffenen richten. Friederike Habighorst-Klemm überbrachte zum Jubiläum die Glückwünsche der baden-württembergischen Apothekerschaft. In ihrem Grußwort erinnerte sie an den vielschichtigen Austausch: „Unsere Partnerschaft mit dem DBW beruht auf Respekt, praktischer Zusammenarbeit und echter Nähe zu den betroffenen Menschen mit Diabetes.“

Zuverlässigkeit, Beratung und Alltagshilfe
Habighorst-Klemm betonte, wie wichtig die wohnortnahe Versorgung chronisch kranker Menschen durch Apotheken sei. „Wir beraten, messen, liefern – und stehen mit Verstand und Herzblut bereit“, so die Apothekerin. Gerade in Zeiten von Lieferengpässen sei es oft die Apotheke vor Ort, die Patienten in schwierigen Situationen auffange und versorge: „Diabetes braucht mehr als Medikamente – es braucht Wissen, Verlässlichkeit und Zusammenhalt.“

 
SH Diabetiker Ha-Klemm Rede Qülle Michäl M. Roth, MicialMedia
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Rückblick mit Augenzwinkern
Neben feierlichen Tönen hatte Habighorst-Klemm aber auch unterhaltsame Fakten zur Diabetesgeschichte im Gepäck – vom mittelalterlichen „Ameisentest“ bis zum tierischen Spürsinn von Diabeteswarnhunden. Das Publikum nahm den Ausflug in die Diabetes-Historie dankbar schmunzelnd auf.

Ein starkes Bündnis – damals wie heute
Friederike Habighorst-Klemm blickte bei der Veranstaltung auch in die Zukunft und versicherte, dass das gemeinsame Ziel weiterhin laute, allen Erkrankten mehr Lebensqualität mit Diabetes zu ermöglichen. Denn: „Diabetes ist mehr als eine Diagnose – es ist Teil des Alltags und gehört zum Leben dazu. Selbsthilfegruppen und Organisationen wie Diabetiker BW begleiten und stützen Diabetiker:innen in vielen Belangen und werden auch in Zukunft gebraucht. Und wir als Apothekerschaft stehen an Ihrer Seite.“ Das Jubiläum des DBW war als „Fest für alle“ konzipiert und bot deswegen auch musikalische Einlagen, einen Museumswalk sowie eine Industrieausstellung der beteiligten Firmen.