Dafür stehen wir

Apothekerin am HV-Tisch
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Wir sind davon überzeugt, dass das Apothekenwesen in Deutschland und mit ihm das System der Arzneimittelversorgung zu unserem Land, zu unseren Bürgerinnen und Bürgern und zu unserem Gesundheitssystem passt. Dieses System ist historisch gewachsen und hat sich bewährt. Bei allen Überlegungen über Veränderungen und Reformen sollten die wesentlichen Eckpfeiler dieses Systems immer erhalten bleiben. Sie bilden unsere politischen Grundsätze, die ihrerseits Leitlinie für all unser Handeln im Apothekerverband darstellt.

Kein Apotheken-Fremdbesitz und keine Ketten

Nur approbierte Apothekerinnen und Apotheker dürfen in Deutschland Apotheken betreiben. Das ist gut und richtig so, denn Arzneimittel sind eine Ware von ganz besonderer Art und es ist deshalb wichtig, dass sie abseits von Kapitalinteressen großer Konzerne oder Aktionäre an den Patienten gelangen. Deshalb lehnen wir einen Apotheken-Fremdbesitz und einen erweiterten Mehrbesitz (Kettenstruktur) kategorisch ab. Wir bekennen uns zur Freiberuflichkeit.

Gleiche Bedingungen im Wettbewerb

Wir Apothekerinnen und Apotheker arbeiten in Niederlassungsfreiheit und damit nicht selten auch im Wettbewerb zueinander. Dieser Wettbewerb ist im Besonderen immer auch ein Wettbewerb um Qualität. Der Versandhandel mit Arzneimitteln ist ein weiterer Wettbewerber im Markt. Wir stellen uns dieser Herausforderung. Gleichzeitig lehnen wir aber jedwede Wettbewerbsvorteile für diesen Vertriebskanal kategorisch ab.

Apothekenpflicht für Arzneimittel

Arzneimittel gehören in die Apotheke! Die Apothekenpflicht dient der Arzneimittelsicherheit und dem Verbraucherschutz in gleichem Maße. Sie ist für uns unumstößlich und nicht verhandelbar.

Freie Apothekenwahl

Die Patientin und der Patient stehen im Mittelpunkt! Das beginnt bereits damit, dass sie/er das Recht hat, seine Apotheke frei zu wählen. Dieses Recht muss unter allen Umständen erhalten bleiben. Wir lehnen dementsprechend jegliche Steuerung der Patientin/des Patienten durch Institutionen oder Organisation und damit gegebenenfalls verbundene Bonus- oder Prämienkonzepte konsequent ab.

Einheitlicher Abgabepreis und Preisbindung

Wir sind gemeinsam mit der Politik der Überzeugung, dass ein kranker Mensch nicht auch noch nach etwaigen Sonderangeboten für seine benötigten Medikamente Ausschau halten sollen muss. Deshalb verfechten wir den ausnahmslosen einheitlichen Abgabepreis und die Preisbindung für verschreibungspflichtige Arzneimittel, auch um dem Mehr- und Fehlgebrauch von Arzneimitteln entgegenzuwirken.

Offizin-Apotheke zuständig für die ambulante Versorgung

Wir vertreten die unabhängige, inhabergeführte Offizin-Apotheke. Sie ist und bleibt der alleinige Versorger der/des ambulant zu versorgenden Patientin/Patienten.

Flächendeckende Versorgung

Wir sind der Überzeugung, dass eine flächendeckende Arzneimittelversorgung trotz aller Digitalisierung und moderner Kommunikationsmittel sinnvoll und notwendig ist. Diese Flächendeckung zu erhalten, ist ein wesentlicher Faktor für unsere verbandliche Arbeit.

Mit dem Arzneimittel sparen

Wir vertreten den Grundsatz, dass es für die Patientin/den Patienten besser und für die Finanzierung des Gesundheitssystems effektiver ist, mit dem Arzneimittel zu sparen als am Arzneimittel.

Kollektivverträge sichern einheitliches Versorgungsniveau

Wir sind die Spitzenorganisation der Apothekerschaft in unserem Bundesland – so steht es im SGB V. Wir verhandeln für unsere Mitglieder Verträge mit den Krankenkassen. Diese Verträge sichern eine einheitliches Versorgungsniveau und die möglichst ortsnahe Erreichbarkeit dieser Versorgung für alle Versicherten. Deshalb lehnen wir Einzelverträge, Einkaufsmodelle, unethische Bonusverträge und Ausschreibungen grundsätzlich ab.

Selbstmedikation braucht den Rat aus der Apotheke

Wir sind davon überzeugt, dass dem Bereich der Selbstmedikation ein besonders hoher Stellenwert zukommt, denn hier ist die Patientin/der Patient in besonderem Maße auf den Rat und die Hilfestellung der Apothekerinnen und Apotheker angewiesen.