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Hilfswerk sammelt Spenden für Krankenhaus in Burkina Faso

Dürre und Putsch: Bevölkerung hungert, Medikamente fehlen
Webcode V212048 | Erschienen am 25. August 2022 | Letzte Änderung 25. August 2022

Das Hilfswerk der Baden-Württembergischen Apothekerinnen und Apotheker widmet seinen aktuellen Spendenaufruf einem der ärmsten Länder der Welt – dem westafrikanischen Land Burkina Faso. Mehr als 80 Prozent der Erwerbstätigen sind in der Landwirtschaft oder Viehzucht beschäftigt, wodurch sie unmittelbar von den Klimabedingungen abhängen. Wetterextreme wie anhaltende Regenfälle und Dürreperioden beeinträchtigen die Ernteeinnahmen und dadurch auch das Einkommen von Familien. Dazu kommt, dass im Januar 2022 hat in Burkina Faso ein Militärputsch stattgefunden hat. Auch wenn das Alltagsleben mittlerweile weitgehend wieder zur Normalität übergegangen ist, bleibt die Gesamtlage grundsätzlich angespannt.

„Medizinische Leistungen müssen in Burkina Faso immer im Voraus bezahlt werden, deshalb scheuen viele Menschen den Gang zum Arzt. Aber mit ihrem geringen Einkommen kann die Behandlung häufig gar nicht bezahlt werden“, erklärt Tatjana Zambo, LAV-Präsidentin und Vorsitzende des Hilfswerks. Außerdem fehle es zunehmend an Basismedikamenten wie Schmerzmittel und Antibiotika. Hier möchte das Hilfswerk mit dem bekannten Projektpartner Action medeor zusammen helfen und die dringend benötigten Medikamente liefern.

Foto Burkina Faso-AMPO-action medeor
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Hier kommt Ihre Spende an

Die Krankenstation in der Hauptstadt Ouagadougou wurde ursprünglich für die Bewohner der AMPO-Waisenhäuser gegründet, um den Kindern und Jugendlichen eine medizinische Versorgung zu ermöglichen. Mittlerweile bietet die Krankenstation der mittellosen Bevölkerung der Stadt Ouagadougou und den ländlichen Vororten eine bedarfsgerechte Versorgung an. „Die Patient:innen erhalten neben den medizinischen Leistungen durch ausgebildetes Personal auch die dazugehörigen Medikamente und Impfungen für einen symbolischen Betrag von 15 Cents“, weiß Tatjana Zambo. Letztes Jahr wurden beispielsweise etwa 100.000 Patient:innen behandelt – die Hälfte davon waren Kinder. Aber auch für die Krankenstation ist die politische Lage eine enorme Belastung, denn durch die Binnenflüchtlinge hat sich die Zahl der Patienten deutlich erhöht. Auch der Krieg in der Ukraine hat Auswirkungen in Burkina Faso, denn die Preise für Benzin und Lebensmittel sind deutlich angestiegen.
Mit einer geplanten Hilfslieferung unterstützt action medeor die AMPO-Krankenstation mit wichtigen Medikamenten und medizinischen Verbrauchsmaterialien. Neben Schmerzmitteln, Antibiotika und Nahrungsergänzungsmitteln werden auch Mittel zur Behandlung von Malaria benötigt. Diese kommen besonders häufig bei Kindern zum Einsatz. „Gerade in Zeiten wie diesen, in denen wir scheinbar von einer Katastrophe und Krise in die nächste stolpern, sollten wir auch die Ärmsten nicht vergessen. Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass die Menschen dort professionell mit den wichtigsten Medikamenten versorgt werden. Seien Sie dabei, helfen Sie mit! Zusammen schaffen wir es hunderten Menschen eine medizinische Versorgung zu ermöglichen!“

Spendenkonto ist eröffnet:

Hilfswerk der Baden-Württembergischen Apothekerinnen und Apotheker
IBAN: DE51300606010006414141
BIC: DAAEDEDD
Verwendungszweck: Burkina Faso