WMR Seitzl in Konstanz
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SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Lina Seitzl zu Gast in Konstanz

Ein Besuch im Rahmen der Aktion "WIR MÜSSEN REDEN"
Erschienen am 7. April 2026 | Letzte Änderung 7. April 2026

Auf Einladung des LAV-Beirates Murat Baskur besuchte die Bundestagsabgeordnete Dr. Lina Seitzl (SPD) die Apotheke im Seerheincenter in Konstanz. Ziel des Treffens am 31. März 2026 war ein offener und konstruktiver Austausch über aktuelle gesundheitspolitische Herausforderungen.

Honoraranpassung noch auf der langen Bank
Im Mittelpunkt des Gesprächs standen insbesondere die geplanten Maßnahmen der anstehenden Apothekenreform sowie deren mögliche Auswirkungen auf die Vor-Ort-Apotheken. Zentrales Thema des Austauschs zwischen Murat Baskur und Lina Seitzl, die auch Mitglied im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages ist, war die weiterhin fehlende Fortentwicklung der Apothekenhonorare. Im Gesetzentwurf ist die Anhebung des Apothekenfixums nicht niedergeschrieben, sondern die Honoraranpassung steht nur grundlegend im Koalitionsvertrag. Angesichts von kontinuierlich und stark steigenden Kosten von Mieten bis Personal seien Anpassungen des Apothekenfixums unverzüglich nötig.
Der drastische Rückgang an Apothekenbetriebsstätten spreche hier eine deutliche Sprache.
„Eine Anpassung des Honorars ist längst überfällig und aus unserer Sicht unausweichlich“, betonte Murat Baskur im Gespräch. „Die wirtschaftliche Lage vieler Apotheken ist extrem angespannt – hier braucht es jetzt dringend politische Entscheidungen, die schnell greifen.“

Am Tag des Besuchs von Seitzl in der Apotheke, hatte die Finanzkommission, die von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken eingesetzt worden war, ihren Vorschlag veröffentlicht, die Honoraranpassung für Apotheken auf fünf Jahre zu strecken.
Ein Vorschlag, den die Apothekerschaft aufgrund des Ernstes der Lage streng kritisiert.

Ausländischer Versandhandel bleibt problematisch
Ein weiterer wichtiger Punkt war auch der Umgang mit ausländischen Versandapotheken.
Baskur machte deutlich: „Es kann nicht sein, dass unterschiedliche Wettbewerbsbedingungen bestehen bleiben. Eine reine Temperaturüberwachung auch für den ausländischen Versandhandel und die Logistiker ist ein erster wichtiger Schritt, der im Reformvorhaben angegangen wird. Aber die Maßnahme reicht bei Weitem nicht aus, um grundsätzlich wirtschaftliche Fairness herzustellen.“

Gerade jetzt im Gespräch bleiben
Der Austausch mit der Bundestagsabgeordneten verlief in einer offenen und konstruktiven Atmosphäre. Murat Baskur zog ein positives Fazit: „Der direkte Dialog mit der Politik ist gerade jetzt entscheidend, um die Herausforderungen vor Ort sichtbar zu machen und gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln.“