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Online-Petition fordert schnelles Handeln der Politik

Mitmachen und Apotheken unterstützen
Erschienen am 24. März 2026 | Letzte Änderung 24. März 2026

In Deutschland formiert sich Widerstand gegen das fortschreitende Apothekensterben. Mit einer bundesweiten Online-Petition, die unter www.openpetition.de/!fgpmn zu erreichen ist, wird die Bundesregierung aufgefordert, die wirtschaftliche Lage der Apotheken spürbar zu verbessern und die Arzneimittelversorgung langfristig zu sichern.

Die Petition mit dem Titel „Apothekensterben stoppen – Koalitionsvertrag jetzt umsetzen!“ richtet sich an die breite Öffentlichkeit. Sie soll insbesondere den Millionen Menschen eine Stimme geben, die täglich auf die Versorgung durch Apotheken angewiesen sind. Allein vor Ort nutzen rund drei Millionen Kundinnen und Kunden pro Tag die Leistungen der Apotheken.

Versorgung in Gefahr
Hintergrund der Initiative ist eine zunehmend angespannte wirtschaftliche Situation vieler Apotheken. Seit Jahren stehen sie unter erheblichem Kostendruck, während die Vergütung für ihre Leistungen kaum angepasst wurde. Das Honorar für die Abgabe verschreibungspflichtiger Medikamente liegt seit 2013 unverändert bei 8,35 Euro.

Gleichzeitig sind die Betriebskosten in diesem Zeitraum um rund 65 Prozent gestiegen. Diese Entwicklung hat spürbare Folgen: Seit 2013 ist die Zahl der Apotheken in Deutschland um fast ein Fünftel zurückgegangen. Für viele Betriebe wird es zunehmend schwierig, wirtschaftlich zu arbeiten – insbesondere in ländlichen Regionen.

Forderung nach fairer Vergütung
Die Petition fordert deshalb eine Anhebung des Apothekenhonorars auf 9,50 Euro pro verschreibungspflichtigem Medikament. Darüber hinaus soll eine automatische, jährliche Anpassung eingeführt werden, um zukünftige Kostensteigerungen besser abzufedern.

Ein zentraler Kritikpunkt: Obwohl entsprechende Maßnahmen bereits im Koalitionsvertrag angekündigt wurden, ist bislang keine Umsetzung erfolgt. Aus Sicht der Initiatoren droht dadurch eine weitere Verschlechterung der Versorgungsstruktur.

Niedrigschwellige Beteiligung
Die Teilnahme an der Petition ist bewusst einfach gehalten. Interessierte können online unterschreiben, indem sie ihre Kontaktdaten eingeben.

Signal an die Politik
Mit der Petition soll ein deutliches Signal an die Bundesregierung gesendet werden: Die Sicherstellung einer wohnortnahen, schnellen und kompetenten Arzneimittelversorgung wird als zentrale Aufgabe angesehen. Ohne wirtschaftlich stabile Apotheken sei dieses Ziel jedoch langfristig nicht zu erreichen.

Die Initiatoren setzen darauf, dass eine breite Unterstützung aus der Bevölkerung den politischen Druck erhöht – und konkrete Maßnahmen zur Stärkung der Apotheken schneller auf den Weg gebracht werden.