Verband

Herzlich Willkommen beim Landesapothekerverband Baden-Württemberg!

Gemeinsam stark: Das Apothekerhaus in Stuttgart vereint alle Abteilungen des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg e.V. unter einem Dach.

Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V. ist der zweitgrößte Apotheker-Landesverband in Deutschland. Er tritt als moderner Dienstleistungsverband für die wirtschaftlichen, beruflichen, fachlichen, politischen und gesellschaftlichen Interessen von über 2.300 Apotheken in Baden-Württemberg ein.

Als berufsständischer Interessenverband ist der LAV in Baden-Württemberg wichtiger Ansprechpartner für Politik, Öffentlichkeit und für die Partner im Gesundheitswesen. Einen sehr guten Überblick über die Tätigkeiten und gesundheitspolitischen Ereignisse des vergangenen Jahres gibt der Geschäftsbericht des Verbandes, den Sie in nebenstehender Download-Box abrufen können.

  1. Nur approbierte Apothekerinnen und Apotheker dürfen in Deutschland Apotheken betreiben. Das ist gut und richtig so, denn Arzneimittel sind eine Ware von ganz besonderer Art und es ist deshalb wichtig, dass sie abseits von Kapitalinteressen großer Konzerne oder Aktionäre an den Patienten gelangen. Deshalb lehnen wir einen Apotheken-Fremdbesitz und einen erweiterten Mehrbesitz (Kettenstruktur) kategorisch ab. Wir bekennen uns zur Freiberuflichkeit.
  2. Wir Apothekerinnen und Apotheker arbeiten in Niederlassungsfreiheit und damit nicht selten auch im Wettbewerb zueinander. Dieser Wettbewerb ist im Besonderen immer auch ein Wettbewerb um Qualität. Der Versandhandel mit Arzneimitteln ist ein weiterer Wettbewerber im Markt. Wir stellen uns dieser Herausforderung. Gleichzeitig lehnen wir aber jedwede Wettbewerbsvorteile für diesen Vertriebskanal kategorisch ab.
  3. Arzneimittel gehören in die Apotheke! Die Apothekenpflicht dient der Arzneimittelsicherheit und dem Verbraucherschutz in gleichem Maße. Sie ist für uns unumstößlich und nicht verhandelbar.
  4. Die Patientin/Der Patient steht im Mittelpunkt! Das beginnt bereits damit, dass sie/er das Recht hat, seine Apotheke frei zu wählen. Dieses Recht muss unter allen Umständen erhalten bleiben. Wir lehnen dementsprechend jegliche Steuerung der Patientin/des Patienten durch Institutionen oder Organisation und damit gegebenenfalls verbundene Bonus- oder Prämienkonzepte konsequent ab.
  5. Wir sind gemeinsam mit der Politik der Überzeugung, dass ein kranker Mensch nicht auch noch nach etwaigen Sonderangeboten für seine benötigten Medikamente Ausschau halten sollen muss. Deshalb verfechten wir den ausnahmslosen einheitlichen Abgabepreis und die Preisbindung für verschreibungspflichtige Arzneimittel auch um dem Mehr- und Fehlgebrauch von Arzneimitteln entgegenzuwirken.
  6. Wir vertreten die unabhängige, inhabergeführte Offizin-Apotheke. Sie ist und bleibt der alleinige Versorger der/des ambulant zu versorgenden Patientin/Patienten.
  7. Wir sind der Überzeugung, dass eine flächendeckende Arzneimittelversorgung trotz aller Digitalisierung und moderner Kommunikationsmittel sinnvoll und notwendig ist. Diese Flächendeckung zu erhalten ist ein wesentlicher Faktor für unsere verbandliche Arbeit.
  8. Wir vertreten den Grundsatz, dass es für die Patientin/den Patienten besser und für die Finanzierung des Gesundheitssystems effektiver ist, mit dem Arzneimittel zu sparen als am Arzneimittel.
  9. Wir sind die Spitzenorganisation der Apothekerschaft nach SGB V in unserem Bundesland. Wir verhandeln für unsere Mitglieder Verträge mit den Krankenkassen. Diese Verträge sichern eine einheitliches Versorgungsniveau und die möglichst ortsnahe Erreichbarkeit dieser Versorgung für alle Versicherten. Deshalb lehnen wir Einzelverträge, Einkaufsmodelle, unethische Bonusverträge und Ausschreibungen grundsätzlich ab.
  10. Wir sind davon überzeugt, dass dem Bereich der Selbstmedikation ein besonders hoher Stellenwert zukommt, denn hier ist die Patientin/der Patient in besonderem Maße auf den Rat und die Hilfestellung der Apothekerinnen und Apotheker angewiesen.

  1. Wir fordern die Schaffung einer gerechten und angemessenen wirtschaftlichen Basis für die öffentliche Apotheke. Dazu muss die derzeitig geltende Arzneimittelpreisverordnung so modifiziert werden, dass sie die Arbeit der Apothekerschaft leistungsgerecht vergütet und diese Vergütung durch eine regelmäßige jährliche Überprüfung auf der Grundlage eines fairen Berechnungsmodus angepasst wird.
  2. Wir fordern die Stärkung der Kompetenz der Apothekerin/des Apothekers im Bereich der Arzneimittelauswahl, des Medikationsplans, des Medikationsmanagements, der Prävention und der pharmazeutischen Betreuung und Versorgung durch die Schaffung entsprechender gesetzlicher Rahmenbedingungen mit expliziter Einbindung der Apothekerinnen und Apotheker in entsprechende Gesetze.
  3. Wir sehen das Datenmanagement im Arzneimittelbereich als ausschließliche Angelegenheit der Apothekerschaft. Dies gilt auch - und insbesondere - vor dem Hintergrund einer voranschreitenden Digitalisierung des Gesundheitswesens und entsprechender Gesetzgebungen.
  4. Wir fordern die Mitarbeit der Apothekerschaft in allen arzneimittelrelevanten Entscheidungsgremien auf Landes- und Bundesebene ein.
  5. Wir fordern für die öffentliche Apotheke die Befreiung von der Zwangsmitgliedschaft in der Industrie- und Handelskammer.
  6. Wir fordern die Reduktion des Mehrwertsteuersatzes für Arzneimittel.
  7. Wir fordern die Abschaffung der Nullretaxationen.
  8. Wir fordern die Abschaffung der gesetzlich vorgegebenen "Importförderklausel", die importierten Arzneimitteln eine Sonderstellung im Arzneimittelmarkt verschafft.
  9. Wir fordern die deutliche Reduktion des überbordenden Verwaltungsaufwands in den Apotheken.
  10. Wir wollen gemeinsam mit den Krankenkassen neue Versorgungsformen entwickeln und vorhandene ausbauen. Dazu gilt es auch, die eigene Verhandlungsposition gegenüber den Krankenkassen zu stärken und den Verhandlungspartner davon zu überzeugen, die Patientin/den Patienten wieder stärker ins Zentrum der Bemühungen zu stellen.