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Pressemitteilungen 2017

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München/Stuttgart/Düsseldorf – Rezeptsammelstellen sind ein etabliertes und sinnvolles Instrument der Patientenversorgung an solchen Orten, in denen es keine Apotheke gibt und wo die Entfernung zur nächsten Apotheke unangemessen hoch ist. Genauso einfach in der Handhabung, aber schneller, effizienter und kommunikativer: Das sind zusammengefasst die Attribute der neu entwickelten „Digitalen Rezeptsammelstelle“, die heute auf der Düsseldorfer Expopharm-Messe als Kooperationsprojekt des Münchener Unternehmens VSA GmbH (einem Unternehmen der NOVENTI Group) und dem Landesapothekerverband Baden-Württemberg mit Sitz in Stuttgart der Fachöffentlichkeit vorgestellt wurde.

„Wir hatten schon längere Zeit über Möglichkeiten nachgedacht, wie wir durch moderne und digitale Technologien den klassischen Briefkasten einer Rezeptsammelstelle ‚intelligenter‘ machen können“, erklärt Fritz Becker, Präsident des Landesapothekerverbands Baden-Württemberg. Der Verband war Ideengeber für das interaktive, säulenförmige Terminal, das zukünftig die herkömmlichen Briefkästen bei eingerichteten Rezeptsammelstellen ersetzen könnte. „Erreichen wollten wir Dreierlei“, so Becker weiter. „Es darf in der Handhabung weder für den Patienten noch für den Apotheker kompliziert sein, es muss für beide einen klaren Mehrwert bieten und es muss gleichzeitig sicher und zukunftsfähig sein.“

Alle drei Ziele wurden bei der technologische Entwicklung, die durch die VSA GmbH geleistet wurde, entschieden verfolgt. Besonders die apothekennahe Ausrichtung, Denk- und Arbeitsweise des Unternehmens, aber auch sein technologisches Know-how und die Innovationskraft sei dabei der Entwicklung zu Gute gekommen, erläutert Becker. Herausgekommen ist ein Terminal mit moderner Optik, dessen Stärken im Zusammenspiel der verbauten Hard- und Softwarekomponenten und in der Einfachheit der Handhabung liegen. „Unsere Digitale Rezeptsammelstelle – eine Weiterentwicklung der im Markt bereits erfolgreich eingeführten Vorbestell-App callmyApo – ist bei einfachster Bedienung in der Lage, ein Rezept digital und gleichzeitig sicher vom Patienten hin zur Apotheke zu übermitteln. Allein das spart auf beiden Seiten erhebliche Zeit und Wege“, erläutert Herbert Wild, Geschäftsführer der VSA GmbH, das Grundkonzept des Terminals. Hinzu kommen im Gerät verbaute Dialogkomponenten, die es dem Patienten erlauben, aus der Ferne mit der Apotheke in Kontakt zu treten. Wild: „Hier reicht unser Angebot von der einfachen Textnachricht über den telefonischen Kontakt bis zur Möglichkeit der Zusatzbestellung von OTC-Arzneimitteln.“ Diese für Patienten kostenfreien Services bieten die Möglichkeit, bereits im Vorfeld der Belieferung Kundenwünsche zu berücksichtigen und alle organisatorischen Fragen zwischen Patient und Apotheke zu klären.

Nachdem der Patient sein Rezept über das callmyApo-Terminal eingescannt  hat und es dort digitalisiert wurde, erhält die beteiligte Apotheke über eine gesicherte Verbindung Sicht auf diese digitale Abbildung. Nun kann in der Apotheke die Belieferung in Ruhe vorbereitet oder nicht am Lager befindliche Ware noch bestellt werden – und es bleibt im Zweifel sogar Zeit, eine eventuelle Rücksprache mit dem verordnenden Arzt zu führen. „In Zeiten von Rabattverträgen und auch von Lieferengpässen absolute Vorteile“, erklärt Becker aus der Praxis. Sind die Arzneimittel dann zur Auslieferung gerichtet, führt der erste Weg selbstverständlich zunächst erst zur digitalen Rezeptsammelstelle, um das Original-Rezept aus dem Terminal zu holen und noch einmal alle relevanten pharmazeutischen Prüfungen am Original durchzuführen. Erst wenn das geschehen ist, wird dem Patienten das Arzneimittel durch den pharmazeutischen Botendienst übergeben.

Aus Sicht der VSA GmbH passt dieses Verfahren in die insgesamt bereits sehr digitale Welt der Apotheke und stärkt die Apotheke vor-Ort. Herbert Wild: „Die Apotheke kann innerhalb von Sekunden die Verfügbarkeit der Ware bei ihren Vorlieferanten prüfen, weil sie wie kaum eine andere Branche digitalisiert arbeitet. Auch die Warenbestellung ist durchdigitalisiert. Das callmyApo-Terminal knüpft an diese Welt an und schafft die Brücke zu solchen Patienten, die, z.B. in sehr ländlich geprägten Gegenden, auf eine Rezeptsammelstelle angewiesen sind. Für sie wird die Versorgung dadurch schneller und effizienter und die Apotheke spart vor allem Wege und Zeit!“ Das entwickelte callmyApo-Terminal soll nun zügig in den live-Einsatz gehen. „Wir haben im Rahmen der Entwicklung natürlich selbst schon viel getestet“, erklärt Wild, „aber erst in der Praxis wird sich konkret zeigen, ob an der ein oder anderen Stelle noch optimiert werden muss.“ Das erste Gerät wird dabei in Baden-Württemberg installiert werden. Auch die Landesverbände in Bayern und Sachsen haben sich offen für das Projekt gezeigt und sich bereit erklärt, weitere Testbetriebe zu unterstützen. Erst, wenn diese Tests erfolgreich abgeschlossen sind, will man bei der VSA GmbH in die Serienproduktion gehen. „Ein ganz normales Vorgehen bei Innovationen“, wie VSA-Geschäftsführer Wild erklärt.

Der Pressemitteilung ist ein Bild zugeordnet. Vorschlag für die Bildunterschrift: Die digitale Rezeptsammelstelle soll den bisherigen Briefkasten ablösen. Das Terminal wurde heute (14.09.2017) auf der expopharm 2017 in Düsseldorf der Fachöffentlichkeit vorgestellt.

Das Bild finden Sie zum Download rechts in der Download-Box.

Stuttgart – Wer regelmäßig drei oder mehr verordnete Arzneimittel einnimmt, hat seit dem Herbst vergangenen Jahres einen Anspruch auf einen Medikationsplan seines Arztes. Wem Arzneimittel durch verschiedene Ärzte verordnet wurden und wer vielleicht noch in der Selbstmedikation Arzneimittel oder Nahrungsergänzungsmittel einnimmt, sollte wegen möglicher Wechsel- und Nebenwirkungen alles in einem ergänzten Medikationsplan zusammenfassen lassen. Darauf weist der Landesapothekerverband Baden-Württemberg (LAV) zum Tag der Patientensicherheit am 17. September hin. In diesem Jahr geht es an diesem Tag thematisch darum, gemeinsam Medikationsfehler zu vermeiden.

Apotheker ergänzen auf Wunsch des Patienten den erstellten ärztlichen Medikationsplan, denn viele Apotheken haben durch ihr Patientenmanagement über Kundenkarten einen vollständigeren Überblick über alle eingenommenen Medikamente, erklärt Christoph Gulde, Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg: „Wir Apothekerinnen und Apotheker wollen an diesem Tag Sensibilität dafür schaffen, dass auch nicht verordnete Arzneimittel Neben- und Wechselwirkungen entfalten können. Sehr oft erlebe ich folgendes Beispiel: Kalzium wird als Nahrungsergänzung zur Stärkung der Knochen eingenommen und die Patientin nimmt aber gleichzeitig ein Schilddrüsenhormon ein. Diese Kombination kann dazu führen, dass das Schilddrüsenmedikament in seiner Wirkung aufgehoben wird. Auch das Schmerzmittel Acetylsalicylsäure (ASS), das in der Wirkstärke 500 mg als Kopfschmerztablette genommen wird, verträgt sich nicht mit Marcumar oder Heparin, was zur Blutverdünnung gegeben wird. Der Patient kann innerliche Blutungen erleiden, was gefährlich werden kann. Aus unserer Sicht müssen darum die Apothekerinnen und Apotheker in die Erstellung des Medikationsplanes eingebunden sein – und sie müssen wie die Ärzte auch, für diese zusätzliche Dienstleistung honoriert werden.“

Außerdem könnten Apotheken auch dazu beitragen, dass Patienten ihre nötigen Medikamente mit größerer Einnahmetreue (Adhärenz) einnehmen. „Die teuerste Pille hilft dem Patienten nicht, wenn er sie nicht therapiegerecht einnimmt. Eine Über- oder Unterdosierung durch Einnahmefehler kann für den Patienten negative Folgen haben. Apotheken können durch eine Überwachung der Reichweite kontrollieren, ob Medikamente ordnungsgemäß und regelmäßig vom Patienten eingenommen werden, führt Gulde weiter aus: „Wenn ein Patient zu früh oder zu spät mit einer Tablettenpackung fertig ist, dann habe ich Anhaltspunkte, dass er die Tabletten zu selten oder zu häufig einnimmt. Apotheker können anhand der Packungsgröße und der verordneten Menge ermitteln, welche Reichweite ein Medikament haben muss. Sie könnten den Patienten auch rechtzeitig erinnern, dass er wegen eines Folgerezeptes zu seinem Arzt muss. Mein Fazit lautet darum: Die Kompetenz der Apotheker muss besser in den Medikationsplan und ein sinnvolles Medikationsmanagement eingebunden werden.“

Stuttgart – Sexuell übertragbare Krankheiten, die früher unter dem Begriff Geschlechtskrankheiten zusammengefasst wurden, sind weltweit wieder auf dem Vormarsch. Der Welttag der sexuellen Gesundheit am 4. September will das Thema aus der Tabuecke herausholen und deutlich Möglichkeiten aufzeigen, wie man sich und seinen Partner vor diesen Infektionen schützen kann. Wichtig ist auch, mit dem Vorurteil aufzuräumen, dass sexuell übertragbare Krankheiten aufgrund mangelnder Hygiene auftreten. Diese Meinung stammt noch aus Zeiten einer eher restriktiven Sexualmoralvorstellung.

Genaue Zahlen zu sexuell übertragbaren Krankheiten liegen nicht vor, da nur ein Teil der Erkrankungen einer Meldepflicht unterliegt. In Deutschland müssen zum Beispiel Erkrankungen mit Chlamydien oder Gonokokken nicht gemeldet werden, hingegen sind Syphilis (bei Neugeboreneninfektionen) und Aids/HIV-Erkrankungen meldepflichtig. Problematisch ist auch, dass viele der Erkrankungen mit wenigen oder uncharakteristischen Symptomen einhergehen. Betroffene stellen Juckreiz, Brennen und Schmerzen beim Wasserlassen oder auch Ausfluss, leichtes Fieber oder eine Schwellung der Lymphknoten fest. Dahinter vermuten viele zunächst leichtere Erkrankungen wie einen Blaseninfekt oder eine vaginale Pilzinfektion. Die Grenzen zu ernsthafteren Erkrankungen sind fließend, erklärt Christoph Gulde, Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg (LAV): „Darum ist es wichtig, schon bei diesen leichteren Symptomen auch den Frauenarzt oder Urologen zu Rate zu ziehen. Beispielsweise verlaufen 80 Prozent der Chlamydien-Infektionen bei Frauen symptomlos. Bleiben sie unbehandelt, kann die Infektion bis zur Unfruchtbarkeit führen.“ Wichtig ist die Erkenntnis, dass sexuelle Erkrankungen nicht aufgrund mangelnder Hygiene weitergegeben werden. Hauptrisiko ist immer ungeschützter Geschlechtsverkehr. Darum sind auch immer wieder homosexuelle Männer betroffen. Doch grundsätzlich kann jede und jeder betroffen werden. Darum gilt, so Gulde: „Geschützter Sex mit Kondom ist die beste Vorbeugung gegen sexuell übertragbare Krankheiten. Wer Symptome aufweist, sollte ohne Scheu rasch fachliche Hilfe in Anspruch nehmen.“

Die wichtigsten sexuell übertragbaren Krankheiten im Überblick:

  • Chlamydien-Infektion: Eine bakterielle Infektion, die sich durch Juckreiz und Brennen beim Wasserlassen äußert, Ansteckung meist durch ungeschützten Sex. Unbehandelt kann die Infektion bis zur Unfruchtbarkeit führen.
  • Gonokokken-Infektion (Gonorrhoe, Tripper): Betrifft Männer und Frauen gleichermaßen. Hier gibt es bereits multiresistente Keime, bei denen Antibiotika schon nicht mehr greifen. Symptome sind meist Ausfluss sowie Schmerzen beim Wasserlassen; Ansteckung durch ungeschützten Sex oder Schmierinfektion. Schäden wie bei Chlamydien bis zur Unfruchtbarkeit.
  • Syphilis: Heute sind mehr homosexuelle Männer betroffen. Syphilis schädigt die Schleimhäute und ist gefährlicher „Türöffner“ für Folgeerkrankungen wie Aids/HIV. Nach einem ersten schmerzlosen Geschwür treten nach 6 bis 9 Wochen ein allgemeines Krankheitsgefühl mit Kopf-und Gliederschmerzen sowie Fieber auf. Nach einem weiteren symptomfreien Intervall kann spontane Heilung eintreten (bei 75 Prozent aller Fälle). Bei den restlichen Betroffenen können ein schweres Krankheitsstadium mit Schäden des zentralen Nervensystems und eine Immunschwäche folgen. Die Ansteckung geschieht durch ungeschützten Sex oder Blutkonserven.
  • Aids/HIV: Da der Erreger sehr viele verschiedene Typen hat, kann das Krankheitsbild stark variieren. Nach meist 2 nach 3 Wochen tritt bei etwa der Hälfte der Erkrankten eine leichtere Erkrankung mit Fieber und Lymphknotenschwellung auf, was oft übersehen wird, da die Symptome sehr schwach ausgeprägt sein kann. Auf eine Monate bis Jahre dauernde symptomfreie Periode folgt das chronische Stadium, was sich in allgemeiner Schwäche, Haut-und Schleimhautschäden oder gastrointestinalen Störungen manifestieren kann. Typisch sind vielen Folge-Infektionen wie beispielsweise Pilzerkrankungen oder Tuberkulose, die sich aufgrund des geschwächten Immunsystems ausbreiten können. Die Übertragung erfolgt durch Blut oder andere infektiöse Körperflüssigkeiten, vor allem bei ungeschütztem Sex.

Stuttgart – Der parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Hans-Joachim Fuchtel hat sich bei LAV-Vorstandsmitglied Dr. Thomas Fein über die Situation der niedergelassenen Apotheken informiert. Der Besuch fand in Fuchtels Wahlkreis Nordschwarzwald statt, in dem ein besonderes Augenmerk auf die landversorgende Apotheke gelegt werden muss: Der Wahlkreis 280 ist deckungsgleich mit den Landkreisen Calw und Freudenstadt. Im Wahlkreis leben rund 280 000 Menschen. Um die Landkreise mit dem Auto zu durchqueren, ist man allerdings mehrere Stunden unterwegs: von Gechingen nach Alpirsbach zwei Stunden und von Bad Herrenalb nach Empfingen etwa anderthalb Stunden.

Thomas Fein erläuterte Staatssekretär Fuchtel die Forderung der Apothekerschaft nach einem Verbot des Rx-Versandhandels nach der EuGH-Entscheidung im vergangenen Herbst. Dem so entstandenen ungleichen Wettbewerb könnten die Apotheker nicht standhalten. Gerade dringend benötigte Apotheken in der Fläche, wie gerade auch in manchen Bereichen des Nordschwarzwalds, seien gefährdet, so Fein. Diese Argumente konnte der CDU-Politiker nachvollziehen. Bei dem Austausch in der Calwer Stadt-Apotheke am 25. August stellte Fuchtel deswegen fest:"Wir haben ein starkes Gesundheitssystem. Die ortsnahen Apotheken sind hier nicht wegzudenken und auch durch nichts zu ersetzen, denn sie sind nah, schnell und persönlich für ihre Patienten da. Ich finde das absolut schützenswert – und deshalb bin ich klar für eine notwendige Regulierung des Versandhandels für verschreibungspflichtige Arzneimittel im Sinne der Patienten und der niedergelassenen Apotheken."

Staatssekretär Fuchtel setzt sich in diesen Tagen verstärkt mit Gesundheitsthemen auseinander. Neben dem Besuch der Apotheke von Dr. Thomas Fein, suchte Fuchtel auch den Austausch mit Bürgern. Dort bekräftigte Fuchtel laut eines Zeitungsberichtes im Schwarzwälder Boten, dass man nicht zusehen werde, dass die klassische Apotheke auf dem Land durch Internetangebote vom Markt verdrängt würde.

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Stuttgart – Übermäßiger Handschweiß ist kein sehr weitverbreitetes Problem. Aber wer davon betroffen ist, empfindet ihn als sehr störend, belastend und peinlich. Denn das Auftauchen von starker Schweißbildung an den Händen ist ungewöhnlich. Die meisten Menschen schwitzen eher im Bereich der Achseln oder auf der Stirn. Hervorgerufen werden kann diese Überfunktion der Schweißdrüsen durch Stress, Nervosität aber auch Erkrankungen wie Schilddrüsenfunktionsstörungen oder eine genetische Veranlagung zu vermehrtem Schwitzen. Gegen das übermäßige Schwitzen können Produkte mit Aluminiumchlorid helfen, so der Landesapothekerverband Baden-Württemberg (LAV).

Der menschliche Körper verfügt über mehrere Millionen Schweißdrüsen – an der Hand sind nur ein paar Tausend lokalisiert. „Weil es eine so ungewöhnliche Stelle für das Schwitzen ist, fällt Betroffenen diese Störung als besonders unangenehm auf. Sie scheuen sich vor dem Händedruck und empfinden soziale Kontakte manchmal als schwierig und anstrengend. Darum kann es bei manchen Betroffenen hilfreich sein, auch die psychologischen Hintergründe für das Schwitzen zu beleuchten“, erklärt Christoph Gulde, Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg.

Gegen den Handschweiß kommen nach wie vor Produkte mit Aluminiumchlorid zum Einsatz. Beim Handschweiß können sie beispielsweise abends aufgetragen werden und ziehen über Nacht ein. Sie haben eine gute Wirksamkeit von bis zu 24 Stunden. Das Aluminium verengt die Schweißdrüsen, so dass sie weniger absondern. Weitere antibakterielle Wirkstoffe können zusätzlich verhindern, dass sich der Schweiß zersetzt und unangenehm zu riechen anfängt. Apotheker Christoph Gulde weiter: „Wir verfolgen die aktuelle Diskussion zum Thema Aluminiumaufnahme über die Haut sehr aufmerksam. Doch leider stehen für die Hyperhydrosis, wie das übermäßige Schwitzen medizinisch korrekt heißt, kaum andere wirksame und gut erprobte Therapien zur Verfügung. Darum wird es für eine begrenzte Anwendungsdauer eingesetzt.“ Ergänzend können auch Heilpflanzen zum Einsatz kommen, ergänzt Apotheker Gulde: „Salbei wirkt innerlich und äußerlich angewendet. Er hat eine adstringierende, also zusammenziehende Wirkung, so dass die Haut weniger Schweiß absondert. Man bekommt ihn in der Apotheke als Tee, in Tablettenform oder kann Aufgüsse für Waschungen und Bäder zubereiten.“

Stuttgart – Mit Beginn der Sommerferien werden auch in den kommenden Wochen vermehrt Arztpraxen wegen Urlaubs geschlossen haben. Wer regelmäßig Arzneimittel einnimmt, sollte deshalb rechtzeitig an die nötigen Rezepte für die Dauermedikation denken und diese vom behandelnden Arzt ausstellen lassen. Das rät der Landesapothekerverband Baden-Württemberg (LAV).

Verschreibungspflichtige Arzneimittel darf der Apotheker nur gegen die Vorlage eines gültigen Rezeptes abgeben. Auch wenn er den Patienten und seine Medikation kennt, ist eine Arzneimittelabgabe ohne Rezept nicht erlaubt. Der Apotheker läuft in diesem Falle nicht nur Gefahr, dass er die Kosten des abgegebenen Arzneimittels von der Krankenkasse nicht erstattet bekommt, sollte der Patient das Rezept nicht nachreichen. Er macht sich unter Umständen sogar strafbar, denn die Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV) schreibt vor, dass in der Apotheke verschreibungspflichtige Arzneien ohne ein gültiges Rezept nicht abgeben werden dürfen.

LAV-Vizepräsident Christoph Gulde rät darum zu folgendem Vorgehen: "Wer für eine chronische Erkrankung oder bei einer längeren Arzneimitteltherapie Medikamente benötigt, sollte rechtzeitig mit seinem behandelnden Arzt über geplante Urlaube der Praxis oder eigene Ferienzeiten reden. Anhand dessen kann der Arzt ermitteln, für welchen Zeitraum der Patient mit Medikamenten versorgt werden muss und wird entsprechende Mengen verordnen." Wer sich rechtzeitig sein Folgerezept beim Arzt besorgt hat, sollte zusätzlich den Gang zur Apotheke nicht hinauszögern. Gulde erklärt: "Viele wissen es nicht, aber Rezepte haben eine zeitlich begrenzte Gültigkeit. Deshalb: Nicht verfallen lassen, sondern gleich damit in die Apotheke kommen!"

Der Apothekerverband rät auch dazu, die für den eigenen Urlaub benötigten Arzneimittel von hier aus an den Urlaubsort mitzunehmen. Wer erst im Ausland feststellt, dass beispielsweise die Herztabletten ausgehen, hat möglicherweise Schwierigkeiten, ein passendes Mittel in gleicher Wirkstärke und Zusammensetzung vor Ort zu bekommen.

Stuttgart – Das Landgericht Mosbach hat heute einem weiteren Antrag des Landesapothekerverbands Baden-Württemberg (LAV) auf einstweilige Verfügung auf Verbot der Abgabe von apothekenpflichtigen und/oder rezeptpflichtigen Arzneimitteln aus dem Abgabeterminal in Hüffenhardt stattgegeben.

Der LAV hat diese Entscheidung gegen die DocMorris Tochterfirma Tanimis erwirkt. Rechtsanwältin und LAV-Geschäftsführerin Ina Hofferberth: "Den Antrag gegen Tanimis hatten wir in dem Moment gestellt, nachdem die Vertreter von DocMorris offengelegt hatten, dass die Versandapotheke nicht Mieter der Betriebsräume in Hüffenhardt ist und auch das Terminal nicht betreibt, sondern deren Tochterfirma Tanimis. Für uns war es ein prozessstrategisch zwingend nötiger Schritt, dann auch gegen diese Tochter vorzugehen. Die heute erwirkte einstweilige Verfügung war beinahe zu erwarten. Denn bereits am 14. Juni war die Richterin der Handelskammer des Landgerichts Mosbach unseren Argumenten vollumfänglich gefolgt. Es hätte mich gewundert, wenn heute eine andere Entscheidung gefallen wäre. Der Tatbestand und die Verstöße gegen geltendes Recht liegen gleichermaßen vor - egal, wer dieses Terminal betreibt."

 

       

 

 

               

Stuttgart – Im ersten Halbjahr 2017 haben knapp 3.000 Teilnehmer an über 70 Fortbildungsveranstaltungen teilgenommen. Sie haben die Fortbildungen im Durchschnitt mit einer Gesamt-Zufriedenheitsnote von 1,5 benotet. Damit setzt die LAV-Akademie im zwanzigsten Jahr ihres Bestehens ihre erfolgreiche Bilanz fort. Das Tochterunternehmen des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg (LAV) bietet seit zwei Jahrzehnten Fortbildungen zu allen apothekenrelevanten Themen an. Als Dankeschön gibt es für Mitglieder des LAV Baden-Württemberg einen speziellen Jubiläums-Rabatt, der auf eine Seminarbuchung angerechnet werden kann.

LAV-Vizepräsident Christoph Gulde sagte anlässlich des Jubiläums: "Besonders stolz ist die LAV-Akademie auf ständig wachsende Teilnehmerzahlen und ihr gewachsenes, breites Netzwerk zu qualifizierten, industrieunabhängigen Referenten wie auch zu namhaften Partnern der Pharmaindustrie. Die Auswahl der Themen, die Professionalität in der Planung und Durchführung begeistern sowohl die Teilnehmer, als auch die Referenten und die Sponsoren - sogar über die Grenzen von Baden-Württemberg hinaus. Das bestätigen die hervorragenden Bewertungen durch unsere Teilnehmer." Das Fortbildungsangebot zeichnet sich dadurch sich aus, dass es sich so nah als möglich an der Apothekenpraxis orientiert. Die LAV-Akademie ist darum ständig auf der Suche nach neuen, aktuellen Themen, hebt LAV-Geschäftsführerin Ina Hofferberth hervor: "Seit diesem Jahr bietet der LAV ganz wichtige Themen wie beispielsweise Informationen über Gesetzesänderungen in Form von Online- Webinaren an. So werden die Mitglieder schnell, kurz und bündig, ohne einen Fahrtweg in Kauf nehmen zu müssen, informiert. Alle TeilnehmerInnen lernen bequem am eigenen PC oder sogar am Tablet."

Für die hohen Teilnehmerzahlen und die hohe Fortbildungsbereitschaft sollen die LAV-Mitglieder im Jubiläumsjahr nun belohnt werden. Ina Hofferberth hat mit dem Team der LAV-Akademie einen Jubiläumsrabatt ausgelobt: "Jedes LAV-Mitglied erhält als Dankeschön für das entgegengebrachte Vertrauen und Treue pro Apotheke einen Aktions-Rabatt in Höhe von 20 Prozent, welcher einmalig bei einer Buchung bis zum 31. Dezember 2017 eingelöst werden kann."

Stuttgart – Ein Sturz beim Sport oder die übersehene Schrankecke: Beulen entstehen durch einen Schlag oder Stoß am Kopf. In der Folge strömt Gewebeflüssigkeit in die Stelle und führt zu der Schwellung. Wird die Haut am Kopf bei dem Stoß zusätzlich beschädigt, können sehr starke Blutungen die Folge sein, weil sich am Kopf viele Blutgefäße befinden. Wer sich den Kopf angestoßen hat, sollte sich als erste Maßnahme hinlegen und den Kopf leicht erhöht lagern. Darauf weist Christoph Gulde, Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg, hin.

Ein Stoß am Kopf führt häufig zu den folgenden Symptomen: Kopfschmerzen, Benommenheit und Schwindel. Schwerere Schäden können Bewusstseinsstörungen und Koordinationsprobleme gefolgt von Übelkeit und Erbrechen sein, zählt Gulde auf. "So einfach sich eine Beule am Kopf anhören mag, so umsichtig sollte man mit ihr umgehen und sie nicht auf die leichte Schulter nehmen. Denn alle Symptome, die über normale Kopfschmerzen hinausgehen, können auf eine schwerere Schädigung hindeuten. Das kann von einer Gehirnerschütterung bis hin zum Schädel-Hirn-Trauma bei einem heftigen Aufprall reichen. Hier sprechen wir von starken bis massiven Schäden, die umgehend ärztlich behandelt und kontrolliert werden müssen", rät der Apotheker.

Auch einfache Beulen, die unauffällig verlaufen, sollten etwa für 24 Stunden beobachtet werden. Treten nachträglich Verschlechterungen wie Schwindel oder Erbrechen auf, muss auch noch Stunden nach dem Missgeschick rasch ein Arzt aufgesucht werden. "Darum gilt für mich", fährt Gulde fort, dass die Hausapotheke bei Beulen wirklich nur für die erste Hilfe gedacht ist.

Bei Beulen am Kopf kann man sich für diese Erstversorgung an der PECH-Regel orientieren: P steht für Pause machen, E steht für Eis – also das Kühlen, C für den leichten Druck einer Kompresse und das H für Hochlegen. "Für die schnellere Abheilung der Beule empfehlen sich außerdem Gele und Cremes mit Arnika, Beinwell oder Ringelblume, die alle eine abschwellende Wirkung haben. Gele haben den Effekt, dass sie zusätzlich kühlen und so die Beule rascher zurückgeht", so Gulde.

Stuttgart – Im Landesapothekerverband Baden-Württemberg (LAV) hat sich gestern der Arbeitskreis Digitalisierung/Neue Medien zu seiner konstituierenden Sitzung getroffen. Die 11 Mitglieder des Arbeitskreises kommen dabei aus den Reihen des LAV-Beirats. Geleitet wird die Arbeitsgruppe von LAV-Vizepräsident Christoph Gulde und LAV-Vorstandsmitglied Patrick Kwik, der auch zuständig ist für das Ressort IT/Neue Medien.

Mit dem Arbeitskreis sei kein neues Gremium innerhalb des Verbandes geschaffen worden, betonte Christoph Gulde bei der Begrüßung. "Wir wollen hier gemeinsam Mittel und Wege finden oder weiterentwickeln, um in erster Linie unseren Mitgliedern Unterstützung und Orientierung im großen, nahezu unüberschaubaren Themenfeld der digitalen Vernetzungsmöglichkeiten geben zu können." Vor allem, so waren sich die Mitglieder einig, wolle man keine Doppelstrukturen zu anderen Akteuren und Institutionen aufbauen. Insofern sieht der Arbeitskreis seine Aufgabe vor allem darin, sinnvolle Möglichkeiten und digitale Werkzeuge zu finden, um die Kommunikation innerhalb des Berufsstandes und seiner Gremien zu fördern. Aber auch die Kommunikation zwischen der Apotheke und dem Kunden/Patienten soll dort, wo es sinnvoll ist, mit digitalen Hilfsmitteln verbessert werden. Der Netzwerk-Gedanke nimmt dabei einen zentralen Platz ein.

Die Mitglieder des Arbeitskreises, die nicht berufen wurden, sondern sich aus persönlichem Engagement heraus für die Mitarbeit entschieden haben, verfügen allesamt über zwar unterschiedliche, aber fundierte Kenntnisse und Erfahrungen in der großen Welt digitaler Hilfsmittel. Deshalb war man sich schnell einig: Digitalisierung darf kein Selbstzweck sein. Im Mittelpunkt müsse immer der Nutzen für den Menschen und für die Sache stehen. Gleichzeitig müssten die Vorgaben des deutschen Datenschutzgesetzes immer mit berücksichtigt werden. Unter diesen Leitmotiven entwickelte der Arbeitskreis seine vorläufige Agenda, auf der sowohl digitale Kommunikations- als auch Themen zur weiteren digitalen Prozessoptimierung in der Apotheke Platz fanden. Der Themenkanon reicht dabei von "Wissensdatenbank" über "ISDN-Umstellung zu VoiceOver-IP" bis zu "beleglose Apotheke".

"Wie immer gibt es mehr Themen als wir wahrscheinlich bewältigen können werden", fasste Patrick Kwik die lange Agenda zusammen. "Aber wir gehen es Schritt für Schritt an, der ohnehin schon durchdigitalisierten öffentlichen Apotheke weitere sinnvolle Hilfestellungen an die Hand zu geben." Trotz aller Digitalisierung soll ein Folgetreffen, das schon in den nächsten Wochen angedacht ist, noch "ganz analog" in einem Konferenzraum stattfinden. Für die Zukunft will der Arbeitskreis aber vor allem etablierte sowie neue Tools für Fern- und Videokonferenzen, Desktop-Sharing und Collaboration-Tools für die eigene Arbeitsorganisation einsetzen.

Stuttgart – Im Jahr 2016 hat die Fachabteilung Taxation des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg 13.266 von den Kassen beanstandete Rezepte geprüft (Vorjahr: 16.572). Diese waren zu insgesamt 6.688 Retaxationsvorgängen zusammengefasst (Vorjahr: 5.716). Jeder Vorgang wurde in einem komplexen und arbeitsaufwändigen Prüf- und Einspruchsverfahren bearbeitet. Im Rahmen der heutigen Mitgliederversammlung (19. Juli) präsentiert der Landesapothekerverband Baden-Württemberg wie schon im Jahr zuvor eine überaus positive Bilanz. Der Gesamtwert der zu prüfenden Retaxationen im zurückliegenden Jahr 2016 liegt mit 1.349.649 Euro nur unwesentlich niedriger als im Vorjahr (ca. 1,47 Millionen Euro). Von diesen rund 1,35 Millionen Euro konnten im Einspruchsverfahren knapp 48 Prozent für die baden-württembergischen Apotheken zurückgeholt werden. Das sind nach Wert insgesamt 646.648 Euro.

LAV-Geschäftsführerin Ina Hofferberth fasst zusammen: "Die Menge der im LAV geprüften Rezepte ist im Vergleich zum Vorjahr zwar leicht gesunken. Gleichzeitig ist aber die Anzahl der dahinter stehenden Retaxationsvorgänge angestiegen. Das ist ein Zeichen dafür, dass auch nach dem Spruch der Schiedsstelle im Mai 2016 bei im Durchschnitt sinkenden Rataxationswerten das Engagement und die Kreativität der Krankenkassen in diesem Bereich offenbar noch weiter verstärkt wurde."

Erfreut zeigt sich Hofferberth über die Höhe der erfolgreich erstrittenen Einsprüche: "Die Summe der Retaxationen, die wir für unsere Mitglieder erfolgreich zurückholen konnten, liegt bei nahezu 50 Prozent. Das zeigt, dass häufig Krankenkassen zu Unrecht beanstandet hatten. Es ist für unsere Mitglieder eine unverzichtbare Unterstützung, uns als Verband hier an ihrer Seite zu wissen. Unsere Fachabteilung bearbeitet jeden Fall mit großer Kompetenz. Auch wenn dahinter viel mühsame und personalintensive Kleinarbeit steckt, gibt uns das Ergebnis recht."

Unterm Strich waren von den im LAV bearbeiteten Retaxationsbeträgen, die die Krankenkassen im Jahr 2016 einbehalten hatten, ungefähr 52 Prozent, nämlich gut 700.000 Euro berechtigt. Im Umkehrschluss war nach Wert somit knapp jede zweite dieser Retaxationen unberechtigt. Mit diesem Hintergrundwissen sind LAV-Mitglieder sensibilisiert und lassen Retaxationsvorgänge sehr oft vom Verband überprüfen.

Ina Hofferberth: "Positiv war in 2016 die Rückabwicklung von Retaxationen für Verordnungen vor der Schiedstellenentscheidung bis zur Rückwirkungsfrist. Da können wir eine nahezu hundertprozentige Erfolgsquote vorweisen. Es gilt aber auch: Der Erfindungsreichtum einiger Kassen scheint ungebrochen. Wir beobachten bei einzelnen Kassen ein intensiviertes Prüfverhalten zu neuen Retaxgründen, die bisher nur im Ausnahmefall beanstandet wurden. An Retax-Arbeit scheint es also auch zukünftig keinen Mangel zu geben."

Stuttgart – Im Rahmen der jährlichen Mitgliederversammlung des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg (LAV) hat Präsident Fritz Becker drei Mitglieder ausgezeichnet. Wolf Kümmel, bis vor kurzem Vizepräsident des Verbandes, wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Auf gleiche Weise wurde Theo Reinert ausgezeichnet, der langjähriges Mitglied des Vorstandes und Schatzmeister des Verbandes war. Die Ehrennadel des Landesapothekerverbandes wurde an Dr. Manfred Tillwich vergeben.

Ehrenmitgliedschaft für Wolf Kümmel
Wolf Kümmel ist seit 1984 niedergelassener Apotheker in Stuttgart-Heslach. Nur einen Tag, nachdem er seinen Kaufvertrag unterschrieben hatte, wurde Kümmel am 1. Juli 1984 LAV-Mitglied und ist dies bis heute geblieben. Seit 1998 bis Ende 2011 war er Vorsitzender der LAV-Region Stuttgart. Seit dem 15. Oktober 2008 bis zum 31. Mai 2017 bekleidete er das Amt des Vizepräsidenten des LAV in Baden-Württemberg. Damit gehörte Wolf Kümmel zur engsten Führungsspitze des Verbandes. Er war so direkt einbezogen, wenn wichtige strategische Entscheidungen zur Positionierung und Ausrichtung des Landesapothekerverbandes getroffen wurden. Im Zeitraum von 2004 bis 2008 kümmerte er sich im Vorstand als Schatzmeister des LAV um die Finanzen. Zuletzt war Wolf Kümmel als Vizepräsident für das GKV-Ressort und damit auch für die Vertragsgestaltung mit den Gesetzlichen Krankenkassen zuständig. Daneben war er geschätzter Experte für die Rezeptabrechnung, den Arzneimittelverkehr und die Taxation. Das pharmazeutische Wissen von Wolf Kümmel war kontinuierlich auch bei Medieneinsätzen zum Tragen gekommen: In Zeitungsinterviews, Hörfunkbeiträgen und Fernsehsendungen präsentierte er die apothekerlichen Standpunkte immer als souveräner Gesprächspartner.

Wolf Kümmel war von 2002 bis 2006 und im Jahr 2011 Mitglied der Vertreterversammlung der Landesapothekerkammer Baden-Württemberg und verfolgte von 2009 bis 2011 sehr intensiv die Vorstandsarbeit der Landesapothekerkammer mit. Als Vertreter des LAV nimmt er immer noch die Interessen der Apothekerschaft beim Arbeitgeberverband Deutscher Apotheken (ADA) wahr und wurde dort 2013 als Beisitzer in den Vorstand gewählt. Zudem engagierte sich Wolf Kümmel als Mitglied im Gesundheitsausschuss der Industrie- und Handelskammer. Sein vielfältiges Engagement nutzte er, um Netzwerke auf- und auszubauen, wichtige Kontakte herzustellen und zu pflegen. Wolf Kümmel ist ein hoch geschätzter und versierter Kenner der "apothekerlichen Szene". Seine Ratschläge waren immer wertvoll und bereicherten die Arbeit des Landesapothekerverbandes. Für seine langjährige und unverzichtbare ehrenamtliche Unterstützung wurde Wolf Kümmel am 19. Juli 2017 zum Ehrenmitglied des LAV Baden-Württemberg ernannt.

Ehrenmitgliedschaft für Theo Reinert
Ein niedergelassener Apotheker aus tiefster Überzeugung heraus – so lässt sich Theo Reinert am besten kurz beschreiben. Am 1. März 1984 hat er seine Blumen-Apotheke in Mannheim eröffnet und trat am selben Tag dem LAV bei. Beidem ist Reinert bis heute treu geblieben: Seiner Stadt Mannheim mit seinen Kundinnen und Kunden und dem LAV als seiner Standesvertretung. Mit großem Einfühlungsvermögen und Nachdruck hat er sich immer für die Belange einer wohnortnahen und qualitätsvollen Gesundheitsversorgung eingesetzt. Er weiß aber auch um die drängenden Probleme, mit denen sich das Gesundheitswesen kontinuierlich auseinanderzusetzen hat. Reinert war von 1996 bis 2011 Vorsitzender der Region Mannheim, in der er fest verwurzelt ist. Seit dem Jahr 2000 bis 2015 gehörte er dem Vorstand des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg an – und wurde 2008 zum Schatzmeister des LAV ernannt. Ein Amt, das er bis zu seinem Ausscheiden aus dem Vorstand innehatte. Theo Reinert war zudem Mitglied des GKV-Ausschuss des LAV und engagierte sich zusätzlich in der Vertreterversammlung der Landesapothekerkammer.

Theo Reinert zeichnete sich in seinem ehrenamtlichen Tun über die Jahre durch großes technisches Interesse und Sachverstand aus. Von 2002 bis 2014 brachte er diese Kompetenz in der Technischen Kommission der ABDA ein, deren Vorsitzender er zeitweilig war. Er verstand sich als Mittler und Organisator der Schnittstelle zwischen dem Apothekenrechenzentrum, den Softwareherstellern und der Rezeptbearbeitung in der einzelnen Apotheke. Mit diesen Fähigkeiten war es naheliegend, dass Reinert sich auch bei der Verrechnungsstelle Süddeutscher Apotheker – der heutigen VSA GmbH – engagiert hat. Er war von 1999 bis 2011 Mitglied des Vorstandes der VSA/FSA. LAV-Präsident Fritz Becker hat Theo Reinert für seine jahrzehntelange tatkräftige Unterstützung der Verbandsarbeit am 19. Juli zum LAV-Ehrenmitglied ernannt.

Ehrennadel für Dr. Manfred Tillwich
Am 13. Mai 1980 eröffnete Dr. Manfred Tillwich die Kur Apotheke in Waldachtal-Lützenhardt und wurde fünf Tage später Mitglied im Landesapothekerverband Baden-Württemberg. Seine Approbation als Apotheker hatte er bereits am 17. Februar 1976 erhalten. Seine zweite Approbation als Arzt erhielt er nicht lange nach seiner Apothekeneröffnung am 11. August 1980. Mit diesem doppelten Sachverstand war Tillwich stets eine Bereicherung für die Verbandsarbeit. Seit 1996 bis zur Abgabe seiner Apotheken am 31.März 2017 – zum Schluss war Tillwich Inhaber von insgesamt drei Apotheken – war er Vorsitzender der LAV-Region Schwarzwald-Nord. Dr. Manfred Tillwich unterstützte die Arbeit im LAV somit über sechs Wahlperioden hinweg aktiv und mit viel Einsatz, zeitweilig war er Mitglied des verbandseigenen Marketingausschusses. Als kritischer Geist setzte er sich stets konstruktiv mit allen auftauchenden Themen auseinander. Er ist nicht stehengeblieben, sondern mit der Zeit gegangen. Für seine aktive Mitarbeit im Landesapothekerverband ehrte ihn Fritz Becker als Präsident des Landesapothekerverbandes am 19. Juli 2017mit der Verleihung der Ehrennadel.

Stuttgart – 60 bis 80 Prozent aller Eltern benutzen Schnuller bei Babys und Kleinkindern. Sie dienen vor allem als Einschlafhilfe oder wenn das Kind unruhig ist. Das Nuckeln oder Saugen scheint das Wohlbefinden des Kindes zu erhöhen, weil es an das Saugen an der Mutterbrust erinnert. Diese positive Wirkung des Schnullers kann aber auch zum Nachteil werden: Wenn der Schnuller verstärkt während der Stillzeit zum Einsatz kommt, kann es sein, dass das Kind nur noch nuckelt und nicht mehr kräftig genug an der Brust saugt.

Bei langfristigem Einsatz kann der Schnuller auch die Gebissentwicklung beeinträchtigen. Darauf weist Christoph Gulde, Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg hin: "Eltern sollten darauf achten, dass der Schnuller nicht ständig im Babymund ist. Allerdings muss man sagen, dass das Lutschen am Daumen die größere Gefahr darstellt und zu einem deutlichen Überbiss führen kann. Bei größeren Kindern – so etwa im Alter von zwei bis drei Jahren – kann der Schnuller zu einer verzögerten und gestörten Sprachentwicklung führen. Die Kinder erlernen das Sprechen einfach nicht gut und deutlich, wenn der Schnuller zwischen den Lippen klemmt." Ein weiterer möglicher Nachteil von Schnullern kann sein, dass Kleinkinder ab etwa einem halben Jahr ein etwas erhöhtes Infektionsrisiko für Mittelohr- und Magendarm-Infekte aufweisen. "Hier geht man davon aus, dass diese Infekte durch das Nuckeln hervorgerufen werden können. Darum soll gut darauf geachtet werden, dass der Schnuller so sauber als möglich gehalten wird. Es gibt auch geteilte Meinungen dazu, ob es sinnvoll ist, wenn Eltern den Schnuller fürs Baby ablecken, nachdem er runtergefallen ist. Ich persönlich finde kurz abspülen oder mit einem sauberen Tuch abwischen hygienischer."

Bei der Nutzung von Schnullern ist es wichtig, darauf zu achten, dass der Schnuller nicht zu groß ist und nach Möglichkeit anatomisch geformt ist. Man sollte den Schnuller auch mit Augenmaß verwenden, rät Gulde: "Nicht immer sollte ein weinendes Kind mit dem Schnuller ruhiggestellt werden – und den Schnuller in Honig oder Zucker zu tunken ist ein absolutes No-Go. Eltern sollten schon darauf achten, welche Empfindung tatsächlich hinter dem Weinen oder der Unruhe steckt. Denn das Kind kann sich nur so ausdrücken."

Stuttgart – Bauchschmerzen, Krämpfe, Übelkeit, Durchfall – diese Symptome machen die Menstruation für eine Vielzahl von Frauen allmonatlich beschwerlich. Statistiken geben an, dass fast rund 30 bis 50 Prozent aller Frauen regelmäßig unter Menstruationsbeschwerden leiden. Die Beschwerden können leicht ausfallen, so dass die Betroffenen lediglich geringe Leistungseinschränkungen verspüren. Bei manchen Frauen verlaufen die Menstruationsschmerzen aber so massiv, dass sie krank zuhause bleiben müssen. Die Schmerzen in Bauch, Unterleib und im unteren Rücken entstehen hauptsächlich durch die Kontraktionen der Gebärmutter. Schmerz- und krampflösende Medikamente stehen in der Selbstmedikation zur Verfügung. Einige Produkte setzen dabei auch auf pflanzliche Wirkstoffe, erläutert der Landesapothekerverband in Baden-Württemberg.

Regelschmerzen treten eher bei jüngeren Frauen auf. Meist entwickeln sie sich zwei bis drei Jahre nach Beginn der regelmäßigen Blutungen. Um auszuschließen, dass sich hinter den Unterleibsschmerzen andere Erkrankungen verbergen können, sollte laut Tatjana Zambo, Vizepräsidentin des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg, bei folgenden Symptomen gynäkologischer Rat eingeholt werden: "Stark anhaltende Schmerzen oder ein dauerhaft unregelmäßiger Zyklus sollten ärztlich kontrolliert werden. Alarmsignale sind auch eine plötzliche Veränderung im Zyklus, bei dem Schmerzen oder auch unerwartet starke oder ungewöhnliche Zwischenblutungen auftreten. Sie können krankhafte Veränderungen im Becken als Ursache haben. Das kann eine Entzündung in der Gebärmutter sein oder Gebärmuttergeschwulste, die man Myome nennt. Eine häufige weitere Ursache ist die sogenannte Endometriose. Obwohl an dieser Wucherung der Gebärmutterschleimhaut schätzungsweise jede zehnte Frau im gebärfähigen Alter leidet, bleibt diese Erkrankung oftmals unentdeckt."

Bei leichteren Menstruationsbeschwerden können Wärme, Ruhe oder ein krampflösender Tee mit Kümmel, Fenchel, Gänsefingerkraut, Schafgarbe oder Frauenmantel helfen. Um den Zyklus und die damit verbundenen Symptome langfristig zu behandeln und positiv zu beeinflussen, kann eine Therapie mit den Wirkstoffen der Traubensilberkerze angedacht werden. "Die Traubensilberkerze muss langfristig, mindestens über drei bis vier Wochen, eingenommen werden. Ihre Inhaltsstoffe haben eine dem Östrogen ähnliche Wirkung und können den Zyklus harmonisieren", erklärt Tatjana Zambo. Wer aktiv gegen stärkere Beschwerden vorgehen muss, dem stehen einige gut verträgliche und wirksame Schmerzmittel zur Verfügung, die ebenfalls die Krämpfe lösen. "Wie immer gilt, dass Schmerzmittel in der Selbstmedikation nur für eine kurze Zeit eingenommen werden sollen. Halten die Schmerzen an, sollte genauer nach den Ursachen geforscht werden", rät die Apothekerin.

Stuttgart – Das Landgericht Mosbach hat heute dem Antrag des Landesapothekerverbands Baden-Württemberg (LAV) auf einstweilige Verfügung auf Verbot der Abgabe von apothekenpflichtigen und/oder rezeptpflichtigen Arzneimitteln aus dem Abgabeterminal in Hüffenhardt stattgegeben. Der LAV begrüßt diese Entscheidung, so Rechtsanwältin und LAV-Geschäftsführerin Ina Hofferberth: "Das Gericht ist heute unseren guten und überzeugenden Argumenten gefolgt. Die Arzneimittelabgabe in Hüffenhardt bewegte sich abseits aller Vorschriften und Vorgaben, die für eine erlaubte und apothekenrechtlich einwandfreie Abgabe von Arzneimitteln bestehen. Dass die Betreiber des Abgabeautomates in Hüffenhardt sich über alle Bestimmungen hinweggesetzt haben, greift stark in den Wettbewerb ein und hat all diejenigen benachteiligt, die sich an Recht und Gesetz halten. Darum hat die zuständige Kammer für Handelssachen heute entschieden, dass per einstweiliger Verfügung jegliche Arzneimittelabgabe in Hüffenhardt zu unterlassen ist. Denn die Botschaft ist klar: Was dort als verlängerter Arm eines zulässigen Versandhandels ausgegeben werden sollte, entbehrt jeglicher rechtlicher Grundlage."

Hofferberth zeigte jedoch auch auf, dass dieser Erfolg nur ein erster Etappensieg sein kann. Bereits im Vorfeld hatte der Betreiber klar gemacht, bei einem für ihn negativen Ausgang des Verfahrens Rechtsmittel einzulegen. Hofferberth weiter: "Das ungleiche Kräftemessen einer großen Kapitalgesellschaft gegen kleine inhabergeführte Apotheken wird also weitergehen. Der LAV wird den Kampf für seine Mitglieder mit aller Entschiedenheit fortsetzen. Es widerspricht unserem Rechtsempfinden zutiefst, wenn die öffentlichen Apotheken alle Vorgaben und Regularien für einen rechtmäßigen Betrieb streng einhalten – und bei Nichtbeachtung bestraft werden, während eine ausländische Kapitalgesellschaft sich über geltendes Apotheken- und Arzneimittelrecht hinwegsetzen kann. Die Dreistigkeit, mit der man bestehendes und geltendes Recht ignoriert hat, ist beispiellos. Würde das Schule machen, käme es zu einem Dammbruch, der die Säulen unserer bestehenden Versorgungsstruktur erschüttert. Und darum tut es jetzt gut, von einem Gericht zunächst darin bestätigt worden zu sein, dass auch Hüffenhardt kein rechtsfreier Raum, kein Phantasialand ist, in dem man sich die Welt zurechtbiegt, wie man es gerade will."

Stuttgart – Die Gaggenauer Apothekerin Tatjana Zambo ist seit Ende Mai neue Vizepräsidentin des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg (LAV). Der Verband vertritt die Interessen der rund 2.500 niedergelassenen Apothekerinnen und Apotheker im Land. Zambo folgt dem Stuttgarter Apotheker Wolf Kümmel nach, der seinen altersbedingten Rückzug schon länger angekündigt hatte. Tatjana Zambo vertritt bereits seit 2008 die Apothekerinnen und Apotheker der LAV-Region Rastatt/Baden-Baden im LAV-Beirat und ist seit 2012 Mitglied des Vorstands. Sie betreibt zwei Apotheken im badischen Gaggenau. Auf ihren freigewordenen Vorstandsposten wurde der Karlsruher Apotheker Patrick Kwik nachgewählt. Alle Ämter im LAV-Vorstand sind ehrenamtlich besetzt.

Die neu gewählte Vizepräsidentin Tatjana Zambo übernimmt das Ressort rund um die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV). Sie betreut in diesem Aufgabenfeld vor allem die wichtige Vertragswelt zu den Gesetzlichen Krankenkassen nach Sozialgesetzbuch V im Arznei- und Hilfsmittelbereich. Zambo: "In fast allen Apotheken macht die Versorgung von Patienten der Gesetzlichen Krankenkassen rund 80 Prozent der Aufgaben und des Umsatzes aus. Der GKV-Bereich ist für die Apotheke somit das wirtschaftliche Fundament. Darum ist es besonders wichtig, dass wir als Landesapothekerverband die Vertragsgestaltung mit den Krankenkassen im partnerschaftlichen Dialog gestalten. Meine Ressortverantwortung ist es, dass solide, wirtschaftlich auskömmliche und praktikabel umsetzbare Vertragsvereinbarungen getroffen werden."

Zum Hintergrund: Der Vorstand des Apothekerverbandes besteht satzungsgemäß aus maximal neun Mitgliedern, von denen in der laufenden Legislaturperiode, die noch bis Ende 2019 andauert, acht Positionen besetzt sind. Angeführt wird der Vorstand von seinem Präsidenten Fritz Becker (Pforzheim). Er vertritt den Verband nach außen, insbesondere in den Bereich der Politik hinein. Dem Präsidenten stehen zwei Vizepräsidenten zur Seite. Neben der neu gewählten Vizepräsidentin Tatjana Zambo mit dem Verantwortungsbereich "GKV", kümmert sich der zweite Vizepräsident, Christoph Gulde, um den sogenannten "Non-GKV"-Bereich. Hierunter fallen apothekenpflichtige Arzneimittel und die Selbstmedikation, aber auch Fragen der Mitgliederbetreuung und das Ressort Neue Medien.

Beiden Vizepräsidenten sind zur Bewältigung ihrer Aufgabenbereiche derzeit je zwei weitere Vorstandsmitglieder zugeordnet. Dr. Thomas Fein (Calw) und Eleftherios Vasiliadis (Waiblingen) unterstützen den GKV-Bereich. Fein kümmert sich dabei auch um die Beziehungen zu den Privaten Krankenkassen sowie um die Themenbereiche Blistern und Stellen von Arzneimitteln. Vasiliadis initiiert und betreut Versorgungsverträge und hält als der benannte Patientenbeauftragte des Verbandes Kontakt zu den Selbsthilfeorganisationen des Landes. Die Vorstandsmitglieder Dr. Hans-Joachim Hofmann (Albstadt) und das neue Vorstandsmitglied Patrick Kwik (Karlsruhe) sind dem Non-GKV-Bereich zugeordnet. Hofmann kümmert sich insbesondere um das Thema Mitgliederbetreuung und -bindung und ist der OTC-Landesbeauftragte des Verbandes. Kwik wird sich den Themenfeldern IT und Neue Medien annehmen. Vervollständigt wird der Vorstand durch Apotheker Andreas Buck (Laupheim), der das Amt des Schatzmeisters innehat und zusätzlich Ansprechpartner für standeseigene und standesnahe Unternehmen wie zum Beispiel die Apothekenrechenzentren ist.

Stuttgart – Der Karlsruher Apotheker Patrick Kwik ist seit Ende Mai neues Vorstandsmitglied des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg (LAV). Der Verband vertritt die Interessen der rund 2.500 niedergelassenen Apothekerinnen und Apotheker im Land. Kwik engagiert sich seit 2016 als Vorsitzender der LAV-Region Karlsruhe ehrenamtlich für die Belange der niedergelassenen Apotheker im Land und wurde nun auf einen freigewordenen Vorstandsposten nachgewählt. Alle Ämter im LAV-Vorstand sind ehrenamtlich besetzt.

Patrick Kwik übernimmt als Vorstandsmitglied die Themenfelder IT und Neue Medien: "Im Gesundheitswesen generell – und damit auch bei uns in den Apotheken – müssen wir uns zunehmend mit Fragen der Digitalisierung, der Steuerung und Sicherung von Daten sowie den Möglichkeiten einer schnellen und sicheren Kommunikation auseinandersetzen. Das Thema liegt mir, weil unser Berufsstand schon seit vielen Jahren mit großer EDV- und IT-Unterstützung arbeitet. Sonst wären unsere vielfältigen Aufgaben und Vorgaben schon heute nicht zu bewältigen. Als neues Vorstandsmitglied will ich diesen wichtigen Bereich begleiten und meinen Teil dazu beitragen, dass für anstehende Weiterentwicklungen für unseren Berufsstand gute und gangbare Lösungen gefunden werden. Mir ist dabei aber auch wichtig, dass wir im Auge behalten, dass Gesundheitsdaten besonders schützenswert sind – und dass eine hochwertige Gesundheitsversorgung nicht zuletzt immer auch auf einer persönlichen und individuellen Betreuung von Mensch zu Mensch basiert. Hier sind der Technik dann auch Grenzen gesetzt."

Zum Hintergrund: Der Vorstand des Apothekerverbandes besteht satzungsgemäß aus maximal neun Mitgliedern, von denen in der laufenden Legislaturperiode, die noch bis Ende 2019 andauert, acht Positionen besetzt sind. Angeführt wird der Vorstand von seinem Präsidenten Fritz Becker (Pforzheim). Er vertritt den Verband nach außen, insbesondere in den Bereich der Politik hinein. Dem Präsidenten stehen zwei Vizepräsidenten zur Seite. Neben der neu gewählten Vizepräsidentin Tatjana Zambo mit dem Verantwortungsbereich "GKV" – dieser umfasst vor allem die Vertragsgestaltung mit den Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) –, kümmert sich der zweite Vizepräsident, Christoph Gulde, um den sogenannten "Non-GKV"-Bereich. Hierunter fallen apothekenpflichtige Arzneimittel und die Selbstmedikation, aber auch Fragen der Mitgliederbetreuung und das Ressort Neue Medien.

Beiden Vizepräsidenten sind zur Bewältigung ihrer Aufgabenbereiche derzeit je zwei weitere Vorstandsmitglieder zugeordnet. Dr. Thomas Fein (Calw) und Eleftherios Vasiliadis (Waiblingen) unterstützen den GKV-Bereich. Fein kümmert sich dabei auch um die Beziehungen zu den Privaten Krankenkassen sowie um die Themenbereiche Blistern und Stellen von Arzneimitteln. Vasiliadis initiiert und betreut Versorgungsverträge und hält als der benannte Patientenbeauftragte des Verbandes Kontakt zu den Selbsthilfeorganisationen des Landes. Die Vorstandsmitglieder Dr. Hans-Joachim Hofmann (Albstadt) und das neue Vorstandsmitglied Patrick Kwik (Karlsruhe) sind dem Non-GKV-Bereich zugeordnet. Hofmann kümmert sich insbesondere um das Thema Mitgliederbetreuung und -bindung und ist der OTC-Landesbeauftragte des Verbandes. Vervollständigt wird der Vorstand durch Apotheker Andreas Buck (Laupheim), der das Amt des Schatzmeisters innehat und zusätzlich Ansprechpartner für standeseigene und standesnahe Unternehmen wie zum Beispiel die Apothekenrechenzentren ist.

Stuttgart – Rund 60 Seniorenräte und Mitglieder des Landesseniorenrats befassten sich Ende Mai bei ihrer Jahrestagung in Ruit unter anderem mit der demographischen Entwicklung sowie der Arzneimittelversorgung in Baden-Württemberg. Für die Apothekerschaft war LAV-Vizepräsident Christoph Gulde als Referent geladen. Gemeinsam mit Dr. Peter Schwoerer, dem Vorsitzenden des gemeinsamen Beschwerdeausschusses, beleuchtete er das Geschehen rund um die Arzneimittelversorgung. In seinem Impulsvortrag ging Gulde unter anderem auf die Problematik von Arzneimittelfälschungen ein, die zu diesem Zeitpunkt stark in der öffentlichen Diskussion standen. Außerdem erläuterte er die Hintergründe rund um die immer wieder auftretende Nichtverfügbarkeit von Arzneimitteln. Auch das Für und Wider von Rabattverträgen wurde diskutiert.

Christoph Gulde konnte den Zuhörern verdeutlichen, dass die Apotheke immer noch den sichersten Versorgungweg darstelle. Die zunehmende Digitalisierung könne zwar manche Prozesse beschleunigen, sie berge aber auch die Gefahr unser sicheres Gesundheitsversorgungsystem anfälliger für kriminelle Eingriffe zu machen. Beim Thema Rabattverträge wurde in der Diskussion mit den Seniorenvertretern deutlich, dass viele Betroffene unsicher sind, durch den Rabattaustausch wirklich das gleiche Arzneimittel – wie vom Arzt verordnet – zu bekommen. Auch für die ärztliche Seite zeigte sich der Mediziner Dr. Schwoerer davon überzeugt, dass sich durch andere Maßnahmen im Gesundheitswesen gleich viel oder ähnlich viel Geld einsparen ließe.

Sehr deutlich wurde in der Diskussion von Gulde und Schwoerer dargestellt, dass eine gute Versorgung vor Ort immer sowohl den Arzt des Vertrauens als auch den Apotheker des Vertrauens benötige. Dieses Fazit wurde auch von Roland Sing, dem Vorsitzenden des Landesseniorenrates Baden-Württemberg, unterstrichen und fand Eingang in die sogenannte Ruiter Erklärung 2017. Diese Art Resolution, wurde auch an die Medien versendet. Darin wurde aufgezeigt, dass gerade der demografische Wandel den Erhalt der Versorgungsstrukturen in der Fläche nötig mache: "Unsere Gesellschaft wird immer älter. Dank des medizinischen Fortschrittes können viele Krankheiten und Beschwerden zwar nicht geheilt, aber doch oft gelindert werden. Gerade für die Älteren ist deshalb eine gute Gesundheitsversorgung ausgesprochen wichtig. So können die Lebensqualität und eine möglichst lange Selbstständigkeit auch im Alter gesichert werden. Dafür ist eine gute hausärztliche Versorgung entscheidend. Deshalb ist es wichtig, dass die Gesundheitspolitik in Baden-Württemberg, auch in Zukunft – besonders im ländlichen Raum – die hausärztliche Versorgung sicherstellt. Dazu gehört, dass die Älteren ihre Arzneimittel in zumutbarer Entfernung bekommen können."

Weiter heißt es in er Ruiter Erklärung unter anderem mit Blick auf die letztjährige EuGH-Entscheidung: "Der Online-Versandhandel kann auf keinen Fall die persönliche Beratung anbieten wie die öffentlichen Apotheken. Deshalb ist ihre Kundenorientierung ein großes Plus und der Schlüssel für ihre Wettbewerbsfähigkeit. Die örtliche öffentliche Apotheke, die bei Arzneimitteln gut berät, ist wegen ihrer Kundennähe absolut im Vorteil. Die eventuelle Preis-Ersparnis von wenigen Cents oder Euro dürfte bei dem gebotenen besseren Kundenservice nicht entscheidend sein."

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Stuttgart – "Seit 2008 hat sich das Gesundheitsbewusstsein der Menschen in Baden-Württemberg kaum verändert", stellten heute Fritz Becker, Präsident des Landesapothekerverbandes und Dr. Günther Hanke, Präsident der Landesapothekerkammer Baden-Württemberg fest

Damit fassten sie die Ergebnisse einer repräsentativen Meinungsumfrage im Auftrag der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände anlässlich des "Tags der Apotheke" am 7. Juni 2017 zusammen. Das infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft hat dafür telefonisch 3415 Bundesbürger ab 16 Jahren befragt. Die Ergebnisse wurden mit einer weitgehend identischen Umfrage aus dem Jahr 2008 verglichen.

Die wichtigsten Aspekte der Prävention sind für die Menschen in Baden-Württemberg weitgehend unverändert geblieben: 88 % aller Befragten gaben an, sich regelmäßig zu bewegen (Mehrfachnennungen möglich), 85 % setzen auf gesunde Ernährung. Weniger Menschen nennen "wenig Alkohol" (79 %), Stressreduktion (75%) und Nichtrauchen (65 %) als Präventionsmaßnahmen. Abgeschlagen ist der Besuch von Präventionskursen (17 %). Einige Entwicklungen im regionalen und im zeitlichen Vergleich:

  • Rauchen: Nach wie vor raucht jeder vierte Bundesbürger (28%) gelegentlich oder dauerhaft, so auch in Baden-Württemberg. Zum Vergleich: Im Jahr 2008 rauchten in Baden-Württemberg nur 24 % der Menschen.
  • Alkohol: Bundesweit gaben 10 % der Befragten an, täglich oder fast täglich Alkohol zu trinken. In Baden-Württemberg sind es 13 %
  • Bewegung: Ein Viertel der Bundesbürger (26 %) gibt an, täglich oder fast täglich mindestens eine halbe Stunde Sport zu treiben. In Baden-Württemberg sind es ebenfalls 26 %.

Dr. Hanke: "Insgesamt haben wir ein großes Gesundheitsbewusstsein in Baden-Württemberg. Aber wir verzeichnen keine dynamischen Verbesserungen. Ich glaube, wir könnten das ändern, wenn wir das Potenzial der Apotheken in der Vorsorge stärker nutzen würden. Sie sind flächendeckend vor Ort und haben jedes Jahr bundesweit über eine Milliarde niedrigschwellige Patientenkontakte. Damit lässt sich gute Aufklärungsarbeit leisten." Die Umfrageergebnisse unterstreichen das. Jeder fünfte Baden-Württemberger wünscht sich danach mehr Präventionsangebote von Apothekern. Besonders gefragt sind dabei Angebote zu Ernährung, Bewegung und zum richtigen Umgang mit Medikamenten. Zwei von drei Befragten, die sich mehr Vorsorgeangebote von Apotheken wünschen, sind auch bereit, dafür zu bezahlen. Über
90 % der Befragten wünschen sich aber eine Finanzierung der Vorsorgeangebote durch die Krankenkassen.

Becker: "Wir können mehr tun, wenn die Rahmenbedingungen für Präventionsleistungen der Apotheken besser werden. Erstens brauchen wir eine saubere Rechtsgrundlage für Dienstleistungsverträge zwischen Apotheken und Krankenkassen im SGB V. Zweitens gehören Apotheken als Leistungserbringer in den "Leitfaden Prävention" der Krankenkassen. Und drittens muss die Vergütung von Präventionsleistungen geregelt werden. Die übergeordnete Raison muss natürlich bleiben, die Apotheken in der Fläche zu halten. Das wird nur gelingen, wenn die Politik die Folgen des EuGH-Urteils vom letzten Herbst konsequent bearbeitet und destruktiven Wettbewerbsformen Einhalt gebietet."

Die baden-württembergischen Apothekervertreter schätzen das Vorsorgepotenzial der Apotheken auch deshalb hoch ein, weil die Umfrage hohe Vertrauens- und Zustimmungswerte in der Bevölkerung zeige: "Die Zufriedenheit mit dem Apothekensystem ist deutlich gestiegen. Im Jahr 2008 bewerteten 59 % der Menschen in Baden-Württemberg das Apothekensystem mit "gut" oder "sehr gut". Mittlerweile liegt dieser Wert bei 79 %."

 

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Stuttgart – Fast jeder Mensch hat schon einmal unter Reiseübelkeit gelitten. Viele Kinder, aber auch Erwachsene, reagieren empfindlich auf die Bewegung bei Reisen mit dem Auto, im Flieger oder auch bei Bahnreisen. Mit einfachen Mitteln kann man versuchen zu verhindern, dass die Übelkeit zu groß wird, so der Landesapothekerverband Baden-Württemberg. Auch spezielle Arzneimittel oder pflanzliche Wirkstoffe können Betroffenen helfen.

 

Zu diesem Thema bieten wir Ihnen auch Audio-Materialien wie einen produzierten Hörfunkbeitrag, News und O-Ton-Material an. MEHR >

Hintergrund für die Reisekrankheit, der medizinische Fachbegriff lautet Kinetose, ist immer, dass das Gehirn unterschiedliche Signale erhält, erläutert Tatjana Zambo, Vizepräsidentin des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg: "Wer beispielsweise im Zug oder im Auto sitzt und liest, dem kann es passieren, dass ihm schlecht wird. Das Lesen vermittelt über die Augen die Information Stabilität ans Gehirn, während unser Körper die Bewegung spürt. Diese widersprüchlichen Informationen können manchmal vom Gehirn nicht in Einklang gebracht werden und springen dann auch auf das vegetative Nervensystem über, welches unsere Organe beeinflusst." Der Körper reagiert mit den bekannten Reisekrankheits-Symptomen wie Blässe, Hitze oder kaltem Schweiß, Übelkeit oder auch Kopfschmerzen. "Wenn die Übelkeit da ist, hilft es", so Tatjana Zambo weiter, "wenn man eine ausführliche Pause machen kann, aus dem Auto aussteigt und sich an der frischen Luft bewegt. Das geht aber leider im Zug, im Flieger oder auf dem Schiff nicht." Hier empfiehlt die Apothekerin, nach Möglichkeit etwas auf- und abzugehen und sich Plätze mit weniger Schwankungen zu suchen. Im Flieger oder bei Busreisen sollte man relativ weit vorne und am Mittelgang sitzen, auf dem Schiff ist es im Mittelteil und nah am Wasserspiegel am ruhigsten." Wer empfindlich auf Bewegung auf Reisen reagiert, sollte auf leichte Mahlzeiten achten und Alkohol oder Milchprodukte eher meiden. Zambo: "Ein ganz leerer Magen ist aber ebenso wie ein zu voller nicht hilfreich."

Auch rezeptfreie Arzneimittel helfen bei Reiseübelkeit: "In Apotheken gibt es Tabletten, Kaugummis oder auch Zäpfchen, die rasch Besserung bringen. Die Wirkstoffe, so genannte Antiemetika, wirken gegen den Brechreiz und die Übelkeit. Da sie müde machen, sind sie allerdings ungeeignet, wenn man beispielsweise nach einem kurzen Flug auf den Mietwagen umsteigen will. Hier sollte man auf pflanzliche Arzneimittel ausweichen. Bei starker Reisekrankheit gibt es noch verschreibungspflichtige Pflaster, die mehrere Stunden vor der Reise hinter dem Ohr aufgeklebt werden. Die geben dann den Wirkstoff Scopolamin kontinuierlich ab. Die verwendet man bei mehrtägigen Reisen wie beispielsweise einer Kreuzfahrt."

Bei leichteren Beschwerden zeigt Ingwer eine gute Wirkung. Den gibt es als pflanzlichen Wirkstoff in Tablettenform oder auch als Tropfen. Ingwer kann in entsprechend hoher Dosierung den Brechreiz eindämmen und auch gegen kalten Schweiß und Schwindelgefühle helfen. Weitere Helfer sind Pfefferminze, Kamille, Schafgarbe und Schleifenblume – sie wirken beruhigend und entkrampfend auf Magen und Darm.

Stuttgart – Der Beirat des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg e. V. hat auf seiner heutigen Sitzung die Gaggenauer Apothekerin Tatjana Zambo in das Amt der Vizepräsidentin gewählt. Sie folgt dem Stuttgarter Apotheker Wolf Kümmel nach, der seinen altersbedingten Rückzug aus diesem Amt bereits vor eineinhalb Jahren angekündigt hatte. Zambo ist bereits seit 2012 Mitglied des Vorstands und vertritt seit 2008 die Apothekerinnen und Apotheker der LAV-Region Rastatt/Baden-Baden im LAV-Beirat. Sie betreibt zwei Apotheken im badischen Gaggenau. Das freigewordene Vorstandsamt füllt nun auf Vorschlag und Wahl durch den Beirat der Karlsruher Apotheker Patrick Kwik aus.

Der Vorstand des Apothekerverbandes besteht satzungsgemäß aus maximal neun Mitgliedern, von denen in der laufenden Legislaturperiode, die noch bis Ende 2019 andauert, acht Positionen besetzt sind. Mit der heutigen Neuformierung geht auch eine veränderte Aufgaben- und Ressortzuständigkeit einher.

Angeführt wird der Vorstand von seinem Präsidenten Fritz Becker (Pforzheim). Er vertritt den Verband nach außen, insbesondere in den Bereich der Politik hinein. Dem Präsidenten stehen zwei Vizepräsidenten zur Seite. Die neu gewählte Vizepräsidentin Tatjana Zambo übernimmt dabei den Verantwortungsbereich "GKV", der vor allem die große Vertragswelt zu den Gesetzlichen Krankenkassen nach Sozialgesetzbuch V im Arznei- und Hilfsmittelbereich umfasst. Vizepräsident Christoph Gulde kümmert sich um den sogenannten "Non-GKV"-Bereich, der apothekenpflichtige Arzneimittel und die Selbstmedikation, aber auch Fragen der Mitgliederbetreuung und das Ressort Neue Medien umfasst.

Beiden Vizepräsidenten sind zur Bewältigung ihrer Aufgabenbereiche derzeit je zwei weitere Vorstandsmitglieder zugeordnet. Dr. Thomas Fein (Calw) und Eleftherios Vasiliadis (Waiblingen) unterstützen den GKV-Bereich. Fein kümmert sich dabei auch um die Beziehungen zu den Privaten Krankenkassen sowie um die Themenbereiche Blistern und Stellen von Arzneimitteln. Vasiliadis initiiert und betreut Versorgungsverträge und hält als der benannte Patientenbeauftragte des Verbandes Kontakt zu den Selbsthilfeorganisationen des Landes. Die Vorstandsmitglieder Dr. Joachim Hofmann (Albstadt) und das neue Vorstandsmitglied Patrick Kwik (Karlsruhe) sind dem Non-GKV-Bereich zugeordnet. Hofmann kümmert sich insbesondere um das Thema Mitgliederbetreuung und -bindung und ist der OTC-Landesbeauftragte des Verbandes. Kwik wird sich den Themenfeldern IT und Neue Medien annehmen. Vervollständigt wird der Vorstand durch Apotheker Andreas Buck (Laupheim), der das Amt des Schatzmeisters innehat und zusätzlich Ansprechpartner für standeseigene und standesnahe Unternehmen wie zum Beispiel die Apothekenrechenzentren ist.

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Stuttgart – In Zeiten, in denen der Alltag vieler Menschen ungesünder wird, suchen viele Menschen den Ausgleich und betätigen sich sportlich. Sehr häufig wird der Sport auch betrieben, um das Gewicht zu verlieren, welches man sich im Alltag zwischen den Pommes in der Kantine und der abendlichen Chipstüte auf der Couch angefuttert hat. Wer dann die Reißleine zieht und wieder regelmäßig Sport machen will, sollte darauf achten, dass sein Köper mit all den Nährstoffen versorgt ist, die für die erhöhte Leistung nötig sind. Mikronährstoffe, die gezielt und individuell eingenommen werden, können die Leistungsfähigkeit verbessern und vermeiden Mangelsituationen.

Christoph Gulde, Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg erklärt die Zusammenhänge: „Wer ungesund lebt, unter Stress leidet, vielleicht raucht, Alkohol trinkt, tagsüber nicht gesund isst, dem fehlen dadurch schon wichtige Vitamine und Mineralstoffe. Fängt nun solch ein nicht optimal versorgter Mensch mit einer Diät und Sport an, so läuft er Gefahr, weiter in die Unterversorgung zu rutschen. In solchen Lebenssituationen kann es wichtig sein, einige Mikronährstoffe zusätzlich zur Nahrung einzunehmen.“ Unter Mikronährstoffen versteht man die Teile der Nahrung, die zwar keine Energie liefern, die aber für Stoffwechselprozesse sehr wichtig sind. Dazu gehören beispielsweise die B-Vitamine sowie die Mineralstoffe Calcium, Kalium und Magnesium. Der gesteigerte Bedarf beim Sport kommt sowohl durch die erhöhte Körperleistung als auch durch den vermehrten Verlust beim Schwitzen.

Die Unterversorgung an Vitaminen im Sport führt langfristig zu einer unspezifischen Symptomatik wie chronische Müdigkeit, erhöhtes Verletzungsrisiko, Leistungseinbuße, längeren Regenerationszeiten und erhöhte Infektanfälligkeit. Die Symptome des Calciummangels sind ähnlich wie beim Magnesiummangel vor allem schmerzhafte Muskelkrämpfe, bei extremem Kaliummangel können schlimmstenfalls sogar Herzrhythmusstörungen die Folge sein.

Besonders Sportlerinnen leiden häufig an Calciummangel, hier ist der Konsum von Milch- und Milchprodukten beziehungsweise calciumreichen Mineralwässern zu empfehlen. Sportlich aktive, herz- und nierengesunde Menschen sollten aufgrund des erhöhten Verlustes ausreichend gesalzen essen. Insbesondere beim Mineralwasser sollten natriumreiche Sorten getrunken werden. Da Kalium ebenfalls vermehrt durch den Schweiß verloren geht, muss auch hier nach dem Sport für Ausgleich gesorgt werden. Der recht kaliumreiche Apfelsaft bietet sich hier als Schorle im Mischverhältnis zwei bis drei Teile Wasser, ein Teil Apfelsaft an. Und: Hände weg von fertigen Mischungen, sie enthalten oft zugesetzten Zucker.

Stuttgart – Der baden-württembergische Landesapothekerverband hat am vergangenen Wochenende die 25. Deutschen Apotheker-Fußballmeister-schaften ausgerichtet. Am Samstag, dem 13. Mai, konnte nach spannenden Spielen in der Gruppe der U45-Mannschaften Bayern den Turniersieg holen. In der Gruppe der Ü45-Mannschaften musste Bayern sich im Endspiel dem Team aus Hessen knapp geschlagen geben. Diese unterbrachen so die fünfjährige Siegesserie der Bayern in diesem Turnier. Der Noweda-Fairness-Pokal ging an die Mannschaft Ü45 aus Niedersachsen.

Der LAV Baden-Württemberg hatte das Turnier mit Unterstützung des TSV Schmiden in Fellbach organisiert. 13 Mannschaften, darunter sechs Ü45-Teams und sieben Teams U45, hatten das Sportevent unter sich ausgetragen. Die Spieler und ihre Begleitungen aus den Bundesländern Rheinland-Pfalz, Hessen, Bayern, Niedersachsen, Thüringen, Sachsen, Berlin und Baden-Württemberg waren bereits am Freitagabend zu einer Willkommensparty im Hotel eingeladen. Am Samstag nach Turnierende wurden in feierlichem Rahmen die Pokale überreicht. „Das Event ist eine große organisatorische und logistische Herausforderung. Baden-Württemberg hat, nach den Rückmeldungen unserer Gäste zu urteilen, die Aufgabe gut gemeistert und ein gelungenes Fußballwochenende mit Begleitprogramm abgeliefert“, zieht Frank Eickmann, Leiter der Abteilung Kommunikation, eine positive Bilanz. „Zu schaffen ist das aber nur, wenn auch Sponsoren die Veranstaltung mit tragen. Ohne Unterstützung unserer Hauptsponsoren, der VSA GmbH, der NOWEDA eG Apothekergenossenschaft, der awinta GmbH und der Sanacorp Pharmahandel GmbH, wäre die Veranstaltung nicht möglich gewesen. Als weitere Sponsoren haben sich die Avoxa – Mediengruppe Deutscher Apotheker GmbH, die Deutsche Apotheker- und Ärztebank eG, die Hans-H. Hasbargen GmbH & Co. KG, Nestlé Health Science GmbH und der LAV-SOFO-MARKT mit eingebracht. Allen Unterstützern auch auf diesem Wege nochmals ein herzliches Dankeschön! So haben alle Beteiligten ihren Teil dazu beigetragen, dass das Turnier auch im 25. Jahr seines Bestehens zu einem Erfolg geworden ist.“

Das Turnier wurde 1993 erstmals in Grimma und 1994 in Rostock ausgetragen. Seither tourt die Meisterschaft durch die Bundesländer und machte letztes Wochenende im baden-württembergischen Fellbach Halt. Ganz aktuell: Der Austragungsort der nächsten Fußballmeisterschaft der Apotheker steht auch schon fest. Der Vorstand des Landesapothekerverbandes in Rheinland-Pfalz hat heute seine Zustimmung gegeben und freut sich, das Event im kommenden Jahr nach Rheinland-Pfalz zu holen.

Stuttgart – Maßnahmen der häuslichen Pflege helfen Senioren, auch im Alter möglichst lange in der gewohnten Umgebung bleiben zu können. Auch die Apotheken vor Ort können Pflegebedürftige oder deren Angehörige mit vielen Angeboten unterstützen. Darauf weist der Landesapothekerverband Baden-Württemberg im Vorfeld des Internationalen Tags des Pflegenden am 12. Mai hin.

Wer Angehörige wie Eltern oder Partner zuhause pflegt, benötigt bei dieser Aufgabe Hilfestellungen. Apotheken vor Ort sind gut vernetzt und haben gegebenenfalls Aufstellungen über mögliche Pflegedienste oder Hausnotrufanbieter .Viele Apotheken können auch erste Tipps geben, wo Unterstützungen zur häuslichen Pflege beantragt werden könnten. Weiter finden sich im pharmazeutischen Angebot von Apotheken viele Leistungen für die Erleichterung der häuslichen Pflege, so Christoph Gulde, Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg: "Wenn Patienten einem Pflegegrad zugeordnet wurden, so besteht auch Anspruch auf Pflegehilfsmittel. Dazu gehören Dinge wie Einmalhandschuhe, Desinfektionsmittel, Bettunterlagen, Mundschutz oder Mittel zur Hand- und Flächendesinfektion. Diese Artikel kann die Apotheke passend für die häusliche Pflege zusammenstellen. Monatlich ist ein Zuschuss der Pflegekasse in Höhe von bis zu 40 Euro möglich."

Apotheken können auch bei der Beschaffung oder Genehmigung kleiner Hilfsmittel, die der behandelnde Arzt gegebenenfalls verordnet hat, behilflich sein. Gulde: "Dazu können Greifhilfen oder Esshilfen gehören wie auch Hilfsmittel für Bad und Toilette. Das kann beispielsweise ein Badewannenbrett sein, wenn der Angehörige nicht mehr sicher in der Wanne stehen kann. Ein Toilettenstuhl oder Inkontinenzhilfsmittel stehen zur Verfügung, wenn der Gepflegte nicht mehr eigenständig bis zum WC kann."

Bei Mangelernährung von Senioren stehen in den Apotheken passende Zusatznahrungen zur Verfügung. Viele Pflegefälle leiden auch unter Schluckbeschwerden. Dickungsmittel können hier helfen, dass pflegebedürftige Menschen gut mit Nahrung und Flüssigkeit versorgt werden. Als Alltagshilfen für die Pflege im häuslichen Umfeld führen Apotheken unter anderem Medikamentenboxen und können Arzneimittel auch für Pflegebedürftige individuell in Tagesdosierer einsortieren. "Oft bringen Apotheken Medikamente bis ans Krankenbett, wenn Menschen bettlägerig sind. Dadurch, dass wir Patienten und deren Familien oft schon jahrelang begleitet haben, sind Apotheken und ihre Teams bekannte Helfer und können Pflegende individuell und ortsnah unterstützen."

Stuttgart – Die Apotheken in Baden-Württemberg gaben im Jahr 2016 über 2.444.000 Fertigarzneimittelpackungen zur Inhalation bei Erkrankungen aufgrund verengter Atemwege (obstruktive Atemwegserkrankungen) wie Asthma ab. Deutschlandweit waren es fast 23,4 Millionen Packungen. "Bei den Inhalativa gegen Atemwegserkrankungen ist die individuelle Beratung wichtig, denn je nach Präparat unterscheidet sich die korrekte Anwendung erheblich", sagt Christoph Gulde, Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg. Anlässlich des Weltasthmatags am 2. Mai wertete das Deutsche Arzneiprüfungsinstitut (DAPI) Verordnungen für Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) aus. Verordnungen für Privatversicherte wurden nicht erfasst.

Es gibt drei Hauptgruppen an Inhalatoren bei obstruktiven Atemwegserkrankungen: Dosieraerosole, Pulverinhalatoren und Vernebler. Im Jahr 2016 gaben Apotheken in Baden-Württemberg mehr als 1.297.000 Packungen an Dosieraerosolen beziehungsweise deren Nachfüllungen ab. Zusätzlich gaben sie fast 966.500 Packungen Pulverinhalatoren (inklusive deren Nachfüllungen) ab. Beides sind Fertigarzneimittel, bei denen der Inhalator Teil der Arzneiform ist. Davon abzugrenzen sind Fertigarzneimittel für Vernebler. Diese Geräte stellen aus dem Fertigarzneimittel einen inhalierbaren Dampf her. Im Jahr 2016 wurden etwa 180.200 Fertigarzneimittel für Vernebler gegen obstruktive Atemwegserkrankungen abgegeben.

Die verschiedenen Inhalatortypen unterscheiden sich in der Anwendung deutlich. Zum Beispiel wäre ein Atemzug-getriggertes System für Kinder und Patienten mit eingeschränkter Lungenfunktion nicht geeignet. Wenn ein Dosieraerosol mit einer Inhalierhilfe (z.B. Spacer) verwendet wird, muss der Apotheker darauf achten, dass beide miteinander kompatibel sind.

Christoph Gulde: "Bei der Erfüllung von Rabattverträgen kommt es immer wieder vor, dass in der Apotheke ein Inhalatortyp abgegeben werden soll, der für einen Patienten ungeeignet ist oder an den der Patient nicht gewöhnt ist. In begründeten Einzelfällen können Apotheker die Notbremse ziehen und durch die Anwendung der "pharmazeutischen Bedenken" eine Ausnahme von den ansonsten zu beachtenden Vorgaben der Rabattverträge machen. Das ist bürokratisch aufwändig – aber unsere Patienten sind es uns wert!"

Stuttgart – Babys oder Kleinkinder leiden immer mal wieder unter wunden Stellen im Bereich der Windel. Betroffen von solch einer Windeldermatitis sind nicht so sehr Neugeborene, sondern etwas ältere Babys ab neun Monaten. Der Hintergrund: Bei ihnen ist die Verdauung schon aktiver, sie scheiden mehr Urin und Stuhl aus als Neugeborene und strampeln auch mehr. Dadurch kann die Windel am Po reiben und die Haut reizen. Innerhalb der dicht sitzenden Windel herrscht zudem ein feucht-warmes Hautklima, das Entzündungen begünstigt. Weitere Auslöser können sein, dass säurehaltige Früchte wie Orangen oder Erdbeeren über die Muttermilch zusätzlich reizen. Auch wenn Babys zahnen oder an einer Durchfallerkrankung leiden, können vermehrt wunde Stellen auftreten. Als Gegenmaßnahmen sollten Eltern darauf achten, dass der Kontakt mit Urin und Stuhl möglichst kurz gehalten wird. Ein regelmäßiges Wechseln der Windel verhindert generell, dass die wunden Stellen sich verschlimmern.

Beim Wickeln sollte drauf geachtet werden, dass die Haut des Kindes nicht zusätzlich strapaziert wird, erklärt Christoph Gulde, Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg: "Darum sollten keine feuchten Reinigungstücher zur Reinigung benutzt werden, sie können die Haut durch Konservierungsstoffe zusätzlich reizen. Auch Öle sind nicht empfehlenswert, da sie austrocknend wirken. Eine Reinigung mit einem weichen Lappen und etwas Wasser oder abgekühltem Schwarztee sind hier besser geeignet. Die Gerbstoffe aus dem Schwarztee unterstützen die Hautheilung, wirken entzündungshemmend und stillen eventuellen Juckreiz." Andere Heilpflanzen, die gegen die Entzündung wirken können, sind Kamillen-, Schafgarben- oder Eichenrindentee. Gulde weiter: "Damit können die wunden Stellen betupft werden oder auch kurze Sitzbäder für das Kind bereitet werden. Eine Zinkpaste kann, auf den betroffenen Hautbereich aufgetragen, wirksam helfen. Einerseits hilft Zink bei der Regeneration der Haut. Andererseits bildet die Zinkpaste einen guten Schutzfilm vor reizendem Urin und Stuhl." Wenn an der wunden Stelle zusätzlich noch kleine Pickel sichtbar werden, sollte ein Kinderarzt zu Rate gezogen werden. Dann ist zu der Entzündung vielleicht noch eine Pilzinfektion hinzugekommen. Die Zinkpaste muss dann gegebenenfalls mit einem pilzhemmenden Stoff angereichert werden, was der Kinderarzt entsprechend verschreibt.

Nach dem Wickeln muss die Haut sorgfältig trockengetupft oder auch mit ausreichendem Abstand trockengeföhnt werden. Für Babys Haut ist es auch sehr gut, wenn der Windelbereich an der frischen Luft bleibt. Darum rät der Apotheker, das Baby immer wieder in einem warmen Raum oder unter eine Wärmelampe nackt strampeln zu lassen.

Stuttgart – Kaum ist die letzte Erkältungswelle abgeklungen, geht für viele Allergiker das Schniefen weiter. Die Heuschnupfensaison hat bereits jetzt begonnen. Weide-, Hasel oder Erlen-Pollen sind schon unterwegs und können zu den typischen Symptomen wie laufender oder verstopfter Nase sowie zu tränenden Augen führen. Bei derartigen allergischen Reaktionen auf Pollen können rezeptfreie Arzneimittel helfen, zeigt der Landesapothekerverband Baden-Württemberg auf. Bei schweren Reaktionen sollte ein (Fach-)Arzt zu Rate gezogen werden.

"Allergien sind immer eine Überreaktion des Immunsystems gegenüber bestimmten körperfremden Substanzen wie beispielsweise Pollen oder Tierhaaren", erläutert der Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg, Christoph Gulde. "Das körpereigene Immunsystem reagiert bei betroffenen Menschen viel zu stark, obwohl keine Gefahr für die Gesundheit besteht. Der Heuschnupfen, medizinisch als allergische Rhinitis bezeichnet, ist eine spezielle Entzündung der Nasenschleimhaut durch die Pollen. Begleitendes Asthma ist bei Allergikern auch sehr weit verbreitet."

Bei leichterem Heuschnupfen stehen verschiedene Arzneimittel zur Selbstmedikation aus der Apotheke zur Verfügung. Die Medikamente können helfen, die allergischen Prozesse zu unterbinden oder abzuschwächen. Christoph Gulde: "Es gibt die Gruppe der sogenannten topischen Medikamente. Dazu gehören Augentropfen, Nasenspray und Asthmasprays. Sie wirken dort im Körper, wo sie angewendet werden. Systemische Medikamente wie Tabletten wirken dagegen im gesamten Organismus." Am häufigsten werden Antihistaminika eingesetzt. Die meist rezeptfreien Produkte haben wenige Nebenwirkungen und lindern die Beschwerden zuverlässig. Die bekanntesten Wirkstoffe sind Cetirizin und Loratadin, die im Vergleich zu früheren Wirkstoffen auch nicht mehr so müde machen sollen. Daneben spielen Kortisone in der lokalen Therapie eine große Rolle, so der LAV. Ihre Wirkung ist gut und die Nebenwirkungen eher gering. Sie sind aber, besonders in der systemischen Wirkform, teilweise verschreibungspflichtig und werden dann eingesetzt, wenn Antihistaminika nicht ausreichend wirksam sind. Kortisonhaltige Arzneimittel in der Selbstmedikation sollten immer nur kurzfristig angewendet werden.

Stuttgart – Der LAV Baden-Württemberg hat sein Online-Angebot LAV-STELLENMARKT überarbeitet und verbessert. Mit einer komfortableren Navigation und neuen Suchoptionen können nun Bewerber oder offene Stellen schneller gefunden werden. Geblieben ist der Grundsatz, dass nur LAV-Mitglieder auf Bewerberprofile zugreifen können. Auf ausgeschriebene Stellen von LAV-Mitgliedern können sich hingegen auch Nichtmitglieder bewerben. Besonders nutzerfreundlich ist die neue Suchfunktion über Postleitzahlen. Bisher war eine räumliche Zuordnung über die 22 LAV-Regionen in Baden-Württemberg erfolgt. Da die Postleitzahlenräume kleiner gefasst sind, können Stellen jetzt zielgenauer gefunden werden. Wer einen größeren Radius durchsuchen möchte, gibt einfach nur die ersten beiden Stellen des Postleitzahlenbereiches ein.

Mitglieder haben im aktualisierten LAV-STELLENMARKT mehr Freiheiten, ihre Stellenanzeigen individuell zu gestalten. Neben den erweiterten Auswahloptionen bei Drop-Down-Menüs stehen künftig auch größere Freitextfelder zur Verfügung. Apotheker, die Personal in Teilzeit suchen, können beispielsweise den konkreten Zeitumfang eintragen. Auch wer wegen akuten Personalmangels eine/n Approbierte/n oder auch eine/n PTA einstellen würde, muss nicht mehr zwei getrennte Anzeigen schalten. Eine Suche über den Zielgruppenfilter „Approbierte/r oder PTA“ zeigt Bewerber/innen an, die mindestens eine der beiden Qualifikationen enthalten.

Stellen- wie Personalsuchende profitieren insgesamt von der optimierten Navigation im LAV-STELLENMARKT freut sich LAV-Geschäftsführerin Ina Hofferberth über die neuen Funktionen: „Gerade in Zeiten, in denen gutes Personal in Apotheken sehr gefragt und ein entscheidender Wettbewerbsvorteil ist, wollen wir unsere Mitglieder bestmöglich unterstützen. Schon heute gehört der LAV-STELLNMARKT zu den meistgenutzten Seiten von www.apotheker.de. Auch deshalb werden wir den LAV-STELLENMARKT kontinuierlich weiterentwickeln.“

Eine ausführliche Beschreibung aller neuen Features des LAV-STELLENMARKTES steht unter dem Webcode V23638 auf der Verbandshomepage www.apotheker.de.

Stuttgart – Schon mehr als 122.000 Menschen in Baden-Württemberg haben sich mit ihrer Unterschrift für den Erhalt und Schutz der wohnortnahen Apotheken zwischen Bodensee und dem Odenwald ausgesprochen. Das ist der bisherige Stand der Auswertung für die Unterschriftenaktion „Gesundheitssystem in Gefahr“, die zwischen Weihnachten und Ende Februar in baden-württembergischen Apotheken als Teil einer bundesweiten Aktion lief. Mehr als 640 Apotheken in Baden-Württemberg haben Unterschriftenlisten eingeschickt – und noch immer gehen weitere Unterschriften bei der zentralen Auswertungsstelle der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände ein.

Fritz Becker, Präsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg (LAV) wertet die Aktion als klares Signal: "Wenn mehr als 122.000 Bürger mit ihrer Unterschrift eine sozial gerechte und wohnortnahe Arzneimittelversorgung für die Zukunft einfordern, dann ist das ein klarer Auftrag in Richtung Politik zu handeln. Und zu handeln, heißt in diesem Fall: den Versand von Arzneimitteln auf den Bereich nicht verschreibungspflichtiger Arzneimittel zurückzuführen und das entsprechende Gesetz zügig zu verabschieden." Dr. Günther Hanke, Präsident der Landesapothekerkammer ergänzt: "Nachdem sich in den letzten Wochen schon Berufsverbände und Patientengruppierungen für unser Ziel stark gemacht haben, freue ich mich, dass jetzt auch so viele Menschen individuell ihre Unterstützung zum Ausdruck gebracht haben. Und den vielen Kolleginnen und Kollegen in den Apotheken vor Ort bin ich dankbar für ihr Engagement."

Am 19. Oktober 2016 hatte der Europäische Gerichtshof (EuGH) entscheiden, dass ausländische Versandanbieter sich im Gegensatz zu den öffentlichen Apotheken in Deutschland nicht an die Festpreisbindung für verschreibungspflichtige Arzneimittel halten müssen. Um die daraus resultierenden Probleme zu lösen, setzt sich die Apothekerschaft in Baden-Württemberg für ein Versandverbot rezeptpflichtiger Medikamente ein, wie es auch ein Gesetzentwurf des Bundesgesundheitsministeriums vorsieht. Zwischen dem 20. Dezember 2016 und dem 1. März 2017 haben zahlreiche Apotheken in Baden-Württemberg und auch bundesweit Unterschriftenbögen ausgelegt, die folgenden Text enthielten: "Aktuelle Entscheidungen der EU machen es ausländischen Konzernen noch einfacher, sich an unserem Gesundheitssystem zu bereichern. Internationale Versandhändler wollen die Rosinen aus unserem System picken, ohne das zu leisten, was meine Apotheke vor Ort macht: Nacht- und Notdienst, persönliche Beratung, Rezeptur … Ich fordere von der Politik: Stoppen Sie die gefährlichen Einflüsse von außen. Schützen Sie die Apotheken vor Ort!".

Stuttgart – Fast jeder zweite Deutsche leidet unter Rückenschmerzen. Damit belegt der Rücken nach dem Kopfschmerz Platz zwei der häufigsten Schmerzen. Sie sind damit auch Spitzenreiter bei den Gründen für Arztbesuche und auch bei den Krankheitstagen. Dies macht Rückenbeschwerden mittlerweile zu einem beträchtlichen volkswirtschaftlichen und medizinischen Kostenfaktor. Vorbeugende Gesundheitsmaßnahmen und Mittel der Selbstmedikation können bei beginnenden Rückenschmerzen größeren Schaden verhindern. Darauf weist der Landesapothekerverband Baden-Württemberg anlässlich des Tages der Rückengesundheit am 15. März 2017 hin.

Beschwerden am Rücken nehmen mit zunehmendem Alter zu und sie betreffen Menschen mit sitzenden Tätigkeiten ebenso wie sportlich aktive. Rückenschmerzen können verschiedene Ursachen haben, erläutert Christoph Gulde, Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg: „Mangelnde Bewegung kann genauso zu Rückenbeschwerden führen wie eine dauerhaft schwere körperliche Belastung wie beispielsweise beim Bauarbeiter. Falsches Heben von Lasten oder auch eine falsche Körperhaltung im Stehen oder Sitzen kann zur Folge haben, dass sich Sehnen, Bänder und Muskeln so verändern, dass Schmerzen im Rücken entstehen. Auch Fehl- oder Überlastung beim Sport können dazu führen, dass der Rücken sich meldet. Sehr häufig treten Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule auf. Das ist dann das, was Patienten landläufig als Rückenschmerzen beschreiben.“

Einmalige und Schmerzen von kürzerer Dauer lassen sich im ersten Schritt häufig selbst behandeln. Am häufigsten lösen Muskelverspannungen solche Schmerzen aus. „Hier kann Wärme mit Heizkissen oder Wärmeflasche schon erste Linderung bringen. Es gibt auch spezielle Salben oder Pflaster mit wärmendem und somit muskelentspannendem Effekt“, beschreibt der Apotheker Methoden der Selbstbehandlung. Weiter stehen schmerzstillende Wirkstoffe wie Diclofenac, Ibuprofen oder Paracetamol zur Verfügung. Welcher Wirkstoff geeignet ist, muss im Einzelfall im Beratungsgespräch geklärt werden. „Auch frei verkäufliche Schmerzmittel haben Nebenwirkungen und können mit anderen eingenommenen Arzneimitteln Wechselwirkungen entfalten. Menschen mit schweren Nieren- oder Leberproblemen dürfen beispielsweise kein Paracetamol einnehmen. Diclofenac und Ibuprofen hingegen sind für Menschen mit empfindlichem Magen oder Darm nicht geeignet. Es kann bei längerer Einnahme zu Magenblutungen oder sogar Magengeschwüren kommen.“ Ebenso gehört zur Beratung, dass vorliegende Grunderkrankungen sowie die bestehende Medikation mit betrachtet werden. Menschen, die beispielsweise an Asthma, Blutgerinnungsstörungen, Bluthochdruck oder Diabetes leiden, vertragen nicht jedes Schmerzmittel.

Stuttgart – Trockene Heizungsluft, Bildschirmarbeit oder verqualmte Räume können die empfindliche Augenoberfläche belasten und dazu führen, dass das Auge zu wenig Tränenflüssigkeit zur Verfügung hat und deshalb gereizt und entzündet reagiert. Unter dem Begriff "trockenes Auge" werden zwei unterschiedliche Störungen zusammengefasst, erklärt Christoph Gulde, Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg (LAV): "Entweder produziert das Auge zu wenig Tränenflüssigkeit oder sie verdunstet in zu hohem Ausmaß. Beides kann dann zu Missempfindungen oder einer Entzündung führen. Die Augen sind rot, zum Teil lichtempfindlich, sie können brennen und die Lider können morgens verklebt oder angeschwollen sein. Häufig klagen Betroffene über ein kratzendes Gefühl im Auge, als ob Sandkörner drin wären. All das sind Hinweise darauf, dass Menschen unter trockenen Augen leiden."

Der Tränenfilm sorgt normalerweise dafür, dass der Augapfel glatt und geschmeidig gehalten wird. "Das ist nötig, damit wir gut und ungestört sehen können. Eine ausgetrocknete Augenoberfläche reagiert wund und wird undurchsichtig. Außerdem schützt die Tränenflüssigkeit das Auge vor Infektionen. Denn sie enthält sogar keimtötende Substanzen", so Apotheker Gulde. Im Tagesverlauf nimmt die Tränenproduktion gegen Abend ab. Auch hormonelle Schwankungen wie beispielsweise die Wechseljahre aber auch Erkrankungen der Schilddrüse, Rheumatismus oder Allergien können trockene Augen hervorrufen. Wer über einen längeren Zeitraum bestimmte Medikamente wie Psychopharmaka, Schlafmittel oder Arzneimittel gegen Allergien einnehmen muss, kann ebenfalls betroffen sein.

Bei trockenem Auge können Aufenthalte an der frischen Luft und sogenannte künstliche Tränen als eine erste Maßnahme helfen. "Bei vielen Betroffenen lassen sich dadurch die Beschwerden schon lindern", weiß Gulde aus Erfahrung. "Bei wem sich die Symptome aber nicht schnell bessern, sollte einen Augenarzt aufsuchen. Denn dann kann eine schwere Form der Benetzungsstörung im Auge vorliegen, die ärztlich behandelt werden muss."

Stuttgart – Immer wieder im Frühjahr sind Aufklärung, Beratung und die Schutzimpfung wichtige Instrumente, um Erkrankungen und Komplikationen durch Zeckenbisse zu vermeiden. Baden-Württemberg landet alljährlich auf der Liste der Hochrisikogebiete für die von Zecken übertragenen Krankheiten. Darum ist ein Impfschutz beinahe unerlässlich für alle Menschen, die sich immer wieder draußen aufhalten.

Gefährlich ist nicht der Zeckenbiss an sich, sondern der Speichel der Zecke, der über den Biss ins Blut gelangt. Dieser kann die bakteriellen Erreger der Lyme-Borreliose oder Viren in sich tragen, die die gefährliche Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) auslösen können, so Wolf Kümmel, Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg: „Die FSME ist eine ernstzunehmende Erkrankung. Trotz des medizinischen Fortschritts kann diese Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute tödlich sein. Leider nehmen immer noch zu wenige Menschen die Schutzimpfung wahr. Da es keine Impfpflicht gibt, hängt es von jedem Einzelnen ab, die Impfquote zu erhöhen und das Risiko zu minimieren.“ Denn die Impfung gegen FSME ist nach wie vor das sicherste Mittel gegen die Krankheit. Die Kosten dafür tragen in Risikogebieten in der Regel die gesetzlichen Krankenkassen für ihre Versicherten.

Gegen die Lyme-Borreliose, eine bakterielle Infektionskrankheit, gibt es allerdings keine vorbeugende Impfung. An dieser Infektion, die Nervensystem und Gelenke schädigen kann, erkranken in Deutschland schätzungsweise 100.000 Menschen im Jahr neu. Genaue Zahlen gibt es nicht, da die Erkrankung nicht meldepflichtig ist. Typische Kennzeichen sind flächige Rötungen an der Einstichstelle sowie grippeähnliche Symptome mit Fieber und Schwellungen der Lymphknoten. Sie können innerhalb von vier Wochen nach dem Zeckenbiss auftreten und auch hier sollte bei entsprechenden Zeichen sofort medizinischer Rat eingeholt werden.

Für Apotheker Wolf Kümmel kommt deswegen der Vorbeugung ein besonderer Stellenwert zu: „Wer mit seiner Familie ins Freie – egal ob im Wald oder auf der Wiese – geht, muss sich schützen. Zecken abwehrende Sprays oder Lotionen verringern das Infektionsrisiko für alle Krankheiten, die durch Zecken übertragen werden. Helle, geschlossene Kleidung und das Vermeiden von unwegsamem Gelände und Unterholz halten Zecken zusätzlich fern. Wer draußen in der Natur unterwegs war, sollte sich und vor allem auch Kinder sowie die Haustiere nach den Spaziergängen gründlich nach Zecken absuchen. Festgesaugte Tiere kann man sehr schnell und einfach mit einer geeigneten Pinzette oder einer speziellen Zeckenzange oder -karte entfernen.“

 

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Stuttgart – Neben der Abgabe von verordneten Fertigarzneimitteln auf Rezept erfüllen die niedergelassenen Apotheken eine weitere wichtige Versorgungsaufgabe innerhalb des Gesundheitswesens. Sie stellen individuelle Rezepturen her. Sehr oft werden solche speziell angefertigten Medikamente für Kinder oder auch Säuglinge benötigt. Denn die meisten Fertigarzneimittel sind in ihrer Wirkstärke auf erwachsene Patienten ausgerichtet.

Viele Kapseln, Tabletten aber auch Salben und Cremes sind darum für Säuglinge und Kinder nicht geeignet, berichtet Christoph Gulde, Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg (LAV): „Tabletten und Kapseln sind für Kinder oft nicht einsetzbar, weil sie die Mittel schon wegen der Größe nicht schlucken können. Dazu kommt, dass die Medikamente  für Kinder zu hoch dosiert sind. Apotheken in der Nähe von Kinderärzten werden häufig als Fachleute gebraucht, wenn es darum geht, die Arzneien an die kleinen Patienten anzupassen.“ Dazu werden Kapseln beispielsweise im Labor der Apotheke geöffnet, der Inhalt wird abgewogen, gemörsert und so in angepasster Dosierung in neue Kapseln befüllt. Von den Eltern kann der fein vermahlene Wirkstoff dem Säugling dann aus der Kapsel mit dem Milchfläschchen oder dem Brei verabreicht werden.

Speziell bei schweren Erkrankungen bei Kleinkindern oder sogar Neugeborenen, die mit Fehl- oder Missbildungen an Herz oder Niere zur Welt kommen, kann auf die hochkomplexe und verantwortungsvolle Aufgabe der Rezepturerstellung nicht verzichtet werden. Auch Kinder mit Krebserkrankungen müssen dann schon sehr früh mit Opioiden versorgt werden, wo es sehr penibel auf die korrekte Dosierung ankommt. Doch auch bei weniger dramatischen – aber nicht minder belastenden - Erkrankungen wie Psoriasis (Schuppenflechte), Neurodermitis oder Ekzemen sind Apotheker gefragt. Gulde: „Gerade bei Hauterkrankungen verordnen die Fachärzte sehr häufig Rezepturen. Die Anfertigung in der Apotheke stellt sicher, dass der Patient sein Arzneimittel exakt so dosiert erhalten kann, wie es seine Erkrankung im Moment erfordert.“

 

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Stuttgart – Die meisten Arzneimittel, die in einer Apotheke abgegeben werden, sind auf einem ärztlichen Rezept verordnet. Rund 85 Prozent des Umsatzes einer niedergelassenen Apotheke machen diese verschreibungspflichtigen Arzneimittel aus. Für diese verordneten Medikamente werden die Preise nach strengen, gesetzlich festgelegten Regeln erstellt, die der Apotheker beachten muss. Nur für die restlichen etwa 15 Prozent seines Geschäftes – für die freiverkäuflichen oder apothekenpflichtigen Arzneimittel – darf der Apotheker seine Preise frei kalkulieren. Darum trifft der umgangssprachliche Begriff der "Apothekenpreise" schon lange nicht mehr zu.

In der bundeseinheitlich geltenden Arzneimittelpreis-Verordnung (AMPreisV) sind die Preise für verordnete Arzneimittel genau geregelt, erklärt Christoph Gulde, Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg: "Pro Medikament erhält der Apotheker 8,35 Euro für die Abgabe und seine pharmazeutische Leistung sowie drei Prozent vom Apothekeneinkaufspreis für Lagerhaltung und (Vor-)Finanzierung des Arzneimittels." Die Arzneimittelpreis-Verordnung verbietet dem Apotheker, Rabatte an die Patienten zu gewähren. Rabatte gewährt der Apotheker lediglich den gesetzlichen Krankenkassen, so Gulde, denn die bezahlten schließlich die Medikamente für die Versicherten. "Fast niemand weiß das: Aber pro abgegebenem, verordnetem Medikament erhält die Gesetzliche Krankenkasse, bei der der Patient versichert ist, von der Apotheke einen Rabatt von derzeit 1,77 Euro. So tragen auch wir Apotheker unseren Teil dazu bei, dass unser Gesundheitssystem bezahlbar bleibt. Auch die Zuzahlung zwischen 5 und 10 Euro, die Patienten zu entrichten haben, bleibt nicht in der Apotheke, sondern wird an die Krankenkassen abgeführt. Dieses Inkasso erledigen die Apotheken für die Krankenkassen unentgeltlich."

Tendenziell sind die durchschnittlichen Arzneimittelpreise in den letzten Jahren gefallen. Neun von zehn verschriebenen Medikamenten kosten unter hundert Euro. Apotheker Gulde: "Wir Apotheker haben selbst gar keinen Einfluss darauf, wie teuer oder günstig ein verschreibungspflichtiges Medikament ist. Der Preis wird in Deutschland ganz wesentlich von den Herstellern bestimmt, die dabei allerdings auch von vielen Gesetzen und Verordnungen reglementiert werden. Diese Regeln werden deshalb auch immer wieder durch Gesundheitsreformen, die gerade bei innovativen, aber hochpreisigen Arzneimitteln einen fairen Preis zwischen Herstellern und Kassen ermöglichen sollen, angepasst."

Generell gibt es in Deutschland eine hohe Generikaquote. Das heißt, dass in der Regel preiswerte Nachahmerpräparate eingesetzt werden. Bei sogenannten Rabattverträgen verhandeln Krankenkassen mit Arzneimittelherstellern zusätzlich günstige Preise für die gängigsten Medikamente. Nicht vergessen werden darf auch, dass Deutschland mit 19 Prozent innerhalb Europas einen der höchsten Mehrwertsteuer-sätze auf Arzneimittel erhebt. Damit verdient der Staat an jedem abgegebenen Arzneimittel kräftig mit – in den meisten Fällen bekommt er mehr als der Apotheker.

 

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