Presse

Pressemitteilungen 2017

Informiert sein: Um Interessierte über aktuelle und vergangene Geschehen zu informieren, stellt der LAV hier seine Pressemitteilungen digital bereit.

Hier finden Sie unsere aktuellen Pressemitteilungen, die über unsere Verteiler an Journalisten und Redaktionen verschickt werden.

Das Kommunikationsteam steht Ihnen Montag bis Freitag zwischen 8 und 17 Uhr unter der Hotline Tel. 0711 22334-77 für Fragen zur Verfügung!

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Stuttgart – In Zeiten, in denen der Alltag vieler Menschen ungesünder wird, suchen viele Menschen den Ausgleich und betätigen sich sportlich. Sehr häufig wird der Sport auch betrieben, um das Gewicht zu verlieren, welches man sich im Alltag zwischen den Pommes in der Kantine und der abendlichen Chipstüte auf der Couch angefuttert hat. Wer dann die Reißleine zieht und wieder regelmäßig Sport machen will, sollte darauf achten, dass sein Köper mit all den Nährstoffen versorgt ist, die für die erhöhte Leistung nötig sind. Mikronährstoffe, die gezielt und individuell eingenommen werden, können die Leistungsfähigkeit verbessern und vermeiden Mangelsituationen.

Christoph Gulde, Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg erklärt die Zusammenhänge: „Wer ungesund lebt, unter Stress leidet, vielleicht raucht, Alkohol trinkt, tagsüber nicht gesund isst, dem fehlen dadurch schon wichtige Vitamine und Mineralstoffe. Fängt nun solch ein nicht optimal versorgter Mensch mit einer Diät und Sport an, so läuft er Gefahr, weiter in die Unterversorgung zu rutschen. In solchen Lebenssituationen kann es wichtig sein, einige Mikronährstoffe zusätzlich zur Nahrung einzunehmen.“ Unter Mikronährstoffen versteht man die Teile der Nahrung, die zwar keine Energie liefern, die aber für Stoffwechselprozesse sehr wichtig sind. Dazu gehören beispielsweise die B-Vitamine sowie die Mineralstoffe Calcium, Kalium und Magnesium. Der gesteigerte Bedarf beim Sport kommt sowohl durch die erhöhte Körperleistung als auch durch den vermehrten Verlust beim Schwitzen.

Die Unterversorgung an Vitaminen im Sport führt langfristig zu einer unspezifischen Symptomatik wie chronische Müdigkeit, erhöhtes Verletzungsrisiko, Leistungseinbuße, längeren Regenerationszeiten und erhöhte Infektanfälligkeit. Die Symptome des Calciummangels sind ähnlich wie beim Magnesiummangel vor allem schmerzhafte Muskelkrämpfe, bei extremem Kaliummangel können schlimmstenfalls sogar Herzrhythmusstörungen die Folge sein.

Besonders Sportlerinnen leiden häufig an Calciummangel, hier ist der Konsum von Milch- und Milchprodukten beziehungsweise calciumreichen Mineralwässern zu empfehlen. Sportlich aktive, herz- und nierengesunde Menschen sollten aufgrund des erhöhten Verlustes ausreichend gesalzen essen. Insbesondere beim Mineralwasser sollten natriumreiche Sorten getrunken werden. Da Kalium ebenfalls vermehrt durch den Schweiß verloren geht, muss auch hier nach dem Sport für Ausgleich gesorgt werden. Der recht kaliumreiche Apfelsaft bietet sich hier als Schorle im Mischverhältnis zwei bis drei Teile Wasser, ein Teil Apfelsaft an. Und: Hände weg von fertigen Mischungen, sie enthalten oft zugesetzten Zucker.

Stuttgart – Der baden-württembergische Landesapothekerverband hat am vergangenen Wochenende die 25. Deutschen Apotheker-Fußballmeister-schaften ausgerichtet. Am Samstag, dem 13. Mai, konnte nach spannenden Spielen in der Gruppe der U45-Mannschaften Bayern den Turniersieg holen. In der Gruppe der Ü45-Mannschaften musste Bayern sich im Endspiel dem Team aus Hessen knapp geschlagen geben. Diese unterbrachen so die fünfjährige Siegesserie der Bayern in diesem Turnier. Der Noweda-Fairness-Pokal ging an die Mannschaft Ü45 aus Niedersachsen.

Der LAV Baden-Württemberg hatte das Turnier mit Unterstützung des TSV Schmiden in Fellbach organisiert. 13 Mannschaften, darunter sechs Ü45-Teams und sieben Teams U45, hatten das Sportevent unter sich ausgetragen. Die Spieler und ihre Begleitungen aus den Bundesländern Rheinland-Pfalz, Hessen, Bayern, Niedersachsen, Thüringen, Sachsen, Berlin und Baden-Württemberg waren bereits am Freitagabend zu einer Willkommensparty im Hotel eingeladen. Am Samstag nach Turnierende wurden in feierlichem Rahmen die Pokale überreicht. „Das Event ist eine große organisatorische und logistische Herausforderung. Baden-Württemberg hat, nach den Rückmeldungen unserer Gäste zu urteilen, die Aufgabe gut gemeistert und ein gelungenes Fußballwochenende mit Begleitprogramm abgeliefert“, zieht Frank Eickmann, Leiter der Abteilung Kommunikation, eine positive Bilanz. „Zu schaffen ist das aber nur, wenn auch Sponsoren die Veranstaltung mit tragen. Ohne Unterstützung unserer Hauptsponsoren, der VSA GmbH, der NOWEDA eG Apothekergenossenschaft, der awinta GmbH und der Sanacorp Pharmahandel GmbH, wäre die Veranstaltung nicht möglich gewesen. Als weitere Sponsoren haben sich die Avoxa – Mediengruppe Deutscher Apotheker GmbH, die Deutsche Apotheker- und Ärztebank eG, die Hans-H. Hasbargen GmbH & Co. KG, Nestlé Health Science GmbH und der LAV-SOFO-MARKT mit eingebracht. Allen Unterstützern auch auf diesem Wege nochmals ein herzliches Dankeschön! So haben alle Beteiligten ihren Teil dazu beigetragen, dass das Turnier auch im 25. Jahr seines Bestehens zu einem Erfolg geworden ist.“

Das Turnier wurde 1993 erstmals in Grimma und 1994 in Rostock ausgetragen. Seither tourt die Meisterschaft durch die Bundesländer und machte letztes Wochenende im baden-württembergischen Fellbach Halt. Ganz aktuell: Der Austragungsort der nächsten Fußballmeisterschaft der Apotheker steht auch schon fest. Der Vorstand des Landesapothekerverbandes in Rheinland-Pfalz hat heute seine Zustimmung gegeben und freut sich, das Event im kommenden Jahr nach Rheinland-Pfalz zu holen.

Stuttgart – Maßnahmen der häuslichen Pflege helfen Senioren, auch im Alter möglichst lange in der gewohnten Umgebung bleiben zu können. Auch die Apotheken vor Ort können Pflegebedürftige oder deren Angehörige mit vielen Angeboten unterstützen. Darauf weist der Landesapothekerverband Baden-Württemberg im Vorfeld des Internationalen Tags des Pflegenden am 12. Mai hin.

Wer Angehörige wie Eltern oder Partner zuhause pflegt, benötigt bei dieser Aufgabe Hilfestellungen. Apotheken vor Ort sind gut vernetzt und haben gegebenenfalls Aufstellungen über mögliche Pflegedienste oder Hausnotrufanbieter .Viele Apotheken können auch erste Tipps geben, wo Unterstützungen zur häuslichen Pflege beantragt werden könnten. Weiter finden sich im pharmazeutischen Angebot von Apotheken viele Leistungen für die Erleichterung der häuslichen Pflege, so Christoph Gulde, Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg: "Wenn Patienten einem Pflegegrad zugeordnet wurden, so besteht auch Anspruch auf Pflegehilfsmittel. Dazu gehören Dinge wie Einmalhandschuhe, Desinfektionsmittel, Bettunterlagen, Mundschutz oder Mittel zur Hand- und Flächendesinfektion. Diese Artikel kann die Apotheke passend für die häusliche Pflege zusammenstellen. Monatlich ist ein Zuschuss der Pflegekasse in Höhe von bis zu 40 Euro möglich."

Apotheken können auch bei der Beschaffung oder Genehmigung kleiner Hilfsmittel, die der behandelnde Arzt gegebenenfalls verordnet hat, behilflich sein. Gulde: "Dazu können Greifhilfen oder Esshilfen gehören wie auch Hilfsmittel für Bad und Toilette. Das kann beispielsweise ein Badewannenbrett sein, wenn der Angehörige nicht mehr sicher in der Wanne stehen kann. Ein Toilettenstuhl oder Inkontinenzhilfsmittel stehen zur Verfügung, wenn der Gepflegte nicht mehr eigenständig bis zum WC kann."

Bei Mangelernährung von Senioren stehen in den Apotheken passende Zusatznahrungen zur Verfügung. Viele Pflegefälle leiden auch unter Schluckbeschwerden. Dickungsmittel können hier helfen, dass pflegebedürftige Menschen gut mit Nahrung und Flüssigkeit versorgt werden. Als Alltagshilfen für die Pflege im häuslichen Umfeld führen Apotheken unter anderem Medikamentenboxen und können Arzneimittel auch für Pflegebedürftige individuell in Tagesdosierer einsortieren. "Oft bringen Apotheken Medikamente bis ans Krankenbett, wenn Menschen bettlägerig sind. Dadurch, dass wir Patienten und deren Familien oft schon jahrelang begleitet haben, sind Apotheken und ihre Teams bekannte Helfer und können Pflegende individuell und ortsnah unterstützen."

Stuttgart – Die Apotheken in Baden-Württemberg gaben im Jahr 2016 über 2.444.000 Fertigarzneimittelpackungen zur Inhalation bei Erkrankungen aufgrund verengter Atemwege (obstruktive Atemwegserkrankungen) wie Asthma ab. Deutschlandweit waren es fast 23,4 Millionen Packungen. "Bei den Inhalativa gegen Atemwegserkrankungen ist die individuelle Beratung wichtig, denn je nach Präparat unterscheidet sich die korrekte Anwendung erheblich", sagt Christoph Gulde, Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg. Anlässlich des Weltasthmatags am 2. Mai wertete das Deutsche Arzneiprüfungsinstitut (DAPI) Verordnungen für Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) aus. Verordnungen für Privatversicherte wurden nicht erfasst.

Es gibt drei Hauptgruppen an Inhalatoren bei obstruktiven Atemwegserkrankungen: Dosieraerosole, Pulverinhalatoren und Vernebler. Im Jahr 2016 gaben Apotheken in Baden-Württemberg mehr als 1.297.000 Packungen an Dosieraerosolen beziehungsweise deren Nachfüllungen ab. Zusätzlich gaben sie fast 966.500 Packungen Pulverinhalatoren (inklusive deren Nachfüllungen) ab. Beides sind Fertigarzneimittel, bei denen der Inhalator Teil der Arzneiform ist. Davon abzugrenzen sind Fertigarzneimittel für Vernebler. Diese Geräte stellen aus dem Fertigarzneimittel einen inhalierbaren Dampf her. Im Jahr 2016 wurden etwa 180.200 Fertigarzneimittel für Vernebler gegen obstruktive Atemwegserkrankungen abgegeben.

Die verschiedenen Inhalatortypen unterscheiden sich in der Anwendung deutlich. Zum Beispiel wäre ein Atemzug-getriggertes System für Kinder und Patienten mit eingeschränkter Lungenfunktion nicht geeignet. Wenn ein Dosieraerosol mit einer Inhalierhilfe (z.B. Spacer) verwendet wird, muss der Apotheker darauf achten, dass beide miteinander kompatibel sind.

Christoph Gulde: "Bei der Erfüllung von Rabattverträgen kommt es immer wieder vor, dass in der Apotheke ein Inhalatortyp abgegeben werden soll, der für einen Patienten ungeeignet ist oder an den der Patient nicht gewöhnt ist. In begründeten Einzelfällen können Apotheker die Notbremse ziehen und durch die Anwendung der "pharmazeutischen Bedenken" eine Ausnahme von den ansonsten zu beachtenden Vorgaben der Rabattverträge machen. Das ist bürokratisch aufwändig – aber unsere Patienten sind es uns wert!"

Stuttgart – Babys oder Kleinkinder leiden immer mal wieder unter wunden Stellen im Bereich der Windel. Betroffen von solch einer Windeldermatitis sind nicht so sehr Neugeborene, sondern etwas ältere Babys ab neun Monaten. Der Hintergrund: Bei ihnen ist die Verdauung schon aktiver, sie scheiden mehr Urin und Stuhl aus als Neugeborene und strampeln auch mehr. Dadurch kann die Windel am Po reiben und die Haut reizen. Innerhalb der dicht sitzenden Windel herrscht zudem ein feucht-warmes Hautklima, das Entzündungen begünstigt. Weitere Auslöser können sein, dass säurehaltige Früchte wie Orangen oder Erdbeeren über die Muttermilch zusätzlich reizen. Auch wenn Babys zahnen oder an einer Durchfallerkrankung leiden, können vermehrt wunde Stellen auftreten. Als Gegenmaßnahmen sollten Eltern darauf achten, dass der Kontakt mit Urin und Stuhl möglichst kurz gehalten wird. Ein regelmäßiges Wechseln der Windel verhindert generell, dass die wunden Stellen sich verschlimmern.

Beim Wickeln sollte drauf geachtet werden, dass die Haut des Kindes nicht zusätzlich strapaziert wird, erklärt Christoph Gulde, Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg: "Darum sollten keine feuchten Reinigungstücher zur Reinigung benutzt werden, sie können die Haut durch Konservierungsstoffe zusätzlich reizen. Auch Öle sind nicht empfehlenswert, da sie austrocknend wirken. Eine Reinigung mit einem weichen Lappen und etwas Wasser oder abgekühltem Schwarztee sind hier besser geeignet. Die Gerbstoffe aus dem Schwarztee unterstützen die Hautheilung, wirken entzündungshemmend und stillen eventuellen Juckreiz." Andere Heilpflanzen, die gegen die Entzündung wirken können, sind Kamillen-, Schafgarben- oder Eichenrindentee. Gulde weiter: "Damit können die wunden Stellen betupft werden oder auch kurze Sitzbäder für das Kind bereitet werden. Eine Zinkpaste kann, auf den betroffenen Hautbereich aufgetragen, wirksam helfen. Einerseits hilft Zink bei der Regeneration der Haut. Andererseits bildet die Zinkpaste einen guten Schutzfilm vor reizendem Urin und Stuhl." Wenn an der wunden Stelle zusätzlich noch kleine Pickel sichtbar werden, sollte ein Kinderarzt zu Rate gezogen werden. Dann ist zu der Entzündung vielleicht noch eine Pilzinfektion hinzugekommen. Die Zinkpaste muss dann gegebenenfalls mit einem pilzhemmenden Stoff angereichert werden, was der Kinderarzt entsprechend verschreibt.

Nach dem Wickeln muss die Haut sorgfältig trockengetupft oder auch mit ausreichendem Abstand trockengeföhnt werden. Für Babys Haut ist es auch sehr gut, wenn der Windelbereich an der frischen Luft bleibt. Darum rät der Apotheker, das Baby immer wieder in einem warmen Raum oder unter eine Wärmelampe nackt strampeln zu lassen.

Stuttgart – Kaum ist die letzte Erkältungswelle abgeklungen, geht für viele Allergiker das Schniefen weiter. Die Heuschnupfensaison hat bereits jetzt begonnen. Weide-, Hasel oder Erlen-Pollen sind schon unterwegs und können zu den typischen Symptomen wie laufender oder verstopfter Nase sowie zu tränenden Augen führen. Bei derartigen allergischen Reaktionen auf Pollen können rezeptfreie Arzneimittel helfen, zeigt der Landesapothekerverband Baden-Württemberg auf. Bei schweren Reaktionen sollte ein (Fach-)Arzt zu Rate gezogen werden.

"Allergien sind immer eine Überreaktion des Immunsystems gegenüber bestimmten körperfremden Substanzen wie beispielsweise Pollen oder Tierhaaren", erläutert der Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg, Christoph Gulde. "Das körpereigene Immunsystem reagiert bei betroffenen Menschen viel zu stark, obwohl keine Gefahr für die Gesundheit besteht. Der Heuschnupfen, medizinisch als allergische Rhinitis bezeichnet, ist eine spezielle Entzündung der Nasenschleimhaut durch die Pollen. Begleitendes Asthma ist bei Allergikern auch sehr weit verbreitet."

Bei leichterem Heuschnupfen stehen verschiedene Arzneimittel zur Selbstmedikation aus der Apotheke zur Verfügung. Die Medikamente können helfen, die allergischen Prozesse zu unterbinden oder abzuschwächen. Christoph Gulde: "Es gibt die Gruppe der sogenannten topischen Medikamente. Dazu gehören Augentropfen, Nasenspray und Asthmasprays. Sie wirken dort im Körper, wo sie angewendet werden. Systemische Medikamente wie Tabletten wirken dagegen im gesamten Organismus." Am häufigsten werden Antihistaminika eingesetzt. Die meist rezeptfreien Produkte haben wenige Nebenwirkungen und lindern die Beschwerden zuverlässig. Die bekanntesten Wirkstoffe sind Cetirizin und Loratadin, die im Vergleich zu früheren Wirkstoffen auch nicht mehr so müde machen sollen. Daneben spielen Kortisone in der lokalen Therapie eine große Rolle, so der LAV. Ihre Wirkung ist gut und die Nebenwirkungen eher gering. Sie sind aber, besonders in der systemischen Wirkform, teilweise verschreibungspflichtig und werden dann eingesetzt, wenn Antihistaminika nicht ausreichend wirksam sind. Kortisonhaltige Arzneimittel in der Selbstmedikation sollten immer nur kurzfristig angewendet werden.

Stuttgart – Der LAV Baden-Württemberg hat sein Online-Angebot LAV-STELLENMARKT überarbeitet und verbessert. Mit einer komfortableren Navigation und neuen Suchoptionen können nun Bewerber oder offene Stellen schneller gefunden werden. Geblieben ist der Grundsatz, dass nur LAV-Mitglieder auf Bewerberprofile zugreifen können. Auf ausgeschriebene Stellen von LAV-Mitgliedern können sich hingegen auch Nichtmitglieder bewerben. Besonders nutzerfreundlich ist die neue Suchfunktion über Postleitzahlen. Bisher war eine räumliche Zuordnung über die 22 LAV-Regionen in Baden-Württemberg erfolgt. Da die Postleitzahlenräume kleiner gefasst sind, können Stellen jetzt zielgenauer gefunden werden. Wer einen größeren Radius durchsuchen möchte, gibt einfach nur die ersten beiden Stellen des Postleitzahlenbereiches ein.

Mitglieder haben im aktualisierten LAV-STELLENMARKT mehr Freiheiten, ihre Stellenanzeigen individuell zu gestalten. Neben den erweiterten Auswahloptionen bei Drop-Down-Menüs stehen künftig auch größere Freitextfelder zur Verfügung. Apotheker, die Personal in Teilzeit suchen, können beispielsweise den konkreten Zeitumfang eintragen. Auch wer wegen akuten Personalmangels eine/n Approbierte/n oder auch eine/n PTA einstellen würde, muss nicht mehr zwei getrennte Anzeigen schalten. Eine Suche über den Zielgruppenfilter „Approbierte/r oder PTA“ zeigt Bewerber/innen an, die mindestens eine der beiden Qualifikationen enthalten.

Stellen- wie Personalsuchende profitieren insgesamt von der optimierten Navigation im LAV-STELLENMARKT freut sich LAV-Geschäftsführerin Ina Hofferberth über die neuen Funktionen: „Gerade in Zeiten, in denen gutes Personal in Apotheken sehr gefragt und ein entscheidender Wettbewerbsvorteil ist, wollen wir unsere Mitglieder bestmöglich unterstützen. Schon heute gehört der LAV-STELLNMARKT zu den meistgenutzten Seiten von www.apotheker.de. Auch deshalb werden wir den LAV-STELLENMARKT kontinuierlich weiterentwickeln.“

Eine ausführliche Beschreibung aller neuen Features des LAV-STELLENMARKTES steht unter dem Webcode V23638 auf der Verbandshomepage www.apotheker.de.

Stuttgart – Schon mehr als 122.000 Menschen in Baden-Württemberg haben sich mit ihrer Unterschrift für den Erhalt und Schutz der wohnortnahen Apotheken zwischen Bodensee und dem Odenwald ausgesprochen. Das ist der bisherige Stand der Auswertung für die Unterschriftenaktion „Gesundheitssystem in Gefahr“, die zwischen Weihnachten und Ende Februar in baden-württembergischen Apotheken als Teil einer bundesweiten Aktion lief. Mehr als 640 Apotheken in Baden-Württemberg haben Unterschriftenlisten eingeschickt – und noch immer gehen weitere Unterschriften bei der zentralen Auswertungsstelle der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände ein.

Fritz Becker, Präsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg (LAV) wertet die Aktion als klares Signal: "Wenn mehr als 122.000 Bürger mit ihrer Unterschrift eine sozial gerechte und wohnortnahe Arzneimittelversorgung für die Zukunft einfordern, dann ist das ein klarer Auftrag in Richtung Politik zu handeln. Und zu handeln, heißt in diesem Fall: den Versand von Arzneimitteln auf den Bereich nicht verschreibungspflichtiger Arzneimittel zurückzuführen und das entsprechende Gesetz zügig zu verabschieden." Dr. Günther Hanke, Präsident der Landesapothekerkammer ergänzt: "Nachdem sich in den letzten Wochen schon Berufsverbände und Patientengruppierungen für unser Ziel stark gemacht haben, freue ich mich, dass jetzt auch so viele Menschen individuell ihre Unterstützung zum Ausdruck gebracht haben. Und den vielen Kolleginnen und Kollegen in den Apotheken vor Ort bin ich dankbar für ihr Engagement."

Am 19. Oktober 2016 hatte der Europäische Gerichtshof (EuGH) entscheiden, dass ausländische Versandanbieter sich im Gegensatz zu den öffentlichen Apotheken in Deutschland nicht an die Festpreisbindung für verschreibungspflichtige Arzneimittel halten müssen. Um die daraus resultierenden Probleme zu lösen, setzt sich die Apothekerschaft in Baden-Württemberg für ein Versandverbot rezeptpflichtiger Medikamente ein, wie es auch ein Gesetzentwurf des Bundesgesundheitsministeriums vorsieht. Zwischen dem 20. Dezember 2016 und dem 1. März 2017 haben zahlreiche Apotheken in Baden-Württemberg und auch bundesweit Unterschriftenbögen ausgelegt, die folgenden Text enthielten: "Aktuelle Entscheidungen der EU machen es ausländischen Konzernen noch einfacher, sich an unserem Gesundheitssystem zu bereichern. Internationale Versandhändler wollen die Rosinen aus unserem System picken, ohne das zu leisten, was meine Apotheke vor Ort macht: Nacht- und Notdienst, persönliche Beratung, Rezeptur … Ich fordere von der Politik: Stoppen Sie die gefährlichen Einflüsse von außen. Schützen Sie die Apotheken vor Ort!".

Stuttgart – Fast jeder zweite Deutsche leidet unter Rückenschmerzen. Damit belegt der Rücken nach dem Kopfschmerz Platz zwei der häufigsten Schmerzen. Sie sind damit auch Spitzenreiter bei den Gründen für Arztbesuche und auch bei den Krankheitstagen. Dies macht Rückenbeschwerden mittlerweile zu einem beträchtlichen volkswirtschaftlichen und medizinischen Kostenfaktor. Vorbeugende Gesundheitsmaßnahmen und Mittel der Selbstmedikation können bei beginnenden Rückenschmerzen größeren Schaden verhindern. Darauf weist der Landesapothekerverband Baden-Württemberg anlässlich des Tages der Rückengesundheit am 15. März 2017 hin.

Beschwerden am Rücken nehmen mit zunehmendem Alter zu und sie betreffen Menschen mit sitzenden Tätigkeiten ebenso wie sportlich aktive. Rückenschmerzen können verschiedene Ursachen haben, erläutert Christoph Gulde, Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg: „Mangelnde Bewegung kann genauso zu Rückenbeschwerden führen wie eine dauerhaft schwere körperliche Belastung wie beispielsweise beim Bauarbeiter. Falsches Heben von Lasten oder auch eine falsche Körperhaltung im Stehen oder Sitzen kann zur Folge haben, dass sich Sehnen, Bänder und Muskeln so verändern, dass Schmerzen im Rücken entstehen. Auch Fehl- oder Überlastung beim Sport können dazu führen, dass der Rücken sich meldet. Sehr häufig treten Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule auf. Das ist dann das, was Patienten landläufig als Rückenschmerzen beschreiben.“

Einmalige und Schmerzen von kürzerer Dauer lassen sich im ersten Schritt häufig selbst behandeln. Am häufigsten lösen Muskelverspannungen solche Schmerzen aus. „Hier kann Wärme mit Heizkissen oder Wärmeflasche schon erste Linderung bringen. Es gibt auch spezielle Salben oder Pflaster mit wärmendem und somit muskelentspannendem Effekt“, beschreibt der Apotheker Methoden der Selbstbehandlung. Weiter stehen schmerzstillende Wirkstoffe wie Diclofenac, Ibuprofen oder Paracetamol zur Verfügung. Welcher Wirkstoff geeignet ist, muss im Einzelfall im Beratungsgespräch geklärt werden. „Auch frei verkäufliche Schmerzmittel haben Nebenwirkungen und können mit anderen eingenommenen Arzneimitteln Wechselwirkungen entfalten. Menschen mit schweren Nieren- oder Leberproblemen dürfen beispielsweise kein Paracetamol einnehmen. Diclofenac und Ibuprofen hingegen sind für Menschen mit empfindlichem Magen oder Darm nicht geeignet. Es kann bei längerer Einnahme zu Magenblutungen oder sogar Magengeschwüren kommen.“ Ebenso gehört zur Beratung, dass vorliegende Grunderkrankungen sowie die bestehende Medikation mit betrachtet werden. Menschen, die beispielsweise an Asthma, Blutgerinnungsstörungen, Bluthochdruck oder Diabetes leiden, vertragen nicht jedes Schmerzmittel.

Stuttgart – Trockene Heizungsluft, Bildschirmarbeit oder verqualmte Räume können die empfindliche Augenoberfläche belasten und dazu führen, dass das Auge zu wenig Tränenflüssigkeit zur Verfügung hat und deshalb gereizt und entzündet reagiert. Unter dem Begriff "trockenes Auge" werden zwei unterschiedliche Störungen zusammengefasst, erklärt Christoph Gulde, Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg (LAV): "Entweder produziert das Auge zu wenig Tränenflüssigkeit oder sie verdunstet in zu hohem Ausmaß. Beides kann dann zu Missempfindungen oder einer Entzündung führen. Die Augen sind rot, zum Teil lichtempfindlich, sie können brennen und die Lider können morgens verklebt oder angeschwollen sein. Häufig klagen Betroffene über ein kratzendes Gefühl im Auge, als ob Sandkörner drin wären. All das sind Hinweise darauf, dass Menschen unter trockenen Augen leiden."

Der Tränenfilm sorgt normalerweise dafür, dass der Augapfel glatt und geschmeidig gehalten wird. "Das ist nötig, damit wir gut und ungestört sehen können. Eine ausgetrocknete Augenoberfläche reagiert wund und wird undurchsichtig. Außerdem schützt die Tränenflüssigkeit das Auge vor Infektionen. Denn sie enthält sogar keimtötende Substanzen", so Apotheker Gulde. Im Tagesverlauf nimmt die Tränenproduktion gegen Abend ab. Auch hormonelle Schwankungen wie beispielsweise die Wechseljahre aber auch Erkrankungen der Schilddrüse, Rheumatismus oder Allergien können trockene Augen hervorrufen. Wer über einen längeren Zeitraum bestimmte Medikamente wie Psychopharmaka, Schlafmittel oder Arzneimittel gegen Allergien einnehmen muss, kann ebenfalls betroffen sein.

Bei trockenem Auge können Aufenthalte an der frischen Luft und sogenannte künstliche Tränen als eine erste Maßnahme helfen. "Bei vielen Betroffenen lassen sich dadurch die Beschwerden schon lindern", weiß Gulde aus Erfahrung. "Bei wem sich die Symptome aber nicht schnell bessern, sollte einen Augenarzt aufsuchen. Denn dann kann eine schwere Form der Benetzungsstörung im Auge vorliegen, die ärztlich behandelt werden muss."

Stuttgart – Immer wieder im Frühjahr sind Aufklärung, Beratung und die Schutzimpfung wichtige Instrumente, um Erkrankungen und Komplikationen durch Zeckenbisse zu vermeiden. Baden-Württemberg landet alljährlich auf der Liste der Hochrisikogebiete für die von Zecken übertragenen Krankheiten. Darum ist ein Impfschutz beinahe unerlässlich für alle Menschen, die sich immer wieder draußen aufhalten.

Gefährlich ist nicht der Zeckenbiss an sich, sondern der Speichel der Zecke, der über den Biss ins Blut gelangt. Dieser kann die bakteriellen Erreger der Lyme-Borreliose oder Viren in sich tragen, die die gefährliche Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) auslösen können, so Wolf Kümmel, Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg: „Die FSME ist eine ernstzunehmende Erkrankung. Trotz des medizinischen Fortschritts kann diese Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute tödlich sein. Leider nehmen immer noch zu wenige Menschen die Schutzimpfung wahr. Da es keine Impfpflicht gibt, hängt es von jedem Einzelnen ab, die Impfquote zu erhöhen und das Risiko zu minimieren.“ Denn die Impfung gegen FSME ist nach wie vor das sicherste Mittel gegen die Krankheit. Die Kosten dafür tragen in Risikogebieten in der Regel die gesetzlichen Krankenkassen für ihre Versicherten.

Gegen die Lyme-Borreliose, eine bakterielle Infektionskrankheit, gibt es allerdings keine vorbeugende Impfung. An dieser Infektion, die Nervensystem und Gelenke schädigen kann, erkranken in Deutschland schätzungsweise 100.000 Menschen im Jahr neu. Genaue Zahlen gibt es nicht, da die Erkrankung nicht meldepflichtig ist. Typische Kennzeichen sind flächige Rötungen an der Einstichstelle sowie grippeähnliche Symptome mit Fieber und Schwellungen der Lymphknoten. Sie können innerhalb von vier Wochen nach dem Zeckenbiss auftreten und auch hier sollte bei entsprechenden Zeichen sofort medizinischer Rat eingeholt werden.

Für Apotheker Wolf Kümmel kommt deswegen der Vorbeugung ein besonderer Stellenwert zu: „Wer mit seiner Familie ins Freie – egal ob im Wald oder auf der Wiese – geht, muss sich schützen. Zecken abwehrende Sprays oder Lotionen verringern das Infektionsrisiko für alle Krankheiten, die durch Zecken übertragen werden. Helle, geschlossene Kleidung und das Vermeiden von unwegsamem Gelände und Unterholz halten Zecken zusätzlich fern. Wer draußen in der Natur unterwegs war, sollte sich und vor allem auch Kinder sowie die Haustiere nach den Spaziergängen gründlich nach Zecken absuchen. Festgesaugte Tiere kann man sehr schnell und einfach mit einer geeigneten Pinzette oder einer speziellen Zeckenzange oder -karte entfernen.“

 

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Stuttgart – Neben der Abgabe von verordneten Fertigarzneimitteln auf Rezept erfüllen die niedergelassenen Apotheken eine weitere wichtige Versorgungsaufgabe innerhalb des Gesundheitswesens. Sie stellen individuelle Rezepturen her. Sehr oft werden solche speziell angefertigten Medikamente für Kinder oder auch Säuglinge benötigt. Denn die meisten Fertigarzneimittel sind in ihrer Wirkstärke auf erwachsene Patienten ausgerichtet.

Viele Kapseln, Tabletten aber auch Salben und Cremes sind darum für Säuglinge und Kinder nicht geeignet, berichtet Christoph Gulde, Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg (LAV): „Tabletten und Kapseln sind für Kinder oft nicht einsetzbar, weil sie die Mittel schon wegen der Größe nicht schlucken können. Dazu kommt, dass die Medikamente  für Kinder zu hoch dosiert sind. Apotheken in der Nähe von Kinderärzten werden häufig als Fachleute gebraucht, wenn es darum geht, die Arzneien an die kleinen Patienten anzupassen.“ Dazu werden Kapseln beispielsweise im Labor der Apotheke geöffnet, der Inhalt wird abgewogen, gemörsert und so in angepasster Dosierung in neue Kapseln befüllt. Von den Eltern kann der fein vermahlene Wirkstoff dem Säugling dann aus der Kapsel mit dem Milchfläschchen oder dem Brei verabreicht werden.

Speziell bei schweren Erkrankungen bei Kleinkindern oder sogar Neugeborenen, die mit Fehl- oder Missbildungen an Herz oder Niere zur Welt kommen, kann auf die hochkomplexe und verantwortungsvolle Aufgabe der Rezepturerstellung nicht verzichtet werden. Auch Kinder mit Krebserkrankungen müssen dann schon sehr früh mit Opioiden versorgt werden, wo es sehr penibel auf die korrekte Dosierung ankommt. Doch auch bei weniger dramatischen – aber nicht minder belastenden - Erkrankungen wie Psoriasis (Schuppenflechte), Neurodermitis oder Ekzemen sind Apotheker gefragt. Gulde: „Gerade bei Hauterkrankungen verordnen die Fachärzte sehr häufig Rezepturen. Die Anfertigung in der Apotheke stellt sicher, dass der Patient sein Arzneimittel exakt so dosiert erhalten kann, wie es seine Erkrankung im Moment erfordert.“

 

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Stuttgart – Die meisten Arzneimittel, die in einer Apotheke abgegeben werden, sind auf einem ärztlichen Rezept verordnet. Rund 85 Prozent des Umsatzes einer niedergelassenen Apotheke machen diese verschreibungspflichtigen Arzneimittel aus. Für diese verordneten Medikamente werden die Preise nach strengen, gesetzlich festgelegten Regeln erstellt, die der Apotheker beachten muss. Nur für die restlichen etwa 15 Prozent seines Geschäftes – für die freiverkäuflichen oder apothekenpflichtigen Arzneimittel – darf der Apotheker seine Preise frei kalkulieren. Darum trifft der umgangssprachliche Begriff der "Apothekenpreise" schon lange nicht mehr zu.

In der bundeseinheitlich geltenden Arzneimittelpreis-Verordnung (AMPreisV) sind die Preise für verordnete Arzneimittel genau geregelt, erklärt Christoph Gulde, Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg: "Pro Medikament erhält der Apotheker 8,35 Euro für die Abgabe und seine pharmazeutische Leistung sowie drei Prozent vom Apothekeneinkaufspreis für Lagerhaltung und (Vor-)Finanzierung des Arzneimittels." Die Arzneimittelpreis-Verordnung verbietet dem Apotheker, Rabatte an die Patienten zu gewähren. Rabatte gewährt der Apotheker lediglich den gesetzlichen Krankenkassen, so Gulde, denn die bezahlten schließlich die Medikamente für die Versicherten. "Fast niemand weiß das: Aber pro abgegebenem, verordnetem Medikament erhält die Gesetzliche Krankenkasse, bei der der Patient versichert ist, von der Apotheke einen Rabatt von derzeit 1,77 Euro. So tragen auch wir Apotheker unseren Teil dazu bei, dass unser Gesundheitssystem bezahlbar bleibt. Auch die Zuzahlung zwischen 5 und 10 Euro, die Patienten zu entrichten haben, bleibt nicht in der Apotheke, sondern wird an die Krankenkassen abgeführt. Dieses Inkasso erledigen die Apotheken für die Krankenkassen unentgeltlich."

Tendenziell sind die durchschnittlichen Arzneimittelpreise in den letzten Jahren gefallen. Neun von zehn verschriebenen Medikamenten kosten unter hundert Euro. Apotheker Gulde: "Wir Apotheker haben selbst gar keinen Einfluss darauf, wie teuer oder günstig ein verschreibungspflichtiges Medikament ist. Der Preis wird in Deutschland ganz wesentlich von den Herstellern bestimmt, die dabei allerdings auch von vielen Gesetzen und Verordnungen reglementiert werden. Diese Regeln werden deshalb auch immer wieder durch Gesundheitsreformen, die gerade bei innovativen, aber hochpreisigen Arzneimitteln einen fairen Preis zwischen Herstellern und Kassen ermöglichen sollen, angepasst."

Generell gibt es in Deutschland eine hohe Generikaquote. Das heißt, dass in der Regel preiswerte Nachahmerpräparate eingesetzt werden. Bei sogenannten Rabattverträgen verhandeln Krankenkassen mit Arzneimittelherstellern zusätzlich günstige Preise für die gängigsten Medikamente. Nicht vergessen werden darf auch, dass Deutschland mit 19 Prozent innerhalb Europas einen der höchsten Mehrwertsteuer-sätze auf Arzneimittel erhebt. Damit verdient der Staat an jedem abgegebenen Arzneimittel kräftig mit – in den meisten Fällen bekommt er mehr als der Apotheker.

 

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