Pressemitteilung

e-Rezept-Entwicklung im Zeitplan

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Stuttgart – Der Entwicklung des Projektes „Geschützter e-Rezept Dienst der Apotheken“, kurz „GERDA“ genannt, ist auf einem guten Weg. Der Dienst wird durch die Apothekerschaft in Baden-Württemberg entwickelt und soll in einem ersten Schritt das telemedizinische Projekt „doc-direkt“ der baden-württembergischen Ärzteschaft mit der Möglichkeit zur Ausstellung elektronischer Rezepte ausstatten. „Wir liegen gut im Zeitplan. Nach derzeitigem Stand werden wir in der ersten Jahreshälfte 2019 in den Testbetrieb gehen können“, erklärt Ina Hofferberth, Geschäftsführerin des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg.

 

Auch wenn die baden-württembergische Ärzteschaft angekündigt hat, das Projekt docdirekt über die Modellregionen Stuttgart und Tuttlingen hinaus nun landesweit anbieten zu wollen: Einer unmittelbaren, bundeslandweiten Implementierung der e-Rezept-Entwicklung gleich zum Start erklärt Hofferberth eine Absage. „Genau wie die Ärzte ihr System erst einmal testen mussten, müssen wir das auch. Wir müssen erst in kleinerem Maßstab Erfahrungen mit unseren Entwicklungen sammeln, bevor wir das ganze Bundesland technologisch ausrüsten.“

 

Neben der technischen Entwicklung erfordert GERDA im Vorfeld umfangreiche rechtliche und auch gesetzliche Klärungen, denn alle derzeit in Deutschland geltenden Bestimmungen zur Arzneimittelversorgung sind noch nicht auf die Ausstellung elektronischer Rezepte abgestimmt. „Das ist sicher ein Faktor, der den Zeitplan ins Wanken bringen könnte“, räumt Hofferberth ein. Aber die bislang geführten Gespräche seien konstruktiv gewesen. „Wir erkennen in unseren Gesprächen, dass alle Beteiligten, von der Ärzteschaft bis zu den Krankenkassen, von der Landes- bis zu Bundespolitik, die Zeichen der Zeit erkannt haben und dieses große Projekt konstruktiv unterstützen. Das macht Hoffnung!“