Pressemitteilungen 2016

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21.12.2016 – Zu oft müssen: Blasenschwäche bei Männern

Stuttgart – Häufiger Harndrang und ungewollter Harnverlust sind wohl die deutlichsten Symptome einer Blasenschwäche. Von etwa sechs bis acht Millionen betroffenen Menschen in Deutschland sind ungefähr ein Drittel Männer. Man geht in Schätzungen aber von deutlich mehr Betroffenen aus, denn Inkontinenz ist immer noch eine tabuisierte Krankheit, über die lange geschwiegen wird. Erst wenn der Leidensdruck zu groß wird, lassen sich Männer in der Apotheke beraten oder gehen zum Arzt.

Bei Männern tritt die Blasenschwäche häufig in höherem Alter auf, berichtet Tatjana Zambo Mitglied des Vorstandes vom Landesapothekerverband Baden-Württemberg: "Bei Männern zwischen 40 und 60 Jahren kann eine Prostatavergrößerung zu einer Inkontinenz führen. Auch Prostataoperationen oder ein Bandscheibenvorfall können eine vorübergehende oder dauerhafte Inkontinenz zur Folge haben. Jüngere Männer können betroffen sein, wenn bei ihnen beispielsweise eine Entzündung der Vorsteherdrüse eine zeitweilige Blasenschwäche auslöst." Je nach Ursache der Blasenschwäche kann die Inkontinenz unterschiedlich behandelt werden. Zambo: "Manchmal kommt eine medikamentöse Therapie in Frage. Hier werden zum Beispiel Wirkstoffe eingesetzt, die bei einer überaktiven Blase die Aktivität herabsetzen und krampflösend wirken. Aber auch Maßnahmen wie gezieltes Beckenbodentraining oder sportliche Betätigung wie beim Walken können die Inkontinenz verringern oder sogar beheben." Für die persönliche Hygiene stehen unterschiedliche Produkte zur Verfügung: Es gibt Inkontinenz-Einlagen oder Slips. "Wichtig ist", so Zambo weiter, "dass man ein Produkt wählt, das ein entsprechendes Aufsaugvermögen hat und es muss Gerüche und eine Rückfeuchtung verhindern. Auch Pflegeprodukte für den Intimbereich sind wichtig. Weil die Haut dort oftmals gereizt ist, sollten pH-neutrale Waschlotionen mit rückfettendem Effekt verwendet werden."

Betroffene verringern wegen der Inkontinenz manchmal ihre Trinkmenge, um seltener zur Toilette zu müssen. Dies ist jedoch der falsche Weg, warnt die Apothekerin: "Patienten sollen in jedem Fall die tägliche Trinkmenge von zwei Litern beibehalten, da die Spülung von Blase und Nieren wichtig ist. Wer zu wenig trinkt, bei dem entsteht konzentrierter Harn, der die Blase zusätzlich reizen kann. Außerdem steigt die Gefahr für Harnwegsinfekte an. Besser ist es, die Trinkmenge bewusst über den Tag zu verteilen. Der Großteil der Getränke sollte morgens und mittags getrunken werden, nach 16 Uhr weniger. So muss man seltener nachts auf die Toilette."

Zu diesem Thema bieten wir Ihnen auch Audio-Materialien wie einen produzierten Hörfunkbeitrag, News und O-Ton-Material an. MEHR >

20.12.2016 – An den Festtagen besonders wichtig: Die neue App "Notfallpraxen BW" bietet Informationen zum Ärztlichen Bereitschaftsdienst

Stuttgart – Wer an Weihnachtsfeiertagen krank wird, kann sich auf die niedergelassenen Ärzte und die Apotheker im Land verlassen. Unter der bundesweit einheitlichen Rufnummer 116117 ist der Ärztliche Bereitschaftsdienst erreichbar. Die neue App der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) "Notfallpraxen BW" zeigt kostenlos für Smartphones an, welche die nächste Notfallpraxis ist. Auf einer Karte, die derzeit auch in den baden-württembergischen Apotheken ausliegt, wird auf den Service hingewiesen. Auch für den Apothekennotdienst gibt es eine zentrale Rufnummer – 22833 – und eine App "Apothekenfinder" zur Suche der nächsten Apotheke im Nacht- und Notdienst.

Die neue App "Notfallpraxen BW" ist Teil einer baden-württembergischen Kampagne, die über die Strukturen im ärztlichen Bereitschaftsdienst informiert. Über die Eingabe eines Ortes oder einer Postleitzahl in der App können sich Patienten die Notfallpraxen in der Umgebung anzeigen lassen. Auch die Suche über GPS ist möglich. Zu jeder Praxis sind Detailinformationen wie Öffnungszeiten und Adresse hinterlegt.

Telefonisch ist der ärztliche Bereitschaftsdienst über die kostenlose bundesweit gültige Rufnummer 116117 erreichbar. In vielen Regionen gibt es neben dem allgemeinärztlichen Dienst einen kinder- und jugendärztlichen Bereitschaftsdienst sowie einen Dienst für Augen oder HNO-Notfälle. Die Rufnummern oder Notfallpraxen sind über die Homepage der KVBW zu erfahren: www.kvbawue.de

Wenn Patienten am Wochenende oder an Feiertagen krank werden und nicht bis zur nächsten Sprechstunde warten können, ist der ärztliche Bereitschaftsdienst für sie da. In Baden-Württemberg gibt es mit rund 120 Notfallpraxen ein flächendeckendes Netz für die Versorgung von akut erkrankten Kindern und Erwachsenen. Die Notfallpraxen sind auch an den Weihnachtsfeiertagen, Silvester und Neujahr besetzt.

Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist nicht mit dem Rettungsdienst und dem Notarzt zu verwechseln. Bei lebensbedrohlichen Erkrankungen, insbesondere bei Verdacht auf Schlaganfall, Herzinfarkt, bei starken Blutungen oder Bewusstlosigkeit, müssen Patienten unbedingt sofort die 112 anrufen.

Die Apotheken im Nacht- und Notdienst an den Feiertagen, sind telefonisch unter der Rufnummer 22833 zu erfragen. Auf dem Handy genügt eine SMS mit der Postleitzahl an die Nummer 22833 und die nächsten Apotheken im Notdienst werden angezeigt. Patienten können sich auch auf der Homepage www.aponet.de über die geöffneten Apotheken informieren.

07.12.2016 – Fieber - Hitzige Körperreaktion bei Infekten

Stuttgart – Schnell und plötzlich auftretendes Fieber kommt bei Kindern häufig vor. Die rasch ansteigenden Temperaturen können Eltern oder Großeltern trotzdem erschrecken. Denn bei Kindern kann es unter hohem Fieber bis hin zu Fieberkrämpfen kommen. Mit dem richtigen Hintergrundwissen und einigen Tipps, wie man bei Fieber reagieren kann, lassen sich diese Situationen besser meistern. Bei Fieber erhält man die verlässlichsten Werte bei einer rektalen Messung im Po. Neuere Fieberthermometer kommen auch über Messungen im Innenohr zu verlässlichen Werten. Von Fieber spricht man bei Kindern ab einer Körpertemperatur von über 38 Grad Celsius rektal gemessen – im Ohr oder Mund ab 38,5 Grad Celsius.

Fieber ist immer ein Zeichen und Symptom dafür, dass sich der Körper mit Krankheitserregern auseinandersetzt, erklärt Christoph Gulde, Vizepräsident des Landesapothekerverbandes: „Fieber ist also kein Krankheit, sondern eine Abwehrreaktion des Körpers. Kinder fiebern häufiger, weil ihr Organismus sich noch nicht mit so vielen Krankheitserregern auseinandergesetzt hat. Rund die Hälfte der Fiebererkrankungen geht auf Viren und nicht Bakterien zurück. Kinder können auf Magen-Darm-Infekte genauso mit Fieber reagieren wie auf eine Bronchitis.“ Bei Fieber werden die meisten Kinder müde, abgeschlagen und oftmals quengeln sie mehr. Weitere Anzeichen sind glasige Augen, Gliederschmerzen oder Frösteln. In der Regel haben fiebernde Kinder auch wenig Appetit. „Wichtig ist in jedem Fall aber, dass das Kind genügend Flüssigkeit in Form von kühlen Getränken zu sich nimmt.“, ergänzt der Apotheker. Kühlende Wadenwickel, sind ein bewährtes Hausmittel, um Fieberspitzen erträglicher zu machen. Sie werden allerdings nicht angewendet, wenn das Fieber von Schüttelfrost begleitet wird. Dann sollte das Kind mit Wärmeflaschen oder Decken versorgt werden.

Auch medikamentös kann Fieber behandelt werden. „In den Apotheken gibt es kindgerechte Arzneimittel, die als Saft oder Zäpfchen gut helfen. Als Wirkstoffe haben sich Paracetamol oder Ibuprofen bewährt. Kinder dürfen keine Acetylsalicylsäure (ASS) bekommen, weil ASS in seltenen Fälle eine lebensbedrohliche Leber-Hirn-Erkrankung – das so genannte Reye-Syndrom - auslösen kann.“ Generell sollte abgewogen werden, ob und ab wann man das Fieber medikamentös senkt. Sie sind angezeigt, wenn ein Kind zu Fieberkrämpfen neigt, das Kind durch hohes, über Tage andauerndes Fieber zunehmend erschöpft ist und nicht mehr genug Flüssigkeit aufnehmen kann oder will. In diesen Fällen ist auch ein Arztbesuch dringend empfohlen.

30.11.2016 – Pforzheimer Apotheker Fritz Becker als Vorsitzender des Deutschen Apothekerverbandes bestätigt

Berlin/Stuttgart – Der Pforzheimer Apotheker Fritz Becker, seit 1998 Präsident des baden-württembergischen Landesapothekerverbandes, ist heute erneut zum Vorsitzenden des Deutschen Apothekerverbandes (DAV) gewählt worden. Damit führt Becker, der dieses Amt bereits seit 2009 innehat, für weitere vier Jahre den Geschäftsführenden Vorstand des DAV. Durch seine Wiederwahl bleibt Becker ebenfalls Mitglied des Geschäftsführenden Vorstands der Spitzenorganisation der deutschen Apothekerschaft ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.

Der DAV ist die Dachorganisation der in den Bundesländern aufgestellten Landesapothekerverbände. In diesen Verbänden sind die Inhaberinnen und Inhaber der öffentlichen Apotheken freiwillig zusammengeschlossen. Der DAV vertritt vor allen die wirtschaftlichen und politischen Interessen des Berufsstandes gegenüber der Bundespolitik und hat darüber hinaus das gesetzlich verbriefte Mandat, Verträge mit den auf Bundesebene operierenden gesetzlichen und privaten Krankenkassen abzuschließen.

Becker startet in seine dritte Amtszeit – und sieht sich sofort großen Aufgaben gegenüber: "An der Spitze des deutschen Apothekerverbandes zu stehen, ist gerade im kommenden Jahr eine besondere Herausforderung. Entscheidende Weichenstellungen stehen bei der künftigen Honorierung der apothekerlichen Leistungen an." Aktuell aber noch entscheidender sei, nach einem fatalen Urteilsspruch des Europäischen Gerichtshofes das in Deutschland bewährte und aus Beckers Sicht unverzichtbare System des einheitlichen Abgabepreises für verschreibungspflichtige Arzneimittel aufrecht zu erhalten. "Hier ist der Gesetzgeber gefordert, schnell und entschieden zu handeln, um die Versorgungssicherheit für Patienten auch in Zukunft zu gewährleisten und gleichzeitig den Krankenkassen sowie den niedergelassenen Apotheken die nötige Planungssicherheit zu erhalten."

Becker ist davon überzeugt, dass die professionelle und persönliche Beratung der Bürger durch die niedergelassenen Apotheken auch in Zukunft einen unverzichtbaren Baustein der deutschen Gesundheitsversorgung darstellt. "Politisch bekommen wir derzeit auf breiter Front Rückhalt und Bestätigung, dass gerade im Gesundheitswesen der Schutz der Verbraucher vor den Interessen internationaler Konzerne stehen muss", so Becker. Diese Haltung müsse nun aber schnell in ein entsprechendes Gesetz gegossen werden.

Fritz Becker wurde in Karlsruhe geboren und studierte an den Universitäten München und Freiburg Pharmazie. Seit 1982 betreibt der heute 65-Jährige seine Apotheke im Pforzheimer Stadtgebiet sowie seit Ende 2009 eine Filiale im Landkreis. Große Teile seiner Zeit verbringt Becker wegen seiner berufsständischen Mandate allerdings in Berlin. So oft wie es nur geht, steht Becker aber in seiner Apotheke. "Ohne die tollen Teams in meinen Apotheken könnte ich mich gar nicht in diesem Maße berufspolitisch engagieren", erklärt Becker. "Ich bin aber mit Leib und Seele Apotheker und es ist mir wichtig, so oft wie möglich, für meine Kunden und Patienten auch persönlich da zu sein."

Mit Becker bleibt ein Mann an der Spitze der deutschen Apothekerverbände, der bereits über viele Jahre hinweg sein berufspolitisches Engagement unter Beweis gestellt hat. Besonders wegen seines kontinuierlichen Einsatzes für die Interessen der inhabergeführten Apotheke machte sich Becker in den vergangenen Jahren einen Namen als angesehener Gesprächspartner in der Standes- wie in der Gesundheitspolitik und wird im politischen Berlin als kompetenter, erfahrener und verlässlicher Gesprächspartner mit Bodenhaftung geschätzt.

29.11.2016 – Gefährlich: Immer unter Hochdruck

Stuttgart – Dauerhaft erhöhter Blutdruck ist eine stille Gefahr: Betroffene Patienten spüren nicht, welchen Belastungen ihr Körper dauerhaft ausgesetzt ist. Sie fühlen sich fit, leistungsfähig und frieren beispielsweise nicht. Dabei schlägt das Herz im Dauerstress, die Gefäße werden permanent unter Druck gehalten und es kommt zur gefährlichen Gefäßwandverkalkung, der Arteriosklerose. Organische Schäden an Nieren und Augen können die Folge von dauerhaftem Bluthochdruck sein. Die Betroffenen haben zudem ein deutlich erhöhtes Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden.

Die Messung des Blutdrucks erfolgt häufig in der Arztpraxis, doch auch viele Apotheken bieten diesen Gesundheitsservice an. Patienten, bei denen ein Hochdruck bereits diagnostiziert ist, sind gehalten, den Blutdruck kontinuierlich zu kontrollieren. Die Selbstmessung ist wichtig, weiß Christoph Gulde, Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg: "Mit der Messung des Bluthochdrucks sieht der Patient zum einen, wie sich der Blutdruck vielleicht schon mit einer Veränderung der Lebensgewohnheiten verändert. Schon der Ansatz von mehr Bewegung, leichterem Essen, weniger Alkohol, Stress und Zigaretten kann sich deutlich positiv auf den Blutdruck auswirken." Manchmal ist aber auch eine medikamentöse Behandlung nötig. "Dann verfolgt die Messung des Blutdrucks den Zweck, dass man nachvollziehen kann, ob die eingesetzten Medikamente anschlagen und ob ihre Dosis gegebenenfalls nach oben oder unten korrigiert werden muss", so der Apotheker.

Damit diese Selbstmessungen jedoch verwertbare und aussagekräftige Ergebnisse bringen, müssen Patienten einige Regeln beachten. "Viele Patienten benutzen die bequemen Handgelenksmessgeräte. Hier ist zu beachten, dass der Arm zur Messung so liegen muss, dass sich das Messgerät auf Herzhöhe befindet. Am besten setzt man sich dazu an einen Tisch und legt den Arm vor sich auf die Platte, gegebenenfalls mit einem unterlegten Kissen oder einem anderen Gegenstand", schlägt Gulde vor. Wer neu mit Messungen startet, sollte zu Beginn zwei oder drei Messungen im Abstand von 5 Minuten machen, um zu überprüfen, ob jeweils immer dasselbe Ergebnis angezeigt wird. "Wenn es hier deutliche Schwankungen gibt, würde ich raten, sich beim Arzt oder in der Apotheke die richtige Messmethode nochmals zeigen zu lassen. Genauso wichtig ist, dass ich die Messung nicht dann mache, wenn ich gerade vom Einkaufen nach Hause gehetzt bin. Den Blutdruck sollte ich in der Regel dann messen, wenn ich ruhig und entspannt bin."

28.11.2016 – LAV aktualisiert QM-Online-Modul

Stuttgart – Im Rahmen seiner vielfältigen Serviceleistungen bietet der Landesapothekerverband Baden-Württemberg seinen Mitgliedern ab sofort ein weiterentwickeltes QM-Online-Modul 2.0 an. Das neue Modul wurde auf die geänderte Norm DIN EN ISO 9001 : 2015 hin angepasst und setzt nun alle nötigen neuen und geänderten Anforderungen um.

Die Anpassung an die neue DIN-Norm hat Einfluss auf alle beschriebenen Prozesse im QMS. Darum war eine komplette Überarbeitung des Programms nun erforderlich geworden. Ina Hofferberth, Geschäftsführerin des LAV: "Wir mussten im Grund das komplette Online-Modul neu aufsetzen. Die Kosten hierfür haben wir aber, wie in der Vergangenheit auch, für unsere LAV-Mitglieder extrem niedrig gehalten." Wie in der ersten Version belaufen sich die Netto-Kosten auf 75,00 Euro für die Hauptapotheke und 55,00 Euro jeweils pro Filiale. "Mit dieser sehr geringen Gebühr und einem überschaubaren personellen Aufwand im Apothekenteam versetzen wir unsere LAV-Mitglieder so weiterhin in die Lage, schnell und kostengünstig das benötigte Qualitäts-Management-Handbuch zu erstellen und die wichtigsten apothekenrelevanten Prozesse abzubilden", so Hofferberth weiter. Bei der Erarbeitung des Moduls setzte der LAV auf die bewährte Zusammenarbeit mit der Firma Cultus GbR Managementsysteme. Mitglieder, die das QM-Online-Modul 2.0 kostenpflichtig nutzen, erhalten alle entsprechenden Informationen, Dokumente, Formulare und Vorlagen geschützt auf den Internetseiten des LAV zum Download.
 
 

10.11.2016 – Dem Zucker auf der Spur

Stuttgart – Am 14. November wird der Welt-Diabetes-Tag begangen. Unter Diabetes versteht man Blutzuckererkrankungen, die in den Typ-1- und Typ-2-Diabetes unterschieden werden. Weltweit und auch in Deutschland ist der Typ-2-Diabetes als Volkskrankheit auf dem Vormarsch. In Deutschland sind mehrere Millionen Menschen daran erkrankt, während der Typ-1-Diabetes mit nur wenigen 100.000 Betroffenen sehr viel weniger verbreitet ist. Beide Krankheitsgruppen müssen jedoch ihre Blutzuckerwerte regelmäßig kontrollieren, um die Defizite in der Insulinversorgung ausgleichen zu können. Denn Blutzuckerspitzen gefährden auf Dauer die Gefäße. Diabetikern drohen Augen- oder Nierenschäden. Außerdem gibt es ein erhöhtes Risiko für den sogenannten Diabetischen Fuß, wobei Durchblutungsstörungen bis hin zu Amputationen führen können.

Der Typ-2-Diabetes wurde früher landläufig als Altersdiabetes bezeichnet, erklärt Christoph Gulde, Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg: "Mittlerweile sind längst nicht mehr nur ältere Menschen betroffen, sondern zunehmend jüngere und auch viele Kinder. Hintergrund hierfür ist, dass die Deutschen immer dicker werden. Übergewicht und auch Bewegungsmangel stellen die wichtigsten Risikofaktoren dar, den klassischen Typ-2-Diabetes auszubilden. Dabei haben die Betroffenen zwar immer noch insulinproduzierende Zellen, welche das Insulin aber aufgrund des Übergewichtes nicht mehr in ausreichendem Maße produzieren und verarbeiten können." Beim selteneren Typ-1-Diabetes hingegen hört die Insulinproduktion aufgrund einer Autoimmunerkrankung ganz auf, so Gulde weiter: "Das kann innerhalb kurzer Zeit geschehen, weswegen Erkrankte deutliche Symptome wie ein sehr starkes Durstgefühl und sehr blassen Harn zeigen. Auch eine plötzliche Gewichtsabnahme kann ein Warnsignal sein."

Um einen Diabetes zu erkennen oder zu behandeln wird der Blutzuckerwert im nüchternen Zustand ermittelt und regelmäßig auch in Selbstmessungen kontrolliert. Dieser Wert sollte unter 100 mg/dl (100 Milligramm Glukose pro Deziliter Blut) liegen. Apotheker Gulde erläutert, worauf bei der Messung zu achten ist: "Man braucht für die Messung einen Tropfen Blut, den man von einem trockenen, desinfektionsmittelfreien und sauberen Finger nimmt. Bitte den Finger dabei nicht quetschen, denn ansonsten verfälscht das mit austretende Gewebewasser das Messergebnis. Auch wichtig: Die Pennadel nur einmal verwenden und immer darauf achten, dass die Teststreifen richtig eingelegt und nicht veraltet sind." Die Apotheken raten deswegen, Blutzuckerteststreifen nicht im Badezimmer, sondern kühl und trocken zu lagern.

09.11.2016 – Hilfswerk spendet 11.000 Euro für Haiti

Stuttgart – Um die Not der Menschen auf Haiti nach dem verheerenden Hurrikan Anfang Oktober zu lindern, haben Apothekerinnen und Apotheker in Baden-Württemberg über ihr Hilfswerk 11.000 Euro an Spenden gesammelt. Mit Hilfe des langjährigen Partners, dem Medikamentenhilfswerk action medeor, konnte so die nötige medizinische Erstversorgung auf den Weg gebracht werden. Fritz Becker, Vorsitzender des Hilfswerks Baden-Württembergischer Apothekerinnen und Apotheker über die Hilfsmaßnahme: "Unmittelbar nach den ersten Nachrichtenmeldungen über den Hurrikan war klar, dass die Menschen dort unsere Hilfe brauchen. Haiti ist ein armes Land, das sich noch immer nicht von den Folgen des Erdbebens im Jahr 2010 erholt hatte und nun erneut von einer Naturkatastrophe stark betroffen war. Die medizinische Versorgung verletzter Menschen und die Eindämmung der Seuchengefahr waren unsere vordringlichsten Ziele."

Trotz der schnellen Hilfe sind heute noch immer nicht alle Gesundheitsstationen ausreichend mit Medikamenten versorgt. Darum bringt action medeor in diesen Tagen erneut 25 Tonnen medizinischer Hilfsgüter ins Krisengebiet. "Viele Menschen, vor allem im Südwesten Haitis, leiden weiter unter den Auswirkungen des Hurrikans", sagt Bernd Pastors, Vorstandsvorsitzender von action medeor, "gerade im Gesundheitsbereich gibt es aufgrund des Trinkwassermangels und der schlechten sanitären Verhältnisse immer mehr Cholera-Fälle."

Das Medikamentenhilfswerk action medeor versorgt seine Partner deshalb vor allem mit Medikamenten und medizinischem Equipment zur Behandlung von Durchfallerkrankungen, insbesondere Cholera. Außerdem dabei sind Wasserentkeimungstabletten und fünf mobile Wasserfilter, sogenannte PAULs (Portable Aqua Unit for Lifesaving). "Ein PAUL kann 400 Menschen mit sauberem Wasser versorgen", so Pastors.

Mit den Medikamenten von action medeor werden unter anderem verschiedene Krankenhäuser mit separater Abteilung für Cholera-Fälle in Tabarre, kleine Gesundheitszentren in den besonders betroffenen Gebieten im Südwesten Haitis versorgt und mobile Kliniken ausgestattet. action medeor hat mit dieser Hilfssendung insgesamt Medikamente mit einem Gewicht von 34 Tonnen auf den Weg gebracht. Fritz Becker, vom Hilfswerk der Baden-Württembergischen Apothekerinnen und Apotheker fasst zusammen: "Ich bin stolz und dankbar, dass wir auch durch unsere Spenden den Menschen in Haiti rasch helfen konnten. Die medizinische Versorgung der Verletzten und Kranken sowie das aktive Vorgehen gegen die Cholera sind Ziele, die den Apothekern sehr am Herzen liegen."

26.10.2016 – EuGH-Entscheidung zu Defekturen - Spruch stärkt die niedergelassene Apotheke vor Ort

Stuttgart – Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat heute bezüglich der Fertigung von Defekturen ein für die deutsche Apothekerschaft positives Urteil verkündet. In seiner Entscheidung stellte das EuGH klar, dass bei einer Herstellung „von bis zu 100-abgabefertige Packungen am Tag“ im Sinne des Paragrafen 21 Abs. 2 Nr. 1 des Arzneimittelgesetzes keine industrielle oder gewerbliche Herstellung vorliege. Die Richter bestätigten somit die bestehenden Regeln bei der Herstellung von Rezepturen in deutschen Apotheken – und es besteht weiterhin die Möglichkeit, auch für derartige Produkte im Rahmen des Heilmittelwerbegesetzes zu werben.

Der EuGH stellte klar, dass die deutsche Regelung zur Defektur nicht per se gegen die EU-Richtlinie 2001/83/EG (Gemeinschaftskodex für Humanarzneimittel) verstoße, welche zwei Ausnahmen benenne, nämlich die Rezeptur nach ärztlicher Verordnung für einen bestimmten Patienten und in der Apotheke nach Vorschrift einer Pharmakopöe zubereitete Arzneimittel.

Die Geschäftsführerin des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg, Rechtsanwältin Ina Hofferberth, begrüßte den Spruch: „Die Defektur ist nun als wesentlicher Bestandteil des üblichen Apothekenbetriebes gestärkt worden. Der verhandelte Fall eines baden-württembergischen Apothekers, der Weihrauchkapseln herstellt, hat diese grundsätzliche Entscheidung herbeigeführt. Hätten die Richter heute anders entschieden, hätte das bedeuten können, dass Defekturen generell unter die Verschreibungspflicht gefallen wären.“ Das hätte dann auch für Tees oder ähnliche apothekerliche Produkte gegolten. Eine weitere nun abgewendete Möglichkeit wäre gewesen, dass Defekturen zulassungspflichtig geworden wären. Hofferberth: „Das hätte das Aus für Defekturen in unseren niedergelassenen Apotheken bedeuten können.“

19.10.2016 – EuGH-Entscheidung bringt ausländische Versandhändler für Arzneimittel in den Vorteil

Stuttgart – Die in Deutschland geltende Preisbindung für verschreibungspflichtige Arzneimittel gilt nicht für Versandapotheken, die aus dem europäischen Ausland ihre Kunden in Deutschland beliefern. Das ist in Kurzfassung die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH), die am heutigen Vormittag ergangen ist.

"Ich kann diese Entscheidung nicht verstehen. Sie ist ein deutlicher Rückschritt für den Patienten, der womöglich bald im Krankheitsfall nach dem niedrigsten Preis für sein verschriebenes Arzneimittel suchen muss. Sie revidiert zusätzlich alle auf europäischer Ebene bislang im gesundheitspolitischen Bereich getroffenen Entscheidungen und stellt obendrein die nationale Souveränität in der gesundheitspolitischen Ausgestaltung deutlich in Frage", erklärt Fritz Becker, Präsident des Landesapothekerverband des Baden-Württemberg (LAV) und Vorsitzender des Deutschen Apothekerverbands (DAV).

In einem Vorlageverfahren hatte der EuGH darüber zu entscheiden, ob für ausländische Versandapotheken die deutsche Arzneimittelpreisbindung Gültigkeit hat. Im Jahr 2009 hatte eine Patientenvereinigung ihren Mitgliedern gegenüber ein Bonussystem für verschreibungspflichtige Arzneimittel eines holländischen Versandhändlers beworben, was die Wettbewerbszentrale auf den Plan rief, die die Abgabe einer Unterlassungserklärung einforderte. Da diese nicht abgegeben wurde, landete die Sache vor dem Düsseldorfer Landgericht, das erstinstanzlich der Klage stattgab. In zweiter Instanz sollte das Oberlandesgericht Düsseldorf diese Entscheidung überprüfen. Hier entschied man sich aber dazu, die grundsätzliche Frage, ob die deutsche Preisbindung für verschreibungspflichtige Arzneimittel europarechtskonform und damit auch für ausländische Versender von Arzneimitteln bindend ist, dem EuGH zur Entscheidung vorzulegen. Der heutige Spruch des EuGH wird nun in die Rechtsprechung des Oberlandesgerichts Düsseldorf einzufließen haben.

Aus Sicht des LAV-Präsidenten Becker konterkariert der EuGH-Spruch auch die bis heute verfolgte Auffassung des deutschen Gesetzgebers sowie der höchsten deutschen Gerichte. "Gerade erst eine Woche ist es her, dass sich Bundesgesundheitsminister Gröhe beim Deutschen Apothekertag in München unmissverständlich zur Qualität und Sicherheit durch ein Netz von wohnortnahen Apotheken bekannt hat - ein Ziel, das mit einer Preisfreigabe bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln in absolute Schieflage geraten wird."

Die heutige Antwort des EuGH auf die Vorlagefrage beendet nicht den aktuellen Rechtsstreit. Gleichwohl wird sich das Düsseldorfer OLG am EuGH-Urteil orientieren müssen. Allerdings: Der EuGH-Spruch wird zunächst nur für ausländische Anbieter von Arzneimitteln Folgen haben, denn inhaltlich sind die deutschen öffentlichen Apotheken nicht Gegenstand des Verfahrens. Dass der politische Druck aber nun steigen wird, ist für Becker eindeutig: "Hier appelliere ich schon heute an den Gesetzgeber, seine Zusagen einzuhalten und alles Notwendige dafür zu tun, dass die solide und verlässliche deutsche Arzneimittelversorgung nicht einem Wildwuchs von Dumping, Boni- und Rabattschlachten zum Opfer fällt." Der beste Weg, dies zu tun, wäre aus Sicht des LAV-Präsidenten ein generelles Versandverbot für verschreibungspflichtige Arzneimittel - eine Maßnahme, die der deutsche Gesetzgeber auch mit Rückendeckung des EuGH durchaus ergreifen könnte, der über diese Frage bereits im Jahr 2004 geurteilt hat.

18.10.2016 – Apothekerliches Hilfswerk sammelt für Haiti - Mitgliederversammlung wählt neuen Vorstand

Stuttgart – Im Rahmen der heutigen Mitgliederversammlung hat das Hilfswerk der Baden-Württembergischen Apothekerinnen und Apotheker Bilanz über die erfolgreich durchgeführten Spendenaktionen im Jahr 2015 gezogen. Satzungsgemäß wurde auch der neue Vorstand des Hilfswerks gewählt.

Insgesamt wurde in 2015 ein Spendenvolumen von über 71.000 Euro erzielt. Der größte Teil der Spenden wurde für folgende Projekte eingesetzt: Die Hospizarbeit in Baden-Württemberg wurde mit 12.000 Euro unterstützt. Die Apothekerschaft in Baden-Württemberg hatte zusätzlich 37.700 Euro für die Erdbeben-Opfer in Nepal gesammelt. Ein weiteres wichtiges Projekt des zurückliegenden Jahres war die Ebolabekämpfung in Westafrika. Hier hatte das Hilfswerk mit einer Summe von 5.000 Euro helfen können.

Auch konnten im vergangenen Jahr mit Gehe und Sanacorp zwei weitere institutionelle Förderer gefunden werden, die ein dauerhaftes Engagement für das Hilfswerk zugesagt haben.

Aktuell sammelt das Baden-Württembergische Hilfswerk Spenden für die Hurrikan-Opfer in Haiti. Bislang sind auf das entsprechende Konto bei der Deutschen Apotheker- und Ärztebank innerhalb der ersten Woche schon 2.800 Euro eingegangen, die mithilfe des bewährten Partners action medeor direkt in der von einer Cholera-Epidemie bedrohten Krisenregion eingesetzt werden. Weitere Spenden sind unter dem Stichwort „Hurrikan“ unter IBAN: DE51300606010006414141, BIC: DAAEDEDD weiterhin möglich.

Satzungsgemäß wurde bei der Mitgliederversammlung des Hilfswerks der Vorstand für die zurückliegende Amtszeit entlastet. Fritz Becker wurde als Vorsitzender und Christoph Gulde als Stellvertreter des Vorstands im Amt bestätigt. Einstimmig neu in den Vorstand gewählt wurde Tatjana Zambo. Sie folgt auf Wolf Kümmel, der für das Amt nicht mehr zur Verfügung stand.

17.10.2016 – "Morsche" Knochen: Osteoporose

Zum Weltosteoporosetag am 20. Oktober 2016 Stuttgart – Unter Osteoporose versteht man eine übermäßige Knochenbrüchigkeit. Die Erkrankung zeichnet sich dadurch aus, dass schon leichtere Stürze zu Knochenbrüchen führen können. Frauen haben ein fast 50 Prozent höheres Risiko, an Osteoporose zu erkranken als Männer. Hintergrund ist, dass die weibliche Hormonsteuerung die Versorgung der Knochen mit dem nötigen Calcium und Vitamin D spätestens mit den Wechseljahren nicht mehr optimal gewährleistet. Darum ist die Osteoporose eine Erkrankung, an der eher ältere Frauen erkranken – bei Stürzen ziehen sie sich häufig Oberschenkelhalsknochenbrüche zu. Am Weltosteoporosetag am 20. Oktober soll für die Krankheit sensibilisiert und aufgezeigt werden, wie man die Stabilität der Knochen bis ins höhere Alter verbessern kann.

Schätzungsweise leben in Deutschland rund acht Millionen Menschen mit Osteoporose. Da die Erkrankung zunächst schmerz- und symptomfrei verläuft, muss aber von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen werden, so Christoph Gulde, Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg: "Je nach Konstitution kann die Osteoporose manchmal schon im Alter zwischen 50 und 60 Jahren beginnen. Die Veranlagung kann vererbt werden, so dass besonders Frauen mitverfolgen sollen, ob es in der Familie gehäuft Knochenbrüche gab. Im fortgeschrittenen Alter können Brüche immense Folgen für die Betroffenen haben. Sie können dauerhafte Schmerzen nach sich ziehen, die Beweglichkeit und Selbstständigkeit in hohem Maße einschränken und so einen deutlichen Verlust an Lebensqualität bedeuten." Vorbeugend hilft ein knochengesunder Lebensstil, zu dem kontinuierliche Bewegung als Basis gehört, so Gulde. "In unseren Knochen gibt es kleine Zwischenverstrebungen, wie kleine Balken. Die werden umso stabiler, je mehr man sie belastet. Sportarten wie Walken, Radfahren oder Schwimmen sind hierfür ideal und können auch von Älteren gut ausgeübt werden." Schädlich – weil zusätzlich belastend – sind hohes Übergewicht, starker Nikotin- und Alkoholgenuss. Auch die Ernährung spielt in der Vorsorge eine große Rolle. "Weil Osteoporose unter anderem auch durch den Mangel an Vitamin D und Calcium befördert wird, sollten Menschen, die zur Risikogruppe gehören, viele Milchprodukte wie Käse, Joghurt oder Quark zu sich nehmen. Aber auch grünes oder rotes Gemüse wie Paprika, Karotten, Brokkoli oder Grünkohl sorgen dafür, dass das Calcium auch richtig in die Knochen eingebaut wird. Vermieden werden sollten zu salzhaltige Lebensmittel, weil das Kochsalz die Ausscheidung von Calcium forciert. Auch Kaffee sollte aus diesem Grund nur in Maßen genossen werden." Wer Probleme mit der Aufnahme über die Nahrung beispielsweise wegen einer Laktoseintoleranz hat, kann die Einnahme von Mikronährstoffen aus der Apotheke in Erwägung ziehen. Gleiches gilt während der Wintermonate, wo verringertes Sonnen- und Tageslicht dazu führt, dass der Körper nicht ausreichend mit Vitamin D versorgt ist.

13.10.2016 – Gemeinsame Presseinformation des <br />LAV Baden-Württemberg e. V., der NOVENTI GmbH, <br />der awinta GmbH und der VSA GmbH

München/Stuttgart – Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg (LAV) und die NOVENTI GmbH mit ihren Tochterunternehmen awinta GmbH und VSA GmbH haben im Rahmen der Messe Expopharm 2016 heute in München einen Partnerschaftsvertrag vereinbart, der die zukünftige Zusammenarbeit der Unternehmen noch enger als bisher ausgestaltet. Beschlossen wurde eine Kooperation in den Bereichen Marketing, dem Daten-Management, der Software-Nutzung sowie der unterstützenden Zusammenarbeit bei Veranstaltungen und Events. Die Partnerschaft soll langfristig gelebt und ausgebaut werden. Sie ist zunächst für die kommenden drei Jahre festgelegt.

"Die Zusammenarbeit zwischen unserem Verband, der VSA und awinta ist nicht neu", erklärte LAV-Präsident Fritz Becker. Schon in der Vergangenheit kooperierte der LAV mit diesen Unternehmen, allerdings einzeln und in geringerem Umfang. Durch die seit Jahresbeginn existierende neue Architektur der NOVENTI Group erschien es sinnvoll, einerseits diesen bestehenden Kooperationen ein neues vertragliches Fundament zu geben und auch die NOVENTI GmbH mit einzubinden. Andererseits, so Becker weiter, sorge der modulare Aufbau des nun geschlossenen Vertrages dafür, dass neue Leistungen oder Produkte, die in einem Unternehmen oder im Verband entwickelt werden, als neue Bestandteile jederzeit in den Vertrag einfließen können. Becker weiter: "Wir kennen unsere Kooperationspartner und schätzen an ihnen besonders ihre standesnahe Ausrichtung, Denk- und Arbeitsweise."

NOVENTI-Geschäftsführer Peter Mattis sieht die Zusammenarbeit vor allem als strategische Kooperation. "Unsere awinta- und VSA-Kunden in Baden-Württemberg sind sicher nahezu vollständig auch Mitglieder im LAV. Wir Kooperationspartner haben also ein gemeinsames Interesse: Wir wollen unsere Kunden und Mitglieder möglichst optimal unterstützen." Von einer guten Zusammenarbeit profitieren also in erster Linie die Apothekerinnen und Apotheker in Baden-Württemberg.

Ein wesentlicher Baustein innerhalb der Kooperation ist deshalb auch die Unterstützung des LAV in der Verhandlungsarbeit mit den Krankenkassen durch die Bereitstellung von Marktdaten. Roman Schaal, Geschäftsführer der VSA GmbH erläutert: "Der allergrößte Teil der baden-württembergischen Apotheken rechnet seine Rezepte über die VSA ab. Wir haben deshalb die Möglichkeit, den LAV in seiner Verhandlungsarbeit mit entsprechenden kumulierten Marktdaten zum Beispiel zu Packungsmengen oder Umsatzvolumen zu unterstützen." Darüber hinaus unterstütze die VSA auch die politische Arbeit des Apothekerverbandes durch die monatliche Bereitstellung eines allgemeinen Überblicks über den baden-württembergischen Gesamtmarkt bei Arznei- und Hilfsmitteln.

Der zweite große Baustein des Kooperationsvertrages: Das NOVENTI-Tochterunternehmen awinta GmbH rüstet den LAV mit Software-Produkten aus, um die Arbeit des LAV im Bereich der Taxations- und Retaxationsberatung noch weiter zu optimieren. awinta-Geschäftsführer Gordian Schöllhorn freut sich über diese Unterstützung. "Wir haben die Anforderungen an die einzusetzende Software intensiv mit den Mitarbeiterinnen der LAV-Fachabteilung besprochen, um dann das für deren Arbeit richtige Produkt auszuwählen." Ausgewählt wurde eine online-Lösung, die flexibel auf den Arbeitsplätzen der Abteilung einsetzbar ist. Parallel dazu wurde eine offline-Lösung entwickelt, um "auch bei Vertragsverhandlungen des LAV die Vertragsexperten jederzeit und unabhängig vom Internet mit Informationen aus der Software heraus versorgen zu können", so Schöllhorn weiter.

Der Kooperationsvertrag, der zum Januar 2017 Wirkung entfaltet, regelt darüber hinaus regelmäßige Werbeschaltungen in der LAV-Mitgliederzeitschrift sowie eine fachredaktionelle Unterstützung in den Themengebieten EDV und Rezeptabrechnung. Auch wurde die Nutzung von EDV-Schulungsräumen am awinta-Standort Bietigheim vereinbart. Hinzu kommt – sicherlich ungewöhnlich für einen solchen Kooperationsvertrag – auch eine sportliche Komponente: Die NOVENTI GmbH hat zugesagt, die 25. Deutschen Apothekerfußballmeisterschaften, die im Mai 2017 in Baden-Württemberg ausgetragen werden, mit seinen Tochterunternehmen awinta und VSA als Premiumsponsoren zu fördern.

13.10.2016 – Gemeinsame Pressemitteilung der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW), der GKV-Landesverbände, des Landesapothekerverbands (LAV) Baden-Württemberg und dem Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg

Stuttgart - Die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW), die GKV-Landesverbände sowie der Landesapothekerverband (LAV) starten im Herbst 2016 eine gemeinsame Grippe-Impfkampagne. Unterstützung kommt auch aus dem Ministerium für Soziales und Integration. Denn der für Gesundheit zuständige Minister Manfred Lucha hat die Schirmherrschaft für die Kampagne übernommen und sich öffentlich gegen Grippe impfen lassen.

Prävention genießt hierzulande einen hohen Stellenwert. Ein wesentliches Element dabei ist die Impfung gegen die saisonale Grippe. Gemäß jüngsten Erhebungen des RKI (Robert-Koch-Institut) wird die Impfung gegen Grippe in ganz Deutschland zu wenig wahrgenommen. Unter der Schirmherrschaft des für Gesundheit zuständigen Sozial- und Integrationsministeriums Baden-Württemberg appellieren anlässlich der kommenden Grippesaison Krankenkassen, Ärzte und Apotheker gemeinsam an die Bürger: Impfen ist und bleibt die wirksamste Maßnahme zum Schutz vor Grippe.

Die Krankenkassen in Baden-Württemberg übernehmen über die gesetzliche Verpflichtung hinaus nicht nur die Grippeschutzimpfung bei Personen über 60 Jahren, Schwangeren und chronisch Kranken, sondern für alle ihre Versicherten. Diese Satzungsleistung wird auch vom baden-württembergischen Sozial- und Integrationsministerium als sehr sinnvoll erachtet. 

Zur exklusiven Versorgung ihrer Versicherten haben die GKV-Kassen in Baden-Württemberg Rabattverträge geschlossen. Rabattverträge machen die Grippe-Impfprävention wirtschaftlich und bezahlbar.

Schirmherr Manfred Lucha geht mit bestem Beispiel voran, als Impfbefürworter hat sich der Sozial- und Integrationsminister öffentlich gegen die Grippe impfen lassen: "Liebe Baden-Württembergerinnen und Baden-Württemberger, machen Sie mit. Impfen ist richtig und wichtig."

Zielgruppe der Kampagne sind Menschen jeden Alters. Denn treffen kann es jeden, so wie Rüdiger, der das junge Gesicht der Kampagne verkörpert: Rüdiger ist nicht gegen die Grippe geimpft. Poster und Postkarten werden über Praxen der hausärztlichen Versorgung verteilt sowie über die Krankenkassen und Gesundheitsämter. Apotheken mit Schaufenstern in zentraler Einkaufslage erreichen auch gesunde Bürger. Insofern: In diesem Herbst kommt man an Rüdiger nur schwer vorbei.

Impfwillige wenden sich an ihren Hausarzt, an ihr Gesundheitsamt oder ihren Apotheker. Unter www.lass-dich-impfen.de gibt es umfassende Informationen zur saisonalen Grippe und zur Grippeimpfung.

06.10.2016 – Warzen – unliebsame Hautveränderungen

Stuttgart – Raue, verhornte Hautstellen, die entfernt an einen Blumenkohl erinnern: Warzen sind meistens gesundheitlich unbedenklich und schmerzfrei, doch Betroffene empfinden die Hautveränderungen häufig als kosmetischen Mangel. Lediglich Dornwarzen, die oft an der Fußsohle zu finden sind, erweisen sich als schmerzhaft. Da die Hornhautverdickung nach innen wächst, verursacht sie wie ein Dorn einen stechenden Schmerz. Die meisten Warzen lassen sich mit Mitteln der Selbstmedikation behandeln und entfernen. Warzen, die im Genitalbereich auftreten wie Feigwarzen, müssen jedoch ärztlich behandelt werden.

Warzen werden durch Herpesviren oder humane Papillomviren (HPV) verursacht. Anstecken kann man sich im Schwimmbad, Sauna oder beim Sport, wo bei Körperkontakt die Viren durch kleinste Kratzer und Hautverletzungen in den Körper eindringen. Vorbeugend sollte man deswegen an diesen Orten nicht barfuß laufen, keine Handtücher teilen und sich gut in den Finger- und Zehenzwischenräumen abtrocknen.

Sehr häufig treten Warzen an Händen und Füßen einzeln oder auch als Warzengruppe auf. Mit speziellen Warzentinkturen oder -pflastern aus der Apotheke können die Hornhautwucherungen meistens in der Selbstbehandlung entfernt werden, so Christoph Gulde, Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg: "Milch-, Ameisen- oder Salicylsäure sind hier die gebräuchlichsten Wirkstoffe, die auf die Warze in flüssiger Form oder auch als Pflaster aufgebracht werden. Sie bewirken eine Austrocknung oder Ablösung der verhornten, betroffenen Hautstelle. Das kann aber mehrere Wochen dauern und erfordert etwas Geduld bei der Behandlung. Außerdem gibt es spezielle Vereisungsprodukte, bei der die Warzen bei hohen Minustemperaturen absterben. Vereisungssprays dürfen nicht bei Kindern unter vier Jahren, bei Diabetikern oder Menschen mit Durchblutungsstörungen angewendet werden." Generell sei bei Warzen wichtig, so Gulde, dass man möglichst schnell nach ihrem Auftreten mit der Behandlung beginnt: "Warzen neigen dazu, zu streuen und sie sind auch ansteckend. Darum darf man an Warzen nicht herumkratzen oder herumbohren."

23.09.2016 – Zahngesundheit aus der Apotheke: Auch bei den Dritten erste Wahl

Stuttgart – Zahnpflege ist lebenslang ein wichtiges Thema. Auch wenn die eigenen Zähne durch Teil- oder Vollprothesen ersetzt wurden, darf sich keine Nachlässigkeit einschleichen. Der Zahnersatz muss ebenso umsichtig und sorgfältig gereinigt werden, um die umliegenden verbliebenen Zähne sowie auch das Zahnfleisch gesund zu erhalten. Schlecht gepflegte Zähne sind für weitaus mehr als nur Karies und Zahnfleischentzündungen verantwortlich. Die Bakterien im Mund können die Ursache für schwerwiegende Erkrankungen wie Lungenentzündungen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen sein.

Ältere Menschen mit sogenannten dritten Zähnen müssen besonders auf ihre Zahnpflege achten. Schlecht gereinigte Prothesen können schnell zum Problem werden, so Christoph Gulde, Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg: "Bei Prothesen fehlt manchmal das Bewusstsein, dass sie genauso akribisch gepflegt werden müssen wie die eigenen, echten Zähne. Auch auf der Prothese lagern sich Beläge und Bakterien ab, die regelmäßig entfernt werden müssen. Wenn ältere Menschen beispielsweise dazu nicht mehr in der Lage sind, weil ihnen wegen einer Parkinsonerkrankung die Hände zu stark zittern oder weil sie wegen fortschreitender Demenz das Zähneputzen einfach vergessen, müssen Angehörige hier unterstützend helfen." Spezielle Zahnbürsten, die Vorder- und Rückseite der Zähne oder Prothesen gleichzeitig reinigen, sind möglicherweise für diese Fälle hilfreich. Wichtig sei auch, dass die Zahnzwischenräume nicht vergessen werden, erläutert Gulde weiter: "Mit kleinen Interdentalbürstchen oder mit Zahnseide werden auch dort Beläge entfernt. Spezielle Reinigungsbäder für Zahnprothesen können von Zeit zu Zeit zum Einsatz kommen."

Wichtig ist, zu wissen, dass auch manche Medikamente dazu führen können, dass die Zahnpflege gerade im Alter intensiviert werden muss. Apotheker Gulde: "Wer kortisonhaltige Arzneimittel wie Asthmasprays einnimmt, muss nach jeder Anwendung gründlich den Mund und auch die Prothese spülen. Auch bei Arzneimitteln, die als Nebenwirkung vermehrt zu Mundtrockenheit führen können, sollte gegengesteuert werden. Der Speichelfluss ist der natürliche Reinigungsmechanismus im Mund. Wenn er abnimmt, muss mit vermehrter Trinkmenge oder auch mit dem Lutschen von zuckerfreien Bonbons mit Anis oder Salbei gegengesteuert werden."

09.09.2016 – Stress lass nach … richtig abschalten und entspannen

Stuttgart – Ständig in Alarmbereitschaft, Aufgaben und Termine jagen einander, auch in den Pausen will sich eine Erholung nicht so recht einstellen – in solchen Lebenslagen fühlt man sich gestresst. Damit aus Leistungshochs mit einem gewissen Stresslevel kein gesundheitsschädlicher Dauerstress wird, gilt es, einige Regeln zu beachten. Wer die Symptome und Warnsignale kennt, kann mit Stresssituationen besser umgehen und im Einzelfall auch mit einfachen Mitteln für eine bessere Balance sorgen.

Stress gehört zum Leben. Er taucht in beruflichen und privaten Situationen auf. Wer gestresst ist, reagiert mit verschiedenen Symptomen auf die Überlastung, weiß Tatjana Zambo, Vorstandsmitglied des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg: „Wenn der Tag 30 Stunden haben müsste, bis alles erledigt wird, fangen die meisten Menschen an, unkonzentriert zu werden. Geht der Stress über Tage oder Wochen können zur Nervosität und Überreiztheit weitere Symptome wie Schlaflosigkeit, Unruhe aber auch Sehstörungen oder eine Ängstlichkeit hinzukommen. Dann ist es höchste Zeit, gegenzusteuern, damit aus dem Stress keine größeren gesundheitlichen Probleme erwachsen. Denn das Herz-Kreislauf-System wird bei Stress deutlich stärker belastet. Durch den Ausnahmezustand kann auf Dauer auch das Immunsystem geschwächt werden. Wer über Wochen und Monate im Dauerstress ist, wird immer empfindlicher für weiteren Stress. Sehr schnell ist ein Teufelskreis entstanden, aus dem Betroffene nur noch schwer ausbrechen können. Dann ist ärztliche Hilfe nötig.“

Die besten Gegenmittel bei Stress sind immer noch Ruhe und Entspannung. Pausen sollten bewusst eingehalten werden und auch die Schlafzeiten sollten ausgedehnt werden. „Stressabbau kann aber auch gelingen, wenn man sich bewegt. Längere Spaziergänge in der Natur oder auch sportliche Aktivitäten, die Spaß machen, bringen eine Entlastung“, rät Apothekerin Zambo. Weiter gibt es Heilpflanzen, die alleine oder mit anderen pflanzlichen Wirkstoffen beruhigend oder ausgleichend wirken können. „Klassiker sind hier Präparate mit Baldrian. Oftmals wird er in Kombination mit Weißdorn und Melisse angeboten. Diese Arznei wirkt vor allem schlafanstoßend, wenn die Wirkstoffe ausreichend hoch dosiert sind. Gleiches gilt für Präparate mit der Heilpflanze Lavendel. Sie können Nervosität und Ängstlichkeit mindern. Wichtig ist, zu bedenken, dass diese pflanzlichen Präparate nicht sofort wirken. Es dauert eine Woche oder länger, bis die gewünschte Wirkung einsetzt.“

31.08.2016 – Pochen, stechen, dröhnen: Kopfschmerz hat viele Gesichter

Stuttgart – Rund 80 Prozent aller Menschen leiden immer wieder unter Kopfschmerzen, sehr häufig suchen sie zur Behandlung des Kopfschmerzes zunächst eine Apotheke auf. Der Weg zum Arzt folgt oft erst dann, wenn Schmerzen über einen längeren Zeitpunkt anhalten und sich auch mit den Mitteln der Selbstmedikation nicht mehr ausreichend behandeln lassen. Für die häufigsten Kopfschmerzarten gibt es eine ganze Reihe verschiedener, in ihrer Wirksamkeit gut belegter Wirkstoffe. Prinzipiell kann man Kopfschmerzen in drei Hauptgruppen unterscheiden. Die meisten Menschen leiden unter sogenannten Spannungskopfschmerzen, die zweite Gruppe sind Menschen, die unter Migräne leiden. Eine kleine Gruppe – und hier sind vor allem Männer betroffen – leiden unter sogenannten Cluster-Kopfschmerzen.

Spannungskopfschmerzen treten oft beidseitig auf und sind eher dumpf und drückend. Patienten fühlen sich wie mit einem Helm oder zu engem Hut auf dem Kopf, erklärt Christoph Gulde, Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg: "Der Kopfschmerz beginnt dabei häufig gefühlt vom Nacken her. Das hat ihm auch die Bezeichnung Spannungskopfschmerz eingebracht. Heute weiß man, dass auch andere Auslöser wie eine erhöhte Sensibilität für Schmerzreize oder auch zu viel Stress solche Spannungskopfschmerzen auslösen können. Unter Migräne versteht man Kopfschmerzen, die meist einseitig auftreten, so Christoph Gulde weiter: "Der Schmerz ist pochend und so stark, dass viele Migränepatienten dann nicht mehr arbeiten können. Denn die Migräne bringt als Begleiterscheinungen Übelkeit, extreme Licht- oder Geräuschempfindlichkeit mit sich." Die Migräne ist eher unter Frauen verbreitet.

Apotheker Christoph Gulde: "Cluster-Kopfschmerzen betreffen vor allem Männer und sie verlaufen extrem schmerzhaft. Der Schmerz sitzt vorne im Bereich von Augen, Schläfen und im Stirnbereich. Darum kann es zu Begleiterscheinungen wie entzündeten und tränenden Augen kommen. Der Begriff Cluster Kopfschmerz rührt daher, dass die Schmerzattacken gehäuft – also in Clustern – auftreten. Ein weiterer Unterschied ist, dass Cluster-Kopfschmerzen nicht in der Selbstmedikation behandelt werden können."

Bei Spannungskopfschmerzen und bei der Migräne hingegen gibt es einige Wirkstoffe, die auch in der Selbstmedikation gute Ergebnisse in der Schmerzbekämpfung erzielen. Beim Spannungskopfschmerz und bei leichter Migräne hat sich als Standardmedikament Acetylsalicylsäure in Kombination mit Paracetamol und Koffein bewährt. "Als Einzelwirkstoffe", so Gulde, "stehen außer ASS noch Paracetamol, Ibuprofen, oder Diclo­fenac zur Verfügung. Wobei Menschen mit Magenproblemen Diclofenac eher meiden sollten." Der Apotheker weiter: "Außerdem gibt es in der Selbstmedikation für Migränepatienten noch Naratriptan oder Almotriptan als wirkstarke Mittel."

Lang andauernde oder immer wiederkehrende Kopfschmerzen, die regelmäßig zehn- bis fünfzehnmal pro Monat auftreten, sollten unbedingt ärztlich abgeklärt werden. Ebenso verhält es sich bei sehr starken Kopfschmerzen, die plötzlich auftreten und die nicht auf eine Behandlung mit Schmerzmitteln ansprechen. "Das sind Alarmsignale, die mit einem Arzt besprochen werden müssen."

03.08.2016 – Gerührt und geschüttelt

Stuttgart – Individuell hergestellte Rezepturen aus der Apotheke sind ein wichtiger Bestandteil und ein wesentlicher Beitrag in der Arzneimittelversorgung der Bevölkerung. Sie schließen eine therapeutische Lücke, wo industriell hergestellte Fertigarzneimittel nicht verfügbar sind – zum Beispiel bei der Behandlung von Kleinkindern und Säuglingen. Hier werden dann in der Apotheke Arzneimittel in individueller Wirkstärke und Zusammensetzung hergestellt.

Pro Jahr werden in Deutschlands Apotheken rund 14 Millionen Rezepturen allein für Versicherte der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) hergestellt. Nach Berechnung des Deutschen Arzneiprüfungsinstitutes (DAPI) sind darunter rund acht Millionen "allgemeine Rezepturen", wie beispielsweise Kapseln oder Salben. Sie können in jeder öffentlichen Apotheke hergestellt werden. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Spezialrezepturen, deren Anfertigung hohe technische und räumliche Anforderungen stellt. Sie werden deshalb nur in spezialisierten Apotheken angefertigt. Zu diesen Rezepturen gehören rund drei Millionen Methadon-Zubereitungen, etwa zwei Millionen Zytostatika (Krebsmedikamente) und etwa eine Million parenterale Lösungen zur künstlichen Ernährung Schwerkranker.

Schon die Anfertigung allgemeiner Rezepturen ist ein zwar standardisierter, aber aufwändiger und arbeitsintensiver Prozess. Die Anforderungen an die Herstellung sind dabei in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Rezepturen werden streng nach Herstellungsvorgaben abgewickelt, die entsprechend dokumentiert werden müssen. Das ist zeit- und personalaufwändig, wie Christoph Gulde, Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg erklärt: "Wenn wir ein Rezept über eine Rezeptur erhalten, machen wir zunächst eine sogenannte Plausibilitätsprüfung. Das bedeutet, dass der Apotheker überprüft, ob die angegebene Darreichungsform (Salbe, Kapsel, Tropfen) sowie die Dosierung des Wirkstoffes und anderer Stoffe in der Rezeptur die gewünschte Wirkung haben werden." Danach wird eine Handlungsanweisung geschrieben. "Hier wird detailliert darlegt, wie die Rezeptur genau herzustellen ist. Erst dann kann es eigentlich mit der Zubereitung losgehen."

Der Herstellungsprozess beginnt dann mit einer wissenschaftlichen Prüfung der Ausgangsstoffe und mündet in die eigentliche Zubereitung. Gulde erklärt: "Der gesamte Prozess, von der Plausibilitätsprüfung bis zur Abfüllung des fertigen Arzneimittels, wird akribisch protokolliert. Der gesamte Dokumentationsaufwand für den Apotheker ist immens hoch. Aber er erfüllt auch den Zweck, dass immer nachvollzogen werden kann, wer was wie und wann gemacht hat. Die Kehrseite der Medaille ist aber, dass wir diesen hohen Aufwand nicht bezahlt bekommen!"

Bei Rezepturen berücksichtigt die Arzneimittelpreisverordnung nur den Aufwand für den Einkauf der Grundsubstanzen und die Herstellung des Arzneimittels. Bei rezeptpflichtigen Fertigarzneimitteln erhält die Apotheke hingegen für Beratung und Abgabe ein Fixhonorar von 8,35 Euro, von dem ihr nach Abzug des gesetzlich fixierten Apothekenabschlags für die GKV noch 6,86 Euro netto verbleiben. Diese Vergütung gibt es bei Rezepturarzneimitteln nicht. Für Gulde ist das kaum nachvollziehbar, da gerade individuell hergestellte Rezepturen oft eine intensive Beratung erfordern.

Ein Beispiel: Die Herstellung von individuellen Kapseln dauert rund eine Stunde, berichtet Apotheker Gulde aus der Praxis. Ein Viertel davon nimmt die Dokumentation in Anspruch. Der Apotheker bekommt die Stoffe für die Herstellung der Arznei bezahlt. Für seinen Arbeitsaufwand von einer Stunde darf er bei der Herstellung von bis zu 12 Kapseln den sogenannten Rezepturzuschlag von sieben Euro abrechnen. Ein anderes Beispiel: Die Zubereitung einer individuellen Salbe dauert etwa eine dreiviertel Stunde. Aber, so Gulde: "Für bis zu 200 Gramm Salbe bekommen wir von den gesetzlichen Krankenkassen gerade einmal fünf Euro. Für einen solchen Stundenlohn arbeitet spätestens seit Einführung des Mindestlohns in Deutschland niemand mehr."

Die Apothekerverbände fordern deshalb seit langem, auch bei Rezepturarzneimitteln die Beratung und Abgabe mit 8,35 Euro zu vergüten, zuzüglich 0,16 Euro zur Förderung der Sicherstellung des Nacht- und Notdienstes. Der Blick auf ein aktuelles Gesetzesvorhaben, das im Herbst in die politische Beratung gehen soll und in dem eine solche Vergütung anklingt, stimmt Gulde zuversichtlich. "Es wird höchste Zeit, dass der Gesetzgeber unsere Rezepturen hinsichtlich des Beratungsaufwands den Fertigarzneimitteln gleichstellt." Er sieht aber auch ein übergeordnetes, sinnvolles politisches Ziel erreichbar. "Zugleich würden damit im Gesundheitssystem entscheidende Steuerungsimpulse gesetzt, über die eine dauerhafte, flächendeckende Verfügbarkeit individueller Rezepturen abgesichert und Versorgungslücken vermieden würden."

01.08.2016 – LAV-Akademie zieht positive Bilanz

Stuttgart – Die LAV-Akademie des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg konnte im vergangenen Jahr 2015 mit über 5.800 Personen so viele Fortbildungsteilnehmerinnen und -teilnehmer in ihren Veranstaltungen begrüßen wie nie zuvor. Besonders stolz ist das Team der LAV-Akademie auch auf etwa 1.700 Neukunden, die erstmals eine oder mehrere Veranstaltungen aus dem breit gefächerten Angebot genutzt haben. Dem gegenüber stehen also über 4.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die die Qualität der Veranstaltungen schätzen und sich wiederholt zu Seminaren und Info-Veranstaltungen angemeldet hatten.

Die Steigerung der Teilnehmerzahlen ist aus Sicht von LAV-Vizepräsident Christoph Gulde kein Zufall: In den 90 klassischen Seminar-Veranstaltungen und in 66 sogenannten Informationsveranstaltungen, die als größere und durch die Kooperation mit Pharmaunternehmen für LAV-Mitglieder kostenfreie Vortragsveranstaltungen angelegt sind, vergaben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer 2015 insgesamt die Note 1,6 (Schulnotensystem) hinsichtlich ihrer Zufriedenheit. "Diese hohe Zufriedenheit ist für uns ein Signal, dass die angebotenen Inhalte einfach stimmig sind. Eine so gute Zufriedenheitsnote erreicht man aber nur, wenn auch die Organisation der Veranstaltungen und die individuelle Betreuung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf höchstem Niveau stattfinden", erklärt Gulde.

Einen weiteren Grund für die Steigerung der Teilnehmerzahlen sieht Gulde aber auch in der sorgfältigen Auswahl der hinter den angebotenen Themen stehenden Referenten. "Alle Seminar- und Veranstaltungsleiter haben mit ihren Themen, aber auch persönlich immer einen engen Bezug zum Apothekenalltag", erklärt Gulde. Deshalb seien die Veranstaltungen, die sich je nach Thema vom Berufsanfänger bis hin zu Spezialisten in der Apotheke richten, besonders praxisnah. In den Infoveranstaltungen werden darüber hinaus gerne solche Themen aufgegriffen, in denen es neue wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Forschung gibt, wie beispielsweise bei den Themen "Hämatologie heute" oder "Biosimilars".

Der positive Besuchertrend bei den Veranstaltungen setzt sich auch im aktuellen Jahr 2016 weiter fort. So meldeten sich im ersten Halbjahr 2016 rund 25 Prozent mehr Personen als im Vergleichszeitraum 2015 zu den angebotenen Veranstaltungen an.

Als ganz besonderes Fortbildungs-Highlight gilt aus Sicht der Seminarorganisatorinnen der insgesamt achttägige Intensivkurs "Apotheken-Filialleiter-Führerschein", der nach den guten Erfahrungen des Vorjahres in 2016 erstmals zweifach angeboten wird. Hier geht es vor allem um unternehmerische Themen wie Personalführung und Recht, BWL und QMS, Einkauf und Marketing. Der letzte Kurs für dieses Jahr startet am 19. Oktober 2016 und es gibt noch wenige freie Plätze.

Das komplette Veranstaltungsprogramm der LAV-Akademie wird seit März 2016 auch auf einer neu gestalteten Internetseite präsentiert. Mit zahlreichen Such- und Filtermöglichkeiten finden Interessenten hier leicht das für sie passende Angebot, das nicht nur auf pharmazeutisches Personal zugeschnitten ist, sondern auch viele Themen für die Berufsgruppe PTA sowie Fachpersonal aus dem kaufmännischen Bereich umfasst. Ein Online-Buchungssystem ist ebenfalls selbstverständlich Teil dieses Internet-Angebots.

"Wir wollen für unsere Mitglieder und deren Teams weiterhin ein wirklich attraktives Angebot gestalten. Das gilt sowohl für die Seminargebühr als auch für die Veranstaltungsorte und besonders für die angebotenen Themen. Hier haben wir unser Ohr am Puls unserer Mitglieder und freuen uns immer, wenn wir aus der Mitgliederschaft interessante Anregungen bekommen", erläutert Gulde. Auch wenn nicht immer jeder Wunsch umgesetzt werden könne: "Nach einem so attraktiven Fortbildungsprogramm, wie dem der LAV-Akademie, muss man im Markt lange suchen!"

25.07.2016 – Hepatitis - Leber aus dem Lot

Stuttgart - Bei Fernreisen in den asiatischen Raum oder auch rund um das Mittelmeer kann es zu Erkrankungen mit Hepatitis A kommen. Unter Hepatitis versteht man generell eine Entzündung der Leber. Charakteristisch ist die auffällige Gelbfärbung im Auge und auf der Haut. Dazu kommt es, weil die Leber zur Verdauung Gallenfarbstoffe produziert, die wegen der Erkrankung nicht mehr abgebaut werden können. Mit einfachen Tipps auf Reisen lässt sich das Risiko einschränken, an einer Hepatitis A zu erkranken.

Sehr häufig wird eine Hepatitis A durch den Verzehr von Muscheln, Austern oder rohem Fisch ausgelöst. Doch auch Eiswürfel oder Speiseeis, Obst und Salate können gefährlich sein, erklärt Christoph Gulde, Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg: "Hepatitis A wird durch einen Virus ausgelöst, der im Wasser ist. Muscheln oder Fische filtern das Virus aus dem Wasser und tragen ihn dann in sich. Bei Obst, Salat und Eis ist es so, dass mit Fäkalien verunreinigtes Wasser mit den Lebensmitteln in Kontakt kommt und die Erkrankung so auslösen kann. Viele Menschen wissen nicht, dass das nicht nur in Asien oder anderen Fernzielen wie Südamerika passiert, sondern auch im Mittelmeerraum relativ häufig anzutreffen ist." Die Erkrankung verlaufe bei Kleinkindern symptomlos, so Apotheker Gulde weiter: "Im Süden hatte fast jeder schon als Kind mit dem entsprechenden Virus Kontakt und ist dadurch quasi lebenslang immun. Es sind eher die über 40jährigen Nordeuropäer, die von schlimmen Symptomen betroffen sind."

Eine Hepatitis A ist heimtückisch, weil die ersten Wochen symptomlos verlaufen. Häufig kommt es erst danach zu einer grippeähnlichen Vorstufe mit Fieber, Übelkeit und Bauchschmerzen, die oft nicht erkannt wird. Erst, wenn die typische Gelbfärbung der Haut und im Auge auftritt, werden Betroffene aufmerksam. Christoph Gulde: "Das Gute ist, dass Hepatitis A wieder spontan völlig ausheilt. Wichtiger als eine Behandlung der Symptome wie beispielsweise Bauchschmerzen ist in dieser Zeit der Schutz der Umgebung durch strikte Händehygiene. Während der Erkrankung und in der Rekonvaleszenz-Zeit müssen die Betroffenen auf Alkohol strikt verzichten." Wer verreist, tut gut daran sich gegen die Hepatitis A impfen zu lassen. Die Deutsche Leberstiftung hat erst in diesen Tagen gewarnt, dass die Hepatitis A zu einer verbreiteten Reisekrankheit geworden ist. Über die Hälfte aller Erkrankungen in Deutschland wurde auf Reisen erworben worden. Solch eine Impfung ist bis kurz vor Reiseantritt möglich. Manche Krankenkassen bezahlen die Schutzimpfung. Eine zweimalige Impfung sorgt für einen oft lebenslangen Schutz.

Besonders empfohlen wird die gleichzeitige Impfung gegen Hepatitis B, so Gulde: "Das ist quasi die böse Schwester der Hepatitis A. Sie verläuft chronisch und wird häufig durch ungeschützten Sex, aber auch bei Tätowierungen oder Piercings in nicht sterilen Verhältnissen übertragen. Diese Form der Hepatitis lässt sich zwar behandeln, kann aber bis zur Leberzirrhose führen."

21.07.2016 – Vier Apotheker erhalten für ihr Engagement die Ehrennadel des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg

Stuttgart – Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V. (LAV) hat anlässlich seiner Mitgliederversammlung am 20. Juli 2016 in Stuttgart vier besonders verdiente Mitglieder des Verbandes geehrt: Die Apotheker Gerhard Haaf, Dieter Harfensteller, Hans-Otto Hengstler und Michael Hofheinz erhielten aus den Händen von LAV-Präsident Fritz Becker die Ehrennadel des Verbandes. Mit der Ehrennadel werden Personen gewürdigt, die sich in besonderer Art und Weise um den Berufsstand verdient gemacht und die sich im und für den Verband engagiert haben.

Hans-Otto Hengstler, der seit 1979 die Rieten-Apotheke in Schwenningen betreibt, übernahm für den Verband ab 1992 Verantwortung und führte über 24 Jahre hinweg die LAV-Region Schwarzwald-Baar. Er bereicherte die Gremienarbeit des LAV in dieser Zeit immer wieder mit seiner hohen apothekerlichen Expertise vor allem im Bereich des Praxisbedarfs und war damit maßgeblich an der Entstehung des sogenannten 'P-Projektes' des Verbandes beteiligt, das über mehr als eine Dekade hinweg Bestand hatte.

Dieter Harfensteller engagierte sich ebenfalls seit 1992 aktiv im LAV. Er führte die Gruppe Heilbronn als Vorsitzender der Region. Ab 2000 übernahm Harfensteller für eine Amtsperiode zusätzlich Verantwortung im LAV-Vorstand auf der Position des Schatzmeisters. Noch bis September 2016 ist Harfensteller, der in der Stadt Heilbronn und im angrenzenden Landkreis drei Apotheken betreibt, zusätzlich Mitglied der Vertreterversammlung der Landesapothekerkammer Baden-Württemberg (LAK) – ein Gremium, in dem er sich seit 1994 engagiert. Harfenstellers Steckenpferde in all seinen Ehrenämtern waren vor allem der kollegiale Austausch zu betriebswirtschaftlichen Themen, die Fortbildung und die Profil-Schärfung der öffentlichen Apotheke durch gemeinsame regionale und überregionale Aktionen.

Michael Hofheinz, Inhaber der Karlsruher Gropius-Apotheke, und Gerhard Haaf, Inhaber der Karlsruher Residenz-Apotheke, führten über zwei Jahrzehnte hinweg als Vorsitzende der Region die mitgliederstarke LAV-Region Karlsruhe. Gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen vor Ort gründeten sie 1988 zusätzlich den eigenständigen Verein "Gruppe Karlsruher Apotheker e. V.", der vor allem gemeinsame Marketing- und Werbeaktivitäten in Karlsruhe initiierte und koordinierte. Das wohl anschaulichste Beispiel für solche Maßnahmen ist noch heute in Karlsruhe täglich präsent: Die Gruppe ließ unter der Regie von Hofheinz und Haaf einen kompletten Straßenbahnzug mit dem Apotheken-Markenzeichen, dem roten Apotheken-A, bekleben. Die beiden kümmerten sich auch unermüdlich um gemeinsame Gesundheitsaktionen wie zum Beispiel den "Karlsruher Venentagen" und transportierten gesundheitspolitische Themen zu den Kolleginnen und Kollegen, in die Medien und zu den politischen Repräsentanten vor Ort. Im LAV-Beirat arbeitete Haaf über 20 Jahre, Hofheinz über 24 Jahre hinweg mit. Dort begleiteten sie die vielfältigen Themen sowie Diskussionen und gestalteten aktiv die berufspolitische Arbeit in ihrer Region. Beide sind seit 1990 zusätzlich zu ihrem Engagement beim Verband auch in der Vertreterversammlung der LAK aktiv und gehörten auch dem LAK-Vorstand an (Haaf 1998 bis 2011, Hofheinz 1994 bis heute). Hofheinz arbeitet darüber hinaus seit über zwei Jahrzehnten im PR-Ausschuss der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände mit.

Nebenstehend in der Download-Box finden Sie zwei Fotos der Geehrten, die Sie gerne mit der Quellennennung LAV verwenden dürfen.
Das Bild im Rahmen der Mitgliederversammlung (MGV) zeigt von links:
LAV-Präsident Fritz Becker, Michael Hofheinz, Gerhard Haaf, Dieter Harfensteller und Hans-Otto Hengstler.

Das Bild im Garten zeigt von links:
Gerhard Haaf, Michael Hofheinz, Hans-Otto Hengstler und Dieter Harfensteller.

20.07.2016 – Rekordergebnis: LAV fordert erfolgreich über 897.000 Euro von vielen Krankenkassen zurück

Stuttgart – Im Jahr 2015 hat die Fachabteilung Taxation des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg 16.572 von den Kassen beanstandete Rezepte geprüft (Vorjahr: 9.231). Diese waren zu insgesamt 5.716 Retaxationsvorgängen zusammengefasst (Vorjahr: 4.788).

Jeder Vorgang wurde in einem komplexen und arbeitsaufwändigen Prüf- und Einspruchsverfahren bearbeitet. Im Rahmen der heutigen Mitgliederversammlung (20.7.) präsentiert der Landesapothekerverband Baden-Württemberg eine überaus positive Bilanz. Der Gesamtwert der zu prüfenden Retaxationen im zurückliegenden Jahr 2015 hat sich auf 1.471.849 Euro massiv erhöht. Im Jahr 2014 waren es nur 682.129 Euro gewesen. Von den rund 1,5 Millionen Euro konnten im Einspruchsverfahren für die baden-württembergischen Apotheken 897.348 Euro erfolgreich zurückgeholt werden (Vorjahr: 416.473 Euro).

LAV-Geschäftsführerin Ina Hofferberth fasst zusammen: „Erstens ist die Summe der im LAV bearbeiteten Retaxationen im Vergleich zum Vorjahr insgesamt deutlich angewachsen. Das ist ein Zeichen dafür, dass das Engagement der Krankenkassen in diesem Bereich offenbar noch weiter verstärkt wurde. Dabei gibt es deutliche regionale Unterschiede. Zweitens: Die Summe der Retaxationen, die wir für unsere Mitglieder erfolgreich zurückholen konnten, hat sich mehr als verdoppelt. Das zeigt, dass viele Krankenkassen zu Unrecht beanstandet hatten. Es ist für unsere Mitglieder eine unverzichtbare Unterstützung, uns als Verband hier an ihrer Seite zu wissen. Unsere Fachabteilung bearbeitet jeden Fall mit großer Kompetenz. Auch wenn dahinter viel mühsame und personalintensive Kleinarbeit steckt, gibt uns das Ergebnis recht.“

Unterm Strich waren von den im LAV bearbeiteten Retaxationsbeträgen, die die Krankenkassen einbehalten hatten, ungefähr 40 Prozent, nämlich 574.501 Euro (Vorjahr: 265.656 Euro), berechtigt. Im Umkehrschluss war nach Wert somit annähernd jede zweite dieser Retaxationen unberechtigt. Mit diesem Hintergrundwissen sind LAV-Mitglieder sensibilisiert und lassen Retaxationsvorgänge sehr oft vom Verband überprüfen.

Ina Hofferberth: „2015 hat unsere Befürchtungen bestätigt und uns mit einer Retaxationsflut einzelner Kassen konfrontiert. Es war höchste Zeit, dass hier Regelungen gefunden wurden, die unsere Apotheken vor Retaxationen – auch wegen kleinster Formfehler – schützen. Wir haben nun seit Ende Mai einen Spruch der Schiedsstelle. Im Moment wird noch darüber gestritten, wie weit rückwirkend die gefundenen Regelungen zur Einschränkung der Retaxationen greifen sollen.“

14.07.2016 – LAV Baden-Württemberg veröffentlicht Imagebroschüre

Stuttgart – Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg (LAV) hat jetzt unter dem Titel „Ihr LAV – Eine starke Gemeinschaft“ eine neue Broschüre veröffentlicht, in der der neue Vorstand und Beirat des Verbandes vorgestellt werden. Nach den Wahlen im Hebst 2015 hatten die neuen Gremien mit der konstituierenden Sitzung Ende Februar ihre Arbeit aufgenommen.

LAV-Präsident Fritz Becker erläutert die Entstehung der schlanken Informationsbroschüre: „Wir wollten die Köpfe und Macher hinter unserem starken Verband zeigen. Der Beginn einer neuen Legislaturperiode eignet sich hierfür sehr gut. Uns ist es immer wichtig, dass unsere Mitglieder wissen, wem sie letztlich ihre Stimme gegeben haben. Alle, die wir hier im Ehrenamt tätig sind – egal ob im Vorstand oder als Beirat – wollen sichtbar und ansprechbar für all unsere Mitglieder sein. Denn wir verstehen unsere Arbeit nicht als Selbstzweck, sondern wir vertreten mit großem Engagement die Interessen der baden-württembergischen Apothekerschaft.“ Neben den Mitgliedern des Vorstandes werden auch alle Vorsitzenden der 22 LAV-Regionen vorgestellt. Auf einen Blick finden sich auch die Kontaktdaten der jeweiligen Ansprechpartner.

LAV-Chef Fritz Becker hebt gleichzeitig hervor, dass ein starkes Ehrenamt nur dann wirklich schlagkräftig arbeiten kann, wenn eine Geschäftsstelle mit motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dahinter steht. Ein weiterer Broschürenteil widmet sich darum den einzelnen Abteilungen und Serviceangeboten der LAVGeschäftsstelle. Ina Hofferberth, Juristin und Geschäftsführerin: „Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer LAV-Geschäftsstelle verstehen sich als Dienstleister für unsere Mitglieder. In unseren Abteilungen von der Mitgliederbetreuung, über die Abteilung Taxation und Krankenkassenfragen, in der LAV-Akademie wie im LAV-SOFO-MARKT, um nur einige Bereich zu nennen, ist alles drauf ausgerichtet, unseren Apothekerinnen und Apothekern schnell, kompetent und praxisnah Hilfestellungen zu geben. Denn das Credo unserer Arbeit lautet: Die Mitglieder sind das Herz des Verbandes. Darum stehen Sie im Mittelpunkt der gesamten Arbeit des LAV.“

Ein Faltplan, der hinten in der Broschüre klebt, erleichtert den Mitgliedern, schnell und übersichtlich den richtigen Ansprechpartner im LAV zu finden. Auf einen Blick sieht man hier alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des LAV in den einzelnen Abteilungen zusammengefasst. Zudem erklärt der Faltplan die wichtigsten Aufgaben, die in den einzelnen Abteilungen als Serviceangebote für Mitglieder angeboten werden. Ein Exemplar der Imagebroschüre wurde mit dem Versand des Mitgliedermagazins gerade an alle Mitglieder verteilt. Das Heft steht auf der Verbandshomepage www.apotheker.de auch zum Download bereit.

12.07.2016 – Wenn das Gedächtnis schwächer wird

Stuttgart - Auch das menschliche Gehirn ist Alterungsprozessen unterworfen. Darum nehmen die Lernfähigkeit und die Gedächtnisleistung von Jahr zu Jahr ab. Die Symptome sind weit verbreitet: Schlüssel werden verlegt, Termine vergessen oder Betroffene merken, dass sie sich Namen oder Sachverhalte nur noch schlecht merken können. Ursachen für die abnehmende Leistung sind altersgemäße Durchblutungsstörungen, Arteriosklerose – umgangssprachlich auch Arterienverkalkung genannt – oder Eiweißablagerungen in den Gefäßen, die die Funktionsfähigkeit des Gehirns beeinträchtigen. Weitere Ursachen können aber auch eine schlecht eingestellte Diabeteserkrankung, Bluthochdruck oder Depressionen sein.

Sofern es keinen pathologischen also krankheitsbezogenen Hintergrund zur Erkrankung gibt, können betroffene Menschen selbst gut gegensteuern, weiß Christoph Gulde, Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg: „Es ist durchaus normal, dass wir mit zunehmendem Alter etwas vergesslicher und schusseliger werden. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist dann wichtig. Vor allem Vitamin B, wie es in Hülsenfrüchten, Walnüssen, Trockenfrüchten oder in Schweinefleisch und Leber vorkommt, hält die grauen Zellen fit. Ausreichend Schlaf, nicht zu viel Alkohol, Sport und Bewegung wirken sich ebenfalls positiv aus.“ Auch das Lösen von Kreuzworträtseln oder Gedächtnisspiele wie Memory helfen, dass die Gehirnleistung nicht so stark zurückgeht. Gulde weiter: „Das Gehirn verhält sich da ähnlich wie ein Muskel. Was nicht regelmäßig trainiert wird, verliert an Leistungsfähigkeit und Kraft. Es konnte auch wissenschaftlich belegt werden, dass das Risiko, an Demenz zu erkranken, sinkt, wenn man auch im Alter geistig rege bleibt.“

Neben dem gesunden Lebensstil gibt es auch pflanzliche Wirkstoffe, deren förderliche Wirkung von Studien belegt wurde, erklärt Apotheker Christoph Gulde: „Ein bestimmter Ginkgo-Extrakt verbessert, wenn er in einer höheren Dosierung von 240 Milligramm pro Tag eingenommen wird, die geistige Aktivität und das Erinnerungsvermögen. Als Geheimtipp gilt die Brahmipflanze (lateinisch Bacopa monnieri), die auch unter der Bezeichnung Kleines Fettblatt bekannt ist. Hier gibt es den entsprechenden Extrakt als Tropfen, Kapseln oder auch als Tee.“ Auch dieser pflanzliche Wirkstoff beeinflusst die Gehirnleistung positiv, wie Studien belegen. Bei den häufig empfohlenen Taigawurzel- und Ginseng-Präparaten gibt es keine eindeutig in Studien nachgewiesenen Wirkungen. Hingegen konnte bei einem Lecithin aus der Sojabohne, nachgewiesen werden, dass es die Gedächtnisleistung verbessert

30.06.2016 – WWF und Apotheker gegen Plastiktüten

Stuttgart - Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg und der WWF sagen den Plastiktüten den Kampf an: Am 1. Juli startet die gemeinsame „Aktion Tütenlos“, mit der die Kundinnen und Kunden der Apotheker zum bewussteren Umgang mit Plastiktüten animiert werden sollen. Ziel ist es, den Verbrauch der umweltschädlichen Einwegtaschen zu senken. Pro eingesparter Tüte spenden die Apotheker zudem einen „Umweltcent“ an den WWF und unterstützen so zusätzlich die Umweltschutzarbeit der Organisation.

Die Kooperation knüpft an eine bereits laufende Aktion an. Seit Ende März setzt sich die Känguru-Kampagne des LAV Baden-Württemberg bereits dafür ein, dass in den Apotheken weniger Plastiktüten abgegeben werden. Die Kampagne mit dem Motto "Wir packen´s ohne Plastik" wurde von zahlreichen Apothekerverbänden in Deutschland übernommen. Das Aktionsmotiv zeigt ein Känguru, dass sein Junges im Beutel trägt. Der WWF wird als neuer Kooperationspartner die Aktion in Baden-Württemberg unterstützen: Der WWF-Panda macht sich nun gemeinsam mit dem Känguru dafür stark, dass weniger Tüten verbraucht werden.

Die Zusammenarbeit startet zum 1. Juli 2016, wenn auch die freiwillige Selbstverpflichtung des Handelsverbandes Deutschland (HDE) in Kraft treten wird. Frank Eickmann, Leiter Kommunikation des LAV: "Diese Vereinbarung des HDE schließt die Apotheken zwar nicht ein, aber die Rückmeldungen zu unserer Känguru-Kampagne zeigen uns schon seit Wochen, dass Apotheken auch freiwillig und ohne Verpflichtung sehr umweltbewusst agieren und sich gerne für die Verringerung des Plastikmülls einsetzen."

Dirk Barth vom WWF Deutschland erläutert die Hintergründe, warum Tüten eingespart werden müssen: "Die Abgabe von Einwegtüten verschwendet unnötig Energie und Ressourcen. Darum engagieren wir uns bei Aktionen, die aktiv daran arbeiten, dass Kunden beim Einkauf weniger Tüten benutzen. Heute verbraucht jeder Deutsche durchschnittlich 71 Tüten pro Jahr. Unser Panda und das Känguru des LAV in Baden-Württemberg werden nun gemeinsam daran arbeiten, das zu ändern." Die Systematik ist ganz einfach: Der Kunde verzichtet bei seinem Besuch in der Apotheke ganz bewusst auf eine Tüte und im Gegenzug spendet der Apotheker pro eingesparter Tüte einen Cent an den WWF. Dirk Barth: "Die Vorteile des Kunden bei unserer 'Aktion Tütenlos' liegen auf der Hand. Er schont die Ressourcen unserer Erde und tut über die Spende des Apothekers zusätzlich etwas Gutes für die Umwelt. Wir sind überzeugt davon, dass dieser doppelt positive Effekt zum Mitmachen anregt. Für uns als WWF war einfach wichtig, die Menschen für dieses Thema zu sensibilisieren und sie auf einfache Weise für den Umweltschutz zu gewinnen."

Die Aktion "Wir packen’s ohne Plastik" wird in vielen Apotheken umgesetzt, erklärt Frank Eickmann: "Fragen Sie als Kunde einfach danach oder halten Sie die Augen auf. Sehen Sie beispielsweise im Schaufenster oder am Beratungsplatz der Apotheke einen Hinweis mit dem Känguru und dem Panda, so beteiligt sich diese Apotheke an der Umweltaktion. Viele Apotheken haben auch einen Handzettel ausliegen, der die gemeinsame Aktion erläutert."

Mit einer einfachen Rechnung ermittelt jede Apotheke, wie viele Cents an den WWF zu spenden sind: Die Zahl der Kundeneinkäufe minus der Zahl der verkauften Plastiktüten ergibt die Zahl der gespendeten Spenden-Cents. Alle gesammelten Gelder fließen zweckungebunden in die Naturschutz-Projekte des WWF Deutschland. So können Apotheker mit ihren Kunden Cent für Cent Gutes tun. Die Teilnahme einzelner Apotheken an dieser Umwelt-Aktion ist freiwillig.

Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V. setzt sich für die unabhängige Beratung von Patienten, Gesundheitsprävention und die sichere Abgabe von Arzneimitteln ein. In Baden-Württemberg gibt es rund 2.600 öffentliche Apotheken. Der Verband vertritt die wirtschaftlichen und politischen Interessen seiner Mitglieder. Um das Wohl der Patienten kümmern sich im Land neben den approbierten Apothekerinnen und Apothekern auch rund 15.000 Fachangestellte, überwiegend Frauen, in Voll- oder Teilzeit.

Der World Wide Fund For Nature (WWF) ist eine der größten und angesehensten Umweltschutzorganisationen der Welt. In über 100 Ländern arbeitet der WWF für den Erhalt der biologischen Vielfalt. Ziel des WWF ist es, die weltweite Umweltzerstörung zu stoppen und eine Zukunft zu gestalten, in der Mensch und Natur im Einklang miteinander leben.

29.06.2016 – LAV Baden-Württemberg erfolgreich QM-zertifiziert

Stuttgart - Nach etwa einjähriger Vorbereitung wurde der Landesapothekerverband in Baden-Württemberg Ende Mai nach der national und international verwendeten Norm DIN EN ISO 9001:2015 erfolgreich auditiert. Am 16. Juni erfolgte die Zertifizierung. Auch seine wirtschaftenden Töchter, der LAV-SOFO-MARKT und die LAV Service GmbH, sowie das Hilfswerk Baden-Württembergischer Apothekerinnen und Apotheker erhielten das Qualitätszertifikat. So umfassend hat sich in Deutschland bisher noch kein anderer Apothekerverband der Zertifizierung erfolgreich gestellt.

Die Qualität der Dienstleistungen und Produkte des LAV und seiner Töchter ist das Aushängeschild des Verbandes. Um diese auch langfristig sicherzustellen, hatten Vorstand und Geschäftsführung Mitte 2015 beschlossen, neue Wege zu gehen. "Wir wollten durch externe Experten unsere Leistungen begutachten lassen. Wir sind der Meinung, dass nur die Organisationen, die in der Lage sind, ihre Arbeit selbstkritisch zu hinterfragen, in der Lage sein werden, ihre Leistungen und Produkte den dynamischen Veränderungen im Markt anzupassen und damit langfristig erfolgreich zu sein", erklärt Ina Hofferberth, Geschäftsführerin des LAV die Motivation, sich in Richtung der Zertifizierung zu entwickeln.

LAV-Präsident Fritz Becker ergänzt dazu noch einen weiteren Punkt: "Die Apothekenbetriebsordnung verlangt von uns Apothekern bekanntlich auch den Nachweis eines Qualitätsmanagementsystems. Der LAV hat für seine Mitglieder zur Erreichung dieser Anforderung viele Hilfestellungen entwickelt. Da war der Schritt, sich selbst ein QMS zu geben, eigentlich nur die logische Schlussfolgerung - denn auch hier will der LAV mit gutem Beispiel vorangehen."

Die Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2015 - dies ist die aktuellste zertifizierungsfähige Norm - wurde durch die CERT iQ Zertifizierungsdienstleistungen GmbH durchgeführt. Die externen Auditoren hatten den Verband und seine Töchter im Mai 2016 fünf Tage lang auf Herz und Nieren auditiert und bewertet. "Die externe Sicht der Gutachter hat dazu geführt, dass wir wichtige Hinweise erhalten haben, um unsere Leistungen in Zukunft noch besser zu gestalten. Für uns ist das ein sehr wichtiges Instrument, um unserer Verantwortung gegenüber unseren Mitgliedern, Kunden und Partnern gerecht zu werden", unterstreicht Hofferberth die Bedeutung des Projektes.

Mit der aktuellen DIN-Norm 9001:2015 war es dem LAV möglich, ein benutzerfreundliches und praxisnahes Managementsystem zu gestalten, das sich stark an die Bedürfnisse des Verbandes anpasst. Der LAV habe nicht nur seine eigene Arbeit auf den Prüfstand gestellt, sondern bei der normengerechten und detaillierten Erarbeitung der Grundlagen und der dahinter stehenden Prozesse viel über sich selbst gelernt, resümiert Hofferberth. Auch der über 30-köpfige Mitarbeiterstab des LAV und seiner Tochterunternehmen ist - gemeinsam mit der ehrenamtlichen Verbandsführung - stolz auf die erreichte Zertifizierung, in die viel Herzblut und Arbeit investiert wurde. Anfängliche Befürchtungen, der LAV könne durch die Festschreibung seiner Managementprozesse an Dynamik und Flexibilität verlieren, sind mittlerweile vollständig ausgeräumt, denn die aktuelle DIN-Norm ist genau darauf ausgelegt, auch weiterhin unternehmerisch, schnell und flexibel zu agieren und zu reagieren. LAV-Präsident Becker ist überzeugt: "Unser Grundanliegen der externen Überprüfung war richtig und leistet nun seinen Beitrag, den LAV und mit ihm die Apothekerschaft in Baden-Württemberg weiter nach vorne zu entwickeln. Denn ein starker Verband ist immer auch Ausdruck einer starken Mitgliederschaft - und andersherum stimmt der Satz genauso!" (ca. 3.644 Zeichen)

28.06.2016 – Harn-Inkontinenz betrifft viele

Stuttgart - Inkontinenz ist für Betroffene ein Thema, das leider noch zu oft mit einem Tabu belegt ist und über das deswegen nicht gerne gesprochen wird. Dabei sollte man die Scheu überwinden, denn unter Inkontinenz leiden mehr Menschen, als man denkt. Zwar sind vor allem ältere Menschen ab 80 Jahren am stärksten betroffen (30 Prozent), doch auch jüngere Frauen nach Geburten oder später in den Wechseljahren können unter Inkontinenz leiden. Schätzungen gehen davon aus, dass allein in Deutschland rund sechs bis acht Millionen Menschen an einer Form der Harninkontinenz leiden.

Inkontinenz wird grundsätzlich unterschieden in Harn- oder die seltenere Stuhlinkontinenz. Die Harninkontinenz kann sich als Belastungs- oder als Dranginkontinenz äußern. Die Belastungsinkontinenz geht meistens mit einem schwachen Beckenboden einher, erklärt Tatjana Zambo, Vorstandsmitglied des baden-württembergischen Landesapothekerverbandes: "Betroffene verlieren dann beim Niesen, Lachen, Hüpfen oder schweren Heben ungewollt Urin. Bei der Dranginkontinenz liegt eine Blasenspeicherungsstörung vor. Bereits geringe Mengen an Urin in der Blase lösen einen Harndrang aus, was dazu führt, dass sich der Blasenmuskel unwillkürlich zusammenzieht und es zu ungewolltem Wasserlassen kommt." Daneben können Erkrankungen wie beispielsweise Prostataerkrankungen bei Männern auch Inkontinenzen nach sich ziehen. Zambo weiter: "Es ist immer wichtig, dass jemand mit einer Inkontinenz sich sachkundig beraten lässt. Mit den entsprechenden Hilfsmitteln wie Einlagen oder speziellen Höschen können Betroffene ein fast normales Leben führen. Bei schwereren Formen kann auch ein Arzt diese Produkte verordnen. Wir sind auch dankbar, dass gerade politische Anstrengungen unternommen werden, die Qualitätsanforderungen für die Hilfsmittel, die von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden, anzupassen, so dass von Inkontinenz Betroffene gute und effiziente Produkte erhalten."

Inkontinenzprodukte müssen eine gute Auslaufsicherheit haben. Die aufgefangene Flüssigkeit muss vom Produkt geruchsneutral gehalten werden und die Oberfläche muss dabei trocken bleiben. Sonst kann es bei Betroffenen schnell zu unangenehmen wunden Stellen oder Pilzinfektionen kommen. Gerade Inkontinenzslips müssen eine gute Passform haben. Die Bündchen dürfen nicht einschneiden, aber auch nicht zu locker sitzen. "Um hier das passende Produkt zu finden, gibt es diskrete Beratung in den Apotheken", zeigt Zambo auf. "Anhand der Trinkmenge, den Trinkgewohnheiten und der Ausprägung der Inkontinenz können wir zusammen mit dem Kunden nach dem optimalen Produkt suchen. Die meisten Apotheken haben auch Beratungsräume oder -ecken, wo in einem geschützten Rahmen auch Produkte gezeigt und erläutert werden können." (ca. 2.750 Zeichen)

08.06.2016 – Gemeinsame Pressemitteilung des Hilfswerks der Baden-Württembergischen Apothekerinnen und Apotheker e. V. und ARCHE IntensivKinder: Apotheker spenden 7.500 Euro für dauerbeatmete Kinder

Stuttgart - Mit einer Spendensumme von 7.500 Euro unterstützt das Hilfswerk der Baden-Württembergischen Apothekerinnen und Apotheker die Arche IntensivKinder in Kusterdingen, Landkreis Tübingen. Aktuell hat die ARCHE die Aktion „Ein Klassenzimmer für Robin“ gestartet, denn im Sommer 2016 werden einige der ARCHE-Kinder schulpflichtig. Die ARCHE baut ein neues Haus und Klassenzimmer, die auf die Bedürfnisse der Kinder zugeschnitten sind.

Christoph Gulde, Vizepräsident des Hilfswerks und des baden-württembergischen Landesapothekerverbandes: "Es gibt bisher keine geeignete optimale Beschulungsmöglichkeit für die beatmeten ARCHE-Kinder. Kinder wie Robin benötigen neben speziell ausgestatteten Klassenräumen mit entsprechenden Lehrmitteln und Lehrern immer eine Kinder-/Krankenpflege-Fachkraft im Hintergrund, die im medizinischen Notfall sofort eingreifen kann. Wir Apotheker möchten dieses Engagement unterstützen und uns an dieser Aktion beteiligen."

In der Arche leben Kinder, die aufgrund schwerer Operationen, angeborener Muskel- oder Stoffwechselerkrankungen, Unfällen oder ähnlichem dauerhaft beatmet werden müssen. Ein Leben in der eigenen Familie ist für sie aufgrund der nötigen intensivmedizinischen Pflege nicht möglich.

Ihnen bietet die ARCHE IntensivKinder ein Zuhause und ihren Eltern die Gewissheit, dass ihr Kind sicher und warmherzig aufgehoben ist. Fachpflegekräfte, Pädagogen und Therapeuten sorgen liebevoll für die Kinder, die in kleinen Gruppen wie Geschwister miteinander aufwachsen.

Im Jahr 2005 hat Annette Widmann-Mauz MdB die Schirmherrschaft über den Förderverein ARCHE Noah übernommen. BOOTschafter der ARCHE sind der Schauspieler Richy Müller, der World Champion Illusionist Julius Frack, die Profi-Triathletin Svenja Bazlen, der Ringer-Weltmeister 2015 im griechisch-römischen Stil Frank Stäbler, Box Champion Firat Arslan sowie der Musiker und Extremsportler Joey Kelly. (ca. 1.892 Zeichen)

06.06.2016 – Immer da, wenn man sie braucht: Die Apotheke vor Ort

Stuttgart - Wer krank ist, der benötigt schnellen Rat und Hilfe. Die meisten Menschen gehen mit leichteren Erkrankungen gleich in ihre Apotheke vor Ort.

Das Team kennt die Kundinnen und Kunden häufig persönlich – und weiß, welche Arzneimittel gut vertragen werden und welche zur Behandlung gut geeignet sind. Und: Apotheken sind auch an Wochenenden, Feiertagen und in der Nacht für ihre Kunden da, hebt Fritz Becker, Präsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg hervor: „Im Nacht- und Notdienst garantieren die bundesweit rund 20.000 öffentlichen Apotheken eine flächendeckende Arzneimittelversorgung rund um die Uhr. Etwa 1.400 Apotheken versorgen pro Nacht sowie an Sonn- oder Feiertagen akut erkrankte Patienten. Pro Jahr werden bei etwa 510.000 Notdiensten rund sieben Millionen Arzneimittel außerhalb der regulären Öffnungszeiten abgegeben.“ Dabei handelt es sich je zur Hälfte um rezeptpflichtige und rezeptfreie Präparate. Besonders Eltern mit kleinen Kindern lösen häufig Rezepte von Kinderärzten im Notdienst ein.

Die niedergelassene Apotheke vor Ort ist ein wichtiger Pfeiler unserer Gesundheitsversorgung, darauf soll zum Tag der Apotheke speziell aufmerksam gemacht werden. Zu den weiteren Leistungen gehört, dass die meisten Apothekerinnen und Apotheker Medikamente für kranke oder bewegungseingeschränkte Menschen auch bis nach Hause liefern. Becker: „Über diesen Service der deutschen Apotheken werden täglich rund 250.000 Botendienste ausgeführt. Wir stellen so sicher, dass kranke Menschen ihre Medikamente schnell und sicher bis ans Krankenbett geliefert bekommen.“

Die Vorteile des Services aus der Apotheke liegen auf der Hand: Medikamente können einfach per Telefon, Fax, manchmal per Mail oder auch persönlich in der Apotheke bestellt werden. Das Rezept muss nicht erst mit der Post verschickt werden. Fritz Becker: „Dadurch verlieren unsere Patienten keine Zeit, denn in der Regel kann die Apotheke am Ort das Rezept noch am gleichen Tag beliefern. In der Apotheke gibt es auch keine Mindestbestellmengen und auch keine Extragebühren.“

Die niedergelassene Apotheke steht für Arzneimittelsicherheit. Hier werden Arzneimittel auf Herz und Nieren geprüft, die Verteilerwege vom Hersteller über den Großhandel und die Apotheke bis in die Hände des Patienten sind nachvollziehbar. Wer seine Medikamente über dubiose Versandwege bezieht, läuft Gefahr, gefälschte Arzneimittel zu bekommen. Medikamente mit falscher, erhöhter oder gar keiner Wirkung können die Folge sein und ernste Schäden für die Gesundheit anrichten. Nach Angaben der Zollbehörden werden besonders häufig Antibiotika, Schlaf- oder Schmerzmittel und potenzsteigernde Medikamente gefälscht und über das Internet angeboten.

Nicht für jedes Krankheitsbild gibt es Fertigarzneimittel. Manchmal ist es deshalb nötig, für Patientinnen und Patienten individuelle Arzneimittel wie Salben, Cremes oder Tropfen herzustellen. Solche Rezepturen werden besonders häufig für Kinder benötigt, erklärt Becker. „Hier gibt es oft keine passenden Fertigarzneimittel. Für sie fertigen die Apotheken individuell Medikamente als Rezepturen an. Das ist oftmals ein aufwändiger Prozess. Die Apotheken fordern von der Politik, dass hier die Vergütung angehoben wird, damit diese kompetente Leistung auch angemessen honoriert wird.“ (ca. 3747 Zeichen)

25.05.2016 – Neue Internetseite für den LAV Baden-Württemberg

Stuttgart - In frischer und moderner Optik tritt der Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V. (LAV) auf seiner Internetseite www.apotheker.de auf, die zum 20. Mai einen Relaunch erfahren hat. Eine starke inhaltliche Orientierung auf die eigenen Mitglieder kombiniert der Verband mit Informationen rund um die Apotheke und ihre Leistungen. Besonders geschützte Informationsbereiche sind den Verbandsmitgliedern und ausgewählten registrierten Nutzern vorbehalten.

Dynamische Navigationselemente helfen dem Nutzer, sich in dem inhaltreichen Gesamtauftritt zu orientieren. Für jeden Nutzer sichtbar sind dabei zunächst die öffentlichen Bereiche "Der Verband" und "Die Apotheke". Auf den exklusiven internen Bereich haben im Weiteren nur LAV-Mitglieder und auch erst nach individueller Registrierung Zugriff. Dort findet jedes Mitglied neben vielen verbandsspezifischen und Arbeitgeber-Informationen auch die Möglichkeit, für jede eigene Apotheke einen sogenannten Team-Account zu erstellen. Mit diesen speziellen Zugangsdaten können sich dann die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Mitglieds einwählen und haben so exklusiven Zugriff auf das Taxationsportal "Elektronischer Weißer Ordner". Hier gibt es Unmengen von Informationen rund um das Rezept, den Apothekenalltag und vor allem zu Vertrags- und Taxationsfragen. Vom elektronischen Weißen Ordner ausgelangen die Nutzer auch zur elektronischen Abbildung des Leistungskatalogs für Apotheken (LeiKa), ein Bereich, der auch Nutzern weiterer Apothekerverbände überspezielle Login-Seiten zur Verfügung steht.

"Es war ein hartes Stück Arbeit, denn wir haben nicht nur Tausende von Unterseiten in eine neue Struktur und in ein neues Layout überführt, sondern zusätzlich ein neuentwickeltes technisches Grundkonzept implementiert und uns insgesamt technologisch an die heutigen Anforderungen angepasst", erklärt Frank Eickmann, Leiter Kommunikation beim LAV die Entwicklung der neuen Seite. Während Texte, Bilder und Dateien eine neue inhaltliche Bündelung und Strukturierung erfahren haben und sich auch dem Nutzer und seinem Endgerät anpassen, sieht der Anwender andere wesentliche Stärken des neuen Internetauftritts gar nicht. So laufen im Hintergrund der Seite Kommunikationsprozesse zwischen unterschiedlichen Servern ab, die über speziell programmierte Schnittstellen und hohen Verschlüsselungsstandards miteinander Daten austauschen. "Das macht es uns möglich, unseren Nutzern nach ihrer Anmeldung zum geschützten Mitgliederbereich individuell Informationen zuzuspielen, die bei Bedarf auch geändert werden können und automatisiert an den LAV zurückgespielt werden", erklärt Eickmann weiter.

Technisch gesehen müssen über die programmierten Schnittstellen verschiedene Betriebssysteme mit darauf installierten unterschiedlichen Anwender- und Dienstprogrammen miteinander kommunizieren. Für die Umsetzung dieser anspruchsvollen Aufgabe war die Agentur Cyrano aus Münster verantwortlich, die zum Start des Projektes das Agentur-Auswahlverfahren für sich entscheiden konnte. "Wie bei jedem technologischen Projekt gab es auch bei uns viele unerwartete Problemstellungen, die uns zwar in der Zeit etwas zurückgeworfen haben, aber letztlich mit viel Fleiß und höchstem technischen Know-how durch die Programmierer der Agentur gelöst werden konnten", erklärt Eickmann. Selbstverständlich wird der Internetauftritt weiter wachsen und auch um weitere Dienste und Services angereichert werden. Für diese Weiterentwicklung ist im LAV der Referent für Online-Kommunikation Simon Veeser zuständig.

Seine Aufgabe war es auch, die vielfältigen redaktionellen Inhalte in die neue Seite einzuarbeiten, sie dem Nutzer möglichst einfach und intuitiv anzubieten und den Kontakt zu den Programmieren und Technikern der Agentur und der mit dem Auftritt verwobenen Dienstleister zu halten. Veeser weiß: "Es steckt unendlich viel Fleißarbeit in unserem neuen Auftritt. Aber wir sind auch sehr stolz darauf, unseren Mitgliedern und allen Nutzern eine Internetseite auf diesem hohen Niveau anbieten zu können." (ca. 4.030 Zeichen)

13.05.2016 – Zu dick, zu dünn: So finden Sie Ihre goldene Mitte

Stuttgart - Auch in Europa und Deutschland wächst die Zahl deutlich übergewichtiger Menschen, sodass zum anstehenden europäischen Adipositas-Tag am 17. Mai auf die damit verbundenen Gesundheitsprobleme aufmerksam gemacht wird. Ebenso gibt es aber auch einen Anstieg von Menschen, die sich aufgrund eines verschobenen Körpergefühls zu dick fühlen. Diese Fehleinschätzung des eigenen Körperbildes beginnt leider sehr häufig schon bei Kindern und kann zu einem falschen bis hin zu krankhaftem Essverhalten führen.

Anstelle starrer Vorgaben, wie Sie früher für ein Normal- oder gar ein Idealgewicht zugrunde gelegt wurden, steht immer mehr ein gesundes normales Wohlfühlgewicht im Vordergrund, fasst der Vizepräsident des Landesapothekerverbandes (LAV) Baden-Württemberg, Christoph Gulde, die neuesten Entwicklungen zusammen: "Gottseidank kommt man von dem Schablonendenken weg. Als Richtwert kann man sich am Body-Mass-Index, kurz dem BMI, orientieren.* Das ist eine Maßzahl für die Bewertung des Körpergewichts eines Menschen in Relation zu seiner Körpergröße. Ideal galt lange ein BMI vom 19,5 oder 20. Man hat mittlerweile in zwei Studien herausgefunden, dass auch ein etwas höherer BMI-Wert von 25 oder 27 durchaus ein gesundes Gewicht sein kann. Es hängt stark von der Lebensweise, der Ernährung und dem Bewegungsverhalten ab. Die neue grundlegende Botschaft zum Körpergewicht ist: Leichtes Übergewicht ist nicht immer gleichzusetzen mit ungesund."

Apotheken messen auch Blutzucker- und Cholesterinwerte
Es geht deutlich hin zu einer ganzheitlichen Betrachtungsweise des Gesundheitsstatus, anstatt nur auf das Gewicht abzuheben. Aussagekräftig sind eher Blutzucker- oder Cholesterinwerte, die einen Hinweis auf beginnende Erkrankungen geben können. Eine schnelle Überprüfung dieser Blutwerte bieten auch viele Apotheken ohne Wartezeit gegebenenfalls gegen eine kleine Gebühr an.

Eine deutliche Grenze gilt jedoch nach wie vor als wichtiger Anhaltspunkt. Ab einem BMI von über 30 spricht man von einer Adipositas, was übersetzt Fettsucht heißt. Gulde: "Das ist ein massives Übergewicht, welches eindeutig gesundheitsschädlich ist. Es treten dann Herz-Kreislauf-Erkrankungen und natürlich häufiger auch Gelenkschäden auf. Sehr dicke Menschen haben ein vielfach erhöhtes Risiko, an Diabetes zu erkranken. Sobald man sein Gewicht wieder reduziert, nehmen auch die Risiken deutlich messbar wieder ab."

* Der BMI errechnet sich folgendermaßen: Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch Körpergröße in Metern zum Quadrat. Wer sich unsicher ist, kann sich seinen BMI in den meisten Apotheken ermitteln lassen. Auch im Internet finden sich zahlreiche BMI-Rechner. Am besten einen Rechner wählen, der zwischen Männern und Frauen unterscheidet und bei dem man auch sein Alter eingeben kann. (ca. 2.710 Zeichen)

03.05.2016 – Händewaschen nicht vergessen - denn Hygiene hält gesund

Stuttgart - Richtige Hygiene beginnt Tag für Tag am Waschbecken: Wer sich die Hände richtig wäscht, verhindert Krankheiten bei sich und bei anderen. Mit einigen einfachen Handgriffen wird die Handhygiene bei Groß und Klein noch effektiver. Beim Händewaschen spielt auch die Zeit am Waschbecken eine große Rolle - die meisten waschen ihre Hände zu kurz und tragen so ansteckende Bakterien und Viren weiter.

Egal, ob Erkältungen oder Magen-Darm-Erkrankungen: Wer sich und seine Familie vor Ansteckungen schützen will, sollte vor allem die Handhygiene im Auge behalten. Der Vizepräsident des Landesapothekerverbandes (LAV) Baden-Württemberg, Christoph Gulde erklärt: "Mit unseren Händen fassen wir jeden Tag viele Dinge an - vom Wechselgeld über Türklinken und Haltegriffe in öffentlichen Verkehrsmitteln bis hin zum Händeschütteln zur Begrüßung. Auch unsere Handys, Smartphones und Tablets, die wir ständig bedienen, sind wahre Keimschleudern. Mit unseren Händen berühren wir auch unsere Mitmenschen, greifen uns ins Gesicht, putzen uns die Nase und nehmen Essen zu uns. Bei all diesen Dingen verteilen wir Keime, die Krankheiten übertragen können. Allein regelmäßiges Händewaschen reduziert die Keimquote auf ein Tausendstel." 

Nass machen reicht nicht
Die richtige Technik ist jedoch entscheidend, ob die Hände nach dem Waschen nur nass oder wirklich sauber sind, weiß Gulde: "Händewaschen heißt, ich befeuchte meine Hände vollkommen bis zum Handgelenk. Danach nehme ich Seife, wasche meine Handinnenflächen, beide Handrücken und ich wasche mit verschränkten Fingern die Zwischenräume zwischen den Fingern. Nicht vergessen werden sollten anschließend die beiden Daumen, die Fingerkuppen und die Nägel. Erst danach spüle ich die Seife komplett wieder ab. Dieser Vorgang soll 20 bis 30 Sekunden dauern. Erst dann sind die Hände wirklich sauber gewaschen." Die Weltgesundheitsorganisation rät auf ihrer Seite, dass man zweimal das Lied "Happy Birthday" summen soll, um die richtige Dauer fürs Händewaschen zu stoppen.

Hygienisches Händeabtrocknen gelingt am besten mit einem Einweghandtuch. Apotheker Gulde: "Der Umwelt zuliebe sollte man auch wirklich nur ein Papierhandtuch nehmen. Gebläsetrockner schneiden gar nicht gut ab. Untersuchungen haben ergeben, dass rund um die Heißlufttrockner erhöhte Keimzahlen zu finden sind. Das warme Klima dort ist ideal für deren Vermehrung."

Ganz normale Seife ist meist ausreichend
Wer lange genug und mit der richtigen Technik seine Hände wäscht, der muss gar nicht auf spezielle, desinfizierende Seifen oder Reinigungstücher zurückgreifen, so Christoph Gulde: "Zur Desinfektion würde ich wirklich nur greifen, wenn in der Familie beispielsweise das aggressive Noro-Virus mit Durchfall und Erbrechen grassiert. Dann sind zusätzliche Hygienemaßnahmen vielleicht angebracht. Wenn dies der Fall ist, dann wird die Handdesinfektion nach der gründlichen Handwäsche angewendet. Das Desinfektionsmittel wird dann in ausreichender Menge in die Hand genommen. Alle Bewegungen vom Händewaschen werden ausgiebig wiederholt. Dabei sollen die Hände an der Luft trocknen. Auch das sollte wieder mindestens eine halbe Minute dauern. Bei manchen Produkten empfiehlt der Hersteller sogar eine längere Einwirkzeit, die eingehalten werden muss." (ca. 3.183 Zeichen)

26.04.2016 – Atmen ist Leben: Asthma-Patienten brauchen Beratung

Stuttgart - Asthma-Erkrankungen und die damit verbundene Kurzatmigkeit, teilweise bis hin zu einer bedrohlichen Atemnot, stellen für betroffene Menschen eine deutliche Einschränkung im täglichen Leben dar. Asthma, als chronische entzündliche Erkrankung der Atemwege, kommt in beinahe allen Altersgruppen vor - jedoch zeigt die Entwicklung, dass mit etwa zehn Prozent verstärkt Kinder betroffen sind. Beim Rest der Bevölkerung geht man von fünf Prozent Erkrankter aus.

Wer unter Allergien wie Heuschnupfen leidet, hat auch ein höheres Risiko, an Asthma zu erkranken. Arzneimittel zum Inhalieren sind für Erkrankte häufig das Mittel der Wahl, da die Wirkstoffe so bis direkt in die Lunge aufgenommen werden können. Damit solche Asthma-Sprays richtig wirken können, ist es wichtig, dass sie korrekt angewendet werden.

Asthma-Medikamente werden verschiedentlich angewendet
Generell wird in zwei unterschiedliche Spraysysteme unterschieden, erläutert der Vizepräsident des Landesapothekerverbandes (LAV) Baden-Württemberg, Christoph Gulde: "Es gibt die Dosieraerosole und Pulverinhalatoren. Bei den Dosieraerosolen wird ein Sprühstoß des Medikamentes ausgelöst, der fast gleichzeitig eingeatmet wird. Bei den Pulverinhalatoren wird durch Drehen eine vorbestimmte Menge des Wirkstoffs in Pulverform bereitgestellt. Mit einem ziehenden Einatmen wird das Medikament dann inhaliert. Insgesamt gibt es über 20 Modelle an Asthma-Medikamenten, die jeweils auch in der Anwendung leicht unterschiedlich sind."

Für Patienten ist es darum wichtig, dass sie sich auch in der Apotheke das System nochmals genau erklären lassen, so Gulde: "Studien haben gezeigt, dass zwischen 50 und 80 Prozent aller Patienten Fehler bei der Anwendung ihrer Asthma-Medikamente machen. Dadurch werden verschiedene Dinge ausgelöst: der Patient nimmt zu wenig oder zu viel Wirkstoff auf, entsprechend steigt dann der Medikamentenverbrauch an. Bei Unterdosierung kann es zu häufigeren Asthma-Attacken kommen, die im schlimmsten Fall auch zu vermehrten Klinikeinweisungen führen können. Auch Nebenwirkungen wie Pilzinfektionen im Mund treten bei falscher Anwendung von Asthma-Sprays mit Kortison verstärkt auf. Wer sein Asthma-Medikament nicht richtig einnimmt, der leidet mehr an seinen Symptomen und büßt viel an Lebensqualität ein."

Weil die Beratung auch durch die Apotheken einen nachgewiesenen Zusatznutzen für die Patienten bringt, ist diese auch in der nationalen Versorgungsleitlinie für Asthma-Kranke seit 2009 ausdrücklich erwähnt. (ca. 2.437 Zeichen)

07.04.2016 – "Ich packe in meinen Koffer..." - Auch im Alter mit guter Vorbereitung unbeschwert verreisen

Stuttgart - Damit die schönste Zeit des Jahres nicht von gesundheitlichen
Problemen überschattet wird, gehört zu einer gelungenen Urlaubsvorbereitung auch die Zusammenstellung der Reiseapotheke. Dies gilt speziell, wenn ältere Menschen verreisen. Der grundsätzliche Tipp lautet: Wer dauerhaft Medikamente einnimmt, sollte diese in ausreichender Menge von zuhause mitnehmen. Bei Flugreisen kann es bei manchen Arzneimitteln außerdem sinnvoll sein, eine Bescheinigung über die mitgeführten Medikamente für Grenz- und Gepäckkontrollen dabei zu haben. Dieses Papier kann der Hausarzt bei Bedarf ausstellen.

Bei Fernreisen sollte man unbedingt mit dem Arzt oder Apotheker vor der Abreise besprechen, wie sich eine Zeitverschiebung zur Arzneimitteleinnahme verhält. Christoph Gulde, Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg erläutert: „Gegebenenfalls muss der Einnahmezeitpunkt oder -rhythmus angepasst werden. So lässt es sich vermeiden, dass es bei der Medikation zu unerwünschten Reaktionen kommt. Außerdem sollte man bei Reisen in heiße Regionen darauf achten, dass manche Darreichungsformen wie Kapseln oder Zäpfchen nicht unbedingt geeignet sind. Wenn es am Urlaubsort sehr warm ist oder dort eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht, wirkt sich das negativ auf die Medikamente aus. Apotheken können in solchen Fällen beraten, ob es die Wirkstoffe vielleicht in anderen Darreichungsformen gibt.“

Speziell insulinpflichtige Diabetiker sollten sich vor Reisebeginn ausführlich beraten lassen, so Christoph Gulde: „Für sie ist es unter Umständen wichtig, auf Reisen immer den doppelten Vorrat an Insulin und Applikationssystemen in unterschiedlichen Koffern mit sich zu führen, falls ein Koffer verloren geht. Wer einen Insulin-Pen nutzt, sollte auch an einen Ersatz-Pen oder Spritzen mit Insulinfläschchen zur Sicherheit denken. Denn: Nicht immer ist jedes Pen-System auch in jedem Land erhältlich.“

Diabetiker sollten besonders bei Hitze und Kälte auf den besonderen Schutz ihrer Füße achten. Durch Nervenerkrankungen über den Diabetes kann es viel schneller zu Verbrennungen oder Erfrierungen kommen. „Schon der Gang über sehr heißen Sand am Strand kann beispielsweise gefährlich werden, weil Diabetiker die Hitze nicht richtig spüren können“, warnt der Apotheker.

06.04.2016 – LAV Baden-Württemberg startet Mitgliederbefragung

Stuttgart - Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V. (LAV) ruft seine Mitglieder vom 6. April an zu einer Befragung auf, mit der die Zufriedenheit mit den vom Verband angebotenen Dienstleistungen gemessen werden soll. Der Fragebogen wird über die Internetseite des Verbandes online angeboten und steht Verbandsmitgliedern exklusiv zur Beantwortung zur Verfügung.

„Uns interessiert vor allem, wie die Kerndienstleistungen unseres Verbandes bei unseren Mitgliedern wahrgenommen werden“, erklärt Geschäftsführerin Ina Hofferberth. Abgefragt würden dabei neben Service-Angeboten des Verbandes auch Dienstleistungen der Tochterunternehmen LAV-SOFO-MARKT und der Fortbildungstochter LAV-Akademie. „Wir verstehen uns – neben unserer wichtigen politischen und vertragspolitischen Arbeit – vor allem als Dienstleistungsverband“, so Hofferberth weiter, „und da ist es wichtig, ständig an der Qualität der angebotenen Leistungen zu arbeiten und sie hin und wieder auch zu überprüfen.“ Dazu wird der LAV von nun an jährlich seine Mitglieder detailliert befragen. Das Ziel: „Unsere Mitglieder sollen uns dabei helfen, noch besser zu werden und noch zielgenauer die Bedürfnisse, die im Apothekenalltag entstehen, zu bedienen!“

Das Ausfüllen des online-Fragebogens dauere nur wenige Minuten, erklärt der Verband. Neben geschlossenen Fragen gäbe es auch die Möglichkeit, über Freitextfelder Anregungen an den Verband weiterzugeben oder direktes Lob oder Kritik zu äußern.

Der Datenschutz habe bei dem gesamten Projekt eine besonders hohe Priorität. „Alle Antworten werden anonym abgegeben“, versichert Hofferberth. Zu keinem Zeitpunkt könne von den eingetragenen Antworten auf den Antwortgeber rückgeschlossen werden.

Der LAV bittet seine Mitglieder, noch bis zum 6. Mai an der Befragung teilzunehmen. Je mehr Mitglieder sich beteiligten, desto besser und punktgenauer könnten entsprechende Ergebnisse analysiert werden. Die Befragung ist über den passwortgeschützten Mitgliederbereich des online-Angebots des Verbandes erreichbar.

30.03.2016 – Neue Homepage LAV-Akademie erfolgreich gestartet

Stuttgart - Die LAV-Akademie des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg präsentiert sich seit kurzem mit einer neuen Homepage. Der erfolgreiche Relaunch des Auftrittes unter www.lav-akademie.de bringt für alle Nutzer mehr Übersichtlichkeit über das komplette Angebot, hebt LAV-Geschäftsführerin Ina Hofferberth hervor: "Dem Team der LAV-Akademie war es besonders wichtig, dass alle Interessenten rasch die passenden Fortbildungen oder kostenfreie Infoveranstaltungen zu ihren Themen finden können. Auch die dazu gehörenden Buchungsvorgänge wurden ganz einfach und nutzerfreundlich gestaltet."

Hofferberth: "Schon unmittelbar nach dem Start konnten wir sehen, dass es zahlreiche Anmeldungen zu den angebotenen Veranstaltungen gegeben hat. Es ist immer ein gutes Zeichen, wenn sich Neuerungen den Nutzern wie von selbst erklären." Die LAV-Akademie verzeichnete seit dem Going-online am 9. März schon zahlreiche positive Rückmeldungen der Nutzer. Die neue Homepage wurde als "sehr übersichtlich, klar und schön" und "visuell ansprechend aufgebaut" gelobt. Viele Nutzer empfinden die Neugestaltung als insgesamt "sehr gelungen".

Neuerdings individuelle Seminar-Wunschliste anlegbar
Jede Veranstaltung wird auf einer separaten Seite ausführlich inhaltlich und mit Blick auf die Lernziele beschrieben, die Referenten werden vorgestellt und eine Favoriten-Merkliste erleichtert das Stöbern in dem umfangreichen Angebot von 145 geplanten Seminaren und 78 geplanten Informationsveranstaltungen. Eine komfortable Suchfunktion ermöglicht ein Sortieren nach Themen-Schlagworten, dem Veranstaltungstitel, einem Referenten oder nach einer Stadt als Austragungsort. Geschäftsführerin Ina Hofferberth: "Bei jeder Veranstaltung befindet sich auch ein Hinweis, ob die Teilnahme an einer Veranstaltung gegebenenfalls mit Fördergeldern bezuschusst werden kann."

Eine Kopfzeile erleichtert das einfache Sortieren, nach den Informationsangeboten für Apothekerinnen und Apotheker sowie nach Veranstaltungen, die sich an pharmazeutisches oder nichtpharmazeutisches Personal richten. Eine Übersichtsliste hält Informationen über Termin, Ort und den Buchungsstand bereit. Fähnchen weisen zusätzlich auf neue oder auch kostenfreie Angebote hin.

Hofferberth: "Damit Buchungen schnell abgeschlossen werden können, genügt eine einmalige Registrierung. Dann sind alle nötigen Daten hinterlegt und müssen nicht jedes Mal neu eingegeben werden." Die neue Webpräsenz der LAV-Akademie rundet so das bestehende Angebot ab, dass Mitglieder des LAV Baden-Württemberg und deren Teams jederzeit kompetent bei der Umsetzung von Fortbildungs- und Schulungsmaßnahmen unterstützt werden. (ca. 2.567 Zeichen)

24.03.2016 – Apotheker packen's ohne Plastik

Stuttgart - Die baden-württembergischen Apothekerinnen und Apotheker unterstützen das Anliegen der Europäischen Union und des Bundesumweltministeriums, den Verbrauch von Plastiktüten deutlich zu reduzieren. Mit einer breit angelegten Kampagne unter dem Slogan "Nein danke - ich brauche keine Tüte", die zum April starten wird, animieren sie ihre Kundinnen und Kunden, "Nein" zur Plastiktüte zu sagen - der Umwelt zuliebe.

"Wir wollen als zuständiger Wirtschaftsverband gemeinsam mit den bei uns zusammengeschlossenen Apotheken aktiv den Umweltschutz fördern und haben uns deshalb entschlossen, der Plastiktüte den Kampf anzusagen", erklärt Christoph Gulde, Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg e. V. (LAV), die Aktion. Die Mitgliedsapotheken seien dazu aufgerufen, die Aktion aktiv zu unterstützen und für die Abgabe einer Plastiktüte vom Kunden einen kleinen Obolus zu verlangen.

Beitrag zu weniger Plastikmüll
Das Aktionsmotiv zeigt ein Känguru, dass sein Junges im Beutel trägt. "Wir packen's ohne Plastik" lautet die Botschaft, die die Apotheken an ihre Kundinnen und Kunden kommunizieren. Hintergrund der Aktion ist die Umsetzung einer europäischen Richtlinie zur Reduktion des Verbrauchs an Kunststofftragetaschen, die üblicherweise von Verbrauchern nicht oder nur selten wiederverwertet werden. Bis 2019 soll der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch in der EU von durchschnittlich circa 200 auf 90 Plastiktüten, bis Ende 2025 auf maximal 40 Tüten pro Bürger und Jahr sinken. In Deutschland verbrauchen Bürger derzeit durchschnittlich 71 Plastiktüten pro Jahr. Als eine Maßnahme sieht die EU-Richtlinie vor, die Tragetaschen künftig nur noch kostenpflichtig abzugeben.

"Wir finden das richtig", sagt Gulde entschlossen - und weiß sich und seinen Verband dabei in guter und großer Gesellschaft. Rund 83 Prozent der Bundesbürger befürworten einer aktuellen Umfrage zufolge den Ansatz der EU und die Umsetzung durch den Einzelhandel. Weitere zehn Landesverbände der Apothekerschaft unterstützen ebenfalls die Apotheken-Kampagne und nutzen das in Baden-Württemberg entwickelte Material.

Handtaschen und Körbe sind wiederverwendbare Alternativen
"Es geht doch insgesamt vor allem darum, die Verbraucherinnen und Verbraucher zu sensibilisieren, möglichst keine Plastiktüte für den Transport ihrer Einkäufe zu nutzen", erklärt Gulde. Deshalb habe sich der Verband der Umwelt zuliebe entschlossen, aktiv zu werden. In teilnehmenden Apotheken wird ab April ein kleiner Betrag fällig, wenn die Kundin oder der Kunde eine Tüte haben möchte. Oft könnten aber gerade Arzneimittel, die in der Apotheke besorgt werden und die in aller Regel nicht besonders groß sind, einfach in die Handtasche oder in den mitgebrachten Korb gesteckt werden, weiß Gulde aus Erfahrung.

Die Teilnahme einzelner Apotheken an dieser Umwelt-Aktion ist freiwillig. Gulde rechnet aber damit, dass sich viele Apotheken beteiligen werden. Er selbst wird die Aktion in seiner Apotheke selbstverständlich auch umsetzen. "Das Ziel ist richtig und gut und der Aufwand für uns Apotheker und für unsere Kunden ist gering! Mein Team und ich werden unsere Kundinnen und Kunden ganz aktiv dazu animieren, möglichst keine Plastiktüte zu benutzen." Er rechne mit einer insgesamt positiven Reaktion seiner Kunden. (ca. 3.097 Zeichen)

24.03.2016 – "Wir packen's ohne Plastik": "Känguru"-Aktion der Apothekerverbände sagt Plastiktüten den Kampf an - Start zum 1. April

Stuttgart - Mit einer breit angelegten Plakat-Aktion unterstützen viele Apotheken in Deutschland das Anliegen der Europäischen Union und des Bundesumweltministeriums, den Verbrauch von Plastiktüten deutlich zu reduzieren. Die vom Landesapothekerverband Baden-Württemberg entwickelte Kampagne wird auch in den Apothekerverbänden und -vereinen in Thüringen, Nordrhein, Westfalen-Lippe, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern zum Einsatz kommen.

Durch diese Kooperation wird mehr als jede zweite Apotheke in Deutschland die Aktion begleiten können. Zum 1. April können die Mitglieder der Apothekerverbände das entwickelte Material in ihren Apotheken zum Einsatz bringen. "Es geht dem Ministerium insgesamt vor allem darum, die Verbraucherinnen und Verbraucher zu sensibilisieren, möglichst keine Plastiktüte für den Transport ihrer Einkäufe zu nutzen, um so den Gesamtverbrauch zu senken", erklärt Frank Eickmann, Leiter Kommunikation beim LAV Baden-Württemberg die Aktion. Deshalb habe man sich in der Kommunikation für den Slogan "Nein danke, ich brauche keine Tüte!" entschieden - eine klare Botschaft, die direkt vom Kunden ausgeht.

Apotheken werben mit Känguru für den Schutz der Umwelt
"Wir wollen den Apothekenkunden gegenüber keinesfalls oberlehrerhaft auftreten. Im Gegenteil: Wir wollen das gemeinsame Anliegen zum Schutz unserer Umwelt kommunizieren", so Eickmann weiter. Deshalb bindet das Plakat und die weiteren Materialien mit der Botschaft "Wir packen’s ohne Plastik" ab. Visualisiert wird das ganze über ein Känguru, das sein Junges im Beutel mit sich trägt.

Hintergrund der Aktion ist die Umsetzung einer europäischen Richtlinie zur Reduktion des Verbrauchs an Kunststofftragetaschen, die üblicherweise von Verbrauchern nicht oder nur selten wiederverwertet werden. Bis 2019 soll der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch in der EU von durchschnittlich circa 200 auf 90 Plastiktüten, bis Ende 2025 auf maximal 40 Tüten pro Bürger und Jahr sinken. In Deutschland verbrauchen Bürger derzeit durchschnittlich 71 Plastiktüten pro Jahr. Die deutschen Apothekerinnen und Apotheker hatten über ihre Bundesverbände dem Ministerium gegenüber zugesagt, dieses umweltpolitische Ziel aktiv zu begleiten. Die Aktionsmaterialien der Apothekerverbände greifen diese Zusage jetzt auf.

Apotheke kann Plakat mit ihrem Tütenpreis individualisieren
Als eine Maßnahme sieht die EU-Richtlinie vor, die Tragetaschen künftig nur noch kostenpflichtig abzugeben. Diese Mechanik greift das Aktionsmaterial ebenfalls. Die Apotheke hat die Möglichkeit, ihren individuellen Preis für eine Tüte in einem sogenannten "Störer"-Feld einzutragen, das die Überschrift "Zum Schutze unserer Umwelt" trägt.

Die einzelnen teilnehmenden Verbände und Vereine bieten das Material auf unterschiedlichen Wegen an. Alle werden aber in einem ersten Schritt ihren Mitgliedern druckfähige Vorlagen in ihren Internetauftritten zum Download und zur Selbstproduktion anbieten. "Selbstverständlich steht den bislang nicht teilnehmenden Verbänden jederzeit der Einstieg noch offen", erklärt Eickmann. (ca. 2.878 Zeichen)

22.03.2016 – Stillen - nicht immer ungetrübtes Mutterglück

Stuttgart - Gestillte Babys sind widerstandsfähiger, sie sind durch die Muttermilch optimal versorgt und entwickeln auch später weniger chronische Erkrankungen, wie Studien gezeigt haben. Darum ist es erstrebenswert, dass Babys gestillt werden. Manchmal können Frauen dem aber nicht nachkommen, weil gerade bei Erstgebärenden das Stillen Probleme machen kann. Eine Beratung auch in der Apotheke kann helfen, die Schwierigkeiten zu erkennen und Lösungen zu finden.

In Apotheken fragen häufig Frauen nach Rat, die zu viel oder zu wenig Muttermilch haben, weiß Apothekerin Tatjana Zambo, Vorstandsmitglied des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg: "Die Lösung kann eine Milchpumpe sein. Zu geringer Milchfluss kann durch eine Pumpe und regelmäßiges Abpumpen gesteigert werden. Wer hingegen zu viel Milch hat, kann die Muttermilch abpumpen und so die Brust entlasten, beispielsweise wenn das Kind anfängt durchzuschlafen. Viele Apotheken bieten Milchpumpen gegen eine kleine Leihgebühr an. Wenn medizinische Gründe für eine Nutzung der Milchpumpe vorliegen, kann ein Arzt sie auch auf Rezept verordnen. In diesen Fällen übernimmt dann die Krankenkasse die Gebühr fürs Ausleihen."

Verhärtungen und Entzündungen führen zu kürzerer Stillzeit
Auch wenn es bei den Müttern prinzipiell mit dem Stillen klappt, können Wundsein oder andere Beschwerden an der Brust dazu führen, dass Frauen sehr früh mit dem Stillen wieder aufhören. Durch das Stillen verändern sich die Brüste der Frau, sodass es manchmal zu ziehenden Schmerzen, unangenehmen Verhärtungen oder stark entzündeten Brustwarzen kommt.

Diese Frauen will Apothekerin Tatjana Zambo dazu ermutigen, über ihre Probleme zu reden und gezielt nach einer Beratung unter vier Augen zu fragen. "Denn für fast alle Problemfälle gibt es gut verträgliche - oft auch natürliche - Wirkstoffe, die helfen können. Manchmal hilft eine Kühlung mit speziellen Coolpacks oder der Einsatz von Stillhütchen, dass Frauen mit dem Stillen weitermachen können."

Bei intimem Themen in Apotheke nach Beratungsraum fragen
Wichtig sei, dass die Frau sich überhaupt traue, über die Schwierigkeiten zu reden. Ansprechpartner könnten neben Frauenärzten oder Hebammen eben auch die Apothekerin oder der Apotheker vor Ort sein. Apotheken sind auf die Beratung von stillenden Frauen eingestellt, so Tatjana Zambo: "Diskretion ist in so einem Fall wichtig. Niemand muss sein intimes Thema mitten im Verkaufsraum besprechen. Sagen Sie in der Apotheke direkt, dass Sie ein kurzes Beratungsgespräch unter vier Augen brauchen. Apotheken haben abgetrennte Beratungsbereiche, wo man auch schwierige Themen geschützt besprechen kann. Ein weiterer Vorteil ist, dass in Apotheken viele Frauen arbeiten, von denen auch viele Mütter sind und solche Probleme aus eigener Erfahrung kennen. In dem Rahmen kann die Frau ihr Problem in Ruhe schildern und gemeinsam können wir dann nach der besten Lösung für das Problem suchen. Das ist dann unser Beitrag dazu, dass die Elternzeit für Mutter und Kind gut verläuft." (ca. 2.887 Zeichen)

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08.03.2016 – Nichts geht mehr: Verstopfung nicht auf die leichte Schulter nehmen - Wichtige Tipps zur ersten Hilfe

Stuttgart - Jedes Jahr im März wird seit 2002 der Darmkrebsmonat begangen, um auf eine der häufigsten Krebsarten aufmerksam zu machen. Darmkrebserkrankungen sind deswegen heimtückisch, weil sie sehr lange unerkannt bleiben können, wenn man nicht die Möglichkeiten der Früherkennung wahrnimmt. Dabei bestehen gerade bei Darmkrebs gute Heilungschancen, wenn er in einem frühen Stadium entdeckt wird. Deshalb ist es wichtig, auch erste körperliche Veränderungen wahrzunehmen und gegebenenfalls überprüfen zu lassen.

"Verstopfung kann ein erstes Indiz für eine ernsthafte Erkrankung sein, vor allem wenn sie ungewöhnlich auftritt. Wenn man beispielsweise ansonsten nie derartige Probleme hat, oder wenn es keinen anderen offensichtlichen Zusammenhang gibt. Das kann zum Beispiel ein langer Flug sein, wo man über Stunden nur gesessen ist, das können fremde Nahrungsmittel im Urlaub sein. Auch manche Arzneimittel wie Eisenpräparate, bestimmte Antidepressiva (zum Beispiel mit dem Wirkstoff Amitryptilin), codeinhaltige Hustentropfen und -säfte oder starke opiathaltige Schmerzmittel können als Nebenwirkung manchmal Verstopfungen auslösen", erläutert Christoph Gulde, Vize-Präsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg. Der Verstopfung auf die Spur kommenAuch ein rascher und mehrfacher Wechsel von Durchfall und Verstopfung sollte medizinisch abgeklärt werden. Ein weiteres ernstzunehmendes Warnsignal kann Blut im Stuhl sein. "Hier ist wichtig zu schauen, ob Hämorrhoiden dahinter stecken, oder ob es einen anderen Grund gibt."

Zunehmendes Alter und familiäre Veranlagung sind Risikofaktoren für Darmerkrankungen. Auch Vorerkrankungen an chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Cohn und Colitis Ulcerosa oder eine Diabetes-Erkrankung vom Typ 2 erhöhen das Risiko. "Generell sollte jeder die Angebote der Früherkennung von Darmkrebserkrankungen wahrnehmen, die im Gesundheits-Check für bestimmte Altersgruppen enthalten sind."
 
Den Darm bewusst gesund pflegen
Apotheker Gulde weiter: "Eine gute, geregelte Verdauung lässt auf einen gesunden Darm schließen und sollte befördert werden. Vollwertige Lebensmittel, die auch ausreichend Ballaststoffe liefern, sind sinnvoll. Auch eine insgesamt gesunde Lebensweise ist eine gute Vorsorge: Wenig rotes Fleisch, wenig Alkohol, viel Gemüse und Obst, ausreichend Bewegung und Schlaf sind gute Leitplanken. Insgesamt ist unser deutscher Ernährungsstil möglicherweise zu fett und zu wenig ballaststoffreich. In Asien oder auch im Mittelmeerraum ist der Darmkrebs weniger häufig. Vielleicht können wir unsere Ernährung hieran etwas orientieren."
 
Einfache Verstopfungen mit erkennbarer, harmloser Ursache können mit pflanzlichen oder chemischen Abführmitteln behandelt werden, so Christoph Gulde: "Wichtig ist, dass solche Hilfe nur kurzfristig angewendet wird. Bei einem Dauereinsatz wird der Darm immer träger und das Problem kann chronisch werden. Abführmittel sollten nicht ohne Beratung eingenommen werden. Bei leichten Verstopfungen würde ich gar nicht gleich zu Abführmitteln greifen. Oft helfen Quellstoffe im Müsli wie Weizenkleie oder Flohsamenschalen in Kombination mit viel Flüssigkeit schon weiter. Auch Dörrpflaumen bringen eingeweicht den Darm wieder in Schwung."

Nach einer überwundenen Verstopfung oder nach Durchfallepisoden kann es hilfreich sein, die Darmflora durch entsprechende Präparate wieder aufzubauen. (ca. 3.315 Zeichen)

29.02.2016 – Zecken: Impfen schützt vor schlimmen Folgen

Stuttgart - Zeckenbisse können harmlos verlaufen, denn der Biss an sich ist nicht gefährlich. Die Gefahr liegt jedoch im Speichel der Zecke, der über den Biss ins Blut gelangt. Dieser kann die bakteriellen Erreger der Lyme-Borreliose oder Viren in sich tragen, die die gefährliche Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) auslösen können.

Baden-Württemberg gehört seit Jahren zum FSME-Hochrisikogebiet. Deshalb sind rund um das Thema Zeckenbiss die Aufklärung, die Beratung und die Impfung nach wie vor wichtig, um möglichst breite Bevölkerungsschichten zu schützen. Auch der Landesapothekerverband Baden-Württemberg (LAV) weist regelmäßig auf das Thema hin, wie Christoph Gulde als Vizepräsident erklärt: "Baden-Württemberg führt bundesweit mit Bayern die Hitliste der Risikogebiete an. Bei uns sind alle Kreise außer dem Bereich um Heilbronn betroffen. Unsere Sensibilisierung für die Impfung wendet sich an alle Menschen, die im Wald unterwegs oder im Grünen aktiv sind. Das können Gartenbesitzer, Freizeitsportler oder Besitzer von Hunden sein. Denn auch Haustiere können Zecken mit in die Wohnungen bringen."

Gulde: "Schutzimpfung wird zu wenig nachgefragt"
Gerade die FSME kann erhebliche Komplikationen mit sich bringen. Trotz des medizinischen Fortschritts kann diese Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute auch heute noch tödlich verlaufen. Dennoch wird die Schutzimpfung zu wenig nachgefragt, bedauert Gulde: "Wir haben keine Impfpflicht. Dabei würde eine erhöhte Impfquote das Risiko an Erkrankungen deutlich minimieren. Durch die verhältnismäßig milden Winter vermehren sich auch die Zecken. Die Chancen, auf eine infizierte Zecke zu treffen, werden größer."
 
Die FSME macht sich durch Fieber, Erbrechen und Kopfschmerzen bemerkbar - in schlimmen Fällen können neurologische Probleme wie etwa Lähmungen dazukommen. Wer solche Symptome bei sich beobachtet, sollte dies ernst nehmen und umgehend einen Arzt aufsuchen. Derzeit schützt nur die FSME-Impfung gegen die Erkrankung, weshalb die Krankenkassen in der Regel auch die Kosten für die Impfung übernehmen. (ca. 2.007 Zeichen)

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29.01.2016 – Fasching, Fastnacht, Karneval: Feiern ohne Reue

Stuttgart - Die närrischen Tage nähern sich ihrem Höhepunkt und für so manchen Fastnachts- und Umzugsbesucher bedeutet das nochmals ausgelassene Partystimmung. Eine Beratung vorab in der Apotheke kann dazu beitragen, dass das Feiern ohne größere Nebenwirkungen bleibt. Die richtigen Mittel, um einen eventuellen Kater, Kopfschmerzen oder Übelkeit zu bekämpfen, erhalten Närrinnen und Narren dort ebenso wie Kondome, die beispielsweise vor HIV und Aids oder ungewollter Schwangerschaft gleichermaßen schützen.

Auch wenn es schwer fällt: Der beste Schutz vor einem Kater ist grundsätzlich ein gemäßigter Alkoholkonsum. Alkoholgenuss ist für den Körper immer belastend, wer es übertreibt, bezahlt mit einem Kater am Morgen danach. Die Symptome sind in der Regel Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, Übelkeit. "Wer das Trinken nicht übertreibt und ein paar Tipps beherzigt, kommt besser durch den Abend", erläutert Christoph Gulde, Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg.

Beim Feiern auch an nichtalkoholische Getränke denken
"Dazu gehört, dass neben den alkoholischen Getränken möglichst viel Nichtalkoholisches getrunken wird. Wasser ist am besten, denn der Alkohol entzieht dem Körper Flüssigkeit und Mineralstoffe. Bevor es zum Feiern geht, sollte man eine möglichst gehaltvolle Mahlzeit wie Ölsardinen, Lachsbrötchen oder Oliven, Käse und Nüsse als Grundlage essen. Das Fett auf der Magenschleimhaut kann bewirken, dass der Alkohol vom Körper langsamer aufgenommen wird."

Wer einem Kater mit schwerem Schädel am anderen Morgen vorbeugen will, kann vor dem Schlafengehen ein Schmerzmittel einnehmen, ergänzt Gulde: "Acetylsalicylsäure oder auch Paracetamol kommen da infrage. Es sollten aber mindestens 500 mg sein, damit das wirken kann. Manche Menschen reagieren auch positiv, wenn sie eine aufgelöste Magnesium- oder Kalziumbrausetablette vor dem Zubettgehen trinken. Vor dem Feiern kann eine Beratung in der Apotheke helfen, dass die Nachwirkungen nicht so schlimm sind."

Beim Feiern - mit und ohne Alkohol - können Menschen sich näherkommen, manchmal bleibt es nicht beim Schunkeln. "Für diese Fälle ist es wichtig, sich schon vorher mit Schutz- und Verhütungsmaßnahmen zu befassen", rät Apotheker Christoph Gulde. Am unkompliziertesten sei die Verwendung eines Kondoms. "Es schützt Männer und Frauen vor sexuell übertragbaren Krankheiten wie HIV/Aids oder anderen viralen, bakteriellen sowie Pilz-Infektionen. Gleichzeitig verhindert die Benutzung von Kondomen ungewollte Schwangerschaften. Kondome in verlässlicher, geprüfter Qualität gibt es in der Apotheke." (ca. 2.516 Zeichen)

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29.01.2016 – Pforzheimer Apotheker weiter an der Spitze

Stuttgart - Der Pforzheimer Apotheker Fritz Becker steht weiter an der Spitze des Apothekerverbandes in Baden-Württemberg. Verbandsvertreter wählten ihn am Mittwoch für weitere vier Jahre in die Position des Präsidenten, um die politischen und wirtschaftlichen Angelegenheiten des Verbandes zu regeln. Becker vertritt im Bundesland über 2.300 und damit gut 90 Prozent der inhabergeführten Apotheken. Zugleich ist er seit 2009 auch Vorsitzender des Deutschen Apothekerverbandes (DAV) und Mitglied im Geschäftsführenden Vorstand der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.

Becker sagte nach der Wahl, dass der Verband vor der Herausforderung stehe, die Rahmenbedingungen für die niedergelassenen Apotheker zukunftsfähig zu gestalten. Beckers vorrangiges berufspolitisches Ziel ist dabei die Sicherung der wirtschaftlichen Basis der inhabergeführten Apotheken. Der Pforzheimer Apotheker ist der festen Überzeugung, dass gerade im Gesundheitswesen der Schutz der Verbraucher über jedweden Kapitalinteressen stehen muss. Sein Credo dabei: Nicht am Arzneimittel, sondern mit dem Arzneimittel sparen. Im nun gewählten achtköpfigen Vorstandsteam sieht Becker die besten Voraussetzungen, um die Interessen der selbständigen Apotheker in einem sich wandelnden Gesundheitssystem bestmöglich zu vertreten.

Mit Bodenständigkeit und Ideenreichtum bundesweit erfolgreich
Becker wurde in Karlsruhe geboren und studierte er an den Universitäten München und Freiburg Pharmazie. Seit mittlerweile 34 Jahren ist er niedergelassener Apotheker in Pforzheim. In seinem berufspolitischen Engagement sorgt Becker dafür, dass die baden-württembergischen Interessen auch in den entsprechenden Gremien auf Bundesebene vertreten werden. Seinem ganzheitlichen Blick auf die Zusammenhänge im Gesundheitswesen, seiner Bodenständigkeit und seinem Ideenreichtum ist es zu verdanken, dass er auch in Berlin schnell Fuß fasste und dort in der Spitzenposition des Vorsitzenden des DAV die Interessen der rund 20.000 selbständigen Apothekerinnen und Apotheker gegenüber den politischen Entscheidern vertritt.

Becker pendelt deshalb in der Regel mehrmals wöchentlich von Pforzheim nach Berlin. Seine vielen Kontakte und Netzwerke auf Landes- und Bundesebene pflegt Becker kontinuierlich und mit hohem, persönlichem Einsatz. Seiner jahrzehntelangen Erfahrung und seiner Fachkompetenz ist es zu verdanken, dass Becker sich im politisch hart umkämpften Berlin in den vergangenen Jahren einen Namen als angesehener Gesprächspartner in der Gesundheitspolitik gemacht hat.

Überzeugungstäter und Motivationsprofi
Dass es in der Berufspolitik nach eigener Aussage "immer dickere Bretter zu bohren gibt", ist für Fritz Becker ein täglicher Ansporn, noch mehr Schwung in die politische Arbeit zu bringen und sich noch mehr anzustrengen. Dabei ist er ein totaler Überzeugungstäter, dem es gelingt, sich selbst und seine Mannschaften für die Sache zu motivieren und zu Höchstleistungen anzuspornen. Ob in Stuttgart, Berlin oder der Schmuck- und Uhrenstadt: Becker schmiedet neue Konzepte, ohne alte Errungenschaften preiszugeben und schaut nach vorn, ohne den Schulterblick nach hinten zu vergessen.

Seine Kunden und Patienten schätzen ihn als vertrauenswürdigen und kompetenten Apotheker. Die Mitarbeiter in seiner Nordstadt-Apotheke und seiner Neue-Apotheke Eutingen vertrauen ihm als Chef. Die Teams in den Verbandsgeschäftsstellen Stuttgart und Berlin kennen Becker als Überzeugungstäter mit Vorbildcharakter. Und seine Gesprächspartner in der Politik und im Gesundheitswesen schätzen seine Kompetenz, seinen Weitblick und seine stets klare, schnörkellose Linie. Seine Vorhaben erledigt er mit viel Herzblut und hohem emotionalem Engagement. Bei alldem: Fritz Becker ist und bleibt ein überzeugter Badener und seinen Landsleuten und seiner Heimat innig verbunden. (ca. 3.716 Zeichen)

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29.01.2016 – Erfrierungen der Haut - erkennen und gegensteuern

Stuttgart - Die anstehenden Faschingsferien nutzen viele Familien für einen Winterurlaub und gehen dann auf die Skipiste. Ganze Tage bei Eis und Schnee an der frischen Luft beanspruchen die Haut sehr stark. Die Haut, als großflächiges Organ der Menschen, kann bei Minusgraden auch Erfrierungen erleiden. "Bei Temperaturen unter minus zehn Grad ist Vorsicht geboten, wenn ich mich stundenlang draußen aufhalte", warnt Christoph Gulde, Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg. "Besonders die Haut im Gesicht ist betroffen, weil wir da nicht alles mit Stoff bekleiden können. Und Eltern müssen bedenken, dass die Haut bei Kindern generell viel empfindlicher und anfälliger für Kälte ist."

Erste Warnsignale, dass es zu Erfrierungen gekommen sein könnte, beschreibt der Apotheker so: "Wenn Hautregionen berührungsunempfindlich werden, man sie also nicht mehr spürt, ist Vorsicht geboten. Die Haut sieht dann auch sehr blass, fast grau aus und ist nicht mehr gut durchblutet. Bei der Rückkehr in geschlossene Räume kann die Region dann anfangen zu prickeln oder auch deutlich zu schmerzen, was schon Vorzeichen einer leichten Erfrierung sein könnten. Erfrierungen sind wie Verbrennungen in Grade von eins bis drei unterteilt. Sehr schwere Erfrierungen führen dazu, dass Körperteile irreparable Schäden davon tragen können."

Erfrierungen mit richtiger Kleidung vorbeugen
Glücklicherweise kann Erfrierungen der Haut gut vorgebeugt werden, die Kleidung spielt hier eine große Rolle. Sie sollte den Außentemperaturen angepasst sein und aus mehreren atmungsaktiven Schichten bestehen. So entsteht keine Staunässe, was Unterkühlungen verhindern kann. Die Kleidung sollte zudem gerade auch beim Wintersport nicht einengen. "Ein Beispiel dafür sind immer wieder zu dicke Socken im Skistiefel. Wenn die Zehen im Schuh überhaupt keine Bewegungsfreiheit mehr haben", so Gulde, "ist die Gefahr für Erfrierungen viel größer als vielleicht mit dünneren Socken."

Weitere Gefahren für Erfrierungen können auch beim Einkehrschwung lauern, warnt der Apotheker weiter: "Zu viel Alkohol bewirkt, dass sich Gefäße in der Haut weiten. Das führt zu einer schnelleren Abkühlung und kann so auch Erfrierungen der Haut Vorschub leisten. Auch Raucher und Diabetiker können wegen Durchblutungsstörungen eher auskühlen."

Spezielle Kälteschutcremes schützen empfindliche Stellen
Ebenso ist die richtige Hautpflege im Gesicht entscheidend: "Wo ich mich nicht bekleiden kann, muss die Haut durch eine reichhaltige Creme mit hohem Fettanteil geschützt werden. Es gibt hierfür spezielle Kälteschutzcremes. Die Haut auf der Nase, an den Lippen oder den Ohren ist besonders anfällig. Auch an den entsprechenden Sonnenschutz muss gedacht werden. Bei Haut- und Sonnenschutz sollte sich jeder beraten lassen, welche Produkte für den Winter, für die Kälte und die massivere Sonneneinstrahlung geeignet sind. Man sollte darum auch nicht einfach den Sonnenschutz vom Sommer aufbrauchen."

Wer trotz aller Vorsichtsmaßnahmen leichte Erfrierungserscheinungen bemerkt, sollte folgende Tipps beherzigen:

  • Die betroffenen Hautpartien langsam wieder im Raum erwärmen. Unterkühlte Kinderhände können unter der Achsel der Eltern langsam gewärmt werden.
  • Wer Wasser benutzt, sollte kühles bis allenfalls lauwarmes Wasser über die Stelle laufen lassen.
  • Die betroffenen Körperpartien sollten auch nicht geknetet oder massiert werden. Das schmerzt und schädigt im Zweifel sogar die betroffenen Hautpartien.
  • Dem Unterkühlten warme, zuckerhaltige Getränke zu trinken geben.
  • Halten die Schmerzen auch im Warmen lange an, oder verschlimmern sich gar,sollte ein Arzt die unterkühlten Stellen ansehen, da vielleicht bereits tiefergehendeHautschichten von der Erfrierung betroffen sein können. (ca. 3.634 Zeichen)

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27.01.2016 – Neuer Vorstand für den Landesapothekerverband Baden-Württemberg gewählt

Stuttgart - Auf seiner konstituierenden Sitzung hat der neu gewählte 40-köpfige Beirat des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg (LAV) seinen ehrenamtlichen Vorstand des Verbandes für die Amtsperiode 2016 bis 2019 gewählt. Fritz Becker (Pforzheim), der zugleich auch Vorsitzender des Deutschen Apothekerverbandes DAV ist, wurde in seinem Amt als Präsident des LAV für weitere vier Jahre bestätigt. Als Vizepräsidenten wurden die Apotheker Christoph Gulde (Stuttgart) und Wolf Kümmel (Stuttgart) ebenfalls in ihren Ämtern bestätigt.

Neuer LAV-Schatzmeister ist Andreas Buck (Laupheim). Er löst in dieser Funktion Theodor Reinert (Mannheim) ab, der sich nicht mehr zur Wahl gestellt hat. Die weiteren Mitglieder des Vorstandes Eleftherios Vasiliadis (Waiblingen) und Tatjana Zambo (Gaggenau) wurden in ihren Ämtern bestätigt. Als neue Mitglieder des Vorstandes wurden Dr. Thomas Fein (Calw) und Dr. Hans-Joachim Hofmann (Albstadt) in das Gremium gewählt. Dr. Michael B. Vetter (Stockach), der dem Vorstand über drei Amtsperioden hinweg angehört hatte, trat nicht mehr zur Wahl an.

LAV-FOTOGALERIE: Der neue LAV-Vorstand für die Amtsperiode 2016 - 2019

Tolles Team: Die neuen Nachdenker, Vordenker und Querdenker des LAV-Vorstandes.

"Die Vorstandsarbeit im Landesapothekerverband ist traditionell sehr aktiv und strategisch ausgerichtet. Unser gemeinsames Ziel ist es, die Rahmenbedingungen für die niedergelassenen Apothekerinnen und Apotheker zukunftssicher zu gestalten. Das LAV-Präsidium entwickelt hierzu Konzepte und Projekte, die im Austausch und im Schulterschluss mit den weiteren Vorstandsmitgliedern und der Geschäftsstelle des LAV umgesetzt werden. Ich freue mich und bin überzeugt, dass wir auch mit dem neuen Vorstands-Team unseren erfolgreichen Weg fortsetzen können", so LAV-Präsident Fritz Becker.

Eine Ressortverteilung wurde im Rahmen der Wahl nicht vorgenommen. Zwar bleibt es grundsätzlich bei einer Zweiteilung in die Aufgabengebiete GKV und Non-GKV, eine genaue personelle Besetzung des Vorstandes zu den darin inkludierten Einzelaufgaben wird aber erst auf der Klausurtagung des neuen Vorstands Ende Februar vorgenommen. (ca. 1.985 Zeichen)

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21.01.2016 – Die Abwehr stärken und der Erkältung ein Schnippchen schlagen

Stuttgart - Im Büro, im Kaufhaus, im Bus und in der Bahn: hustende und schniefende Mitmenschen bestimmen das Bild. Das nasskalte Wetter lässt die Zahl der Erkältungskrankheiten sprunghaft ansteigen. Auch wenn die Ansteckungsgefahr allgegenwärtig ist, gibt es einige Strategien, mit denen man einfach seine Abwehrkräfte stärken kann.

Ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung und Bewegung unterstützt das körperliche Immunsystem grundlegend. Auch eine umfassende Handhygiene gehört in der Schnupfenzeit dazu. Das Immunsystem des Körpers ist unablässig damit beschäftigt, Krankheitserreger wie Bakterien oder Viren abzuwehren. Fast immer passiert das erfolgreich und unbemerkt. In der Erkältungs- und Grippezeit ist der Körper mehr als sonst gefordert.

Die eigene Gesundheit selbst steuern

"Wer auf seine Gesundheit achtet, wird seltener krank. Diese Binsenweisheit macht sich gerade in der Erkältungszeit bezahlt. Vitaminreiche Kost mit viel Obst und Gemüse, hinreichend Schlaf, Bewegung an der frischen Luft oder zumindest regelmäßiges Lüften der Büro- und Wohnräume, auch wenn das Wetter nicht so gut ist, unterstützen den Körper in seiner Abwehr von Krankheiten", führt Apotheker Christoph Gulde, Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg aus.

Wer beruflich viel Kontakt mit Menschen hat oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, für den ist die richtige Händehygiene das A und O, weiß Gulde: "Wer selbst erkältet ist, sollte achtgeben, dass er nicht zur Virenschleuder wird. Man sollte in die Ellbogenbeuge niesen, Papiertaschentücher benutzen und diese am besten im Klo statt im Büropapierkorb entsorgen. Außerdem sollte man in der Zeit auf das Händeschütteln verzichten. Insgesamt ist das Händewaschen sehr wichtig. Die Hände sollten mindestens 20 bis 30 Sekunden mit warmem Wasser und Seife gereinigt werden. (ca. 1.804 Zeichen)

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12.01.2016 – LAV-Gewinnspiel für pharmacon-Kongress abgeschlossen

Stuttgart - Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg (LAV) hat über den Jahreswechsel insgesamt 15 Eintrittskarten im Wert von jeweils 395 Euro für den Besuch des pharmacon-Kongresses in Schladming verlost. Apothekerinnen und Apotheker zum Großteil aus Stuttgart, Freiburg, Calw, Ellwangen, Blaubeuren, aber auch aus Köln, Rutesheim oder Dossenheim hatten die Gewinnfrage korrekt beantwortet und fahren ab dem 17. Januar ins österreichische Schladming, wo sich beim diesjährigen pharmacon-Kongress alles rund um Erkrankungen des Magen- und Darmtraktes sowie der Leber dreht.

"Es gab zwei Möglichkeiten, sich am Gewinnspiel zu beteiligen: Über unser Mitgliedermagazin, die LAV-Nachrichten, haben wir zuerst speziell ApothekerInnen in Baden-Württemberg angesprochen. Aus unserem Bundesland kommen deswegen auch zwei Drittel der Gewinner. Das Gewinnspiel wurde ergänzend auch über das soziale NetzwerkFacebook veröffentlicht. Dort konnten auch Pharmazeuten aus anderen Landesteilen mitspielen und eine der attraktiven Freikarten gewinnen", fasst Frank Eickmann, Pressesprecher des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg zusammen.

Mit Kongresswissen gezielter pharmazeutisch beraten

"Uns ist als Verband wichtig, unseren Mitgliedern immer auch einen echten Mehrwert zu bieten. Durch die Kooperation mit dem pharmacon-Veranstalter, der Werbe- & Vertriebsgesellschaft Deutscher Apotheker, ist uns das wieder einmal gelungen. Wer gewonnen hat, fährt zu einem attraktiv besetzten Kongress, erweitert sein Fachwissen und kann dadurch besser und gezielter pharmazeutisch beraten. Es ist in unserem Sinne, Apothekerinnen und Apotheker bei der Fort- und Weiterbildung zu unterstützen. Wir wünschen allen Gewinnern sowie den gesamten Kongressbesuchern eine gelungene Veranstaltung und interessante, lehrreiche Tage in Schladming." (ca. 1.762 Zeichen)

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