Pressemitteilungen 2015

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17.12.2015 – Ohrenschmerzen ernst nehmen und richtig behandeln

Stuttgart - Ohrenschmerzen treten vor allem in der Erkältungszeit und häufig bei Kindern auf. Die Ursachen für Ohrenschmerzen können in einer Entzündung des äußeren Gehörgangs liegen. Diese kann beispielsweise durch Keime aus dem Hallenbad hervorgerufen werden, wenn Wasser ins Ohr gedrungen ist.

Bei Kindern treten Ohrenschmerzen häufig als Mittelohrentzündung auf, die durch einen banalen Infekt entsteht. Da bei Kindern die Verbindung zwischen Nase und Ohr, die sogenannte Eustachische Röhre, sehr kurz ist, können sich Viren bei Erkältungen leicht von den Schleimhäuten in Richtung Mittelohr verlagern.

Nach Schwimmen oder Baden Ohren gut von außen trocknen

"Ohrenschmerzen kommen selten vom kalten Wind, der in die Ohren weht", erklärt Wolf Kümmel, Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg. "Es sind in der Regel Keime oder Viren, die von außen oder innen unser Ohr in Mitleidenschaft ziehen. Nach dem Schwimmen oder Baden sollte darum vorsichtig von außen das Ohr und die Ohrmuschel getrocknet und gereinigt werden. Vorsichtig heißt, dass es tabu ist, mit Wattestäbchen tief ins Ohr zu bohren. Das ist kontraproduktiv, denn ich schiebe so Schmutz oder Keime immer tiefer ins Ohr."

Kommt es zu Ohrenschmerzen oder einer Mittelohrentzündung wirken Ohrentropfen lokal betäubend und schmerzstillend. Kümmel: "Die Tropfen, die leicht zähflüssig sind, sollten vor der Anwendung angewärmt werden. Dazu das Fläschchen ein paar Minuten in der Hand halten. Neben den Ohrentropfen können auch Nasentropfen gegeben werden, die die Symptome ergänzend über die Schleimhäute in der Nase mildern."

Bei Ohrenschmerzen schnell zum Arzt

Schlagen diese Mittel nicht an und die Schmerzen im Ohr werden nicht gelindert, kann es nötig sein, die Erkrankung mit Antibiotika zu behandeln, so der Apotheker weiter. "Diese Entscheidung trifft immer der Arzt, der dann den passenden Wirkstoff und die konkrete Therapiedauer festlegt. Dann muss man sich außerdem genau an die Einnahmeanweisung halten und darf die Behandlung nicht zu früh abbrechen,wenn beispielsweise keine Schmerzen mehr vorhanden sind. Wichtig ist, dass man sich bei Ohrenschmerzen rasch um eine eindeutige Diagnose kümmert. Denn eine verschleppte Erkrankung am Ohr kann bleibende Gehörschäden zur Folge haben.

Es bringt hier ebenfalls nichts, wenn man ohne ärztlichen Rat auf Hausmittel wie Zwiebelsäckchen oder Auflagen mit warmen Kartoffeln setzt. Auch hier ist die Gefahr groß, dass die Krankheit sich verschlimmert." (ca. 2.382 Zeichen)

03.12.2015 – Missgeschicke im Advent: Kleine Brandverletzungen rasch richtig versorgen

Stuttgart - Egal, ob es die Kerzen am Adventskranz oder der heiße Backofen nach dem Plätzchenbacken ist: In der Vorweihnachtszeit kann es bei Groß und Klein verstärkt zu kleineren Brandverletzungen kommen, die häufig stark schmerzen. Die Haut kann bei einer starken Hitzeeinwirkung die hohe Temperatur schlecht ableiten.

Bei Verbrennungen und Verbrühungen werden oberflächliche und tieferliegende Hautschichten angegriffen und Gewebe wird zerstört. Außerdem werden Entzündungsprozesse in Gang gesetzt. Verbrennungen ersten Grades gehen mit Hautrötungen und Schwellungen einher, bei Verbrennungen zweiten Grades kommt es auch zu einer Blasenbildung. Sehr schwere Verbrennungen gehen durch alle Hautschichten, zerstören das darunterliegende Bindegewebe, Muskeln und Sehnen - solche Verbrennungen dritten Grades gehören umgehend in ärztliche Behandlung.

Verletzung sofort mit Wasser kühlen, um Schmerz zu lindern

Brandwunden nach Kontakt mit Feuer oder heißen Flächen sollten sofort unter nicht zu kaltem Wasser gekühlt werden, rät Wolf Kümmel, Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg: "Das sollte ausdauernd für 10 bis 15 Minuten geschehen, je nachdem wie stark die Verbrennung war. Die Kühlung lindert den Schmerz der Verbrennung und sorgt auch dafür, dass die Hitze nicht in tiefere Hautschichten dringt und es so zum sogenannten 'Nachbrennen' kommt. Man sollte jedoch keinen Eisbeutel direkt auf die gereizte, gerötete Haut legen, weil der zu kalt ist. Die zu große Kälte würde das Gewebe rund um die Brandwunde noch zusätzlich schädigen. Bitte vergessen Sie auch alte Hausmittel wie Mehl, Butter, Quark, Babypuder, Zahnpasta - das ist alles Quatsch und kann zu Entzündungen führen, wenn sich Brandblasen bilden und diese dann aufgehen."

Spezielle Brand- und Wundgele kühlen die kleinen Brandverletzungen und sorgen durch Inhaltsstoffe wie Dexpanthenol oder Aloe vera dafür, dass die verbrannte Hautstelle sich beruhigt. Kümmel weiter: "Sie bilden auch einen dünnen Film über der Verbrennung und schützen die Haut so vor weiterer Reizung oder verhindern, dass Schmutz in die Wunde gelangt."

Vorsorglich sterile Wundauflagen in der Apotheke kaufen

Eine Brandwunde kann, wenn nötig, nach dem Kühlen mit einer sterilen Wundauflage abgedeckt werden. "Wichtig ist, dass die Auflage nicht fusselt oder flust. In Apotheken gibt es extra Verbandsets mit sterilen Kompressen und Verbandtüchern. Gerade, wer Kinder hat, sollte so ein Brandwundenpäckchen in der Hausapotheke haben."

Auch die Brandblase sollte nicht geöffnet werden, denn auch sie erfüllt eine Schutzfunktion, erläutert der Apotheker weiter: "Es besteht immer die Gefahr, dass das Öffnen der Blase zu einer Infektion führt. Darum im Normalfall die Brandblase einfach so lassen, gut abdecken und so polstern, dass kein Druckschmerz entsteht. Die Blase bildet sich im Heilungsprozess alleine wieder zurück." Wenn die Brandwunde größere Schmerzen auslöst, sollte neben der oberflächlichen Behandlung mit dem Brandgel auch ein Schmerzmittel eingenommen werden. (ca. 2.906 Zeichen)

01.12.2015 – "Rechtlich fragwürdig!" LAV Baden-Württemberg kritisiert die geplante Einbindung der Apotheker in das E-Health-Gesetz

Stuttgart, den 1. Dezember 2015 - Beim nun schon traditionellen "Parlamentarischen Frühstück", zu dem der Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V (LAV) baden-württembergische Bundestagsabgeordnete sowie die Gesundheitspolitiker der Parteien und Fraktionen eingeladen hatte, stand am Dienstagmorgen aus aktuellem Anlass vor allem das E-Health-Gesetz im Mittelpunkt

Bis zuletzt hatte sich der Verband, allen voran sein Präsident Fritz Becker, der zugleich auch Vorsitzender des Deutschen Apothekerverbands ist, dafür eingesetzt, dass die Apotheker parallel und gleichberechtig zu den Ärzten mit der Erstellung des im Gesetz vorgesehenen Medikationsplanes betraut werden. Kurz vor seiner abschließenden Lesung allerdings sieht der Gesetzentwurf vor, ausschließlich die Ärzte für die Erstellung des Medikationsplans verantwortlich zu machen und die Apotheker nur in eine Art Assistenzfunktion zur Ergänzung bereits bestehender Pläne zu bringen. Diese Einbindung, so Becker auf der Veranstaltung, sei deutlich ungenügend. "Sie rufen mit dieser Regelung einerseits die Kompetenz und die Erfahrung der Apotheker nicht ab." Andererseits verpflichte das Gesetz die Apotheker auf Wunsch des Patienten zur Ergänzung der erstellten Pläne, aber eine Honorierung für eine solche Leistung sei nicht Bestandteil des Gesetzes, so Becker weiter. "Ob das verfassungsgemäß ist, wage ich an dieser Stelle zumindest anzuzweifeln." Wochen- und monatelang habe man in Gesprächen und Papieren deutlich gemacht, warum eine starke Einbindung der Apotheker in das Gesetz vor allem für die Patienten, nicht zuletzt aber auch für das System sinnvoll gewesen wäre. "Wenn dann im Gesetz abschließend eine Leistungspflicht definiert wird, die auf der ärztlichen Seite honoriert wird, auf der apothekerlichen Seite aber nicht, dann ist etwas faul", so Becker. Kein Berufsstand könne nach den Buchstaben unseres Grundgesetzes zu unbezahlter beziehungsweise unhonorierter Arbeit verpflichtet werden. Man werde die abschließenden gesetzlichen Formulierungen mit ihren darin enthaltenen Verpflichtungen nun sehr genau prüfen, um dann über weitere Schritte zu entscheiden, so Becker.

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30.11.2015 – Winterdepression: Sanfte Wege aus dem Stimmungstief

Stuttgart - Graue, trübe Tage und sinkende Temperaturen können bei Menschen eine echte Winterdepression auslösen. "Sad" heißt auf Englisch traurig und die drei Buchstaben umschreiben gleichzeitig die offizielle Diagnose für die Winterdepression. SAD steht für die saisonal abhängige Depression.


Stimmungsaufheller Sonnenlicht: Ein Grund mehr im Herbst und Winter öfters ins Freie zu gehen. Foto: © ABDA.

Wenn die Tage kürzer und dunkler werden, wird auch die durch die Sonne angeregte Vitamin D-Synthese eingeschränkt, daher kann es zu einem richtigen Aufblühen der Hautbeschwerden kommen. Wichtig ist für Menschen mit Hauterkrankungen, die Haut mit der richtigen Pflege zu beruhigen und zu stabilisieren.

Ursachen von Neurdermitis sind nicht vollständig geklärt
Etwa zwei Millionen Menschen sind in Deutschland an der Schuppenflechte erkrankt - in Industrienationen leiden rund 20 Prozent der Kinder und etwa fünf Prozent aller Erwachsenen an Neurodermitis. Die Ursachen für die Erkrankungen sind nicht vollständig geklärt. Zu einem großen Anteil kann die Veranlagung vererbt werden, erläutert der Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg, Wolf Kümmel: "Aber auch Faktoren wie Stress, Umwelteinflüsse und Allergene können bei entsprechender genetischer Veranlagung die Erkrankung auslösen. Sie kann in jedem Alter auftreten. Meist manifestieren sich solche Hauterkrankungen aber schon im Kindesalter."

Typisch ist, dass die Erkrankungen nicht ursächlich geheilt werden können. In der Regel können nur die Symptome wie gerötete, entzündete oder sehr trockene Haut, Juckreiz oder offene Stellen behandelt werden.

Apotheker stellen maßgeschneiderte Arzneimittel für Hauterkrankungen her
Zur Pflege und Behandlung der Haut stehen viele Salben, Cremes und Lotionen zur Verfügung. Oft kommen Produkte sinnvollerweise mit Dexpanthenol oder Harnstoff zur Anwendung, so Apotheker Wolf Kümmel: "Sie helfen der Haut, wieder mehr Feuchtigkeit zu binden, bilden eine Schutzschicht gegen Hautreizungen und vermindern die Rötungen und das Spannungsgefühl der Haut. Wo keine Fertigarzneimittel zur Verfügung stehen, stellen Apotheken nach Verordnung des Hautarztes auch individuelle Salben oder Cremes als Rezepturen her. Gerade bei Hauterkrankungen sind Patienten oft darauf angewiesen, dass wir Salben oder Cremes speziell für einen Patienten anfertigen."

Bei stark juckenden, entzündlichen Hautbeschwerden können manchmal Kortisoncremes zum Einsatz kommen. Obwohl die heute eingesetzten Kortikoide nicht mehr so viele Nebenwirkungen haben, sollte der Einsatz dennoch begrenzt bleiben. Kortisonpräparate gibt es schwach dosiert auch als Selbstmedikation zu kaufen. Stärker wirksame Kortisonpräparate müssen von einem Hautarzt verordnet werden. (ca. 2.576 Zeichen)

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16.11.2015 – Hautkrankheiten im Winter: Zum aus der Haut fahren

Stuttgart - Chronische Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Ekzeme oder die Schuppenflechte können sich in der kühleren Jahreszeit verschlechtern. Betroffene leiden dann mehr unter den typischen Symptomen wie starker Juckreiz, Entzündungen, offene Stellen. Grund dafür ist, dass trockene Heizungsluft oder dicke, oft eng anliegende Kleidung die Haut mehr als im Sommer reizt.

Sich in seiner Haut wohlfühlen: Gegen eisigen Wind und trockene Heizungsluft schützen spezielle Cremes aus Ihrer Apotheke. Foto: © Birgit H./www.pixelio.de.

Betroffene Menschen fühlen sich antriebslos, ständig bedrückt, müde und klagen über Heißhungerattacken auf Süßes wie Kuchen oder Schokolade und dadurch bedingte Gewichtszunahme. So unterscheidet sich die Winterdepression von normalen Depressionen, bei denen eher anhaltende Nervosität, Ängste, Schlaflosigkeit und Gewichtsabnahme als Symptome auftreten. Leichteren Formen der Winterdepression kann man mit einer bewussten Lebensstiländerung begegnen oder durch die Einnahme pflanzlicher Stimmungsaufheller entgegensteuern.

Lichtmangel trägt offenbar erheblich zur Winterdepression bei
Bei anhaltender, starker Traurigkeit und wenn Winterdepressionen nicht das erste Mal auftreten, sollte medizinischer Rat eingeholt werden. Das mangelnde Tageslicht scheint für die Wissenschaft der entscheidende Auslöser für die Winterdepression zu sein. "Lichtmangel erhöht die Ausschüttung von Melatonin. Dieser Nervenbotenstoff macht uns schläfrig und er bewirkt noch dazu, dass unser körpereigener Stimmungsaufheller Serotonin nicht mehr wirkt", erklärt Wolf Kümmel, Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg, die Zusammenhänge. "

Gegen das Stimmungstief hilft am besten, sich auch an trüben Tagen draußen aufzuhalten. Ein kurzer Spaziergang in der Mittagspause und an den freien Tagen liefert auch bei bedecktem Himmel genügend Licht, um die Botenstoffe besser ins Lot zu bringen." Auch sogenannte Lichtduschen können eine Besserung bringen. Sie sollten aber morgens, noch in der Dämmerung, angewendet werden.

Johanniskraut wirkt aufhellend

Bei leichten Formen der Winterdepression können Vitamin-D3-Präparate oder pflanzliche Wirkstoffe, wie entsprechend hoch dosiertes Johanniskraut, ergänzend helfen. Wolf Kümmel: "Johanniskraut hat noch dazu den Charme, dass es als Nebenwirkung die Lichtsensibilität steigert und es so eventuell die Aufnahmefähigkeit von Licht fördert. Beachtet werden muss aber auch, dass Johanniskraut mögliche Wechselwirkungen zu anderen Arzneimitteln hat.

Sprechen Sie hierzu Ihren Apotheker an. Als Empfehlung bei alternativen Therapien taucht immer wieder eine Pflanze namens Rosenwurz auf. Sie ist von der Europäischen Arzneimittelagentur EMA zwar nicht als Arzneimittel zugelassen worden, aber sie gilt als stimmungsaufhellend, ausgleichend und auch konzentrationsfördernd. Mit diesen Eigenschaften könnte sie das Stimmungstief lindern." (ca. 2.564 Zeichen)

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29.10.2015 – Wenn Schäfchenzählen nicht mehr wirkt: Hilfe aus der Apotheke bei plagenden Schlafschwierigkeiten

Stuttgart - Rund 25 Prozent aller Deutschen klagen laut dem Robert Koch-Institut über Schlafstörungen. Jeder zehnte kann zwar schlafen, erlebt den Schlaf jedoch als nicht erholsam. Welche Ursachen für Ein- und Durchschlafschwierigkeiten verantwortlich sind, lässt sich nicht pauschal beantworten.

Hellwach: Wer öfters nachts um vier Uhr schlaflos ist, sollte misstrauisch werden. Ursachenforschung und veränderte Verhaltensweisen können helfen - oder Mittel aus der Hausapotheke. Foto: © ABDA.

Die vielfältigen Gründe können von Stress über schweres Essen bis hin zu gesundheitlichen Einschränkungen reichen. Leichtere Schlafstörungen lassen sich durch einen veränderten Lebensstil beeinflussen und unterstützend können pflanzliche Schlafmittel den Betroffenen helfen

Ältere Menschen benötigen oft weniger Schlaf
Gestresste oder ältere Menschen leiden häufiger unter Einschränkungen beim Einund Durchschlafen, erläutert Wolf Kümmel, Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg: "Hektische Tagesabläufe und beruflicher Stress sorgen dafür, dass man auch abends nicht zur Ruhe kommt. Wenn sich das Gedankenkarussell nachts weiterdreht, sind Schlafprobleme vorprogrammiert. Auch ältere Menschen berichten häufiger von Schlafstörungen. Sie lassen dabei aber oft außer Acht, dass ältere Menschen weniger Schlaf brauchen und oft am Tage nicht so aktiv sind. Darum stellt sich auch die Müdigkeit nicht mehr so ein, wie beim jungen Menschen."

Veränderungen der Lebensgewohnheiten können hier bereits Abhilfe schaffen. Geregelte Tagesabläufe, nicht zu spätes Abendessen, kühle, ruhige und dunkle Schlafräume und regelmäßige Bewegung können helfen, dass es mit dem Einschlafen und Durchschlafen besser klappt.

Baldrian-Wirkung tritt frühestens nach zwei Wochen ein
Pflanzliche Schlafmittel mit Baldrian oder als Kombinationspräparat mit Hopfen sind in ihrer Wirkung wissenschaftlich gut belegt. Apotheker Kümmel: "Der Baldrian muss jedoch entsprechend dosiert sein. 400 bis 900 Milligramm hochwertiger Baldrianextrakt aus der Apotheke werden empfohlen - und er sollte mindestens über vierzehn Tage genommen werden, bevor die gewünschte Wirkung eintritt. Gut am Baldrian ist, dass er eigentlich keine Nebenwirkungen hat. Es kommt also nicht zu Überhängen, dass man am Folgetag noch müde und erschlagen ist."

Wenn Anspannung und Sorgen der Hintergrund für Schlafschwierigkeiten sind, können auch Lavendelkapseln helfen, besser zur Ruhe zu kommen. Es gibt auch verschreibungsfreie chemische Präparate gegen Schlafstörungen, die jedoch manchmal einen Hang-over mit Müdigkeit am nächsten Tag nach sich ziehen können.

Eine Abhängigkeit von Schlafmitteln tritt in erster Linie bei verschreibungspflichtigen, stärkeren Präparaten ein. Kümmel führt aus: "Solche Mittel werden bei Bedarf vom Arzt verschrieben und sollten nur relativ kurz eingesetzt werden. Sie eignen sich nicht für einen Dauergebrauch – denn die Schlaflosigkeit wird nur zeitlich befristet bekämpft. Danach können die Schlafprobleme sogar verstärkt auftreten, weil dann ein Ein- oder Durchschlafen ohne diese Unterstützung immer schwerer fällt." (ca. 2.812 Zeichen)

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22.10.2015 – Prellungen und Verstauchungen: Kleiner Ausrutscher, schmerzhafte Folgen

Stuttgart - Verletzungen des Fuß- oder Sprunggelenks rangieren bei Sportverletzungen ganz weit vorn. Prellungen, Verstauchungen und Zerrungen sind die Folge. Freizeitsportler können solche Blessuren im ersten Schritt häufig selbst behandeln. Die sogenannte PECH-Strategie hilft dabei.

Unglücklich umgeknickt: Verletzungen des Sprunggelenks im Fuß können die verschiedenste Ursachen haben. Wer dann die richtigen Maßnahmen zur Behandlung ergreift, ist in der Regel bald wieder gesund und glücklich.Foto: © ABDA.

Wolf Kümmel, Apotheker und Vorstandsmitglied des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg erklärt, was sich dahinter verbirgt: "PECH steht als Eselsbrücke für die vier Maßnahmen, die bei Verstauchungen, Prellungen und auch bei Zerrungen helfen können. P wie Pause machen: nach der Verletzung mindestens 20 Minuten ruhen. E wie Eis: die betroffene Stelle muss gekühlt werden mit Eisbeuteln oder Eisspray. Dabei bitte drauf achten, dass die Stelle nicht zu kalt wird. C wie Compression - das Gelenk sollte mit einem Verband plus einer schmerzstillenden Salbe verbunden werden. So können die Schwellung oder Blutergüsse in Zaum gehalten werden. Und zuletzt das H wie Hochlagern: das verletzte Gelenk am besten auf Kissen, auf eine Kiste oder in der Natur auf eine Bank oder einen Stein auflegen."

Vorteil Diclofenac: Zusatzwirkung entzündungshemmend
Bei den schmerzstillenden Salben, die zur ersten Hilfe benutzt werden können, ist die Auswahl groß. Neben den Produkten auf Pflanzenbasis - meist mit Arnikaextrakten - gibt es noch Produkte mit dem Schmerzmitteln, wie zum Beispiel dem Wirkstoff Diclofenac, so Kümmel: "Das wirkt zusätzlich entzündungshemmend. Alle Salben oder Gele sollten vorsichtig auf die Schwellung aufgetragen werden. Ein leichter Druckverband darüber verhindert, dass die Schwellung weiter wächst und dass sich Blutergüsse stark ausdehnen."

Bei Prellungen, Zerrungen und Verstauchungen ist Wärme direkt nach der Verletzung nicht angesagt. "Wärmende Sportsalben können frühestens nach 48 Stunden eingesetzt werden", führt der Apotheker aus. "Die durchblutungsfördernde Wirkung solcher Salben ist direkt nach dem Unfall kontraproduktiv. Das würde Blutergüsse nur wachsen lassen und auch bei Entzündungen ist Wärme nicht gut. Wir wollen ja genau das Gegenteil: Die Gefäße sollen sich bei Prellungen oder Verstauchungen zusammenziehen und verengen. Darum sollten Entzündungen gekühlt werden." (ca. 2.096 Zeichen)

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19.10.2015 – Apotheker sammeln Geldspenden für Flüchtlinge

Stuttgart - Die Vorsitzenden der Region Plochinger Kranz des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg, Daniela Hemminger-Narr und Christof Mühlschlegel, haben eine direkte finanzielle Hilfe für die in der Region untergebrachten Flüchtlinge initiiert. Gemeinsam mit den rund 150 Apothekerinnen und Apothekern in den Landkreisen Esslingen und Göppingen sollen Spendengelder gesammelt werden, die für die Versorgung der Flüchtlinge verwendet werden.

Sammeln Spenden: Die beiden Vorsitzenden der LAV-Region Plochinger Kranz, Christof Mühlschlegel und Daniela Hemminger-Narr und wollen dort in ihrer Region helfen, wo kurzfristig Pflege- und Hygienemittel zur Versorgung der Flüchtlinge benötigt werden. Fotos: © LAV.

Laut Pressemeldungen erwartet der Landkreis Esslingen allein für das laufende Jahr 5.360 Flüchtlinge, die vorläufig untergebracht und versorgt werden müssen. Fast 1.000 davon nimmt die Stadt Esslingen auf. Für den Landkreis Göppingen sei derzeit eine Zuweisung von 2.750 Menschen prognostiziert. Es sei jedoch unklar, so ein Zeitungsbericht weiter, ob die Zahl so eingehalten werden könne. Die Apothekerschaft will die Landkreise bei der Bewältigung des großen Flüchtlingsstromes unterstützen.

Apotheker kommen mit Resolution ihrer sozialer Verantwortung nach"Wir wollen unserer soziale Verantwortung als Apotheker gerecht werden, indem wir Spenden zweckgebunden für unsere Regionen sammeln und so Hilfe vor Ort zielgerichtet ermöglichen", erklärten Hemminger-Narr und Mühlschlegel bei einer Veranstaltung der Apothekerschaft in der vergangenen Woche, bei der von allen anwesenden Kolleginnen und Kollegen eine entsprechende Resolution verabschiedet wurde.

Hemminger-Narr und Mühlschlegel erläuterten weiter: "Mit den eingehenden Spenden wollen wir in Absprache mit den Verantwortlichen der betroffenen Landkreise gezielt dort helfen, wo kurzfristig Mittel zur Versorgung der Flüchtlinge benötigt werden. Für Mütter mit Kindern werden zum Beispiel Hygieneartikel und Pflegeprodukte benötigt. Das eingerichtete Spendenkonto steht übrigens nicht nur Apotheken zur Verfügung. Alle Bürgerinnen und Bürger können dort auch spenden. Denn trotz der umfangreichen kommunalen und ehrenamtlichen Hilfemaßnahmen, kommt es immer wieder zu Defiziten und Engpässen in der Versorgung."

Spendenadresse kann Vorteile bringen
Zweckgebundene Spenden sind ab sofort möglich unter folgender Kontoverbindung:

Hilfswerk der Baden-Württembergischen Apothekerinnen und Apotheker

IBAN: DE51 3006 0601 0006 4141 41,
BIC: DAAEDEDD

Verwendungszweck: "Flüchtlingshilfe Plochinger Kranz"


Bei Spenden ab 50 Euro kann bei Angabe der kompletten Adresse eine Spendenbescheinigung ausgestellt werden.

NOTHILFE-RESOLUTION DER APOTHEKERINNEN UND APOTHEKER DER LAV-REGION PLOCHINGERKRANZ

Esslingen, 15. Oktober 2015 - Die Apothekerinnen und Apotheker der Region Plochinger Kranz leisten für die in der Region derzeit untergebrachten Flüchtlinge mit großem Engagement die Arznei- und Hilfsmittelversorgung und stellen hierdurch einen maßgeblichen Teil der Gesundheitsversorgung für diese Menschen in Not sicher. Es zeigt sich aber, dass abseits dieser Leistung und auch trotz des bewundernswerten Einsatzes von haupt- und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern vor Ort immer wieder Defizite in der Versorgung der Flüchtlinge zu Tage treten. Die Apothekerinnen und Apotheker der Region haben sich deshalb auf Anregung der Regionsvorsitzenden Daniela Hemminger-Narr und Christof Mühlschlegel entschlossen, durch Geldspenden dabei mitzuhelfen, die Situation zu entschärfen und dort schnell und unbürokratisch zu unterstützen, wo Mangelversorgung zu Tage tritt.

Spenden sollen in Hilfsgüter statt Verwaltungsleistungen gespendet werden
Die Geldspenden werden über das "Hilfswerk der baden-württembergischen Apothekerinnen und Apotheker e. V." gesammelt und ohne irgendwelche Verwaltungs- oder Organisationsabzüge eins zu eins und in Absprache mit den zuständigen kommunalen Behörden und Hilfsorganisationen der Flüchtlingshilfe in den Landkreisen Esslingen und Göppingen zugeführt. Als Grundsatz gilt dabei, dass die gespendeten Gelder die Menschen in Not in Form von Hilfsgütern (z. B. Hygieneartikel, Pflegemittel etc.) unmittelbar erreichen und ausdrücklich nicht in Verwaltungs- oder Organisationsleistungen investiert werden. Die Koordinierungsarbeit wird von den Vorsitzenden der LAV-Region Plochinger Kranz übernommen. (ca. 3.940 Zeichen) 

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22.10.2015 – LAV-Akademie freut sich über großen Teilnehmerzuwachs

Über 1100 Neukunden für Seminare und Infoveranstaltungen im ersten Halbjahr 2015.

Stuttgart -  Baden-Württembergische Apotheker und ihre Teams schätzen das Angebot der LAV-Akademie und haben in den ersten sieben Monaten des Jahren 2015 rund 50 Seminare und 40 Infoveranstaltungen gebucht und besucht.

Die Seminare wurden von 998 Teilnehmern und die Infoveranstaltungen von 2330 Zuhörern besucht. Im Vorjahreszeitraum waren es 881 und 1031 Teilnehmer und Teilnehmerinnen gewesen. Der Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg Christoph Gulde ist stolz auf diese positive Bilanz: „In Baden-Württemberg setzen unsere Mitglieder auf Teams, die gut ausgebildet sind und die sich durch unser Weiterbildungsangebot auch auf dem neuesten Stand halten. Besonders stark nachgefragt sind in Baden-Württemberg Themen wie Abrechnung und Taxation, Qualitätsmanagement für Apotheken beziehungsweise auch Beratungsthemen wie Mikronährstoffe aus der Apotheke.“

Die LAV-Akademie bemüht sich, die Weiterbildungsangebote an möglichst vielen Standorten anzubieten, so Gulde weiter: „Nach einem anstrengenden Arbeitstag will keiner mehr weit zu einer Veranstaltung fahren. Darum setzen wir, wo es geht, Veranstaltungen in der Region um. Um aber wirtschaftlich und kostendeckend zu arbeiten, müssen viele Angebote eben auch als zentrale Veranstaltung abgehalten werden. Ich finde, dass wir hier eine gute Balance gefunden haben – und die Teilnehmerzahlen sprechen für sich.“ Die Angebote der Akademie des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg erhalten von den Teilnehmern durchweg gute Noten. Die Seminare schnitten durchschnittlich mit der Note 1,58 ab, die Infoveranstaltungen lagen mit 1,62 nur knapp dahinter (Bewertung nach Schulnoten). „Mit diesem Ergebnis sind wir sicher, dass die Versetzung ins nächst Jahr klappt“, fasst LAV-Vizepräsident Gulde zusammen. „Auch in 2016 warten wir wieder mit einem vollen Veranstaltungskalender auf. Die Vorbereitungen für die Jahresplanung laufen derzeit auf Hochtouren.“

Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V. setzt sich für die unabhängige Beratung von Patienten, Gesundheitsprävention und die sichere Abgabe von Arzneimitteln ein. In Baden-Württemberg gibt es rund 2.600 öffentliche Apotheken. Der Verband vertritt die wirtschaftlichen und politischen Interessen seiner Mitglieder. Um das Wohl der Patienten kümmern sich im Land neben den approbierten Apothekerinnen und Apothekern auch rund 15.000 Fachangestellte, überwiegend Frauen, in Voll- oder Teilzeit.

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29.09.2015 – Mehr Sicherheit bei Polymedikation nur durch echten Medikationsplan

Stuttgart – Die Deutschen werden älter und brauchen mehr Arzneimittel. Etwa jeder fünfte Baden-Württemberger (18 %) nimmt dauerhaft drei oder mehr Arzneimittel ein. Das ergab eine forsa-Umfrage bei mehr als 1.700 Erwachsenen in Baden-Württemberg im Auftrag der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. 35 % der Befragten mit Polymedikation nehmen neben verschreibungspflichtigen auch rezeptfreie Medikamente ein.

Patienten, die mehrere Medikamente einnehmen, sollen selbst entscheiden dürfen, ob der Arzt oder der Apotheker den Medikationsplan erstellt. Quelle: Clipdealer

Die Deutschen werden älter und brauchen mehr Arzneimittel. Etwa jeder fünfte Baden-Württemberger (18 %) nimmt dauerhaft drei oder mehr Arzneimittel ein. Das ergab eine forsa-Umfrage bei mehr als 1.700 Erwachsenen in Baden-Württemberg im Auftrag der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. 35 % der Befragten mit Polymedikation nehmen neben verschreibungspflichtigen auch rezeptfreie Medikamente ein.

„Sage und schreibe 88 Prozent der Befragten mit Polymedikation haben eine Stammapotheke. Nur in der Stammapotheke sind alle Medikamente eines Patienten bekannt, egal welcher Arzt sie verordnet hat, ob sie rezeptpflichtig sind oder aus der Selbstmedikation stammen. Dieses Potenzial muss viel stärker genutzt werden. Im E-Health-Gesetz droht das gerade versäumt zu werden“, sagt dazu Fritz Becker, Präsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg.

Polymedikation ist für viele Patienten unvermeidbar, birgt aber erhebliche Risiken. Laut Becker kommt es in Deutschland jedes Jahr zu mehreren hunderttausend Krankenhauseinweisungen wegen vermeidbarer Medikationsfehler und zu erheblichen Zusatzkosten für das Gesundheitssystem. Durch Auswirkungen der Polymedikation würden deutlich mehr Menschen als im Straßenverkehr sterben.

Dr. Günther Hanke, Präsident der Landesapothekerkammer Baden-Württemberg ergänzt: "Diese Risiken kann man reduzieren, wenn man die Gesamtmedikation des Patienten konsequent erfasst, pharmazeutisch analysiert und in einen mit dem Arzt konsentierten Medikationsplan überführt. Aber nur wenn man es richtig macht. Dazu muss man die Apotheken und ihr Wissen einbeziehen. Neun von zehn Medikationslisten, die alleine vom Arzt ausgestellt werden, stimmen nicht mit dem überein, was die Patienten tatsächlich einnehmen. Das wissen wir aus einer aktuellen Studie."

Hanke und Becker begrüßen zwar die Absicht der Bundesregierung, Patienten mit Polymedikation über das E-Health-Gesetz einen Rechtsanspruch auf eine Medikationsliste einzuräumen. Gleichzeitig kritisieren sie scharf die Defizite des Gesetzentwurfs. Becker: "Es ist ein Unding, dass die Erstellung der Medikationsliste ohne konsequente Einbindung der Apotheker stattfinden soll, obwohl jedes einzelne Medikament in Deutschland über ihren Tisch geht. Die Arzneimittelversorgung ist die gesetzliche Aufgabe der Apothekerschaft. Jeder Patient mit Polymedikation sollte außerdem selbst entscheiden dürfen, ob sein Arzt oder sein Apotheker einen individuellen Medikationsplan für ihn initiieren soll." Inkonsequent sei auch, dass der Gesetzentwurf nur die Erstellung der Medikationsliste, nicht aber die pharmazeutische Prüfung der Gesamtmedikation auf Risiken beinhalte. Hanke: "Erst dadurch wird aber die Liste zu einem echten Medikationsplan, der dem Patienten helfen, Gefahren reduzieren und Therapieerfolge verbessern kann."

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28.09.2015 – Das dicke Ende kommt ... zuerst! - wie Zäpfchen richtig angewendet werden

Stuttgart - Säuglinge und Kleinkinder werden bei Fieber und Schmerzen oder auch bei Übelkeit häufig mit Zäpfchen behandelt. Was viele Eltern nicht wissen: Die Zäpfchen sollten in der Regel mit der stumpfen Seite voran eingeführt werden. Durch die Eigenbewegung des Darmes wird so das Zäpfchen besser in den Körper transportiert und kann seine Wirkung dort entfalten.

Schritt für Schritt: Damit ein Zäpfchen seine Wirkung voll entfalten kann, gilt es, sie richtig anzuwenden Foto: © ABDA.

Ein Zäpfchen oder Suppositorium, wie der Fachbegriff lautet, ist eine spezielle Darreichungsform eines Wirkstoffes. Zäpfchen werden beispielsweise verordnet, wenn eine Aufnahme des Wirkstoffes mit Tabletten oder Säften über den Magen-Darm-Trakt nicht oder nur schlecht möglich ist. "Bei Übelkeit und Erbrechen ist es oft besser, das Medikament über ein Zäpfchen zu geben. Über die Darmschleimhaut ist gewährleistet, dass der benötigte Wirkstoff doch im Körper ankommt und auch drinnen bleibt", führt Andreas Buck, Vorstandsmitglied des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg, aus.

Wie Zäpfchen bei Kindern am Besten eingeführt werden
Bei Kindern hat es sich bewährt, die Zäpfchen einzuführen, wenn das Kind auf der Seite liegt, so der Apotheker und mehrfache Familienvater weiter: "Wenn man die Beine des Kindes etwas Richtung Brust führt, kann man das Zäpfchen am besten einführen. Die stumpfe Seite soll bei den meisten Zäpfchen zuerst eingeführt werden. Wenn die Eltern direkt danach die Pobacken des Kindes vorsichtig zusammendrücken, gleitet das Zäpfchen ganz automatisch weiter hinein und es kommt seltener vor, dass die kleinen Patienten das Zäpfchen wieder herausdrücken. Die Packungsbeilage von Zäpfchen erklärt in der Regel die Anwendung genau Schritt für Schritt."

Zäpfchen können in der Hand ganz kurz erwärmt werden. Sie sollten aber nicht mit Ölen, Cremes oder Lotionen gleitfähiger gemacht werden. "Der Kontakt damit kann die Wirkstoff-Freisetzung verändern", erklärt der Pharmazeut. "Zäpfchen sind meistens auf der Basis von Hartfetten hergestellt. Die schmelzen in der Regel bei Körpertemperatur. So sind Zäpfchen ohne zusätzliche Gleitmittel leicht einzuführen." Zäpfchen sollten deswegen kühl, das heißt unter 25 Grad Celsius, aufbewahrt werden. Wenn sie zu warm oder zu kalt gelagert waren, können sie sich verformen, Wirkstoff kann auskristallisieren, das Zäpfchen wird krümelig und kann zerfallen.

"Bei der Anwendung sollten Zäpfchen auch nicht aus der Aluminium-Verpackung gedrückt werden", erklärt Andreas Buck, "weil sie sich leicht verformen können. Die Verpackung hat eine markierte Aufreißstelle oder sollte mit einer Schere vorsichtig aufgeschnitten werden, sodass sich das Zäpfchen leicht aus der Verpackung nehmen lässt." (ca. 2.559 Zeichen)

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23.09.2015 – Wund im Mund? Kleine Helfer aus der Apotheke für Zunge und Zahnfleisch

Stuttgart - Zunge, Kiefer, Gaumen, Zahnfleisch - im Mundraum gibt es etliche Stellen, die mit leichten Entzündungen reagieren können. Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg klärt rund um den Tag der Zahngesundheit am 25. September darüber auf, wie wunde Stellen im Mund vermieden werden können oder welche Mittel und Maßnahmen die Heilung erleichtern.

Empfindliche Entzündung: Eine Infektion der Mundschleimhaut wirkt sich für die Patienten oftmals unangenehm aus. Fragen Sie in Ihrer Apotheke, was dann hilft. Foto: © ABDA.

Entzündungen können verschiedenste Ursachen haben, erläutert Apotheker Wolf Kümmel, Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg (LAV): "Druckstellen können von Zahnspangen oder auch Zahnprothesen hervorgerufen werden. So entstehen meist kleinere, lokale Entzündungen. Wenn hingegen eine größere Fläche im Mundraum entzündet ist, spricht man eher von einer Stomatitis, einer Entzündung der Mundschleimhaut insgesamt. Auch eine Gingivitis, eine Entzündung des Zahnfleisches, kann Probleme machen. Hier sind es häufig zusätzlich hinzukommende Bakterien oder Viren, die eine kleine Entzündung zu einem größeren Problem machen."

Empfindliche Reaktionen bei Entzündungen
Die Mundschleimhaut reagiert dann an den betroffenen Stellen mit Brennen beispielsweise auf Säfte oder mechanische Reize wie beim Kauen von knusprigem Essen. Weitere Symptome können unangenehmer Mundgeruch oder Schmerzen im Mundraum sein, so Wolf Kümmel: "Der ganze Mund ist dann sehr empfindlich gegen Säuren, gegen zu heiße oder scharfe Lebensmittel. Die sollten dann gemieden werden. Solche Entzündungen treten häufig bei älteren Menschen auf, deren Immunsystem generell schwächer ist. Bei ihnen lässt auch der Speichelfluss nach. Unsere Spucke ist sonst ein gutes Reinigungsinstrument, um die Bakterienbesiedlung im Mund unter Kontrolle zu halten."

Bei derartigen Entzündungsstellen ist eine vernünftige Mund- und Zahnhygiene wichtig. Die Zahnbürsten sollten keine zu harten Borsten haben, die die Entzündungsherde zusätzlich aufreißen und reizen können. Kümmel erklärt weiter: "Es gibt antiseptische Mundwässer, mit denen man gurgeln und die betroffenen Stellen betupfen kann. Auch pflanzliche Extrakte aus Salbei oder Rattania sind hilfreich, weil auch sie desinfizieren oder adstringieren - also zusammenziehend wirken. Sehr gut wirkt Dexpanthenol als ein wundheilungsfördernder Stoff. Es gibt nun auch neue Produkte, bei denen zusätzlich Hyaluronsäure enthalten ist. Deren Vorteil ist, dass diese die entzündete Stelle abdecken, was die Wundheilung fördert und beschleunigt."

Betroffene Menschen sollten immer Ursachenforschung betreiben, was die Entzündung ausgelöst hat. Neben mechanischen Reizen oder einer schlechten Mundhygiene können auch hormonelle Umstellungen wie in der Pubertät oder in den Wechseljahren dahinter stecken, fasst Kümmel zusammen. Eine Abklärung mit dem Arzt oder Apotheker ist dann wichtig, um die richtige Behandlung der Entzündung festzulegen. (ca. 2.767 Zeichen)

17.09.2015 – Wechseljahre gibt's auch beim Mann - So kommt auch er gut durch die Lebensmitte

Stuttgart - Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen und komplexe Hormonumstellungen: Zwei Drittel aller Frauen sind von solchen Symptomen während der Wechseljahre betroffen. Doch nicht nur bei Frauen vollzieht sich in der Lebensmitte ein solcher Wechsel. Auch Männer kommen in die Wechseljahre - wenngleich bei ihnen nur rund zehn Prozent betroffen sind.

Bewegung gegen Beschwerden: Vernünftig lebende Männer kommen leichter durch die Wechseljahre. Foto: © ABDA.

Mit graduellen Unterschieden ähneln sich die Symptome bei beiden Geschlechtern in den Grundzügen, führt Apotheker Wolf Kümmel, Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg, aus: "Auch Männer können in den Wechseljahren vermehrt unter Schlafstörungen leiden. Ebenso verbreitet ist die Neigung zu depressiven Verstimmungen oder einer gewissen Gereiztheit."

Beschwerden in Wechseljahren bei Männern selten
Kümmel: "Wie beim weiblichen Klimakterium können auch beim Mann Sexualprobleme und eine sinkende Libido vorkommen. Das hängt mit der Hormonumstellung zusammen. Je älter wir Männer werden, umso mehr geht der Spiegel des Männlichkeits-Hormons Testosteron zurück. Zwischen 50 und 60 Jahren haben wir einen um bis zu 20 Prozent niedrigeren Testosteronspiegel als noch mit 20 Jahren. Positiv ist nur, dass eben bei Männern nur rund jeder Zehnte Beschwerden durch die Wechseljahre hat."

Wechseljahre gehören bei Männern wie bei Frauen zum ganz normalen Alterungsprozess dazu, darauf weist Wolf Kümmel ganz explizit hin: "Ich halte nichts davon, dass man jeden normalen Alterungsprozess wegtherapieren oder aufhalten will. Nur in den Fällen, in denen die Betroffenen stark durch Symptome wie Stimmungsschwankungen, Schlaflosigkeit oder Sexualprobleme beeinträchtigt sind, wird eine Behandlung nötig."

Pflanzliche Arzneimittel bedingt zur Behandlung geeignet
Bei den einfacheren Befindlichkeitsstörungen werden schon mit pflanzlichen Mitteln wie etwa dem Schlafbaldrian oder Johanniskraut gegen Stimmungsschwankungen gute Erfolge erzielt, berichtet Wolf Kümmel. "Doch auch bei solchen Pflanzenarzneimitteln sollte man sich beraten lassen, denn auch sie können Wechsel- oder Nebenwirkungen haben. Das vergessen viele Verbraucher oft, weil sie meinen, pflanzlich geht immer."

Der gesundheitsbewusste Mann in der Lebensmitte kann aber auch durch eine gesunde Lebensweise viel zum Erhalt seiner Vitalität beitragen. Kümmel: "Es gibt ganz einfache Strategien, die dann Linderung verschaffen. Männer sollten ab Mitte 40 oder ab 50 versuchen, möglichst stressfrei zu leben, sich vernünftig, abwechslungsreich und vollwertig zu ernähren und den Alkoholkonsum bewusst niedrig zu halten. Kommen dann noch etwas Bewegung und ausreichende Ruhephasen hinzu, sollten die Beschwerden in der Lebensmitte kaum mehr ins Gewicht fallen." (ca. 2.554 Zeichen)

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20.08.2015 – Toilette dringend gesucht! - Was bei Durchfallerkrankungen auf Reisen hilft

Stuttgart - Magen-Darm-Beschwerden gehören mit zu den häufigsten und auch lästigsten Krankheiten, die man im Urlaub bekommen kann. Die Gründe dafür erläutert Wolf Kümmel, Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg, so: "Ungewohnte Kost, die Hitze, mangelnde Hygiene oder auch Aufregung wie Reisefieber - all das kann dazu führen, dass die Verdauung speziell auf Reisen aus dem Tritt kommt. Damit man schnell wieder auf dem Damm ist und nicht zu viele Urlaubstage beeinträchtigt werden, gehören entsprechende Mittel auf jeden Fall in die Reiseapotheke."

Toilette total: Gegen Durchfall sind manchmal ein Tag Aussitzen und eine restriktive Ernährung das Beste. Schon vor der Reise können in jeder Apotheke spezielle Durchfallmittel erworben werden. Foto: © ABDA.

Gegen Montezumas Rache helfen spezielle Durchfall-Mittel wie beispielsweise Kohlepräparate. "Diese Durchfallstopper sollte man aber nur ganz kurz einsetzen", empfiehlt Apotheker Wolf Kümmel. "Ich würde das nur nehmen, wenn ich an dem Tag unbedingt unterwegs sein muss. Ansonsten ist es wirklich besser, einen Tag im ruhigen Hotelzimmer und auf der Toilette zu verbringen. Denn Durchfall ist ein deutliches Signal des Körpers, dass er etwas loswerden muss."In diesem Fall ist es wichtig, dass auf den Flüssigkeitshaushalt geachtet wird. Betroffene müssen ausreichend trinken, um nicht zu dehydrieren. Bei empfindlichen Menschen wie Kindern oder älteren Menschen sollte auch an Elektrolytmischungen gedacht werden.

Hausmittel sind nicht immer das Nonplusultra
"Durch den Durchfall, vor allem wenn er länger als einen Tag andauert, werden viele wichtige Salze und Mineralien aus dem Körper gespült. Das muss ersetzt werden. Das Hausmittel 'Cola und Salzstangen' gilt eher als überholt. Denn hier ist zu viel Zucker drin und das wichtige Kalium fehlt."

Um den Durchfall etwas in den Griff zu bekommen, können auch Flohsamenschalen in Wasser eingerührt helfen. Auch Gerbstoffe, wie sie beispielsweise in starkem, schwarzem Tee vorkommen, sind hilfreich. Sie dichten die Darmschleimhaut ab und verkleinern so unter anderem die Angriffsfläche für Bakterien. Weitere Maßnahmen können laut Kümmel so aussehen: "Um den Darm nicht weiter zu belasten, sollte an den Krankheitstagen und danach nur leichte Kost gegessen werden. Etwas Toast vom Frühstücksbuffet mit reichlich lauwarmem Tee, verdünnte, fettarme Hühnerbrühe oder etwas Kartoffelbrei sind geeignete Mahlzeiten, die man auch im Hotel finden kann."

Durchfallerkrankungen sollten ab einer bestimmten Dauer nicht unterschätzt werden, gibt Wolf Kümmel abschließend zu Bedenken: "Wenn die Beschwerden länger als zwei bis drei Tage anhalten, wenn Schmerzen, Krämpfe oder Fieber dazukommen, dann sollte man zum Arzt gehen. Bei Kindern unter zwei Jahren sollte immer der Arzt informiert werden, weil ein kleiner Körper schnell Gefahr läuft, zu viel Flüssigkeit zu verlieren und aus dem Durchfall schnell eine ernste Situation entstehen kann."(ca. 2.701 Zeichen)

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10.08.2015 – Online-Vertragsportal OVP: Über die Hälfte der LAV-Mitgliedsapotheken angeschlossen

Stuttgart - In Baden-Württemberg besitzen bereits über 1.300 Apotheken einen aktiven Zugang zum Online-Vertragsportal (OVP) des Deutschen Apothekerverbands und seiner Landesverbände.

Gern genutzt: Das Online-Vertragsportal des Deutschen Apothekerverbandes wird in Baden-Württemberg von den Apotheken mehrheitlich verwendet. Viele Apotheken-Softwarehäuser haben angekündigt, dass dies noch komfortabler wird. Logo: © Verband.

 In dem Portal kann der Apotheker recherchieren, wie der aktuelle Stand seiner Präqualifizierung ist, an welchen Hilfsmittelversorgungsverträgen die Apotheke teilnimmt und welche Produkte belieferungsfähig sind. Selbstverständlich sind auch alle entsprechenden Verträge zur weiteren (Preis-)Recherche hinterlegt. Das Portal schafft damit einen vollständigen Überblick über die apothekenindividuelle Vertragslandschaft im Hilfsmittelbereich.

Softwarehäuser binden Online-Vertragsportal an Warenwirtschaftssystem
Für einige Apotheken geht der Service mittlerweile sogar noch weiter. Ihr zuständiges Systemhaus hat sich bereits an die zur Verfügung gestellte Schnittstelle des Portals heran programmiert. Die Apotheke muss sich nun nicht mehr gesondert über das Internet in das OVP einwählen, sondern die entsprechenden Informationen werden direkt über die Schnittstelle in die apothekeneigene Warenwirtschaft gespielt.

Die Einpflege aller Hilfsmittelverträge, an denen eine einzelne Apotheke teilnimmt, übernimmt in Baden-Württemberg der LAV für seine Mitglieder. "Wir pflegen zentral alle Verträge jeder einzelnen Apotheke in das OVP ein", erklärt LAV-Geschäftsführerin Ina Hofferberth. Genau das unterscheide das OVP von anderen am Markt angebotenen Systemen, in denen der Apotheker seine Verträge selbst einarbeiten und auch aktuell halten müsse. Aus Erfahrung weiß Hofferberth, dass ihr Verband mit der kontinuierlichen Datenpflege im OVP eine Art Sisyphusarbeit übernommen hat. "Derzeit arbeiten wir die seit Anfang Juli geltenden zwei neuen Hilfsmittelverträge der BARMER GEK ein", so Hofferberth weiter.

LAV pflegt auch Vertragsänderungen ein

Knapp 1.000 Datensätze entfielen dabei auf den sogenannten Diabetiker-Vertrag und rund 600 Datensätze auf den Vertrag zur Versorgung mit ableitenden Inkontinenzhilfen. Diese Zahlen seien aber immer nur eine Momentaufnahme, erklärt dazu Brigitte Fehrmann, Leiterin der zuständigen LAV-Abteilung Taxation und Krankenkassen, denn täglich erreichten den LAV entsprechende Beitrittserklärungen. Aber auch Änderungen der bestehenden Verträge in einer Apotheke werden an den LAV gemeldet und im Weiteren - selbstverständlich nach einer inhaltlichen Prüfung durch die Fachabteilung - in das OVP eingepflegt.

Der Nutzen des OVP steht aber sowohl für Hofferberth als auch für die Mitarbeiter der Fachabteilung trotz der zu bewältigenden Detailarbeit außer Frage. Hofferberth: "Das OVP räumt mit dem Zustand auf, dass es in einer Apotheke eigentlich kaum mehr zu bewältigen war, einen Überblick über die eigene Vertragslandschaft zu haben." Sie wünscht sich im Interesse ihrer Mitglieder, dass sich sehr zügig auch alle weiteren Systemhäuser der OVP-Schnittstelle bedienen, um ihren Kunden die Informationen des OVP direkt in die Apotheke zu spielen. In vielen Gesprächen seien ihr dazu bereits Zusagen gegeben worden, berichtet Hofferberth. "Oft wurde mir als Termin die Expopharm Ende September genannt. Die Wartezeit für unsere Mitglieder sollte also bald ein Ende haben." (ca. 3.079 Zeichen)

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10.08.2015 – Reisethrombose: Urlaubsstress für die Venen

Stuttgart - Die Reisethrombose ist, stark vereinfacht ausgedrückt, eine Art Verstopfung der Beinvenen. Diese entsteht bei langen Flug- oder Busreisen. Wolf Kümmel, Apotheker und Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg, erläutert die Hintergründe: "Man sitzt auf dem Weg in den Urlaub über etliche Stunden sehr ruhig auf dem Sitz im Flieger oder im Bus. Die Durchblutung ist durch die Enge zusätzlich verringert. Die Luft, vor allem im Flieger, ist sehr trocken."

Begrenzte Beinfreiheit: Für Venen sind Flugreisen besonders anstrengend. Schon kleine Fußbewegungen, spezielle Strümpfe und ausreichend Getränke können dazu beitragen, das Thromboserisiko zu senken. Foto: © medi.

Kümmel weiter: "Meistens wird auch zu wenig getrunken und so kommt es zu einem Austrocknungseffekt, der das Blut dickflüssiger macht. Verbunden mit dem Bewegungsmangel steigt in dieser Situation die Gefahr, dass sich ein Propf bilden kann, der die Vene verstopft."

Schmerzen beim Auftreten können Anzeichen sein
Symptome einer Reisethrombose sind Schwellungen im Knöchel- und Unterschenkelbereich sowie Schmerzen insbesondere beim Auftreten. Die betroffene Stelle kann deutlich warm werden und bläulich verfärbt aussehen.

Statistisch gesehen sind eher ältere Menschen belastet, solch eine Reisethrombose zu erleiden, so Kümmel: "Im Alter lässt einfach die Elastizität der Gefäße nach und im Alter trägt man vielleicht auch das eine oder andere Kilo zusätzlich mit sich herum, was zusätzlich die Situation für Thrombosen begünstigt. Generell sollten übergewichtige Menschen oder Schwangere aufpassen und natürlich auch Patienten, die kürzlich operiert wurden oder entsprechende Vorerkrankungen haben."

Schon kleine Bewegungen, Getränke und spezielle Strümpfe können helfen

Wer zur Risikogruppe gehört, kann auf Reisen aktiv gegen das Thromboserisiko arbeiten, rät Kümmel: "Als erstes sollte man immer wieder versuchen, in Bewegung zu bleiben. Entweder kann man im Flieger auch mal den Gang auf und ab gehen oder zumindest am Platz Gymnastik mit den unteren Beinen machen. Kleine Kreisbewegungen im Knie- oder Knöchelgelenk, Füße auf die Zehenspitzen anheben und wieder senken. Solche Übungen aktivieren die Venen. Auf langen Reisen sollte immer eine extra Wasserflasche dabei sein, damit man ausreichend trinkt. Meiden sollte man aber alkoholische Getränke, denn die haben den gegenteiligen Effekt und führen eher zu einer Dehydrierung."

Verstopfte Venene: Langes Sitzen oder Liegen lässt das Blut in den Beinvenen versacken. In den tief liegenden Venen der Beine kann dies die Bildung von Blutgerinnsel begünstigen. Illustration: © Deutsche Venen-Liga e. V.

Unterstützend können auf langen Reise spezielle Strümpfe getragen werden. Stützstrümpfe können schon helfen, erläutert Apotheker Wolf Kümmel: "Das ist sozusagen eine Light-Version des Kompressionsstrumpfes. Die Wirkung ist ähnlich. Durch ihre spezielle Webart arbeiten sie aktiv einem Blutstau in den Gefäßen entgegen. Das Blut kann besser wieder Richtung Herz gepumpt werden und die Beine schwellen nicht so sehr an.

Wer gesundheitlich mit Thromboserisiken vorbelastet ist, erhält über ein Rezept des Arztes auch passende Thrombosestrümpfe verordnet. Diese haben eine stärkere Druckwirkung und müssen individuell angemessen werden. Ebenso könnte der Arzt auch spezielle Spritzen mit einem blutverdünnenden Wirkstoff verordnen, wenn dies nötig wäre." (ca. 2.838 Zeichen)

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05.08.2015 – Wissenschaftliche Datenbanken erleichtern die Arbeit in baden-württembergischen Apotheken

Stuttgart - Das Zusatzangebot des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg (LAV), mit dem LAV-Mitglieder und ihre Apothekenteams über kostenfreie Zugänge in drei wissenschaftlichen Datenbanken recherchieren können, erfreut sich großer Beliebtheit. Allein in den ersten vier Monaten seit dem Start des Angebots im April wurden über 1.800 Logins zu den Datenbanken verzeichnet. Damit recherchierten die Apotheker tausende Details.

Präzise: Die wissenschaftlichen Datenbanken der Apotheker liefern exakte und richtige Informationen. Apotheker sind so ständig auf dem neuesten Stand und können auch bei über- informierten Patienten für Klarheit sorgen. Foto: © Thorben Wengert www.pixelio.de.

Der LAV bietet über einen exklusiven Zugang im internen Mitgliederbereich seiner Homepage Recherchemöglichkeiten zu aktuellem pharmazeutischem Wissen über den Arzneimittelmarkt, zu Indikationen, Dosierungen, Risiken und Interaktionen. Die Datenbanken liefern auch Informationen zu neu eingeführten Arzneimitteln und deren Bewertungen im Vergleich zur Standardtherapie.

Kein Halbwissen: Patienten profitieren von fundierten Informationen
Eine weitere Datenbank befasst sich mit Mikronährstoffen und Nahrungsergänzungsmitteln. LAV-Geschäftsführerin Ina Hofferberth: "Die Zugriffszahlen zeigen, dass unsere Mitglieder einen Bedarf an raschen und fundierten Hintergrundinformationen haben. Im Alltag haben sie es mit immer besser informierten Patienten und Kunden zu tun. Zudem unterliegt der Pharmamarkt schnellen Entwicklungen. Wir wollen es unseren Mitgliedern so einfach wie möglich machen, dass sie ihr pharmazeutisches Know-how auf dem neuesten Stand halten können. Gute Beratung ist eine Kernaufgabe der Offizin. Unsere Mitglieder und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten hier die nötige fachliche Unterstützung."
Seit Ostern 2015 bietet der LAV allen Mitgliedsapotheken und deren Teams ohne weitere Zusatzkosten Zugänge zu insgesamt drei pharmazeutischen Datenbanken. (ca. 1.630 Zeichen)

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30.07.2015 – Keine Angst vor dem Beipackzettel

Stuttgart - Schätzungen zufolge werden 30 bis 50 Prozent der verschriebenen Arzneimittel nicht oder nicht richtig eingenommen. Hauptgrund ist neben der Vergesslichkeit der Patienten oft die Angst vor möglichen Arzneimittelnebenwirkungen.

Hilfreiche Hinweise: Beipackzettel enthalten viele wichtige Informationen zur Einnahme von Medikamenten. Ebenso wichtig ist es jedoch, die Bedeutung der Sachverhalte vom Apotheker einschätzen und berwerten zu lassen. Foto: © AB- DA.

Wolf Kümmel, Apotheker und Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg (LAV), klärt die Bevölkerung darüber auf, wie Beipackzettel richtig zu verstehen sind: "Der Beipackzettel ist eine hilfreiche Zusammenfassung aller Informationen, die der Patient rund um sein Medikament wissen muss. Es ist eine wichtige Maßnahme des Verbraucherschutzes, dass die Pharmafirmen alle möglichen Nebenwirkungen aufzählen müssen. Diese lange Auflistung schreckt jedoch etliche Patienten ab und sie nehmen manchmal das Medikament dann nicht ein. Darum ist uns die Aufklärung so wichtig. Denn nicht alle Nebenwirkungen, die im Beipackzettel stehen, tauchen auch tatsächlich auf. Die Nebenwirkungen sind ganz deutlich in Wahrscheinlichkeiten und Häufigkeiten eingeteilt."

Gespräche mit dem Apotheker schaffen Vertrauen zum Medikament
Wenn Patienten unsicher bei der Einnahme sind oder Nebenwirkungen des Arzneimittels spüren, sollten sie sich beim Arzt oder in der Apotheke nochmal beraten lassen, rät Kümmel: "Viele Ängste können durch solche Gespräche meiner Erfahrung nach zerstreut werden und der Patient nimmt das Medikament dann zuverlässig ein, auf das er angewiesen ist. Das dient nicht nur seiner Gesundheit, sondern es hilft auch, Gesundheitskosten zu sparen. Denn die teuerste Pille ist immer die, die nicht genommen wird."

Der Beipackzettel eines Medikamentes liefert alle wichtigen Informationen rund um ein Arzneimittel. Gerade auch in der heißen Jahreszeit lohnt ein Blick in den Faltzettel, weiß der Apotheker: "Im Beipackzettel steht, unter welchen Lagerbedingungen ein Arzneimittel aufbewahrt werden muss. Manche müssen im Kühlschrank stehen, andere brauchen ein trockenes, dunkles Umfeld", betont der LAV-Vizepräsident Wolf Kümmel. Auch über die richtige Dosierung gibt der Beipackzettel Aufschluss. Wolf Kümmel: "Zu jedem Arzneimittel erfahre ich, wann und wieviel ich einnehmen soll. Es wird konkret beschrieben, ob vor, zum oder nach dem Essen - oder wieviel Abstand zu den Mahlzeiten eingehalten werden muss." Zudem wird erklärt, ob man Tabletten beispielsweise zerteilen darf.

Apotheker nehmen Nebenwirkungen ernst und melden diese
Apotheken nehmen die Rückmeldungen von Patienten zu Nebenwirkungen ernst. Die Apothekerschaft sammelt solche Rückmeldungen von Patienten bei einer extra Stelle: Der Arzneimittelkommission Deutscher Apotheker. Apotheker Kümmel erläutert den Ablauf: "Wenn mir ein Patient Nebenwirkungen meldet, dann nehme ich diese Symptome auf und melde sie über einen extra Erfassungsbogen an die Arzneimittelkommission. Und das mache nicht nur ich, sondern das machen alle Apotheken in Deutschland. So tragen wir durch den Austausch mit den Patienten dazu bei, dass Arzneimittelrisiken minimiert werden können." (ca. 2.854 Zeichen) 

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22.07.2015 – LAV im Austausch mit Selbsthilfegruppen: Rege Diskussion zu Rabattverträgen, Inkontinenzversorgung und Medikationsplan

Stuttgart - Vertreterinnen und Vertreter von 17 Selbsthilfegruppen informierten sich gestern (21.7.) beim jährlichen Treffen mit dem Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V. (LAV) über die aktuellen Problemstellungen im Apothekenalltag. Bei den Versorgungsthemen waren der Arzneimittelaustausch bei Rabattverträgen, die Qualität bei Inkontinenzprodukten und das Spardiktat der Krankenkassen wie in jedem Jahr Dauerbrenner.

Im Austausch: Für den Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V. berichteten Apothekerin Dr. Ingrid Glas und Thomas Krohm den Vertreter der Patientengruppen über die Belange der Apothekerschaft und informierten sich über wichtige Anliegen der Patienten in Sachen apothekenrelevante Gesundheitsversorgung. Foto [M]: © LAV.

Die Abteilung Sonderprojekte des LAV, mit Thomas Krohm und Dr. Ingrid Glas, ist für die Ausrichtung des Treffens im Auftrag des zuständigen Ressort-Vorstandes des Verbands, Eleftherios Vasiliadis, verantwortlich: "Unser Verband ist eine wichtige Informationsquelle für die Patientenvertreter", erläutert Krohm, "denn bei unseren Treffen erhalten die Teilnehmer einen Einblick in die Versorgungszahlen sowie aktuelle gesundheitspolitische Entwicklungen. Auf der Tagesordnung hatten wir außerdem die Themen Arzneimittelfälschungen, Substitutionsausschlussliste, Entwicklungen auf dem Hilfsmittelmarkt, richtige Entsorgung von Arzneimitteln - und wir weisen regelmäßig auf den Apotheker Award hin, wo mustergültige Projekte zwischen Apothekern und Patientengruppen ausgezeichnet werden."

Verständnis für Apothekerforderung zur Anhebung der Rezepturvergütung
Auffällig groß war in diesem Jahr das Interesse daran, inwieweit Gesetzgeber und Krankenkassen die Arbeitsabläufe und die finanzielle Situation in den Apotheken mitbestimmen. Die Honorargestaltung der Apotheke mit ihren vielfältigen Zu- und Abschlägen wurde als wenig transparent bezeichnet. Verständnis für die Situation der Apothekerschaft gab es vor allem im Bereich der unterfinanzierten Rezepturherstellung. Selbsthilfegruppen wissen, wie wichtig individuelle Rezepturen beispielsweise bei chronischen Hauterkrankungen sind.

Für Kopfschütteln sorgt immer wieder auch das Thema der Nullretaxationen wegen geringer Formfehler. Ingrid Glas: "Dass wir ganz offen über diese Risiken bei der Rezeptbelieferung mit den Patientenvertretern reden, führt dazu, dass mehr Verständnis aufgebracht wird, wenn ein Patient im Zweifelsfall wieder zurück in die Praxis geschickt wird. Auch die Patienten empfinden es als ungerecht, wenn der Apotheker bei kleinen Formfehlern auf allen Kosten alleine sitzen bleibt, obwohl der Patient versorgt worden ist."

Selbsthilfegruppen beobachten immer geringeres Kassen-Engagement
Die Entwicklungen auf dem Hilfsmittelmarkt durch die neue Vertragslandschaft mit immer niedrigeren Erstattungspreisen durch die Krankenkassen, speziell in den Bereichen Inkontinenz und Diabetes, wurde von den Selbsthilfegruppen besonders aufmerksam verfolgt. Berichtet wurde, dass häufig mit kostengünstigen Produkten versorgt wird und Aufzahlungen durch den Patienten immer häufiger werden.

Eine Selbsthilfegruppen-Vertreterin, die selbst in der Altenpflege arbeitet, berichtete, dass vor allem bei den aktuell hohen Temperaturen betroffene Patienten Hautentzündungen bekämen, sich chronische Wunden bildeten und die Geruchsentwicklung bei den einfachen Versorgungssystemen deutlich höher liege, als bei Qualitätsprodukten. "Wir bereiten derzeit eine Petition vor, dass wir wieder qualitativ angemessene Produkte brauchen. Wir dokumentieren die gesundheitlichen Schäden, die die Billigwindeln anrichten. Auch unseren zusätzlichen pflegerischen Aufwand schreiben wir auf, denn heute müssen wir einen Patienten viermal trockenlegen, weil die Windel nicht mehr aufnimmt. Das war früher nicht so. Die Kassen sparen auf Kosten der Betroffenen und des Pflegepersonals", so eine Teilnehmerin.

Derartige Schilderungen warfen die Frage auf, ob denn niemand durchrechne, welche Zusatzkosten solche Sparmaßnahmen an anderen Stellen auslösten. Die Teilnehmer des Selbsthilfegruppentreffens waren sich einig, dass hier oftmals zu wenig der finanzielle Gesamtkontext beachtet werde. Viele kurzfristig eingesparte Euro führten langfristig zu Mehrausgaben im Gesundheitswesen, lautete die Prognose aus den eigenen Erfahrungsbereichen.

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20.07.2015 – Mitgliederversammlung des LAV Baden-Württemberg: Starke Geschäftsstelle - deutliche politische Herausforderungen

Stuttgart - Die Mitgliederversammlung des Landesapothekerverbands Baden-Württemberg e. V. (LAV) fand in diesem Jahr am 15. Juli in den verbandseigenen Räumen der Geschäftsstelle in Stuttgart statt. Satzungsgemäß wurden Schatzmeister und Vorstand entlastet. Ebenso wurde der von Geschäftsführerin Ina Hofferberth vorgetragene Jahresabschluss des Haushalts 2014 und der Haushaltsplan für 2015 durch die Mitglieder beschlossen.

Auszeichnung als Anerkennung: LAV-Präsident Fritz Becker (r.) und LAV-Vizepräsident Christoph Gulde (l.) bei der Verleihung der Verbands-Ehrennadel an den Stuttgart Apotheker Hansdieter Beck. Foto: © LAV.

Schon vor der Versammlung hatten die Mitglieder die Möglichkeit, im Rahmen eines "Tags der offenen Tür" die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses kennenzulernen und einen Blick hinter die vielfältigen Service-Angebote des Verbandes zu werfen.

Mitglieder profizieren von Netzwerkarbeit und Projekten
Gerade diese Service-Angebote seien es, die das Herz des Verbandes ausmachten, eröffnete LAV Präsident Fritz Becker dann auch die Mitgliederversammlung. Nicht nur Hilfestellungen für das Tagesgeschäft der Mitglieder seien dabei erwähnenswert. Auch die gute Netzwerkarbeit - sowohl vom Ehrenamt als auch vom Hauptamt - und die vielen Projekte, die der LAV für seine Mitglieder konzipiere, betreue und fortentwickle, stellten einen echten Mehrwert für die Apothekenleiterinnen und -leiter in Baden-Württemberg dar, von denen über 90 Prozent ihre Mitgliedschaft im LAV erklärt haben. Beispielhaft nannte Becker dazu das PQ-Online-Modul des Verbandes, in dem die Mitglieder beste Unterstützung bei der Präqualifizierung und der bald anstehenden Re-Präqualifizierung erhielten.

Das QM-Online-Modul ermögliche es den Mitgliedern, kostengünstig und zuverlässig die Anforderungen der Apothekenbetriebsordnung an ein Qualitätsmanagement zu erfüllen. Dass der LAV Pilotregion für das Online-Vertrags-Portal (OVP) des Deutschen Apothekerverbands (DAV) sei, zeige, dass die moderne EDV-Anlage und die Kompetenzen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch landesübergreifende Projekte gut unterstützen könnten.

Verband behauptet sich auch im bundesweiten Vergleich
Zahlreiche weitere Projekte und Dienstleistungen des LAV und seiner Töchter, die der LAV-Präsident vortrug, untermauerten, dass der Verband das wohl größte und stärkste Dienstleistungsspektrum der Landesverbände innerhalb des DAV vorhielte. Zudem seien ehrenamtliche Vertreter des Verbandes oder auch hauptamtliche Mitarbeiter in zahlreiche wichtige Gremien auf Bundesebene eingebunden.

Im politischen Teil seiner Rede ging Becker auf die aktuellen Gesetzgebungsverfahren und die weiteren zu bewältigenden Herausforderungen ein. Die Festschreibung des Apothekenabschlags des GKV-Versorgungsstärkungsgesetzes (GKV-VSG) brächte vor allem Planungssicherheit, erklärte Becker. Was natürlich fehle, sei nun ein Gesetzgebungsverfahren, das die Honorarseite in Angriff nähme. Becker: "Wir brauchen hier erstens eine neue, eine gerechtere Mechanik der Anpassungsregelungen, die uns für geleistete Mehrarbeit nicht bestraft."

Apothekenhonorar aus Verfahrensgründen bei Gesetzgebung ausgeklammert
Zweitens fordere die Apothekerschaft eine jährliche oder mindestens zweijährliche Überprüfung. "Die Bundesregierung war beim VSG unter anderem auch darauf bedacht, dass das Gesetz zustimmungsfrei bleibt. Eine Veränderung in der Arzneimittelpreisverordnung indes wäre immer zustimmungspflichtig durch den Bundesrat. Unter anderem deshalb wurde das Thema Honorar auch aus dem Gesetzgebungsverfahren ausgeklammert", resümierte Becker.

Einen Festzuschlag für Rezepturen forderte der LAV-Präsident vor allem unter der Begründung, dass die Abgabe einer Rezeptur derzeit im Gegensatz zur Abgabe eines Fertigarzneimittels nicht honoriert sei. Die Vergütung bezöge sich momentan ausschließlich auf die noch dazu nicht einmal kostendeckende Herstellungsleistung, nicht aber auf die Abgabe unter Beratung. Darüber hinaus forderte Becker auch und erneut die maßvolle Anpassung der Dokumentationsgebühr für Betäubungsmittel. "Die BtM-Gebühr ist seit 1978 unverändert. Mittlerweile zahlen wir für das entsprechende Formular ein Vielfaches dieser Gebühr."

Wegfall unrentabler Importförderklausel brächte Arzneimittelsicherheit
Erneut trat Becker auch für die Abschaffung der Importförderklausel ein. Selbst die AOK Baden-Württemberg würde sich gleichlautend und öffentlich für diesen Schritt aussprechen, so Becker. "Mit einer Abschaffung dieser auch für das System wenig rentablen Verpflichtung würden wir nicht nur einen Teil unnötiger Bürokratie ausmerzen. Wir gewinnen gleichzeitig ein Mehr an Arzneimittelsicherheit, denn der Importweg ist nun mal auch ein Einfallstor für Arzneimittelfälschungen!"

Der Verbandschef forderte weiter eine abschließende und rechtssichere Lösung zu Nullretaxationen. Diese Regelungen wurden durch das GKV-VSG in die Selbstverwaltung ausgelagert. Dabei seien nur allgemeine Leitplanken vorgegeben worden. "Unser Ziel muss es sein", so Becker, "geringfügige Formfehler heilbar zu machen. Gut und richtig finden wir die schnelle Schiedsstellenfähigkeit und davon werden wir im Zweifel auch Gebrauch machen."

Verband fordert, Nacht- und Notdienstfonds finanziell besser auszustatten
Dem Nacht- und Notdienstfond bescheinigte der LAV-Chef, auch angesichts der nur etwa zweiprozentigen Verwaltungskosten, eine gute Arbeit. Allerdings würden von den politisch zugesagten 120 Millionen Euro jährlich im Schnitt nur etwa 109 Millionen Volumen erreicht. "Deshalb muss hier nachgebessert werden und die Politik steht hier wiederholt im Wort, für dieses Strukturmaßnahme auch das zugesagte Volumen bereitzustellen", forderte Becker.

In der Gesetzgebung zur Prävention (Präventionsgesetz) und im Rahmen des politisch aktuell diskutierten eHealth-Gesetzes mahnte Becker eine stärkere Einbindung der Kernkompetenzen der Apothekerschaft an. "Es macht aus meiner Sicht überhaupt keinen Sinn, dass die Apotheker nicht in die Erstellung eines Medikationsplans eingebunden sind und dass sie mit ihren Apotheken sowie ihren damit verbundenen niederschwellig erreichbaren Kompetenzen auch nicht stärker in der Prävention verankert werden sollen. Wir können hier sinnvolle Arbeit leisten - und wir wollen das auch!"

Nachdem die satzungsgemäßen Aufgaben der Mitgliederversammlung abgeschlossen waren, erhielt der Stuttgarter Apotheker Hansdieter Beck aus den Händen von LAV-Präsident Becker und Vizepräsident Christoph Gulde die Ehrennadel des LAV in Anerkennung seiner besonderen Verdienste für den Verband und den Berufsstand. (ca. 6.066 Zeichen)

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17.07.2015 – Parlamentarisches Wirtschaftsfrühstück beim LAV Baden-Württemberg: Großes Interesse an der Situation der Apotheken im Land

Stuttgart - Mit acht gesundheitspolitisch aktiven Landespolitikern aus Baden-Württemberg war das jährlich stattfindende "Parlamentarische Wirtschaftsfrühstück" des Landesapothekerverbands Baden-Württemberg auch in diesem Jahr am 15. Juli wieder hochkarätig besetzt.

Frisches Frühstück: Thaddäus Kunzmann (CDU, Mitglied im Sozialausschuss des Landtags und zuständig für den Bereich Soziale Berufe, Gesundheitsberufe), Tatjana Zambo (Vorstandsmitglied LAV), Bärbl Mielich (Grüne, Vorsitzende des Sozialausschusses des Landtags und gesundheitspolitische Sprecherin), Wolf Kümmel (Vizepräsident LAV) und Leonie Dierks (Grüne, Beraterin für Gesundheits-, Sozial und Arbeitsmarktpolitik) unterhielten sich über die Lage der Apotheken und Forderungen des Verbandes in Baden-Württemberg. Foto: © LAV.


Die frühen Morgenstunden vor Beginn der Plenarsitzung des Landtags nutzte LAV-Präsident Fritz Becker gemeinsam mit weiteren Mitgliedern des Vorstandes dazu, neben aktuellen Marktzahlen zur Arzneimittelversorgung in Baden-Württemberg auch die aktuellen politischen Forderungen des Berufsstandes zu platzieren und zu diskutieren. Das besondere Interesse der Politiker der verschiedenen Landtagsfraktionen galt dabei vor allem dem Thema der flächendeckenden Versorgung. "In unserem Bundesland haben wir im Jahr 2014 insgesamt 24 Apotheken verloren", erklärte Becker und ergänzte, dass derzeit die flächendeckende Arzneimittelversorgung noch gewährleistet sei, ein weiterer Rückgang der Anzahl der Apotheken aber sehr wohl regional zu Problemen führen könnte.

Steter Tropfen höhlt den Stein
Wie bei jedem politischen Gespräch trug Becker auch den Landespolitikern anschließend die wesentlichen derzeitigen politischen Forderungen des Berufsstandes vor. Er begründete seine Forderung nach einem Festzuschlag für Rezepturen vor allem damit, dass die Abgabe und Beratung bei Rezepturen derzeit im Gegensatz zur Abgabe von Fertigarzneimitteln nicht honoriert werde. Die Vergütung der Rezeptur bezöge sich momentan ausschließlich auf die - noch nicht einmal kostendeckende - reine Herstellung. Becker bilanzierte die für das Versicherungssystem entstehenden Kosten auf jährlich etwa 70 Millionen Euro.

Darüber hinaus forderte Becker auch die maßvolle Anpassung der Betäubungsmittel-Gebühr, die seit 1978 nicht verändert worden sei und deutlich unterhalb der in der Apotheke notwendigen Ausgaben für entsprechende Formulare rangiere. In beiden Punkten, so Becker, sei eine Novellierung der Arzneimittelpreisverordnung unumgänglich. Die wiederum sei auch im Bundesrat zustimmungspflichtig. Becker forderte darum die Abgeordneten auf, eine solche Änderung auf Landesebene zu unterstützen.

Importförderklausel hat sich überlebt
Vor allem, um ein Einfallstor auch für Arzneimittelfälschungen in den Markt zu minimieren, schlug Becker den Abgeordneten die Abschaffung der Importförderklausel vor. Becker: "Wir fordern diese Abschaffung in seltener Einigkeit auch mit der GKV." Der LAV-Präsident bezog sich dabei auf eine nur einen Tag zuvor erschiene Pressemeldung der AOK Baden-Württemberg, die die Meinung der Apothekerschaft teilte: "In Zeiten der Rabattverträge haben sich die Importe einfach überlebt."

Weitere Punkte im Vortrag des LAV-Präsidenten waren neben der Einlösung der zugesagten 120 Millionen Euro für den Nacht- und Notdienstfond und der damit verbundenen Anhebung des entsprechenden Packungspreisanteils auch die Nullretax-Problematik sowie die Rolle des Apothekers in der Prävention (Präventionsgesetz) und im Rahmen des aktuell diskutierten eHealth-Gesetzes.

Geht der Arzt - ist die Apotheke bedroht

Fraktionsübergreifend waren sich die Abgeordneten darin einig, dass die zukünftige Rolle des Apothekers, vor allem vor dem Hintergrund eines Rückzugs der Ärzte aus der Fläche, noch stärker heilberuflich ausgelegt sein müsse. Einig war man sich aber auch in der These, dass an Orten, an denen der Verordner geht, sich auf Dauer auch eine Apotheke nicht halten könne. Zusätzlich befassten sich die Abgeordneten mit der Problematik von Lieferengpässen - insbesondere auch im Bereich von Impfstoffen. Sie informierten sich rund um die Fachkräftesituation in der Apotheke, zu Tariffragen und zu den Auswirkungen des Versandhandels von Arzneimitteln. (ca. 3.701 Zeichen)

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16.07.2015 – Verband zeichnet Stuttgarter Apotheker Hansdieter Beck mit Ehrennadel aus

Stuttgart - Im Rahmen der gestrigen (15.7.) Mitgliederversammlung des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg (LAV) wurde Hansdieter Beck von der Westend-Apotheke in Stuttgart mit der Ehrennadel des Verbandes ausgezeichnet. LAV-Präsident Fritz Becker überreichte Beck die Auszeichnung in Anerkennung und als Dank für besondere Treue und Engagement für die Apothekerschaft.


In höchstem Maße motivierend: Der Stuttgarter Apotheker Hansdieter Beck bei seiner Dankesrede anlässlich der feierlichen Verleihung der LAV-Ehrennadelträger bei der Mitgliederversammlung. Foto: © LAV.

Hansdieter Beck hat die Westend-Apotheke in Stuttgart zu einer festen Institution der Patientenversorgung in seinem Stadtteil gemacht. Seine Tochter Ulrike Strehl führt die Familientradition der Apotheke seit dem 1. Juli 2015 als Nachfolgerin fort.

Geehrter war einst jüngster selbständiger Apotheker in Baden-Württemberg
Hansdieter Beck übernahm die von seinem Vater 1950 gegründete Westend-Apotheke, nur vierzehn Tage, nachdem ihm am 14. August 1965 die Approbation erteilt worden war. "Mit gerade mal 25 Jahren war Hansdieter Beck damals der jüngste selbstständige Apotheker in Baden-Württemberg", blickte LAV-Vizepräsident Christoph Gulde als Freund und Wegbegleiter in der Laudatio zurück. Er betonte, dass Becks Verständnis vom Apothekerberuf in höchstem Maße motivierend sei. Er habe vorgelebt, dass man sich selbst engagieren müsse, wenn man Veränderungen erreichen wolle. Beck habe sich berufspolitisch eingebracht und war so fünf Jahrzehnte ein treuer Begleiter des LAV. Als Apotheker habe er immer Rückgrat gezeigt und vorgelebt, wie man sich mit der Ärzteschaft im Austausch auf Augenhöhe treffen könne.

Gulde weiter: "Hansdieter Beck war ein leuchtendes Beispiel, wie praktische Pharmazie im Alltag auf hohem Niveau gelebt wird. Insofern war er Vorbild und Impulsgeber dafür, dass nicht nur ich, sondern eine ganze Reihe junger Pharmazeuten nach mir, erkennen konnten, welche Chancen und Gestaltungsmöglichkeiten im Beruf des Apothekers stecken können." Hansdieter Beck ist mit exzellentem Fachwissen ein Pionier im Bereich der Substitutionstherapie von drogenabhängigen Menschen gewesen. Seine konstruktiv-kritischen Vorstöße gaben immer wieder auch in den LAV hinein Impulse, so der LAV-Vize.

Apothekerliche Erfolgsfaktoren
In seiner Dankesrede zeigte Beck auf, dass solch ein apothekerlicher Erfolg immer von etlichen Faktoren abhänge: einem unterstützenden und engagierten Mitarbeiterstab sowie von einem kämpferischen und zukunftsorientierten Verband, wie in Baden-Württemberg. Als dritten Punkt nannte er den Kollegenkreis der Apotheken im Umfeld. Wenn dort Versorgungs- und Beratungsqualität im Vordergrund stünden, wenn keine Preistreiberei nach unten betrieben werde und Arzneimittel nicht zu Dumpingpreisen verramscht würden, dann mache die Pharmazie jahrzehntelang Spaß - und dann habe die Apotheke vor Ort auch noch ein lange Zukunft vor sich. (ca. 2.630 Zeichen)

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14.07.2015 – Zecken-Risikogebiete auch in Urlaubsländern - Die wichtige Schutzimpfung ist ganzjährig möglich

Stuttgart - Der Sommerurlaub steht vor der Türe und die freien Tage verbringen viele Menschen oft draußen auf Wiesen oder im Wald. Doch dort lauern häufig Zecken, deren Biss nicht immer ohne Folgen bleibt. Obwohl Baden-Württemberg als Risikogebiet für die Frühsommerliche-Meningoenzephalitis (FSME), eine Art der Hirnhautentzündung, gilt, geht die Impfbereitschaft weiter zurück.

 Bissig: Die (hier stark vergrößerte) Zecke ist auch in vielen Urlaubsländern verbreitet. In Risikogebieten besteht die Gefahr, dass Zecken mit einem Biss gefährliche Krankheiten auf den Menschen übertragen. Foto: © André Karwath/Wikimedia Foundation Inc..Bissig: Die (hier stark vergrößerte) Zecke ist auch in vielen Urlaubsländern verbreitet. In Risikogebieten besteht die Gefahr, dass Zecken mit einem Biss gefährliche Krankheiten auf den Menschen übertragen. Foto: © André Karwath/Wikimedia Foundation Inc..

Wolf Kümmel, stellvertretender Vorsitzender des LAV Baden-Württemberg, stellt klar: "Eine Impfung ist ganzjährig und auch kurzfristig möglich. Fragen Sie beim Arzt nach einer solchen Schnell-Immunisierung. Es ist falsch zu denken, dass eine Zeckenschutzimpfung immer im Frühling erfolgen muss." Durch einen kleinen Piks kann die ganze Familie, vom Opa bis zum Enkelkind, geschützt werden. Wichtig ist auch, dass Haustiere vor Zecken geschützt und daraufhin untersucht werden.

Zecken kennen keine Landesgrenzen
Etwa 0,1 bis 5 Prozent aller Zecken sind mit dem FSME-Virus infiziert und können so das Virus weiter verbreiten. Nach einem Biss besteht die Wahrscheinlichkeit von circa 1:150, an FSME zu erkranken. Doch nicht nur Baden-Württemberg und das benachbarte Bayern gelten als Risikogebiete, auch Urlaubsländer wie Österreich, Schweden oder das Baltikum sind nicht als risikofrei zu betrachten. "Denn betroffen sind eigentlich alle Menschen, die im Wald unterwegs oder im Grünen aktiv sind", erklärt Wolf Kümmel. "Die ersten Symptome der FSME sind grippeähnlich, im späteren Verlauf kommt es bei einigen Patienten zu einer zweiten Phase, bei der Hirnhaut- und Gehirnentzündungen die Folge sein können. Typisch für die zweite von Zecken übertragene Krankheit Borreliose hingegen sind die kreisrunde Rötung um die Bissstelle sowie Fieber und das Anschwellen der Lymphknoten."
Zusätzlich zur Impfung können weitere Maßnahmen vor Zeckenbissen schützen, so Wolf Kümmel. "Es gibt Zecken abweisende Lotionen, mit denen man sicheinreiben kann und auch mit geeigneter Kleidung kann man sich schützen. Wer in Wald und Wiesen unterwegs ist, sollte helle, geschlossene Kleidung tragen. Ganz wichtig ist, dass man sich selbst, Kinder und Haustiere immer gründlich nach Zecken absucht, wenn man im Grünen unterwegs war. Festgesaugte Tiere sollten sofort mit einer geeigneten Pinzette oder einer speziellen Zeckenzange oder -karte entfernt werden."

Hintergrundinformationen zum Thema

  • Auf der Internetseite www.rki.de zeigt eine Karte die FSME-Risikogebiete für Deutschland an. Risiken im europäischen und nicht europäischen Ausland sind unter dem Stichwort "Zeckengebiete" leicht zu recherchieren.
  • Zwei gefährliche Krankheiten können von Zecken übertragen werden: Die Lyme-Borreliose, gegen die es keine Impfung gibt und die mit Antibiotika behandelt wird sowie die Frühsommerliche-Meningoenzephalitis (FSME), gegen die man sich impfen lassen kann.
  • FSME kann tödlich verlaufen, Borreliose kann Spätfolgen hervorrufen, die den Symptomen von Syphilis oder Demenz ähneln.
  • Eine kurzfristige Impftherapie bietet saisonalen Schutz.
  • Eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse ist prinzipiell möglich. Generell tragen alle gesetzlichen Krankenkassen die Kosten der Zecken-Impfung für Versicherte, die in Risikogebieten wohnen. Dagegen zahlen nicht alle Krankenkassen für eine Zecken-Impfung, wenn Versicherte lediglich in betroffene Gebiete reisen.

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01.07.2015 – Pickel und Pusteln: Problemhaut richtig behandeln

Stuttgart - Auch jenseits der Pubertät kann es Phasen geben, in der die Haut mit Unreinheiten, Mitessern oder Entzündungen reagiert - zum Beispiel währen der Wechseljahre können solche Probleme auftreten.

Heiß: Auch Hitze kann bei empfindlicher Haut zu Pickel und Pusteln führen. Mittel zur Desinfektion der Haut gibt's aus der Apotheke. Foto: © ABDA.

"Größere Hormonumstellungen spiegeln sich sehr oft im Hautbild wider. Auch Stress oder Umstellungen in der Ernährung wie beispielsweise im Urlaub führen bei manchen Menschen zu Hautirritationen. Nicht zuletzt spielt auch das Wetter eine Rolle: Hitze und Schweiß führen bei empfindlicher Haut oft zu Problemen", erläutert Wolf Kümmel, Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg, das Spektrum an Ursachen für Hautprobleme.

Ausgetrocknete Haut ist leicht reizbar

Erste Hilfsmaßnahme ist in solchen Fällen in der Regel eine vernünftige Hautreinigung, empfiehlt Kümmel. "Hauptursache sind meistens verstopfte Schweiß- oder Talgdrüsen, die sich durch eingelagerte Bakterien entzünden. Eine passende Hautreinigung sollte die betroffene Stelle gegebenenfalls sogar desinfizieren. Wichtig ist, dass die Haut nicht über Gebühr ausgetrocknet wird, denn das kann zusätzliche Hautreizungen mit sich bringen."

Von den betroffenen Stellen sollte man sich sonst aber fernhalten: "Es verschlimmert die meisten Hautprobleme, wenn man an den Pickeln herumdrückt. Meistens hat man keine hundertprozentig sauberen Finger und Nägel. So wird das Problem mit Entzündungen oft nur verschlimmert und eine schnell Heilung verhindert. So schwer es vielleicht fällt: Finger weg."

Viel besser sei es, Pickel und Pusteln dort, wo sie besonders störend sind, mit speziellen Abdeckstiften zu kaschieren. "Solche Abdeckstifte oder Lotionen enthalten in der Regel auch hautberuhigende und desinfizierende Inhaltsstoffe. Dadurch gehen Pickelchen schneller zurück und Entzündungen heilen besser ab", so der Apotheker. (ca. 1.753 Zeichen).

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18.06.2015 – GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG von LAV und LAK: Magen-Darm-Beschwerden werden oft mit rezeptfreien Medikamenten behandelt

Stuttgart - Sodbrennen, Durchfall, Verstopfung und andere Verdauungsbeschwerden werden oft mit rezeptfreien Medikamenten behandelt. "Aber nicht jede Erkrankung ist für die Selbstmedikation geeignet, und nicht für jeden Patienten ist das gleiche Medikament optimal. Deshalb kommt der unabhängigen und individuellen Beratung der Apothekerin oder des Apothekers ein besonderer Stellenwert zu", sagt Wolf Kümmel, Vizepräsident des Landesapothekerverbandes. Verdauungsprobleme stehen im Mittelpunkt des heutigen "Tags der Apotheke" mit dem Motto: "Für Ihr Bauchgefühl. Was tun bei Magen-Darm-Beschwerden?"

Ein Drittel (33%) aller Betroffenen behandelt Sodbrennen mit rezeptfreien Medikamenten, ohne vorher einen Arzt konsultiert zu haben. Bei Magenschmerzen und Durchfall vertraut rund jeder Vierte auf die Selbstmedikation. Rund die Hälfte aller Patienten mit diesen Verdauungsstörungen unternimmt nichts oder wendet Hausmittel an. Zu diesen Ergebnissen kommt eine forsa-Umfrage im Auftrag der ABDA bei 3.200 Bundesbürgern ab 18 Jahren.

Obwohl Verstopfung in allen Altersklassen etwa gleich häufig ist, greifen Ältere tendenziell eher ohne vorherigen Arztbesuch zu rezeptfreien Medikamenten als Jüngere. "Bei der Auswahl eines geeigneten Abführmittels sollte man sich immer vom Apotheker beraten lassen", erklärt Dr. Günther Hanke, Präsident der Landesapothekerkammer Baden-Württemberg. "Für Patienten sind vor allem Hinweise zur Dosierung wichtig und wann die Wirkung des Abführmittels einsetzt." (ca. 1.841 Zeichen)

Anmoderation für News-Meldung "Magen-Darm-Beschwerden sind Thema am Tag der Apotheke am 18. Juni 2015" im Hörfunk:

Am heutigen bundesweiten Tag der Apotheke (18.6.) klären die Apotheker im Land darüber auf, welche Ursachen Magen-Darm-Erkrankungen haben und wie man sie am besten kuriert. Nach Erkältungen und Schmerzen sind Magen-Darm-Erkrankungen der dritthäufigste Anlass für eine Selbstmedikation. Wolf Kümmel, Vizepräsident im Landesapothekerverband Baden-Württemberg:

O-Ton von LAV-Vizepräsident Wolf Kümmel zum Tag der Apotheke 2015

Abmoderation für News-Meldung "Magen-Darm-Beschwerden sind Thema am Tag der Apotheke am 18. Juni 2015" im Hörfunk

Zusätzlich zur persönlichen Beratung bieten die Apotheken ab dem 18. Juni ihren Patienten auch Informationsmaterial dazu an, wie man den Beschwerden vorbeugen kann, welche nicht-medikamentösen Behandlungsoptionen es gibt und wann ein Arztbesuch ratsam ist.

Anmoderation für News-Meldung "Apotheken im Land klären über Ursachen bei Magen-Darm-Erkrankungen auf und informieren über Behandlungswege" im Hörfunk

Am heutigen bundesweiten Tag der Apotheke (18.6.) klären die Apotheker im Land über Magen-Darm-Erkrankungen auf. Durchfall, Verstopfung oder Sodbrennen sind in der Regel keine eigenständigen Krankheiten, sondern Symptome mit ganz unterschiedlichen Ursachen erläutert Dr. Günther Hanke, Präsident der Landesapothekerkammer in Baden-Württemberg. Aber auch manche Medikamente schlagen buchstäblich auf den Magen:

Einsatzfertiges Feature zum Tag der Apotheke 2015

Abmoderation für News-Meldung "Apotheken im Land klären über Ursachen bei Magen-Darm-Erkrankungen auf und informieren über Behandlungswege" im Hörfunk

Zusätzlich zur persönlichen Beratung bieten die Apotheken ab dem 18. Juni ihren Patienten auch Informationsmaterial dazu an, wie man den Beschwerden vorbeugen kann, welche nicht-medikamentösen Behandlungsoptionen es gibt und wann ein Arztbesuch ratsam ist.

Anmoderation für einsatzfertiges Feature:

Magen und Darm – die sind beim Menschen im Dauereinsatz und solange alles funktioniert, spüren wir da nur wenig davon. Wenn das aber nicht mehr so ist, wenn uns etwas wirklich auf den Magen schlägt, brauchen wir schnelle Hilfe. Sodbrennen, Durchfall oder auch Verstopfung sind die häufigsten Beschwerden, die wahrscheinlich jeder schon mal hatte. Am heutigen bundesweiten Tag der Apotheke (Do., 18. Juni 2015), informieren Apotheken rund um Verdauungsbeschwerden und was schnell hilft. Wolf Kümmel, Vizepräsident im Landesapothekerverband Baden-Württemberg:

Einsatzfertiges Feature zum Tag der Apotheke 2015

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Alles Wissenswerte rund um Magen-Darm-Erkrankungen - darum dreht sich heute der bundesweite Tag der Apotheke. Mehr Infos finden Sie auch unter www.apotheker.de oder unter www.lak-bw.de.

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17.06.2015 – GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG VON LAV UND LAK: 7 von 10 Baden-Württembergern leiden gelegentlich unter Magen-Darm-Beschwerden

Stuttgart - Magen-Darm-Beschwerden sind weit verbreitet: 7 von 10 Baden-Württembergern (71 Prozent) leiden darunter. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Meinungsforschungsunternehmens forsa im Auftrag der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Befragt wurden 3.200 Bundesbürger ab 18 Jahren zu Beschwerden in den vergangenen zwölf Monaten.


Was Sie bewegt: Die Apothekenteams haben immer ein Ohr für die Themen ihrer Kunden und Patienten. Bitte klicken Sie auf das Motiv, um es zu vergrößern. Illustration: © ABDA.

"Verdauungsprobleme sind nicht nur weit verbreitet, sondern die Betroffenen leiden darunter auch sehr. Apothekerinnen und Apotheker beraten ihre Patienten deshalb tagtäglich dazu, was sie gegen Magen-Darm-Beschwerden tun können", sagt Wolf Kümmel, Vizepräsident des Landesapothekerverbandes. Der "Tag der Apotheke" am 18. Juni 2015 steht unter dem Motto "Für Ihr Bauchgefühl. Was tun bei Magen-Darm-Beschwerden?"

Sodbrennen häufigste Verdauungsbeschwerde
Spitzenreiter der Verdauungsbeschwerden ist Sodbrennen: Mehr als jeder Dritte (40 %) kennt es aus eigener Erfahrung. Jeder Vierte leidet an Magenschmerzen oder Durchfall. Übelkeit und Erbrechen plagen jeden Fünften. Dr. Günther Hanke, Präsident der Landesapothekerkammer: "Wir haben bei Verstopfung bewusst nur nach chronischen Beschwerden gefragt. Fast jeder 20. Bürger Baden-Württembergs, genauer gesagt 6 Prozent, leidet daran. Entgegen der landläufigen Meinung sind nicht vor allem Ältere betroffen, sondern die Beschwerden sind in allen Altersgruppen gleichmäßig verbreitet."

Nicht nur die Häufigkeit, auch der Leidensdruck ist enorm, führt Hanke weiter aus: "Von Übelkeit oder Erbrechen fühlt sich mehr als jeder zweite Betroffene (59 %) extrem oder sehr beeinträchtigt." Ähnlich hoch ist der Leidensdruck bei Durchfall, Verstopfung und Magenschmerzen.

Nutzwertige Infobroschüren aus der Apotheke Apotheker Wolf Kümmel: "Die Beratung zu Magen-Darm-Beschwerden ist eine wichtige Aufgabe der Apothekerinnen und Apotheker. Dabei geht es um weit mehr als um die Beratung zu Präparaten. Wir haben deshalb Informationsmaterial dazu entwickelt, wie man den Beschwerden vorbeugen kann, welche nicht-medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten es gibt und wann ein Arztbesuch ratsam ist."

Patienten erhalten gedruckte Flyer in Apotheken. Zusätzlich sind sie digital auch unter www.apotheker.de oder www.lak-bw.de in Englisch, Russisch und Türkisch verfügbar. (ca. 2.169 Zeichen).

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Am heutigen bundesweiten Tag der Apotheke (18.6.) klären die Apotheker im Land darüber auf, welche Ursachen Magen-Darm-Erkrankungen haben und wie man sie am besten kuriert. Nach Erkältungen und Schmerzen sind Magen-Darm-Erkrankungen der dritthäufigste Anlass für eine Selbstmedikation. Wolf Kümmel, Vizepräsident im Landesapothekerverband Baden-Württemberg:

O-Ton von LAV-Vizepräsident Wolf Kümmel zum Tag der Apotheke 2015

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Zusätzlich zur persönlichen Beratung bieten die Apotheken ab dem 18. Juni ihren Patienten auch Informationsmaterial dazu an, wie man den Beschwerden vorbeugen kann, welche nicht-medikamentösen Behandlungsoptionen es gibt und wann ein Arztbesuch ratsam ist.

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Am heutigen bundesweiten Tag der Apotheke (18.6.) klären die Apotheker im Land über Magen-Darm-Erkrankungen auf. Durchfall, Verstopfung oder Sodbrennen sind in der Regel keine eigenständigen Krankheiten, sondern Symptome mit ganz unterschiedlichen Ursachen erläutert Dr. Günther Hanke, Präsident der Landesapothekerkammer in Baden-Württemberg. Aber auch manche Medikamente schlagen buchstäblich auf den Magen:

Einsatzfertiges Feature zum Tag der Apotheke 2015

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Zusätzlich zur persönlichen Beratung bieten die Apotheken ab dem 18. Juni ihren Patienten auch Informationsmaterial dazu an, wie man den Beschwerden vorbeugen kann, welche nicht-medikamentösen Behandlungsoptionen es gibt und wann ein Arztbesuch ratsam ist.

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Magen und Darm – die sind beim Menschen im Dauereinsatz und solange alles funktioniert, spüren wir da nur wenig davon. Wenn das aber nicht mehr so ist, wenn uns etwas wirklich auf den Magen schlägt, brauchen wir schnelle Hilfe. Sodbrennen, Durchfall oder auch Verstopfung sind die häufigsten Beschwerden, die wahrscheinlich jeder schon mal hatte. Am heutigen bundesweiten Tag der Apotheke (Do., 18. Juni 2015), informieren Apotheken rund um Verdauungsbeschwerden und was schnell hilft. Wolf Kümmel, Vizepräsident im Landesapothekerverband Baden-Württemberg:

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01.06.2015 – GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG VON LAV UND LAK: "Für Ihr Bauchgefühl." - Tag der Apotheke am 18. Juni 2015 zum Thema Magen-Darm-Beschwerden

Stuttgart - Verdauungsprobleme sind in Deutschland weit verbreitet. Viele Patienten behandeln ihre Beschwerden mit rezeptfreien Medikamenten ohne vorherigen Arztbesuch. Deshalb ist der diesjährige "Tag der Apotheke" diesen Erkrankungen gewidmet. Der Aktionstag am 18. Juni 2015 steht unter dem Motto "Für Ihr Bauchgefühl. Was tun bei Magen-Darm-Beschwerden?"


Wenn der Magen sauer wird, kann dies die verschiedensten Ursachen haben. Als menschliches Organ sind Magen und Darm wenig mechanisch. Illustration: © ABDA.



Sodbrennen, Magenschmerzen, Durchfall oder Verstopfung plagen viele Bundesbürger zumindest gelegentlich. Aber nicht nur die Häufigkeit, auch der Leidensdruck ist enorm: Rund jeder zweite fühlt sich durch die Verdauungsprobleme extrem oder sehr beeinträchtigt.

Die kompetente Beratung zu Magen-Darm-Beschwerden ist deshalb eine wichtige Aufgabe der Apothekerinnen und Apotheker. Zusätzlich zur persönlichen Beratung bieten Apotheken ab dem 18. Juni ihren Patienten auch Informationsmaterial dazu an, wie man den Beschwerden vorbeugen kann, welche nicht-medikamentösen Behandlungsoptionen es gibt und wann ein Arztbesuch ratsam ist. Weitere Informationen stehen auf der Seite www.wir-sind-ihre-Apotheken.de.

"Tag der Apotheke": Bundesweiter Aktionstag seit 1998
Jedes Jahr wird der Tag der Apotheke durch die ABDA (Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände) ausgerufen. Mit dieser bundesweiten Aktion wollen die öffentlichen Apotheken auf die Bedeutung ihres Heilberufes für die Arzneimittelversorgung der Bevölkerung hinweisen. Dabei stehen die Betreuung der Patienten durch das pharmazeutische Personal und das breite Leistungsspektrum der Apotheken im Fokus. Viele Apotheken nutzen diesen Tag, um ihre Kunden auf ihre besonderen Kompetenzen aufmerksam zu machen. Dabei präsentieren sich etliche Apotheken nicht nur an ihrem eigentlichen Standort, sondern auch auf kleinen und großen Veranstaltungen in den Innenstädten und anderen stark frequentierten Plätzen. Erstmals fand der Tag der Apotheke am 10. September 1998 statt. (Quelle: ABDA) (ca. 1.826 Zeichen).

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27.05.2015 – GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG DES HILFSWERK DER BADEN-WÜRTTEMBERGISCHEN APOTHEKERINNEN UND APOTHEKER e. V. und DNH: Apotheker spenden 10.000 Euro für Nepal

Stuttgart - Mit einer Spendensumme von 10.000 Euro unterstützt das Hilfswerk der Baden-Württembergischen Apothekerinnen und Apotheker die Deutsch-Nepalische Hilfsgemeinschaft e. V. (DNH) mit Sitz in Stuttgart. Fritz Becker, Vorsitzender des Hilfswerks und des baden-württembergischen Landesapothekerverbandes: "Wir alle haben bestürzt die Bilder der Zerstörung nach den Erdbeben gesehen. Die Spendengelder werden für den Betrieb einer Armen-Apotheke in Kathmandu verwendet."

Apotheker spenden 10.000 Euro für Nepal

Tragfähig: Der Vorsitzende des Hilfswerks der Baden-Württembergischen Apothekerinnen und Apotheker, Fritz Becker, möchte mit Spendengeldern in Nepal eine stabile medizini- sche und pharmazeutische Versorgung aufbauen. Foto: © Elke Hinkelbein.



Die Apotheke versorgt an einem Krankenhaus mittellose Menschen mit Arzneimitteln. Mittlerweile erweitern die Mitarbeiter jedoch das Versorgungsgebiet auf Lager für durch das Erdbeben obdachlos gewordene Menschen in Kathmandu sowie besonders schwer betroffene Bergdörfer.

Hilfe für medizinische und pharmazeutische Versorgung in Nepal
Becker: "Wie man immer noch in den Medien sehen und lesen kann, ist dieBevölkerung dort nach wie vor noch nicht flächendeckend mit dem Lebensnotwendigen versorgt. Insbesondere der Aufbau einer tragfähigen medizinischen und pharmazeutischen Versorgung ist eine wichtige Aufgabe."

Die DNH leistet bereits seit 35 Jahren Hilfe in Nepal, vor allem auf dem Gebiet der Gesundheitsfürsorge und der Schulbildung. Hauptaufgabe ist es, den Menschen aus unterprivilegierten Bevölkerungsschichten zu helfen. Dabei wird großer Wert auf Nachhaltigkeit sowie auf Eigeninitiative im Sinne von Hilfe zur Selbsthilfe gelegt.

Ende April erschütterte ein schweres Erdbeben die gesamte Himalaya-Region, zwei Wochen später folgte ein gewaltiges Nachbeben von mehr als 7 auf der Richterskala. Die Zahl der Opfer ist auf über 8.000 gestiegen, Tausende wurdenverletzt und Dutzende werden noch vermisst. Der Bedarf an medizinischen Hilfsgütern ist riesig. Die Menschen müssen schnellstmöglich versorgt werden, denn bald beginnt die Monsunzeit. Dann sind viele Regionen nicht mehr erreichbar. (ca. 1.800 Zeichen)

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26.05.2015 – Die Reiseapotheke: Natürlich natürlich!

Stuttgart - Viele Menschen setzen bei leichteren Erkrankungen auf natürliche Arzneimittel. Auch die Reiseapotheke für den Urlaub kann mit pflanzlichen Medikamenten ausgestattet werden.


Auch alternativ: Wem auf Reisen übel wird oder wessen Magen oder Darm im Urlaub verstimmt ist, sollte erwägen, seine Reiseapotheke auch mit pflanzlichen Medikamenten zu bestücken. Foto: © ABDA.

Der Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg e. V., Wolf Kümmel, erläutert, wo sogenannte Phytopharmaka eingesetzt werden können: "Bei Reisekrankheit oder wenn einem die Küche des Urlaubslandes auf den Magen schlägt, können Arzneimittel mit Pfefferminze, Melisse, Schafgarbe oder Kümmel gut wirken. Auch wenn die Verdauung im Urlaub streikt, können Flohsamenschalen oder Leinsamen helfen, die Verstopfung auf natürliche Weise zu lösen. Bei Durchfall haben sich Präparate mit Extrakten aus der Uzarawurzel als brauchbar erwiesen. Beim Sightseeing umgeknickt oder am Pool ausgerutscht - wer leichtere Verstauchungen oder Prellungen hat, kann die Stellen mit Arnika versorgen."

Bei aufziehenden Erkältungen kann Echinaceae sinnvoll sein
Ebenfalls weit verbreitet sind leichte Erkältungen oder Halsentzündungen durch zu kalt eingestellte Klimaanlagen, so der Apotheker Wolf Kümmel: "Gute Erfahrungen werden bei beginnenden Erkältungen mit Echinaceae oder Kapuzinerkresse gemacht. Gegen Halsschmerzen hilft Salbei oder Isländisch Moos zum Gurgeln oder Lutschen gut. Pfefferminzöl oder mentholhaltige Salben können eine erste Hilfe bei Spannungskopfschmerzen sein - und manchmal auch bei juckenden Insektenstichen helfen." Es gibt jedoch auch Erkrankungen im Urlaub, bei denen ein Einsatz von Phytopharmaka oft nicht erfolgversprechend ist: "Bei hohem Fieber oder starken Schmerzen länger als drei Tage empfehle ich eher auf herkömmliche Arzneimittel der Schulmedizin zu setzen."

Generell gilt: Ist eine Krankheit bereits fortgeschritten und hat ein bestimmtes Stadium erreicht, sollte auf Präparate mit chemischen oder allopathischen Substanzen zurückgegriffen werden. Auch wer als chronisch kranker Mensch auf eine dauerhafte Medikation angewiesen ist, sollte sich vor dem Einsatz von pflanzlichen Mitteln beraten lassen, rät der Fachmann: "Es ist ein Irrglaube, dass pflanzliche Arzneimittel immer ganz harmlos sind. Auch pflanzliche Mittel können starke Wirkstoffe beinhalten, wie beispielsweise Sennesblätter aus Abführmitteln. Darum können sie zum Teil deutliche Neben- und Wechselwirkungen auslösen."(ca. 2.239 Zeichen)

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15.05.2015 – Dick ist nicht gleich dick - und dick ist nicht immer ungesund

Stuttgart - Im Vorfeld des Europäischen Adipositas-Tags am 17. Mai weist die Weltgesundheitsorganisation WHO in diesen Tagen darauf hin, dass es in Europa immer mehr Menschen mit deutlichem Übergewicht gibt. Auch in Deutschland haben viele Menschen Gewichtsprobleme, viele weitere fühlen sich zu dick.


Über das Maß: Eine sehr fetthaltige und zuckerreiche Nahrung sowie Alkohol können zur krankhaften Fettsucht führen. Foto: © ABDA.

Der Vizepräsident des Landesapothekerverbands Baden-Württemberg, Christoph Gulde, empfiehlt eine differenzierte Betrachtung: "In unseren Apotheken können wir Menschen gut rund um die Gewichtsproblematik beraten, weil wir ein sehr niederschwelliger Ansprechpartner sind. Es ist ratsam, sein Gewicht im Auge zu behalten. Es ist aber nicht gut, sich ständig bei jedem - oft nur gefühlten - Gramm zu viel, in eine Diät zu stürzen. Auch wissenschaftlich ist mittlerweile belegt, dass leichtes Übergewicht nicht unbedingt schlecht für die Gesundheit sein muss. Das Gewicht ist eine sehr individuelle Angelegenheit. Darum setzt sich auch immer mehr der Begriff des Wohlfühlgewichtes oder des Normalgewichts gegenüber dem Idealgewicht durch."

Mit Fettsucht gehen oft krankhafte Begleiterkrankungen einher
Der Apotheker zeigt zum Europäischen Adipositas-Tag auch auf, wo die krankhafte Fettsucht, wie Adipositas übersetzt wird, beginnt: "Adipös ist ein Mensch nach der gängigen Definition ab einem Body-Mass-Index BMI* von 30 und mehr. Betroffene Menschen haben deutlich sichtbares Übergewicht und leiden sehr oft unter Bluthochdruck, Kreislaufbeschwerden, zu hohen Cholesterin- und Blutzuckerwerten, was Folgeerkrankungen wie Diabetes nach sich ziehen kann. Außerdem sind die Gelenke stark belastet. Adipöse tragen manchmal ein Übergewicht mit sich herum, als ob sie ständig einen Freund Huckepack tragen müssten." Moderates Übergewicht macht sich laut jüngsten Studien nicht unbedingt negativ bemerkbar.

Menschen mit einem BMI-Wert zwischen 25 und 29 können recht normale Gesundheitswerte haben, während es auch Normalgewichtige geben kann, die unter Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden. "Um hier Klarheit zu erhalten, ob ich zur Gruppe der 'Gesunden Runden' gehöre, bietet es sich an, Blutdruck, Blutzucker und Cholesterinwerte kontrollieren zu lassen. Erste Anhaltspunkte können Messungen auch in Apotheken geben. Wo Werte auffällig sind, empfehlen wir einen Arztbesuch zur weiteren Abklärung", so Gulde. "Übergewicht ist aber auch ein Zustand, auf den jeder Mensch selbst guten Einfluss nehmen kann. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit viel Gemüse, vollwertigen Kohlehydraten und Eiweißen aber wenig Fett, Alkohol und Zucker ist eine gute Basis. Ein Alltag, in dem Bewegung wie Treppensteigen, kleine Fußwege oder etwas Gymnastik immer wieder eingebaut wird, kann oft schon viel bewirken."

* Erläuterung: Der Body-Mass-Index BMI berechnet sich aus dem Gewicht, geteilt durch die Größe im Quadrat. (ca. 2.715 Zeichen)

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13.05.2015 – Retaxationen: LAV holt 416.000 Euro von den Kassen zurück

Im Jahr 2014 hat die Fachabteilung Taxation des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg 9.231 (Vorjahr: 5.225) von den Kassen beanstandete Rezepte geprüft, die zu 4.788 (Vorjahr: 2.850) Retaxationsvorgängen zusammengefasst wurden. Nach Abschluss der umfangreichen und arbeitsaufwändigen Prüf- und Einspruchsverfahren zog der LAV im Rahmen seiner gestrigen Beiratssitzung eine durchweg positive Bilanz.


Beachtenswerte Bilanz: Die Geschäftsführerin des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg e. V., Ina Hofferberth, freut sich, dass ihr Verband 2014 sogar noch etwas mehr Geld als im Vorjahr von den Krankenkassen zurückholen konnte. Foto: © LAV.

Der Gesamtwert der zu prüfenden Taxationen im zurückliegenden Jahr hat sich auf 682.129 Euro (Vorjahr: 542.423 Euro) belaufen. Davon konnten im Einspruchsverfahren für die baden-württembergischen Apotheken 416.473 Euro (398.668 Euro) erfolgreich zurückgeholt werden. Das Fazit von LAV-Geschäftsführerin Ina Hofferberth ist eindeutig: "Retaxationen bereiten den Mitgliedern und auch den Mitarbeiterinnen der Fachabteilung viel Arbeit. Sie kosten Zeit und Nerven. Aber das Ergebnis zeigt, dass sich der Aufwand und eine Mitgliedschaft im LAV lohnt. Denn ohne die Unterstützung und den Einsatz des LAV hätten viele Apotheken sich ihren Anteil an über 416.000 Euro nicht zurückgeholt."

Knapp zwei von drei Retaxationen unberechtigt

Unterm Strich war von den Retaxationsbeträgen, die sich die Krankenkassen einbehalten hatten, nur ein gutes Drittel, nämlich 265.656 Euro (Vorjahr: 143.755 Euro), berechtigt. Im Umkehrschluss sind nach Wert somit zwei von drei Retaxationen unberechtigt. Die Botschaft an die LAV-Mitglieder sei, so die LAV-Geschäftsführerin, dass es sich immer lohne, Retaxationsvorgänge genau anzusehen und bei offenen Fragen den Sachverstand und die Fachkompetenz der Fachabteilung im Verband in Anspruch zu nehmen. Ina Hofferberth weiter: "Der Ausblick auf das laufende Jahr 2015 zeigt mir aber jetzt schon, dass die Retaxationsflut weitergeht. Bis Anfang Mai hat der LAV über 1.600 Retaxationsfälle zur Prüfung erhalten, die eine Gesamtsumme von 365.000 Euro umfassen. Es ist höchste Zeit, dass die Politik uns bei der längst versprochenen Lösung für Retaxationen bei leichten Formfehlern hilft. Schaut man sich die Höhe der falsch retaxierten Beträge an, wird jedem schnell klar, dass die Kassen hier mehr Geld ausgeben, als sie durch das Kontrollinstrument einsparen. Mit Blick auf den gewünschten Bürokratieabbau könnte hier rasch viel unnötige Arbeit eingespart werden." (ca. 2.249 Zeichen)

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30.04.2015 – 10.000 Euro für die Erdbebenopfer in Nepal

Stuttgart - Mit einer Sofort-Spende von 10.000 Euro unterstützt das Hilfswerk der Baden-Württembergischen Apothekerinnen und Apotheker die Hilfsorganisation action medeor bei ihrem Einsatz in Nepal.


Einsatz für Erdbebenopfer: Die Mitarbeiter bei action medeor haben am Wochenende Medikamente für die Erstversorgung der Notleidenden in Nepal gepackt. Foto: © action medeor.

In einem Spendenaufruf hat der Vorsitzende des Hilfswerks, Fritz Becker, alle Apothekerinnen und Apotheker angesichts der immensen Opferzahlen und Schäden in Nepal zu weiteren Spenden aufgerufen: "In Nepal ist der Notstand ausgerufen. Über 4.300 Menschen sind ums Leben gekommen und die Opferzahlen steigen rapide. Den Überlebenden fehlt es an allem, vor allem der Bedarf an medizinischen Hilfsgütern ist riesig."

Jeder kann einzahlen
Schon in den ersten Tag konnten erneut 10.000 Euro auf dem Spendenkonto verbucht werden. Becker weiter: "Hilfsbereitschaft ist angesichts des Elends unsere Pflicht. Ich hoffe, dass noch viele Spenden bei uns eingehen, denn jeder Euro wird benötigt." Alle gespendeten Beiträge gehen eins zu eins an Menschen in Not. Auf das Konto des Hilfswerks kann selbstverständlich jeder, nicht nur Apotheker, einzahlen.

Als kompetenter und bewährter Partner hat action medeor sofort nach den ersten Meldungen über die Katastrophe in Nepal reagiert und Medikamente für die erste Notversorgung gepackt, damit die Verletzten schnell versorgt werden. Insgesamt wurden bereits vier Tonnen an Hilfsgütern zur medizinischen Erstversorgung der Erdbebenopfer nach Nepal geschickt. Darin enthalten sind Verbands- und Nahtmaterialien, chirurgisches Besteck, Schmerzmittel, Antibiotika und Spritzen. Weitere Hilfssendungen sind angesichts der gewaltigen Zerstörungen geplant.

Geografische Gegebenheiten erschweren Hilfe
Viele Gebiete sind in dem Gebirgsstaat nur schwer zu erreichen und das ganze Ausmaß der Katastrophe ist noch nicht zu überblicken. Nachbeben erschweren zusätzlich die Rettungsarbeiten.
 
Das Hilfswerk der Baden-Württembergischen Apothekerinnen und Apotheker möchte mit seinem Spendenaufruf die Menschen in den betroffenen Gebieten weiter unterstützen. Spenden sind von jedermann auf folgendes Konto bei der apoBank möglich:

Hilfswerk der Baden-Württembergischen Apothekerinnen und Apotheker
IBAN: DE51300606010006414141,
BIC: DAAEDEDD
Verwendungszweck: "Erdbeben Nepal 2015"

Für Spenden über 50 Euro wird auf Wunsch eine Spendenbescheinigung ausgestellt, wenn die komplette Adresse mit angegeben wurde. (ca. 2.255 Zeichen) 

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29.04.2015 – LAV erweitert Zugang zu Datenbanken auf Apothekenteams

Stuttgart - Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg bietet nun auch den approbierten Mitarbeitern von Mitgliedsapotheken Zugänge zu wissenschaftlichen Datenbanken. Damit weitet der Verband die Recherchemöglichkeiten zu aktuellem pharmazeutischen Wissen über den Arzneimittelmarkt, zu Indikationen, Dosierungen, Risiken und Interaktionen auf weiteres Fachpersonal aus.

Wissen wird wichtiger: LAV-Geschäftsführerin Ina Hofferberth sieht Zugang zu wissenschaftlichen Datenbanken als bedeutende Investition in die Zukunft der Apotheken. Foto: © LAV.

Nun haben nicht nur Apothekeninhaber, sondern auch Filialleiter und angestellte Apotheker Zugriff auf neu eingeführte Arzneimittel und deren Bewertungen im Vergleich zur Standardtherapie. Teams von Mitgliedsapotheken können das zusätzliche Dienstleistungsangebot nun von einem für sie zugänglichen Internetportal des Verbandes aus erreichen.

Kunden und Patienten profitieren von besserer Beratung
LAV-Geschäftsführerin Ina Hofferberth sagt dazu: "Im Apothekenalltag treten immer wieder Fragen auf, bei denen eine tiefer gehende Online-Recherche hilft, fachlich kompetent Auskunft zu geben. Letztlich können Kunden und Patienten nur davon profitieren."

Hofferberth weiter: "Fachwissen wird heutzutage in vielen Apotheken von approbierten Mitarbeitern geteilt. Hervorragend ausgebildete Mitarbeiter sollen die Möglichkeit haben, ihr pharmazeutisches Know-how fortwährend zu aktualisieren. Der Zugang zu wissenschaftlichen Datenbanken ist eine wichtige Zukunftsinvestition in die Apotheken unserer Mitglieder. Alle ersten Rückmeldungen hierzu sind positiv."

Von Arzneistoffporträts bis hin zu peroralen Medizinprodukten
Seit Ostern bietet der LAV allen Mitgliedsapotheken ohne weitere Zusatzkosten Zugänge zu insgesamt drei pharmazeutischen Datenbanken. Enthalten sind unter anderem Informationen zu Arzneistoff-Monographien, Nahrungsergänzungsmitteln, diätetischen Lebensmitteln und peroralen Medizinprodukten. LAV-Geschäftsführerin Ina Hofferberth freut, dass der Verband seinen Mitgliedern gemeinsam mit der Wissenschaftlichen Verlagsgesellschaft Stuttgart dieses zusätzliche Serviceangebot zur Verfügung stellen kann.

Zunächst läuft die Nutzungsvereinbarung für Mitgliedsapotheken ein Jahr. Der LAV wird danach anhand der Zugriffszahlen zu den Datenbanken entscheiden, wie dieses Angebot fortgeführt wird. (ca. 2.049 Zeichen)

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29.04.2015 – Wenn die Luft wegbleibt: Beratung aus der Apotheke ist wichtig für Asthma-Patienten

Stuttgart - Asthma ist eine der häufigsten chronischen Erkrankungen in den westlichen Staaten. In Deutschland sind rund fünf Prozent aller Erwachsenen betroffen, bei Kindern sogar zehn Prozent und die Tendenz ist bei ihnen deutlich steigend.

Alles ausatmen: Apotheker messen mit dem Peak-Flow-Meter die maximale Ausatmungsgeschwindigkeit von Patienten. Bei verengten Atemwegen sind die Messwerte niedriger als bei gesunden Personen. Foto: © ABDA.

Zur Versorgung der Kranken steht eine Vielzahl wirksamer Asthmamedikamente zur Verfügung. Sie werden entsprechend vom Arzt verordnet. Wichtig ist nur, dass diese Arzneimittel auch korrekt angewendet werden. Darauf weist der Landesapothekerverband Baden-Württemberg (LAV) im Vorfeld des Welt-Asthma-Tages am 5. Mai hin.

Mit richtiger Asthma-Therapie wieder durchatmen
Der LAV-Vizepräsident Wolf Kümmel erklärt: "Asthma ist eine chronische Entzündungsreaktion der unteren Atemwege. Daraus resultiert eine Überreaktion auf an sich harmlose Reize wie Staub oder Pollen und es kommt zu Verkrampfungen der Atemwege. Betroffene leiden unter Kurzatmigkeit und Husten bis hin zu schweren Atemnotanfällen. Die Symptome äußern sich vor allem morgens und nachts. Asthmakranke haben oft pfeifende Atemgeräusche und leiden unter dem Gefühl, dass sie nicht ausreichend Luft bekommen."

Zur Behandlung stehen verschiedene Wirkstoffe in unterschiedlichen Inhalationssystemen zur Verfügung. Apotheker Wolf Kümmel zählt auf: "Es gibt Pulverinhalatoren oder sogenannte Dosieraerosole. Beim ersten muss der Wirkstoff mit einem kräftigen Einatmen sozusagen eingesogen werden. Bei den Aerosolen wird ein Sprühstoß mit dem Wirkstoff in den Mund ausgelöst und dabei wird gleichzeitig tief eingeatmet. Wichtig ist, dass die jeweilige Anwendung ausführlich und auch wiederholt mit den Patienten geübt wird. Ohne solche Schulungen hat sich gezeigt, dass 50 bis 80 Prozent der Patienten falsch inhalieren." (ca. 1.659 Zeichen)

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17.04.2015 – Wenn einer eine (Fern-)Reise tut... - Malariagefahr auch als Tourist nicht ausblenden

Stuttgart - Last-Minute-Schnäppchen verleiten Touristen oftmals dazu, auch spontan zu Fernreisezielen aufzubrechen. Dabei wird häufig vergessen, dass exotische Länder auch in punkto Gesundheit eine sorgfältige Reiseplanung erfordern.

Vernetzt: Vor allem am Abend und in der Nacht ist in Malariagebieten ein feinmaschiger und luftdurchlässiger Schutz empfehlenswert. Foto: © ABDA.

Der Vizepräsident des Landeapothekerverbandes Baden-Württemberg, Wolf Kümmel, verdeutlicht mit Blick auf den Welt-Malaria-Tag am 25. April die Risiken auch für Touristen: "Reiseziele wie beispielsweise Thailand, Vietnam, Kenia, Myanmar oder Indien werden von immer mehr Menschen angesteuert. Einige Landesteile sind aber als Malariagebiete eingestuft und hier müssen besondere Schutzmaßnahmen ergriffen werden. Malaria ist weltweit eine der am meisten verbreiteten Infektionskrankheiten. Ohne Behandlung ist sie eine ernstzunehmende Krankheit, die auch tödlich enden kann."

Krankheit ist vermeidbar und lässt sich gut behandeln
Malaria wird von tropischen Stechmücken übertragen. Die auffälligsten Symptome der Malaria sind Fieberschübe mit hohen Temperaturen, Schüttelfrost und Krämpfe. "So gefährlich die Malaria sein kann, so positiv ist doch, dass die Krankheit in der Regel vermeidbar und gut behandelbar ist. Je nach Reiseland und Reisezeit - während der Regenzeit ist das Malariarisiko meist höher - sollten Touristen entsprechend vorsorgen. Es gibt die Malariaprophylaxe, bei der ein Medikament vorbeugend schon vor der Reise eingenommen wird. Dann gibt es auch die Möglichkeit, ein Medikament "Stand by" mitzunehmen. Das würde erst dann eingenommen, wenn der Verdacht besteht, dass man im Urlaub an Malaria erkrankt ist", erläutert Apotheker Wolf Kümmel. Das Auswärtige Amt bietet zu jedem Land einen guten Überblick auch über die empfohlenen gesundheitlichen Schutzmaßnahmen (Reise- und Sicherheitshinweise). Die Übersicht ersetzt jedoch nicht das individuelle Gespräch mit dem Hausarzt oder einem spezialisierten Tropenmediziner.

Wer sich in Gebieten mit Malariarisiko aufhält, sollte zuallererst darauf achten, dass er nicht gestochen wird. Kümmel: "Langärmlige Oberteile und lange Hosen in hellen Farben können schützen. Zudem sollten Mückenabwehrmittel am Körper und gegebenenfalls in Räumen eingesetzt werden. Wo es möglich ist, sollten Urlauber unter Moskitonetzen schlafen, denn die übertragende Mücke ist nachtaktiv." (ca. 2.204 Zeichen)

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10.04.2015 – Apotheken in Baden-Württemberg stellten 2014 fast 1,7 Millionen Rezepturarzneimittel her

Stuttgart - Im Jahr 2014 haben die öffentlichen Apotheken in Baden-Württemberg fast 1,7 Millionen Rezepturen für Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) hergestellt. Das ermittelte das Deutsche Arzneiprüfungsinstitut e. V. (DAPI) durch die Auswertung von Verordnungen.

Individuell zubereitet: Apotheker fertigen Rezepturen an, bei denen die Hilfsstoffe und die Dosierung auf den Patienten abgestimmt sind. Seit fast drei Jahren sind die Qualitätsanforderungen erhöht worden, so dass das Tragen von Handschuhen bei der Rezepturanfertigung inzwischen dazu gehört. Archivfoto: © ABDA.

"Insgesamt dürfte die Zahl sogar noch deutlich höher liegen, weil Rezepturen für Privatversicherte oder auf direkte Nachfrage gar nicht erfasst werden. Das zeigt: Rezepturarzneimittel sind und bleiben eine notwendige Ergänzung zu industriell hergestellten Arzneimitteln", sagte Fritz Becker, Präsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg. "Rezepturarzneimittel sind in vielen Fällen unersetzlich, zum Beispiel wenn ein Kind ein Medikament in einer Dosis braucht, für die es kein industriell hergestelltes Arzneimittel gibt."

Allgemeine Rezepturen machen Hauptteil aus
Der Großteil der maßgefertigten Medikamente für gesetzlich Versicherte entfiel 2014 auf so genannte allgemeine Rezepturen (über eine Million Arzneimittel), zum Beispiel Kapseln oder Salben. Jede Apotheke kann solche allgemeinen Rezepturen herstellen. Davon abgegrenzt werden so genannte Spezialrezepturen, beispielsweise für die Heroinersatz- oder Krebstherapie sowie die parenterale (unter Umgehung des Darms) Ernährung. Auch bei den Spezialrezepturen ist davon auszugehen, dass die Zahl der tatsächlich hergestellten Rezepturen über den erfassten Werten liegt.

Die Anforderungen an die Herstellung von Rezepturarzneimitteln sind in den letzten Jahren gestiegen. So ist seit 2012 unter anderem vorgeschrieben, dass der Apotheker bei jeder einzelnen Rezeptur die Plausibilität der Verordnung überprüfen und dokumentieren muss. (ca. 1.633 Zeichen)

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07.04.2015 – Heuschnupfen plagt Lunge und Nase auch ohne Sonnenschein

Stuttgart - Auch bei schlechtem Wetter sind Pollen unterwegs, die bei Allergikern Symptome auslösen können. "Erst tagelange Regenfälle bringen im Frühjahr etwas Entlastung für betroffene Menschen", erklärt Apotheker Wolf Kümmel. "Gerade im Frühjahr geht man wieder gerne für Spaziergänge und Ausflüge nach draußen. Mit allergiegeplagten Familienmitgliedern sollte die Zeit im Freien dennoch begrenzt werden. Wann am wenigsten Pollen fliegen, steht in Pollenflugkalendern in den Tageszeitungen oder auch auf der Web-Seite des Apothekerverbandes www.apotheker.de."

Launige Lüftzeiten: In ländlichen Gebieten ist der Pollenflug abends am geringsten, in der Stadt hingegen zwischen 6 und 8 Uhr.

In der Kleidung, an den Schuhen, im Haar und auch im Fell von Haustieren werden Allergene in die Wohnung getragen. Der Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg Kümmel rät deswegen: "Wer kann, soll die draußen getragene Kleidung in einem separaten Raum ausziehen und sich für innen neue Kleidung aussuchen. Allergiker dürfen während der Pollenflugzeit auch täglich die Haare waschen, um  zu verhindern, dass die Pollen auf dem Kopfkissen landen und die Beschwerden auch den Schlaf behindern. Haustiere wie Hund und Katze sollten beim Hereinkommen separat abgebürstet werden."

Fahrzeuginnenräume noch nicht immer allergieneutral
Auch die Fahrt ins Grüne kann zur Allergiefalle werden, wenn das Auto eine Weile stand. In den Lüftungsschlitzen können sich große Mengen an Pollen abgelagert haben. "Wenn beim Einschalten die Ventilation losgeht, wird bei älteren Modellen alles in den Innenraum gepustet. Hier empfehle ich, dass der Wagen erstmal bei geöffneten Türen gestartet wird und ordentlich durchlüften kann." Zur Linderung der Symptome bei Heuschnupfen empfehlen sich Nasensprays, Augentropfen und Tabletten - sogenannte Antihistaminika - gegen die Fehlreaktion des Immunsystems. "Bei Allergien", so Kümmel, "wehrt sich der Körper gegen einen an sich ungefährlichen Stoff. Antihistaminika unterdrücken diese Fehlreaktion."(ca. 1.842 Zeichen)

02.04.2015 – Hilfreiches Osterpräsent des LAV an seine Mitglieder: Kostenfreie Nutzung von wissenschaftlichen Datenbanken

Stuttgart - Der LAV stellt seinen ordentlichen Mitgliedern künftig einen Zugang zu wissenschaftlichen Datenbanken zur Verfügung. LAV-Mitglieder können mit dieser neuen Dienstleistung des Verbandes ohne weitere Zusatzkosten ihr pharmazeutisches Wissen über den Arzneimittelmarkt, zu Indikationen, Dosierungen, Risiken und Interaktionen fortwährend auf dem Laufenden halten.

Präzise: Die wissenschaftlichen Datenbanken der Apotheker liefern exakte und richtige Informationen. Apotheker sind so ständig auf dem neuesten Stand und können auch bei über- informierten Patienten für Klarheit sorgen. Foto: © Thorben Wengert www.pixelio.de.

Ein wichtiger Service ist auch, dass eine der Datenbanken speziell neu eingeführte Arzneimittel abbildet und Bewertungen im Vergleich zur Standardtherapie liefert. Eine weitere Datenbank dreht sich rund um Mikronährstoffe und Nahrungsergänzungsmittel. LAV-Geschäftsführerin Ina Hofferberth: "Wir sind sehr froh, dass wir unseren Mitgliedern gemeinsam mit der Wissenschaftlichen Verlagsgesellschaft Stuttgart dieses umfassende Angebot machen können. Damit sparen unsere Mitglieder bares Geld und sie bekommen gleichzeitig einen großen wissenschaftlichen Mehrwert geboten."

Bessere pharmazeutische Beratung in der Apotheke
Praxisnahe Suchroutinen mit übersichtlicher Darstellung der Ergebnisse sollen die Datenbanken rasch und problemlos im Alltag einsetzbar machen. "So können die Apotheken im Land auf die Fragen und Wünsche von Kunden und Patienten noch besser reagieren", so Hofferberth. "Im Apothekenalltag treten immer wieder Fragen auf, bei denen so eine tiefer gehende Online-Recherche schnell fachlich kompetente Aussagen und Schlussfolgerungen ermöglicht. Weil wir die Beratung in der Apotheke und das pharmazeutische Wissen unserer Mitglieder aktiv unterstützen wollen, erheben wir für die Nutzung der Datenbanken von unseren Mitgliedern keine extra Gebühr. Wir stellen sie als zusätzliches exklusives Dienstleistungsangebot des Verbandes im geschlossenen Mitgliederbereich zur Verfügung."

Zunächst läuft die Nutzungsvereinbarung für ein Jahr. Der LAV wird danach anhand der Zugriffszahlen zu den Datenbanken entscheiden, wie dieses exklusive Angebot fortgeführt wird. (ca. 1.891 Zeichen)

16.03.2015 – Haushaltsvergiftungen bei Kindern - was tun?

Stuttgart - Farbige Reinigungsmittel, Lampenöle oder giftige Beeren im Garten können gerade für Kleinkinder eine Gefahr für Vergiftungen darstellen, weil sie mit Lebensmitteln verwechselt werden können. Darauf weist am heutigen Tag des Vergiftungsschutzes im Haushalt (20.3.2015) der Landesapothekerverband Baden-Württemberg hin.

Der Vizepräsident des Verbandes, Wolf Kümmel: "Junge Familien sollten auf solche Haushaltsvergiftungen vorbereitet sein. Denn schnelles Handeln ist wichtig. Als erstes muss die Giftnotrufzentrale angerufen werden. Den Fachleuten können die Eltern die Symptome schildern und bekommen dann Anweisung, was zu tun ist." In Baden- Württemberg ist die Giftnotrufzentrale unter der Rufnummer 0761/19240 rund um die Uhr zu erreichen.

Notfallmedikamente schon vorher in der Apotheke kaufen
In den meisten Fällen muss dem Kind nach Anweisung ein Entschäumer oder medizinische Kohle gegeben werden, weiß Apotheker Wolf Kümmel. "Diese beiden Notfallmedikamente gibt es in jeder Apotheke. Familien mit Kindern sollten das in einer Notfallbox oder in der Hausapotheke haben. Wichtig ist auch: Lassen Sie das Kind keine Milch oder Salzwasser trinken und bringen Sie es nicht zum Erbrechen. Diese Maßnahmen helfen nicht, sondern können im Einzelfall die Situation verschlimmern. Erlaubt sind stilles Wasser
oder etwas Tee. Gegebenenfalls muss betroffene Haut oder das Auge mit viel klarem Wasser abgespült werden."

In Haushalten, in denen es Kinder gibt, sollten Eltern vorbeugend darauf achten, dass Putzmittel oder Medikamente möglichst nicht in der Reichweite von Kindern aufbewahrt werden. Weitere Vorsichtsmaßnahmen sind laut Wolf Kümmel: "Füllen Sie giftige Flüssigkeiten nie in Marmeladengläser oder Trinkflaschen um. So kann eine Verwechslung durch Kinder vermieden werden. Giftige Pflanzen und Beeren sollten im Garten oder auf dem
Balkon vermieden werden.Zumindest sollten sich Eltern jedoch genau merken, um welche Pflanzen es sich handelt, damit im Vergiftungsfall diese Auskunft gleich für die Helfer verfügbar ist."

Vergiftungen bei Kindern haben verschiedene Erscheinungsformen
Eine Vergiftung bei Kindern ist an verschiedenen Symptomen erkennbar, erklärt Wolf Kümmel: "Wenn Kinder Rötungen oder Reizungen im Mund und im Rachen haben, gekoppelt mit Schluckbeschwerden oder Magenschmerzen, dann ist Achtung geboten. Schmerzen und Schwellungen im Mund, Blasenbildung oder Atemnot können hinzukommen. Auch Verätzungen auf der Haut oder am Auge können auf einen Kontakt mit einer giftigen Substanz hinweisen. Viele Reinigungsmittel sind nicht an sich giftig. Es kommt aber zu Schaumbildung, wenn sie geschluckt werden."

Sollte das Kind bereits bewusstlos sein, oder wenn es von sich aus erbrochen hat, sollten Eltern umgehend den Notarzt alarmieren. Bis zu seinem Eintreffen muss erste Hilfe geleistet werden. Wenn möglich, muss die geschluckte Substanz bereitgehalten werden. (ca. 2.769 Zeichen)

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O-Ton von LAV-Vizepräsident Wolf Kümmel zum Tag des Vergiftungsschutzes im Haushalt für Nachrichtenmeldung

Anmoderation für einsatzfähiges Feature

Kleine Kinder sind von Natur aus neugierig und das kann ihnen manchmal zum Verhängnis werden. Was aussieht wie ein Getränk, das probieren sie häufig auch, egal, ob es sich um buntes Spülmittel oder ein Lampenöl handelt. Auf diese Gefahren weist jedes Jahr der "Tag des Vergiftungsschutzes im Haushalt" am 20. März hin. Wir klären Sie darüber auf, wie Sie schnell und richtig reagieren, wenn das Kind trotz aller Vorsicht giftige Stoffe geschluckt hat:

Einsatzfähiges Feature zum Tag des Vergiftungsschutzes im Haushalt

Abmoderation für einsatzfähiges Feature

Wichtige Ratschläge von Apotheker Wolf Kümmel. So reagieren Sie richtig bei Haushaltsvergiftungen von Kindern. Alle Informationen in einem Handzettel zusammengefasst finden Sie auch unter www.apotheker.de - oder Sie fragen in Ihrer Apotheke nach. Radio XXX zum Tag des Vergiftungsschutzes im Haushalt.

O-Töne von LAV-Vizepräsident Wolf Kümmel zum Tag des Vergiftungsschutzes im Haushalt für Feature

02.03.2015 – Apotheker spenden erneut 5.000 Euro für den Kampf gegen Ebola

Stuttgart - Mit einer Spendensumme von 5.000 Euro unterstützt das "Hilfswerk der Baden-Württembergischen Apothekerinnen und Apotheker" den Verein "Apotheker ohne Grenzen Deutschland". Das Geld wird für medizinische Unterstützung in Notstandsgebieten, wie zum Beispiel in den Ebola-Regionen, eingesetzt.

Das Hilfswerk hatte bereits Ende vorigen Jahres rund 15.000 Euro dem Medikamentenhilfswerk action medeor gespendet. Damit konnte unter anderem in Liberia eine Gesundheitsstation mit Schutzkleidung, medizinischem Equipment und Medikamenten versorgt sowie ein Medical Set, bestehend aus Malaria-Schnelltests und Medikamenten, gekauft werden.

Betroffene Menschen dürfen nicht in Vergessenheit geratenAuch wenn die Zahlen der zurückgegangenen Neuerkrankungen mit Ebola zum Jahresbeginn etwas Hoffnung schöpfen ließen, so kann noch lange nicht davon die Rede sein, dass die Epidemie überwunden ist. "Auch wenn Ebola nicht mehr täglich die Nachrichten beherrscht, darf die Hilfe jetzt nicht nachlassen", betont Fritz Becker, Vorsitzender des Hilfswerks der Baden-Württembergischen Apothekerinnen und Apotheker. "Gerade dann, wenn eine Krise aus dem medialen Interesse verschwunden ist, muss die Unterstützung weitergehen - auch um sicherzustellen, dass die Krankheit nicht wieder massiv ausbricht." Dieser medizinischen und pharmazeutischen Aufgabe sehen sich die baden-württembergischen Apothekerinnen und Apotheker verpflichtet und haben erneut gespendet. (ca. 1.388 Zeichen)

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26.02.2015 – GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG von LAV und HOSPIZ STUTTGART: Apotheker spenden 12.000 Euro für Hospizarbeit

Stuttgart - Mit einer Spendensumme von 12.000 Euro unterstützt das Hilfswerk der Baden-Württembergischen Apothekerinnen und Apotheker den Aufbau eines Stationären Kinder- und Jugendhospizes in Stuttgart. Christoph Gulde, Vizepräsident des Hilfswerks und des baden-württembergischen Landesapothekerverbandes: "Die Begleitung und Unterstützung von Familien, die ein unheilbar krankes Kind haben, ist mit eine der schwierigsten und gleichzeitig eine der wichtigsten Aufgaben. Das ist eine Situation, in der herkömmliche Therapien wie Arzneimittel oder medizinische Eingriffe an ihre Grenzen stoßen. Hier sind Menschen gefragt, die zuhören, die an der Seite der Betroffenen sind und Hilfe bieten können, wo unsere Hilfe endet. Wir Apotheker möchten dieses oftmals freiwillige Engagement unterstützen und uns am weiteren Ausbau der Kinder- und Jugendhospizarbeit beteiligen."

Die Betreuung in einem Kinder- und Jugendhospiz müsse als Lebensbegleitung verstanden werden, so Elvira Pfleiderer als Projektleiterin: "Die Kinder und Familien brauchen die Unterstützung, um die ihnen verbleibende Zeit bewusst und so angenehm wie möglich gestalten und leben zu können."

Sehr gutes ambulantes Netz für Familien mit unheilbar krankem Kind
In Baden-Württemberg leben etwa 3.000 Familien mit einem unheilbar erkrankten Kind. Das Leben dieser Familien ändert sich durch die Diagnose grundlegend. In Baden-Württemberg gibt es bereits ein sehr gut ausgebautes ambulantes Netz der Unterstützung durch das Ambulante Kinder- und Jugendhospiz.

Jedoch betreuen die Eltern ihren kranken Sohn oder ihre Tochter häufig über Monate oder Jahre und müssen rund um die Uhr verfügbar sein. Daneben geht der drohende Verlust oft über ihre Kräfte.

Deshalb möchte das Hospiz Stuttgart sein seit 2004 bestehendes Ambulantes Kinderhospiz mit der Erweiterung zum Stationären Kinder- und Jugendhospiz ergänzen. In ganz Baden-Württemberg gibt es derzeit kein solches Angebot. Hier sollen die Familien für vier Wochen im Jahr eine Oase zum Durchatmen und Kraftschöpfen finden. Auch können Kinder mit einer lebensverkürzenden Erkrankung am Lebensende unbegrenzt lange, alleine, oder auch mit der ganzen Familie aufgenommen werden. Noch in diesem Jahr ist der Spatenstich für den Umbau des wunderschönen Hauses in der Diemershaldenstraße 11 in Stuttgart geplant. Nähere Informationen finden sie unter: www.hospiz-stuttgart.de. (ca. 2.308 Zeichen)

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Hospiz Stuttgart
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25.02.2015 – Diabetes - Gutes Leben ist Einstellungssache

Stuttgart - An der Volkskrankheit Diabetes leiden nach Schätzungen des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung hierzulande aktuell rund sechs Millionen Menschen - der Großteil davon am erworbenen Typ 2-Diabetes. Falsche Ernährung, oft in Kombination mit Bewegungsmangel, was zu Übergewicht führt, ist sehr häufig dafür hauptverantwortlich. Nur ein kleiner Teil der Erkrankten leidet am Typ 1-Diabetes, bei dem meist durch eine Autoimmunreaktion die körpereigene Insulinbildung versagt. Für alle Erkrankten ist es aber wichtig, die Blutzuckerwerte kontinuierlich zu kontrollieren.

Der Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg, Christoph Gulde, erklärt warum: "Bleiben die Werte über lange Zeit zu hoch, dann können sowohl die kleinen und großen Blutgefäße als auch Nerven erkranken. Das kann zu ernsten Folgeschäden eines Diabetes führen. Beeinträchtigt werden die Nieren, es kann zu Veränderungen des Augenhintergrundes bis hin zur Netzhautablösung kommen. Spätere Folgeerkrankungen können zum sogenannten diabetischen Fuß führen, was im schlimmsten Fall bis zur Amputation fortschreiten kann. Weitere Folgen können ein deutlich erhöhtes Risiko für Herzinfarkte oder Schlaganfälle sein. Deshalb ist es wichtig, dass der Diabetiker mit seiner Selbstmessung aktiv dazu beiträgt, die Stoffwechseleinstellung zu optimieren."

Typ 2 tückischer als Typ 1
Die seltenere Erkrankung des Typ 1-Diabetes ist durch ihre Symptomatik wie Müdigkeit, Gewichtsverlust, starker Durst verbunden mit häufigem Wasserlassen sehr leicht zu diagnostizieren. "Der Typ 2-Diabetes ist tückischer, weil er lange unerkannt bleiben kann", so Apotheker Christoph Gulde. "Eine Ermittlung des Blutzuckerspiegels kann Klarheit verschaffen, wenn ich zur Risikogruppe mit Übergewicht und Bluthochdruck gehöre. Erste Anhaltspunkte kann solch ein Test schon in der Apotheke bringen. Ein Tropfen Blut von der Fingerkuppe reicht aus." (ca. 1.871 Zeichen)

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11.02.2015 – Richtige Hautpflege für die Skipiste

Stuttgart - Im Winter wird die Haut durch Temperaturschwankungen zwischen innen und außen, trockene Heizungsluft und mangelnde Bewegung an der frischen Luft sehr strapaziert. Die Kälte führt dazu, dass der Stoffwechsel in der Haut verlangsamt stattfindet, es wird zudem nicht mehr genügend Talg produziert. "Das führt dazu, dass viele Menschen über spannende, brennende und sich schuppende Haut klagen", fasst der Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg, Christoph Gulde, die wichtigsten Symptome zusammen.

Der Apotheker rät, speziell beim Wintersport darauf zu achten, dass die Haut den Schutz bekommt, den sie in der kalten Jahreszeit benötigt. "Die empfindlichsten Stellen sind das Gesicht, die Lippen und auch die Hände. Diese Hautpartien sind beim Sport dem Wetter am meisten ausgesetzt. Wichtig ist, dass vorbeugend gut fettende Pflegeprodukte eingesetzt werden. Im Winter sollten Verbraucher darauf achten, dass die Creme eine Wasser-in-Öl-Mischung ist. Hier ist ein deutlich höherer Fettanteil enthalten, der die Haut besser vor Kälte und Austrocknung schützt. Übliche Produkte sind meist Öl-in-Wasser-Mischungen. Diese eignen sich wegen des höheren Feuchtigkeitsanteils eher für die wärmere Jahreszeit."

Spezielle Salben oder Honig können bei aufgesprungenen Lippen helfen
Auch für die Lippen- und Handpflege sollten die Produkte reichhaltiger sein. Bei spröden Stellen an Mund und Händen helfen dexpanthenolhaltige Salben, bei aufgesprungenen Lippen gilt auch das Auftragen von Honig als Hausmittel. Den sollte man dann aber nicht ablecken.

Vor allem sollte beim Wintersport darauf geachtet werden, dass die Cremes nicht nur pflegen, sondern auch einen ausreichenden Lichtschutz bieten. "Gerade im Schnee wird die UV-Strahlung oft unterschätzt. Ein Lichtschutzfaktor von mindestens 30 ist sinnvoll, um die Haut vor größeren Schäden zu bewahren!, warnt Gulde.

Menschen mit Allergien oder Hauterkrankungen leiden unter der kalten Jahreszeit oftmals noch stärker, beschreibt Gulde seine Erfahrung: "Ihre ohnehin angegriffene Haut, reagiert noch extremer. Hier sind spezielle Produkte gefragt, die manchmal auch der Hautarzt verschreiben muss. Denn zur rauen und spröden Haut können hier Entzündungen der offenen Stellen hinzukommen." (ca. 2.172 Zeichen)

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29.01.2015 – Individuelle Rezepturen aus der Apotheke helfen Schwerkranken

Stuttgart - An Krebs erkrankte Patienten benötigen für ihre Behandlung oftmals hoch wirksame, speziell angefertigte Rezepturen aus der Apotheke, erläutert Wolf Kümmel, Vize-Präsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg (LAV) im Vorfeld des Weltkrebstages am 4. Februar: "Apotheken leisten bei der Versorgung von Krebspatienten einen wichtigen und unverzichtbaren Beitrag. Die Kranken sind oft auf eine hochkomplexe Zusammenstellung verschiedener Wirkstoffe angewiesen. Sie müssen vom Arzt auf das Körpergewicht oder die Körperoberfläche abgestimmt verordnet und eigens für den Patienten in der Apotheke angefertigt werden."


Unverzichtbar: In spezialisierten Apotheken werden Zytostatika-Mischungen in besonders ausgestatteten Sterillaboren hergestellt. Symbofoto: © ABDA.

Der Prozess der Rezepturherstellung erfordert ein großes Maß an Sorgfalt, so der Apotheker weiter: "Alle Bestandteile müssen penibel abgewogen und dosiert werden, damit der Patient bei diesen stark wirksamen Substanzen optimal behandelt wird. Jede Fehldosierung kann gravierende Nebenwirkungen zur Folge haben. Auch bei starken Schmerzmitteln, die manche Krebspatienten benötigen, muss die Dosierung auf das Genaueste angepasst werden. Dies ist besonders dann wichtig, wenn Kinder oder Kleinstkinder an Krebs erkranken. Sie reagieren noch sensibler auf Medikamente, die im Normalfall für Erwachsene zugelassen worden sind."

Apotheken erfüllen höchste Sicherheits- und Qualitätsauflagen

Im Bereich der so genannten parenteralen Arzneimittel, die über Infusionen oder Injektionen in den Körper gelangen, heißt das, dass die herstellende Apotheke weitergehende besondere Sicherheits- und Qualitätsanforderungen erfüllen muss. Wolf Kümmel: "Solche Apotheken müssen beispielsweise einen so genannten Reinraum mit Sicherheits-Schleusen für die speziell geschulten Mitarbeiter vorweisen. Der Raum selbst und alle Materialien und Arbeitsschritte müssen strengen Hygienevorschriften genügen. Die Investitionen für diese apothekerliche Dienstleistung für Schwerkranke liegen im sechsstelligen Bereich. Darum sind spezialisierte Apotheken für solche Rezepturen zuständig." Rezepturen aus der Apotheke sind unverzichtbar und bringen Krebspatienten oftmals etwas Lebensqualität zurück, fasst Kümmel zusammen. "Die Rezepturen aus der Apotheke können helfen, dass der Krebspatient ambulant – zuhause bei seiner Familie - weiterbehandelt werden kann. Jeder Krebspatient ist froh, wenn er das Krankenhaus verlassen darf. Er gewinnt so ein Stück Normalität zurück, auch wenn der Mensch starke Medikamente benötigt." (ca. 2.363 Zeichen)

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15.01.2015 – Rauer Hals, Stimme weg - Hausmittel als erste Hilfe bei Heiserkeit

Stuttgart - Während des feuchtkalten Winterwetters sind viele Menschen von einer leichten Infektion der Atemwege betroffen. Die häufigsten Symptome sind Halsschmerzen, Schluckbeschwerden und Heiserkeit, erläutert Wolf Kümmel, Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg. Bei Anfangsbeschwerden können Hausmittel und pflanzliche Arzneimittel helfen.


Foto: © ABDA

Begünstigt werden solche Virus-Infektionen oft durch trockene Heizungsluft. Sie lässt die Schleimhäute in Mund, Rachen und Nase austrocknen, so dass diese nicht mehr effektiv vor Infekten schützen können. Treten erste Beschwerden in Hals und Rachen auf, können einfache Hausmittel helfen, erklärt Apotheker Wolf Kümmel: "Zuerst muss man der Ursache begegnen und die Schleimhäute wieder gut befeuchten: Ausreichend trinken, Bonbons oder Halspastillen lutschen und zusätzlich vielleicht auch sogenannte salinische Zubereitungen wie Nasensprays mit Meersalz oder entsprechende Nasensalben und Nasenduschen verwenden. Als Tee oder Gurgelzusatz eignen sich Thymian oder natürlich Salbei." Diese Kräuter haben einen leicht desinfizierenden Effekt. Ergänzend sollten Betroffene beachten, dass die Schleimhäute nicht weiter durch Zigarettenrauch, scharfe Gewürze oder Speisen gereizt werden. "Außerdem raten wir davon ab, bei einem Infekt Sport zu machen", so Kümmel. "Der Körper benötigt seine Energie für den Heilungsprozess. Darum sollten statt des Lauftrainings in dieser Zeit vielleicht nur kurze Spaziergänge an der frischen Luft gemacht werden."Bei starken Schluckbeschwerden über mehrere Tage hinweg und bei Anzeichen von Fieber sollten die Beschwerden von einem Arzt untersucht werden, lautet der Rat des Apothekers. Denn eine Verschleppung von Halsschmerzen und Husten kann schlimmere Erkrankungen wie beispielsweise eine Bronchitis nach sich ziehen. (ca. 1.805 Zeichen)

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