Es kommt auf jede einzelne Angabe an:
Das ABDA-Datenpanel stärkt die apothekerliche Argumentation

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Frau Korf, können Sie kurz nochmals zusammenfassen, was das ABDA-Datenpanel ist und warum diese breite Datenerhebung für die Apothekerschaft wichtig ist?

Das ABDA-Datenpanel soll mittels einer Onlinebefragung von Inhabern und Leitern verlässliche Daten über die Arbeit öffentlicher Apotheken generieren. Dazu werden Kennzahlen zur wirtschaftlichen Situation und zum Tätigkeitsspektrum jährlich erfasst und ausgewertet. Anhand der wiederkehrenden Datenerfassung durch die Befragung ist es künftig möglich, Trends und Tendenzen – auch regionale – aufzuzeigen und dabei valide Daten zu den erbrachten Leistungen zu gewinnen. Der Beruf des Apothekers wird ja in der Öffentlichkeit oft recht eindimensional wahrgenommen. Dabei beinhaltet der Apothekerberuf ein vielfältiges Leistungsangebot. Wie alle Apotheker wissen, reicht es von der Beratung in Akutfällen über die Anfertigung von Rezepturen bis hin zur Begleitung von Schwerstkranken und Pflegebedürftigen. Mit dem Panel werden wir künftig mehr repräsentative Daten und Fakten haben, dieses breite Leistungsspektrum darzustellen und uns für die Gespräche mit Politik, Krankenkassen und Marktpartnern zu munitionieren.

Aus dem Kreis unserer Mitglieder hat uns öfter die Frage erreicht, warum man als Partner ausgerechnet das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) ausgewählt hat. Mitglieder haben uns gesagt „ich gebe doch nicht meine Umsatzzahlen an die Ärzte“. Was erwidern Sie solchen Skeptikern?

Bei der Ausschreibung für solch einen Partner und Dienstleister sind tatsächlich viele Aspekte und Kriterien zu berücksichtigen. Er soll leistungsstark und zugleich kostengünstig sein. Er soll möglichst Branchenerfahrung haben, aber auch nicht unbedingt für die „Konkurrenz“ arbeiten. Wenn man sich zu einer Sitzung persönlich treffen will, bietet es sich an, wenn der Partner nicht unbedingt auf Rügen oder im Schwarzwald residiert. Mit dem Zi haben wir nach langer und reiflicher Überlegung einen guten Partner gefunden. Das Institut hat seinen Sitz wie die ABDA in Berlin und verfügt über langjährige Erfahrung in der Durchführung eines ärztlichen Datenpanels. Besonders im Hinblick auf den Datenschutz besitzt das Zi eine gesicherte Routine in der Umsetzung. Die Mitarbeiter des Zi sind auf die Wahrung der Vertraulichkeit der Daten geschult. Dass Ärzte oder deren Standesorganisationen irgendwelche Daten von und über die Apotheken bekommen, ist datenschutzrechtlich und natürlich auch vertraglich komplett ausgeschlossen.

Das komplette Interview mit Claudia Korf lesen Sie nach Login online in den aktuellen
LAV-Nachrichten 6 | 2018 im Mitgliederbereich.