Machtvoller Austausch

Leiter des Bundeskanzleramtes informiert sich über Digitalisierung

Professor Helge Braun leitet seit März letzten Jahres eine der wichtigsten Machtzentralen unserer Bundesregierung: das Bundeskanzleramt. Zu seinen Aufgaben gehört es auch, politische Vorhaben der Bundesregierung langfristig zu planen. Als Chef des Bundeskanzleramtes empfing Prof. Braun Ende Februar zwölf Entscheidungsträgerinnen aus dem Gesundheitswesen, die sich unter dem Namen Lady Lobby zusammengefunden haben, zum informellen Austausch unter anderem rund um die Digitalisierung des Gesundheitswesens. Als ein Mitglied der illustren Runde nahm für den DAV auch Ina Hofferberth, Geschäftsführerin des LAV Baden-Württemberg, an dem Gespräch teil.

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In ihrem Redebeitrag konnte Hofferberth das gemeinsame Zukunftsprojekt des Landesapothekerverbandes und der Landesapothekerkammer GERDA - Der gesicherte e-Rezept Dienst der Apotheken in Baden-Württemberg kurz vorstellen. Ina Hofferberth: „Prof. Braun hat hier schon aufgehorcht, als er hörte, dass wir im Juni in den Testbetrieb gehen wollen. Er hakte nach, welchen Juni in welchem Jahr ich denn meine. Ich habe dann geantwortet, dass es der Juni 2019 sein wird. Mit einem Augenzwinkern habe ich noch ergänzt, da wir keinen Flughafen und keinen Bahnhof zu bauen haben, würde das so schnell gehen.“

Da der Chef des Bundeskanzleramtes eine besondere Stellung innehat und beispielsweise das Zusammenwirken der Ministerien koordiniert, spielten aktuelle politische Themen aus der Standespolitik keine Rolle, erläutert Hofferberth den Ablauf und die Themensetzung: „Prof. Braun muss einfach übergeordnet bleiben und so war die kontroverse Diskussion rund um das Spahn-Paket kein Tagesordnungspunkt. Der Leiter des Bundeskanzleramtes will und darf den Fachministern nicht dazwischenfunken und von der Seitenlinie mitregieren. Nichtsdestotrotz wusste er von unserer apothekerlichen Diskussion mit Spahn zu seinen Vorschlägen und ich konnte durchaus zwei Sätze loswerden, warum die Gleichpreisigkeit so wichtig ist. Ich denke, es ist darin deutlich geworden, warum eine Deckelung von Boni – wie von Spahn ursprünglich vorgeschlagen – keine Lösung sein kann.“