Land-Apotheken: Mehr Nacht- und Notdienste mit weniger Kunden und Umsatz

Eine neue Kurzstudie des IFH Instituts für Handelsforschung nimmt Leistungen von Präsenzapotheken auf dem Land und in der Stadt unter die Lupe. Die Kurzstudie hat erhoben, wie häufig Nacht- und Notdienste, Botengänge und Versorgung von Pflegeheim-Bewohnern werden. Das Ergebnis: Auf dem Land werden mehr Nacht- und Notdienste mit weniger versorgten Kunden und weniger Umsatz geleistet werden als in der Stadt.

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Die von den Apotheken erbrachten Nacht- und Notdienste, Botengänge und die Versorgung von Pflegeheimen sind wichtige Bestandteile, um die flächendeckende Arzneimittelversorgung in Deutschland sicherzustellen.

Das IFH kommt zum Ergebnis, dass der Botendienst häufiger genutzt werde, je kleiner die Stadt ist und je weiter die nächste Apotheke entfernt ist.Die Umfrage habe zudem ergeben, dass ländlich gelegene Apotheken häufiger Bewohner von Pflegeheimen mit Arzneimitteln und apothekenpflichtigen Medizinprodukten versorgten als solche in der Stadt. Dem wissenschaftlichen Leiter am IFH Köln, Dr. Markus Preißner, ist wichtig, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Apotheken stimmen. Dies gelte insbesondere mit Blick auf Gegenden, in denen das Apothekennetz bereits heute vergleichsweise dünn ist. Die Apotheke vor Ort wird oft unterschätzt und ist unersetzlich. (SV)

Die Pressemitteilung des IFH Institut für Handelsforschung steht rechts bei den Links zum Thema zu erreichen. Am Ende der Pressemitteilung steht auch die Kurzstudie.