Ein Grund zu feiern!

Landesverband der Prostatakrebs-Selbsthilfe begeht 10-jähriges Jubiläum

Apotheken und örtliche Selbsthilfegruppen wie die der Prostatakrebsselbsthilfe arbeiten seit Jahren regional eng zusammen und auch auf Landesebene gibt es gute Kontakte. Das ist für beide Seiten ein Gewinn. Deutlich wurde dies einmal mehr bei der Jubiläumsveranstaltung des Landesverbandes Prostatakrebs in Karlsruhe. Im Rahmen der Feierstunde wurde der Wert der Selbsthilfe im Gesundheitssystem lobend herausgestellt. Alle Redner - wie Vertreter der Ärzte, der Apothekerschaft oder aus dem Bereich der Krankenkassen – hoben ihre Bedeutung und ihre Unverzichtbarkeit hervor.

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Apotheker als Partner der Selbsthilfe gefragt
Apotheken haben neben der flächendeckenden Versorgung einen Beratungsauftrag, den sie gern persönlich und individuell erfüllen. Dieses persönliche Eingehen auf die Bedürfnisse und Belange des Kunden oder Patienten wird von vielen Betroffenen besonders geschätzt. Weiterhin bieten Apotheken Selbsthilfegruppen die Möglichkeit, per Informationsbroschüre und mithilfe eines Schaufensterplakats während eines Aktionstages oder einer gemeinsamen Kampagne auf sich und die Belange ihrer Klientel aufmerksam zu machen. So kann mit Apotheken eine breite Öffentlichkeit erreicht werden. Ein weiteres gern genutztes Angebot sind Vorträge zu verschiedensten Themen. Auf Wunsch von Selbsthilfegruppen stehen Apothekerinnen oder Apotheker immer wieder gerne als Fachreferenten zu speziellen Themen zur Verfügung.

Mit dem Slogan "Näher am Patienten" ist das Ziel einer jeden Apotheke umschrieben, jeden Kunden persönlich zu beraten. Im Beratungsgespräch geht es darum, die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten vor Ort zu erfragen und möglichst rasch die Hilfe zu leisten, die in der jeweiligen Lebenssituation gebraucht wird. Apotheker können hier auch von der guten Vernetzung der Selbsthilfegruppen innerhalb des Gesundheitswesens profitieren und im besten Falle dazu beitragen, dass noch ein paar weitere hilfreiche Verzweigungen hinzukommen.

Zusammenarbeit auch wichtig für Apotheken
Der Austausch mit Selbsthilfeorganisationen bietet Apotheken auch die Möglichkeit bei einzelnen Krankheitsbildern nochmals einen anderen Zugang zu Behandlungsmethoden, Krankheitsverläufen oder neuen Diagnoseverfahren zu hören. Die persönliche Schilderung durch betroffene Menschen und das persönliche Erleben der Krankheit stellen eine ganz andere Ebene dar als die rein wissenschaftliche Betrachtung von Symptom und Therapie. Apotheken leben vom Austausch mit Ihren Kunden und Patienten. Wer sich als Apotheker einbringt, wird von den Patienten und Kunden anders wahrgenommen als jemand, der nur Arzneimittel abgibt. Der persönliche und individuelle Kontakt zu Vertreterinnen und Vertretern der Selbsthilfe macht die Apothekerin und den Apotheker zu einem geschätzten Gesundheitspartner vor Ort. (gl/go)