Grenze
1

Schnelltests für Grenzgänger und Pendler

So funktioniert es
Webcode V211095 | Erschienen am 16. Februar 2021 | Letzte Änderung 1. März 2021

Vor dem Hintergrund einer möglichen dynamischen Entwicklung der Coronavirus-Infektionszahlen in den Nachbarländern Österreich, Frankreich und der Schweiz sowie möglicher Einreisebeschränkungen an den Grenzen wurde die baden-württembergische Teststrategie erweitert. Sie sieht vor, dass Grenzgänger und Berufspendler für Grenzübertritte eine negative Corona-Testbestätigung benötigen, die nicht älter als 48 Stunden sein darf, wenn sie in Gebiete ein- oder auspendeln, die als Hochinzidenzgebiet oder als sogenanntes Virusvariantengebiet ausgewiesen sind. Als erste zu testende Pendlergruppe wurden Grenzgänger und Pendler aus und nach Tirol / Österreich festgelegt. Mit dem 2. März kommen Grenzgänger und Pendler aus und in das Département Moselle / Frankreich hinzu.

Wer ist betroffen?

Betroffen sind aktuell sowohl deutsche als auch österreichische / französische ArbeitnehmerInnen, Auszubildende und Studierende, die aus Arbeitsplatz- oder Ausbildungsgründen die nationale Grenze überschreiten wollen. Für diesen Personenkreis sind die nachstehenden Regeln geschaffen worden. Es kann sein, dass demnächst auch Grenzpendler aus und in die Schweiz betroffen sein werden.

Was wird getestet?

Zur Anwendung kommen PoC-Antigen-Schnelltests. Sie weisen innerhalb weniger Minuten bestimmte Eiweiße in entsprechendem Probenmaterial tief aus Nase und/oder Rachen nach, die für das Virus charakteristisch sind. Kurz gesagt: Ein solcher Test zeigt, ob Sie zum Testzeitpunkt mit dem Coronavirus infiziert sind oder nicht.

Diese Antigen-Schnelltests können unter anderem von Arztpraxen, Testzentren oder auch von Apotheken angeboten und durchgeführt werden. Sie sind nicht zur Abgabe an den Laien bestimmt und werden von fachlich geschultem Personal durchgeführt.

Wie oft muss ich getestet werden?

Die Verordnung des Landes Baden-Württemberg sieht vor, dass Sie beim Grenzübertritt ein negatives Corona-Antigen-Schnelltestergebnis nachweisen müssen, das nicht älter als 48 Stunden ist.

Wo kann ich mich testen lassen?

Neben Arzpraxen und Corona-Testcentern bieten viele Apotheken diese Leistung an. Welche Apotheke mit diesem Angebot in Ihrer Nähe liegt, können Sie auf der Internetseite der Landesapothekerkammer Baden-Württemberg ermitteln.

  • Vereinbaren Sie unbedingt einen Termin für Ihren Test mit der von Ihnen gewählten Apotheke.
  • Fragen Sie auch ausdrücklich danach, ob die Apotheke Tests für Grenzpendler im Auftrag der Landesregierung durchführt.

Welche Unterlagen brauche ich für den Test?

Als ArbeitnehmerIn oder Auszubildende(r) brauchen Sie eine ausgefüllte, gestempelte und unterschriebene Bescheinigung Ihres Arbeitgebers. Als Studierende(r) brauchen Sie eine ausgefüllte, gestempelte und unterschriebene Bescheinigung Ihrer Hochschule.

Wer in Ihrem Unternehmen oder Ihrer Hochschule diese Bescheinigung ausstellt, können wir Ihnen leider nicht sagen. Aber wir stellen Ihnen das entsprechende Formular, das Sie Ihrem Arbeitgeber bzw. Ihrer Hochschule vorlegen können, am Ende dieser Seite als Download zur Verfügung. Die Bescheinigungsformulare liegen in mehreren Sprachen für unterschiedliche Personengruppen vor - wählen Sie frei aus, welches für Sie das richtige ist.

Ihre ausgefüllte, gestempelte und unterschriebene Bescheinigung legen Sie in der Apotheke vor - und Sie erhalten sie nach der Testung wieder zurück. Weitere Unterlagen benötigen Sie nicht (auch keine Krankenversichertenkarte oder Personalausweis).

Was kostet der Test?

Im Rahmen dieser Regelung ist der Test für Sie kostenfrei. Sie zahlen auch keine Zuzahlung oder Ähnliches. Die Kosten für den Test übernimmt vollständig das Land Baden-Württemberg und die durchführende Apotheke rechnet direkt mit dem Land ab. Unbedingt wichtig: Fragen Sie bei der Terminvereinbarung in der Apotheke unbedingt danach, ob die Apotheke Tests für Grenzpendler im Auftrag der Landesregierung durchführt.

Bekomme ich eine Bescheinigung über das Testergebnis?

Selbstverständlich erhalten Sie nach dem Test eine Bescheinigung über das Ergebnis. Führen Sie diese Bescheinigung bei Ihrem Grenzübertritt mit. Die Bescheinigung darf zum Zeitpunkt des Grenzübertritts nicht älter als 48 Stunden sein.
Bei einem positiven Testergebnis erhält die getestete Person ebenfalls die Original-Bescheinigung. Die testende Apotheke muss eine Kopie umgehend (per Fax) an das zuständige Gesundheitsamt übermitteln. Die getestete Person wird außerdem darauf hingewiesen, einen PCR-Test bei einem Arzt vornehmen zu lassen und sich in häusliche Quarantäne zu begeben.

Hier finden Sie alle Dokumente, die der Arbeitgeber (bzw. die Hochschule) für die bezugsberechtigten Personen (Arbeitnehmer, Auszubildende, Studierende) ausfüllen und unterschreiben muss. Das jeweils ausgefüllte Dokument legen Sie als testberechtigte Person in der Apotheke vor und weisen sich dadurch für den Test aus.