Winter








Ehrenpräsidenten

Dr. Günter Theurer hat sich über Jahrzehnte um den Verband verdient gemacht.
Dr. Günter Theurer hat sich über Jahrzehnte um den Verband verdient gemacht.

Dr. Günter Theurer
Apotheker aus Horb, Präsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg e. V. (1988-1998)

Günter Theurer wurde am 30. März 1936 in Tübingen geboren. Nach dem Studium der Pharmazie und Medizin in seiner Heimatstadt und in Basel legte er die Staatsexamina ab und gründete die "Schiller-Apotheke" in Horb, der er später ein Reformhaus angliederte. 1971 wurde Theurer zum Gruppenleiter beim "Württembergischen Apothekerverein" und nach der Fusion der Apothekervereine Baden und Württemberg zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. 1978 kandidierte Theurer für die Vertreterversammlung der Landesapothekerkammer und wurde ebenfalls gewählt.

Träger des Bundesverdienstkreuzes
Von 1988 bis 1998 stand er dem LAV Baden-Württemberg als Präsident vor und gehörte von 1992 bis 2000 dem Geschäftsführenden Vorstand des "Deutschen Apothekerverbandes" an. Außerdem war er Vorstandsmitglied der Verrechnungsstelle der Süddeutschen Apotheken (VSA), Mitglied des Verwaltungsrates der Versicherungsstelle der Apotheker (VfA), Mitglied des Geschäftsführenden Vorstandes der ABDA und Präsident des "Vereins Deutsche Pharmazeutische Zentralbibliothek" in Stuttgart. Zu seinem 65. Geburtstag wurde Günter Theurer als Ehrenpräsident des LAV mit der "Helmut-Eberhardt-Medaille" des LAV in Bad Cannstatt ausgezeichnet und erhielt im Jahr 2001 die Hans-Meyer-Medaille der ABDA (Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände). Außerdem ist Dr. Günter Theurer zweifacher Träger des Bundesverdienstkreuzes. Zuletzt verlieh ihm die baden-württembergische Sozialministerin, Dr. Monika Stolz, am 5. November 2008 die Auszeichnung 1. Klasse.

Helmut May, Apotheker aus Offenburg.
Helmut May, Apotheker aus Offenburg.

Helmut May (†)
Apotheker aus Offenburg und Vorsitzender des Apothekervereins Baden e. V. (bis Ende 1976)

Helmut May wurde am 27. Dezember 1909 in Karlsruhe geboren, wo er auch seine Schulzeit verbrachte. Von 1921 bis 1922 erlernte er den Apothekerberuf in der Löwen-Apotheke in Kandern und studierte anschließend in Freiburg und Stuttgart Pharmazie; 1934 legte er das Staatsexamen ab. Als Kandidat war er unter anderem in der Alten Apotheke in Friedrichshafen am Bodensee tätig. Später kehrte er in seine Lehrapotheke zurück, in der er lange als Mitarbeiter tätig war. Von August 1941 bis zum Oktober 1945 leistete May den Kriegsdienst ab und war als Stabsapotheker in verschiedenen Lazaretten im Osten und Westen eingesetzt. Aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt, arbeitete er zunächst als Mitarbeiter in der Löwen-Apotheke zu Lörrach, später in Singen.


Größte Leistung: Vereinigung der baden-württembergischen Verbände
1952 erhielt er die Konzession für die Adler-Apotheke in Offenburg, wo er seinen Apothekerberuf bis ins 85. Lebensjahr hinein ausübte. 1955 wurde er Kreisapotheker des Kreises Offenburg und betrieb von dieser Position aus energisch die Vereinigung der Apothekervereine von Nord- und Südbaden. Im März 1959 wurde Helmut May vom "Badischen Apothekerverein" zum Vorsitzenden gewählt. Dank seines geraden und aufrichtigen Wesens, getragen vom Vertrauen der Mitglieder, gewann er die Wertschätzung aller Kollegen in Baden und steuerte den Verein an manchen Klippen vorbei. Auch in der "Landesapothekerkammer Baden-Württemberg" war er seit 1962 tätig. Zudem engagierte sich May für die Etablierung der gemeinsamen Rezeptabrechnung mit Bayern in der späteren VSA. Seine größte Leistung bestand jedoch in der Vereinigung der Apothekervereine von Baden und Württemberg im 1952 gegründeten Südweststaats, wobei er auch hier – wie schon bei der Neubildung des Badischen Vereins – landsmannschaftliche Ressentiments überwinden musste. Gemeinsam mit Helmut Eberhardt aus dem badischen und Heinz Fuhr und Karl Weismann aus dem württembergischen Verein gelang dann doch nach jahrelanger Überzeugungsarbeit Anfang 1977 das "Kunststück" der Vereinigung beider Vereine. Helmut May ließ sich allerdings nicht mehr zum Vorsitzenden wählen, wurde aber zum Ehrenvorsitzenden und später zum Ehrenpräsidenten gewählt. Für seine Verdienste wurde er 1979 mit der Hans-Meyer-Medaille und 1981 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Helmut May verstarb am 05. Januar 2007.

Helmut Eberhardt wurde am 7. Juni 1925 in  Lahr geboren.
Helmut Eberhardt wurde am 7. Juni 1925 in Lahr geboren.

Helmut Eberhardt (†),
Apotheker aus Weil am Rhein und Vorsitzender des Landesapothekervereins Baden-Württemberg e. V. (1977-1987)

Helmut Eberhardt wurde am 7. Juni 1925 in Lahr geboren. Noch als Schüler wurde er zum Kriegsdienst eingezogen, erhielt mehrere Auszeichnungen und wurde wegen seiner Führungsqualitäten zum Offizier befördert. Nach Kriegsende wollte er zwar Forstwirtschaft studieren, entschied sich aber - bedingt durch die schweren Nachkriegszeiten - für den Apothekerberuf. Nach dem Praktikum, das er 1947 mit dem Vorexamen abschloss, studierte er von 1948 bis 1951 in Karlsruhe Pharmazie. Es folgten einige Jahre in verschiedenen öffentlichen Apotheken des In- und Auslandes, in einer Krankenhausapotheke in Stuttgart und in der pharmazeutischen Industrie.

Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande
Seit 1956 war er Besitzer der Stadtapotheke in Weil am Rhein. Für die Standespolitik wurde er 1959 durch Helmut May "entdeckt". Seit 1961 gehörte er dem "Badischen Apothekerverein" als Vorstandsmitglied an und betreute den Werbeausschuss des Vereins. 1976 wurde er in den Vorstand des "Deutschen Apotheker-Vereins", 1977 zum Vorsitzenden des neu geschaffenen LAV Baden-Württemberg gewählt, ein Amt, das er bis 1987 ausübte. Am 30. November 1984 wurde Eberhardt im Rathaus von Weil/Rhein mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Hervorgehoben wurden sein kommunales Wirken als Mitglied des Gemeinderates in Weil am Rhein und im Kreistag des Landkreises Lörrach, außerdem sein dreißigjähriges berufspolitisches Engagement für die Apotheker in Baden-Württemberg.

Träger der Hans-Meyer-Medaille
1981 wurde Eberhardt als Vorsitzender der LAV Baden-Württemberg zum Vorsitzenden des "Deutschen Apotheker-Vereins" (DAV) gewählt, nachdem er bereits als "amtierender Vorsitzender" fungiert hatte. Am 12. Oktober 1989 wurde er von der ABDA mit der Hans-Meyer-Medaille ausgezeichnet. Eberhardt ist Ehrenvorsitzender des DAV "Deutscher Apotheker Verband". Im September 1990 wurde Eberhardt zu seinem 65. Geburtstag mit einem Empfang im Frankfurter Hotel "Hessischer Hof" durch die "Stada EG" geehrt. Bereits in der Nachkriegs-Stada war er Mitglied der Vertreterversammlung, später Erster Vorsitzender des Beirates. Nach der Umwandlung des Unternehmens in eine Aktiengesellschaft war er von 1974 bis 1984 Vorstandsmitglied. Während seiner Tätigkeit als Vorsitzender des "Deutschen Apotheker Vereins" ließ er seine Funktionen bei der Stada ruhen, wurde aber 1989 in den Aufsichtsrat und zu dessen Vorsitzenden gewählt. Eberhardt prägte die Geschichte der "Stada AG" entscheidend mit.

Mit 65 Jahren studiert
Nach der Niederlegung aller seiner Ämter nahm Helmut Eberhardt, dessen Charakteristika "Sachverstand, fundiertes Wissen, Menschlichkeit und Humor" waren, im Alter von 65 Jahren noch ein Studium der Geschichte an der Universität Basel auf. Am 30. Mai 1990 wurde er in Frankfurt mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet.

Unerwartet starb Helmut Eberhardt am 16. Oktober 1996.




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