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Pressemitteilung vom 03.04.2012

GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG VON LAV und MEDI: Ärzte und Apotheker starten Kampagne zur Zeckenschutzimpfung - Impfmüdigkeit ist gefährlich

Unbeschwert in der Natur: Wer sich gegen Zecken schützt, kann sich befreit in Wald und Wiesen bewegen. Bitte klicken Sie auf die Illustration, um sie zu vergrößern. Repro: © LAV/MEDI.
Unbeschwert in der Natur: Wer sich gegen Zecken schützt, kann sich befreit in Wald und Wiesen bewegen. Bitte klicken Sie auf die Illustration, um sie zu vergrößern. Repro: © LAV/ MEDI.

Stuttgart - Gemeinsam mit der Sozialministerin des Landes, Katrin Altpeter setzen sich Ärzte und Apotheker in Baden-Württemberg dafür ein, die Bevölkerung vor den Gefahren der Impfmüdigkeit zu warnen. Angesichts der beginnenden Freiluftsaison rät Katrin Altpeter allen Bürgerinnen und Bürgern, sich rechtzeitig bei Ärzten und Apothekern vor Ort zu informieren: "Aufklärung, Beratung und die Schutzimpfung sind wichtige Instrumente, um Komplikationen durch Zeckenbisse zu vermeiden."

Wolf Kümmel, Apotheker und Vizepräsi- dent des baden-württembergischen Lan- desapothekerverbandes zeigt auf, wie wichtig die Unterstützung aus dem Mini- sterium ist: "Baden-Württemberg führt bundesweit mit Bayern die Hitliste der Risikogebiete an. Ein Impfaufruf aus dem Sozialministerium erreicht eine größere Öffentlichkeit. Denn betroffen sind ei- gentlich alle Menschen, die im Wald unterwegs sind oder im Grünen aktiv sind."

Zecken-Speichel kann bakterielle Er- reger tragen
Gefährlich ist nicht der Zeckenbiss an sich, sondern der Speichel der Zecke, der über den Biss ins Blut gelangt. Dieser kann die bakteriellen Erreger der Lyme-Borreliose oder Viren in sich tragen, die die gefährliche Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) auslösen kann.

Dipl.-Pol. Ekkehard Ruebsam-Simon, Allgemeinmediziner und stellvertretender Vorsitzender von MEDI Baden-Württemberg: "Die FSME kann mit erheblichen Komplikationen einhergehen. Die Schutzimpfung ist hierzulande immer noch zu wenig bekannt. Da es keine Impfpflicht gibt, appellieren wir an die Politik, die Bevölkerung für die Zeckenschutzimpfung zu sensibilisieren, um die Impfquote zu erhöhen und das Risiko zu minimieren. Durch die milden Winter vermeh- ren sich auch die Zecken. Die Chance, auf eine infizierte Zecke zu treffen, steigt also!" Trotz des medizinischen Fortschritts kann diese Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute tödlich sein.

Fieber, Erbrechen und Kopfschmerzen sind Warzneichen
Die FSME macht sich durch Fieber, Erbrechen und Kopfschmerzen bemerkbar - in schlimmen Fällen können neurologische Probleme wie etwa Lähmungen dazukommen. Wer solche Sym- ptome bei sich beobachte, so der Rat der Aufklärungskampagne, soll dies ernst nehmen und umgehend einen Arzt aufsuchen. Derzeit ist nach Expertenmeinung die Impfung gegen FSME das sicherste Mittel gegen die Krankheit. Die Kosten dafür trägt die Krankenkasse.

Keine Panik: Ein Zeckenbiss muss noch nichts Schlimmes bedeuten. Wichtig sind schnelles Handeln und genaues Beobachten. Repro: © LAV/MEDI.
Keine Panik: Ein Zeckenbiss muss noch nichts Schlimmes bedeuten. Wichtig sind schnelles Handeln und genaues Beobachten. Repro: © LAV/MEDI.

Mit einer Plakataktion, Informationsflyern und dem Angebot für Schulen, Kindergär- ten oder in Sportvereinen durch das Halten von Referaten wollen Ärzte und Apotheker gemeinsam Aufklärung leisten. Wenn Sportvereine, Schulen, Kindergärten oder andere Gruppen sich für solch einen Vortrag interessieren, richten sie ihre Anfrage per Mail an den Landesapothekerverband unter der Mailadresse presse(at)apotheker.de oder an MEDI unter info(at)medi-verbund.de. Das Aufklärungsengagement begrüßt Ministerin Altpeter: "Sehr gerne habe ich die Schirmherrschaft für diese sinnvolle Aktion des Landesapothekerverbandes e. V. und des MEDI-Verbunds übernommen."

Jedes Jahr rund 60.000 Neuerkrankung- en an Lyme-Borreliose
Gegen die Lyme-Borreliose, eine bakter- ielle Infektionskrankheit, gibt es allerdings keine vorbeugende Impfung. An dieser In- fektion, die Nervensystem und Gelenke schädigen kann, erkranken in Deutschland schätzungsweise 60 000 Menschen im Jahr neu.

Typische Kennzeichen sind flächige Rö- tungen an der Einstichstelle sowie grippe- ähnliche Symptome mit Fieber und Schwellungen der Lymphknoten. Sie kön- nen innerhalb von vier Wochen nach dem Zeckenbiss auftreten und auch hier sollte bei entsprechenden Zeichen sofort medi- zinischer Rat eingeholt werden. "Die Bor- reliose ist eine Krankheit, die jahrzehnte- lang verlaufen und ähnliche Symptome wie die Syphilis oder die Demenz aufweisen kann", warnt Ekkehard Ruebsam-Simon.

Sprays und Lotionen können Zecken abwehren
Der Gesundheitstipp von Ärzten und Apothekern zielt deswegen auf die Vorbeugung ab: "Schützen Sie sich vor Zeckenbissen schon bevor Sie und Ihre Familie ins Freie gehen. Das Infektionsrisiko - insgesamt für alle durch Zecken übertragene Krankheiten - kann gemindert werden, indem man sich mit Zecken abwehrenden Sprays oder Lotionen schützt.

Zusätzlich kann helle, geschlossene Kleidung und das Vermeiden von unwegsamem Gelände und Unterholz helfen, nicht Opfer eines Zeckenbisses zu werden. Wer in Wald und Wiese un- terwegs war, der sollte sich und vor allem auch Kinder sowie die Haustiere nach den Spazier- gängen gründlich nach Zecken absuchen. Festgesaugte Tiere sollten sofort mit einer geeigne- ten Pinzette oder einer speziellen Zeckenzange oder -karte entfernt werden", so Wolf Kümmel. (ca. 4.380 Zeichen)

Downloads zur weiteren Verwendung:
GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG von LAV und MEDI: Ärzte und Apotheker star- ten Kampagne zur Zeckenschutzimpfung - Impfmüdigkeit ist gefährlich
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ZITATEBLATT zur GEMEINSAMEN PRESSEMITTEILUNG: LAV-Vizepräsident, Apo- theker Wolf Kümmel
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ZITATEBLATT zur GEMEINSAMEN PRESSEMITTEILUNG: Stellv. Vors. von MEDI Ba- den-Württemberg, Dipl.- Pol. Ekkehard Ruebsam-Simon
PDF-Datei

Druckvorlage für DIN A3-Plakat "Damit Sie unbeschwert Natur genießen können"
PDF-Datei

Druckvorlage für Flyer "Damit Sie unbeschwert Natur genießen können"
PDF-Datei

GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG von LAV und LAK: Kinder nach dem Spielen auf Zecken untersuchen
PDF-Datei

Rückmeldeformular zur Pressekonferenz von Landesapothekerverband und MEDI Baden-Württemberg zum Schutz vor und Behandlung bei Zeckenbissen
PDF-Datei

Baden-Württemberg ist Zecken-Risikogebiet
PDF-Datei

Bilddateien:
Der Vizepräsident des LAV Baden-Württemberg e. V., Wolf Kümmel (l.), und der stellvertretende Vorsitzende von MEDI Baden-Württemberg e. V., Dipl.-Pol. Ekkehard Ruebsam-Simon (r.), bei der Vorstellung des neuen Kampagnenmotivs

Wolf Kümmel, Vizepräsident Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V.
jpg-Datei, 300 dpi (2.8 MB)

Wolf Kümmel, Vizepräsident Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V.
jpg-Datei, 72 dpi (190 KB)

Links zur weiteren Information:
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 Was kann gegen Zeckenbisse getan werden?
LAV-HÖREN vom 3.04.2012

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FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)
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Ihre Interviewwünsche und Rückfragen richten Sie bitte an:

Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V.
Carmen Gonzalez, Pressesprecherin
Hölderlinstr. 12
70174 Stuttgart
T.: 0711 22334-77
F.: 0711 22334-99
E-Mail: gonzalez(at)apotheker.de

MEDI Baden-Württemberg
Angelina Schütz, Pressesprecherin
T.: 0711 806079-73
F.: 0711 22334-79
E-Mail: schuetz(at)medi-verbund.de




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