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AMK: 7400 Meldungen zu Arzneimittelrisiken im Jahr 2009

Sprunghaft angestiegen: Im vergangenen Halbjahr kamen zu den 3.200 Meldungen noch einmal 4.200 hinzu. Damit überstieg die Zahl der gemeldeten Arzneimittelrisiken 2009 auch den bisherigen Rekordwert aus dem Jahr 2002. Bitte klicken Sie auf die Grafik, um Sie zu vergrößern. Abbildung: © ABDA.
Sprunghaft angestiegen: Im vergangenen Halbjahr kamen zu den 3.200 Meldungen noch einmal 4.200 hinzu. Damit über- stieg die Zahl der gemeldeten Arzneimittelrisiken 2009 auch den bisherigen Rekordwert aus dem Jahr 2002. Bitte klicken Sie auf die Grafik, um Sie zu vergrößern. Abbildung: © ABDA.

Die Arzneimittelkommission der Deu- tschen Apotheker (AMK) hat 7.400 Meldungen zu Arzneimittelrisiken im Jahr 2009 aus den Apotheken erhal- ten und bearbeitet - ein neuer Höchststand seit dem Jahr 1994. Ge- genüber 2008 ist die Zahl der Mel- dungen von 6.700 um 11 Prozent ge- stiegen. Bei 1.641 der 7.400 Meldung- en wurde eine Laboruntersuchung im Zentrallaboratorium Deutscher Apotheker (ZL) vorgenommen.

"Das gute Zusammenspiel zwischen der Arzneimittelkommission und den Apo- theken erhöht die Patienten- und Arznei- mitteltherapiesicherheit in Deutschland", sagt AMK-Vorsitzender Professor Dr. Martin Schulz: "Dank des großen Enga- gements und der hohen Meldebereitschaft der Kolleginnen und Kollegen in den Apotheken kön- nen potenzielle Gefahren für Patienten schnell erkannt und entsprechende Maßnahmen effektiv eingeleitet werden."

Verpackungfehler und unerwünschte Arzneimittelwirkung am Häufigsten
"Arzneimittelrisiken" umfasst alles, was die Arzneimittelsicherheit und -unbedenklichkeit beein- trächtigen kann. Nach dem so genannten Stufenplan versteht man darunter unter anderem Ne- benwirkungen, Wechselwirkungen mit anderen Mitteln, Resistenzbildung, Missbrauch / Fehlge- brauch, Gewöhnung / Abhängigkeit, Mängel der Qualität (auch technischer Art), Mängel der Behältnisse und äußeren Umhüllungen, Mängel der Kennzeichnung oder der Fach- und Ge- brauchsinformationen sowie Arzneimittelfälschungen.

Mit 30,1 Prozent machten "Verpackungsfehler" den größten Teil der Beanstandungen aus - vor "Unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) und Missbrauchsmeldungen" mit 29,3 Prozent sowie "Galenischen Mängeln" mit 19,7 Prozent. Auch "Mechanische Defekte" mit 9,1 Prozent und "Deklarationsfehler" mit 7,1 Prozent wurden von Apotheken relativ häufig als Beanstan- dungen an die AMK nach Eschborn gemeldet.

Quelle: ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, http://www.abda.de

Links zur weiteren Information:
Fachbegriff Arzneimittelkommission (der Deutschen Apotheker)
ABDA-Lexikon der Fachbegriffe rund um Apotheke und Gesundheit

Fachbegriff Arzneimittelrisiken
ABDA-Lexikon der Fachbegriffe rund um Apotheke und Gesundheit

Fachbegriff Arzneimittelsicherheit
ABDA-Lexikon der Fachbegriffe rund um Apotheke und Gesundheit

Fachbegriff Stufenplan
ABDA-Lexikon der Fachbegriffe rund um Apotheke und Gesundheit

Fachbegriff Zentrallaboratorium Deutscher Apotheker e. V. (ZL)
ABDA-Lexikon der Fachbegriffe rund um Apotheke und Gesundheit

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http://www.arzneimittelkommission.info
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