Winter






Umgang mit Arzneimitteln

Überforderter Kunde
Wer weiß schon, wann er welche Arzneimittel am besten einnimmt und worauf er dabei achten muss? Der Apotheker berät - mit der Lieferung per Post jedoch wird fachkundige Beratung unmöglich. Foto: © ABDA

Tipps für Vernünftige

Arzneimittel sind bei der Therapie von Erkrankungen unverzichtbar; sie erhalten oder verbessern die Lebensqualität - auch von Menschen im hohen Alter.
Medikamente werden zur Behandlung von Krankheiten eingesetzt, aber auch um Ihnen vorzubeugen oder um sie zu erkennen.

In Deutschland hatten Frauen um die Jahrhundertwende eine durchschnittliche Lebenserwartung von 48 und Männer von 45 Jahren. Heute beträgt sie bereits für Frauen 78 und für Männer 71 Jahre. Dies ist zurückzuführen auf verbesserte Wohn- und Hygieneverhältnisse, sauberes Wasser, eine ausgewogene Ernährung und nicht zuletzt auf eine gute medizinische Versorgung, wobei Arzneimittel eine entscheidende Rolle spielen.

In vielen Fällen ist ein Arzneimittel die wirksamste, kostengünstigste und einfachste Art, eine Erkrankung zu behandeln. Auch für Unpässlichkeiten und Befindlichkeitsstörungen, die relativ häufig auftreten, gibt es geeignete und gut verträgliche Arzneimittel.

Selbstmedikation ja, aber...

Die Behandlung von Krankheiten gehört in die Hand des Arztes. Einige Erkrankungen und Befindlichkeitsstörungen können mit rezeptfreien Arzneimitteln, die man in der Apotheke selbst kaufen kann, behandelt werden. Rechtzeitige Selbsthilfe mit rezeptfreien Medikamenten kann leichte Beschwerden beseitigen oder sie lindern. Doch sollten Sie nur dann zur Selbstmedikation greifen, wenn die Symptome bekannt sind und Sie die Beschwerden zuordnen können. Eine tropfende Nase kann nämlich auf einen gewöhnlichen Schnupfen zurückzuführen sein, aber auch z. B. auf eine allergische Reaktion, den Heuschnupfen. Treten Beschwerden das erste Mal auf, sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden, der eine Diagnose stellen muss.

Selbstmedikation hat ihre Grenzen auch dann, wenn die Beschwerden nach einigen Tagen nicht verschwinden oder sogar noch stärker werden. In diesem Fall muss der Arzt ebenfalls abklären, ob nicht etwa eine ernsthafte Erkrankung zugrunde liegt. In der Selbstmedikation spielt der Apotheker eine wichtige Rolle, denn er hinterfragt z. B. die Eigendiagnose und überzeugt sich davon, dass eine Selbstbehandlung sinnvoll ist. Er rät dann zum Arztbesuch, wenn die Beschwerden einer ärztlichen Behandlung bedürfen.

Der Apotheker berät

Apotheker berät Kundin zu einem rezeptfreiem Arzneimittel, Foto: © ABDA.
Beratung zu einem rezeptfreiem Arzneimittel, Foto: © ABDA.

Der Apotheker ist der Arzneimittel-Fachmann. Er kann zu allen Fragen Auskunft geben, die Ihre Medikamente betreffen. Ihn sollten Sie auch fragen, wenn Sie die Angaben in der Packungsbeilage nicht verstehen. Der Apotheker klärt Sie über Ihr Arzneimittel auf.

 

 

 

Link zur weiteren Information:
Atomunfall in Japan: Jod nicht ohne behördliche Anweisung einnehmen
ABDA-Pressemitteilung vom 14.03.2011




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