Die Umsetzung von aktiv-c.a.r.e.® wurde in einer Pilotphase von vier Apotheken über drei Jahre getestet. Die wichtigsten Erfah- rungen werden kurz beschrieben:
- aktiv-c.a.r.e.® wird von Pflegediensten nicht als Wettbewerb ge- sehen. Da insbesondere in Bereichen der speziellen Pflege eine Unterstützung angeboten wird, ist die aktiv-c.a.r.e.®-Pflegespe- zialistin anerkannt und gern gesehen und wird aktiv bei Problem- fällen mit einbezogen. Die aktiv-c.a.r.e.®-Pflegekraft rechnet grundsätzlich nicht Leistungen nach dem Pflegeversicherungsge- setz ab und ist daher auch für Pflegedienste und Pflegeheime nicht als Wettbewerber zu sehen.
- Die Dauer bis zur Refinanzierung der Personalkosten war unter- schiedlich von drei bis neun Monaten. Insofern stellen sich auch die investiven Kosten different dar.
- Die aktiv-c.a.r.e.®-Pflegespezialistin wird vom ärztlichen Dienst gut angenommen. Eine transparente Dokumentation, beispiels- weise die Fotodokumentation im Bereich des Wundmanagement und ein "roter Faden" in der Versorgung, unterstützt durch die ak- tiv-c.a.r.e.®- Pflegestandards, führen zu einem Vertrauensverhält- nis. Die aktiv-c.a.r.e.®-Pflegekräfte werden inzwischen teilweise von Ärzten gezielt angefordert oder nehmen an Wundsprechstun- den teil.
- Die Pilot-Apotheker leben mit aktiv-c.a.r.e.®- unterschiedliche Schwerpunkte in der pflegerischen Versorgung und Beratung. Teilweise steht das Wundmanagement oder die Versorgung mit kleinen Hilfsmitteln im Vordergrund.
- Von Patientenseite wird das aktiv-c.a.r.e.®-Angebot gut ange- nommen. Die Leistung wird mit der Apotheke in Zusammenhang gebracht und führt zu einer starken Kundenbindung.
- Es ist sinnvoll, einen Apothekenmitarbeiter in aktiv-c.a.r.e.® mit einzubinden. So können Ausfallszeiten kompensiert werden und die Kompetenz verteilt sich auf mehrere Köpfe. Die Einarbei- tungszeit und Akzeptanz bei den Leistungserbringern im Umfeld ist mit etwa zwei bis drei Monaten anzuberaumen.